Archive for the Category Liebe
Die Erde und der Mond auf ihren Bahnen,
sie sind verlässlich wie die Jahreszeit.
Der Herbst hisst leuchtend seine Farbenfahnen,
lässt uns noch Leben dort im Nebel ahnen,
bevor sein Mahnen sagt Vergänglichkeit.
Ach könnten hier die Steine dir erzählen,
wie du mir fehlst, wie traurig mir der Sinn,
wie mich, was unterlassen ward, will quälen.
Wie gerne holte ich es nach, würd‘ wählen
auch schweren Weg, führt‘ er nur zu dir hin!
Ich hörte zwar, die Zeit heil‘ alle Wunden.
Jedoch die Narbe schmerzt, fühl‘ mich als Kind,
seh‘ in Erinnerungen frohe Stunden,
wo du mich ließest still bei dir gesunden,
und lichte Tage, die vergangen sind.
Ich hoffe, glaube, wünsche wie ein Kind,
dass ich dereinst dich einmal wiederfind‘.
© Ingrid Herta Drewing,2014
Oktober 6th, 2014 | Besinnliches, Erinnerungen, Familie, Herbst, Jahreszeiten, Liebe | Tags: Erde, Erinnerung, Herbst, Kind, Kosmos, Mond, Mutter, Sonne, Trauer, Vergänglichkeit | 0 Comments
In jedem Sommer thront auf der Antenne
dies‘ Tauben-Pärchen still im Abendlicht,
als gönne es sich letzter Sonne Sicht,
bevor der Tag errötend sich mag trennen,
und Nacht im Sternenmantel folgt der Pflicht.
Auch ihre kleinen Ringeltaubenkinder
dort sitzen beieinander, traulich dicht.
Gewitter, Regen, Stürme stören nicht,
gemeinsam Lebens Unbill so zu mindern;
kein Eigennutz hier fordert den Verzicht.
Ein Sinnbild mir, verheißt es doch den Frieden,
den Menschen andern Menschen oft verwehren,
weil Hochmut, Habgier, Hass die Einsicht stören,
dass uns nur Liebe, Menschlichkeit hienieden
auf Dauer können irdisch‘ Glück bescheren.
© Ingrid Herta Drewing,2014
August 24th, 2014 | Besinnliches, Fauna, Friede, Liebe, Nachdenkliches, Sommer, Vögel | Tags: Einsicht, Frieden, Gemeinschaft, Liebe, Menschlichkeit, Paar, Ringeltauben, Vernunft | 0 Comments
Wir träumten, der Sommer sei ohne Ende,
so himmelweit dieser Liebe Hallen,
wo einer den andern behände fände,
gemeinsam glücklich ins Licht gefallen.
Der Herbststurm verwehte ihn mit den Blättern,
und als im Grau die Nebel uns fanden,
fehlte die Himmelsleiter zum Klettern,
wir kamen traurig einander abhanden.
Und hör ich heut singen die Liebesweisen,
so schleicht sich sanft leise Wehmut ins Herz.
Da möcht ich zurück in die Zukunft reisen,
jedoch klingt banal, nostalgisch die Terz.
Und doch wärmt im Winter dies sommerlich Bild,
der Rose Duft zärtlich noch Träume erfüllt.
© Ingrid Herta Drewing,2014
August 13th, 2014 | Erinnerungen, Leben, Liebe | Tags: Einsamkeit, Erinnerungen, Liebe, Nostalgie, Sehnsucht, Sommerglück, Verlust, Zuversicht | 0 Comments
So mancher, den die Lieb umschlungen,
ward nur für kurze Zeit beglückt.
Bald fühlt er sich beengt, gezwungen,
von zu viel Zuwendung erdrückt.
Er mag sodann den Ausweg suchen,
sein Leben nicht symbiotisch sei,
isst lieber trocknes Brot statt Kuchen
und fühlt lebendig sich und frei.
© Ingrid Herta Drewing,2014
Juli 31st, 2014 | Beziehungen, Freiheit, Leben, Liebe | Tags: Erdrücken, Freiheit, Kontrolle, Liebe, Symbiose | 0 Comments
Ein wenig Poesie,
der Honig auf des Alltags Brot?
Der Hang zur Harmonie,
nur Flickwerk am zerstörten Boot?
Mög‘ Hoffnung, dieses Spiel,das vage,
nicht Seifenblase sein!
Noch laden Licht und Ziel der Tage
uns kühn in Träume ein.
Sie schenken Melodien, schöne,
die zart, doch klar erklingen,
erwecken so die sanften Töne,
der Seele helles Singen.
Und sei dies‘ Spiel nur Illusion,
aus Phantasie geboren,
trägt es in sich doch seinen Lohn,
vom Leben auserkoren.
© Ingrid Herta Drewing,2014
Juli 29th, 2014 | Besinnliches, Lebensfreude, Liebe | Tags: Freude, Hoffnung, Leben, Liebe, Melodie, Musik, Phantasie | 0 Comments
Und in den Nächten wir fallen
tief in der Träume Schoß.
Sie, die der Seele gefallen,
wirken geheim in uns allen,
lassen uns nie wieder los.
Bewahren Sehnen nach Frieden,
Liebe, Freude und Glück,
Hoffen, es sei uns beschieden,
dass endlich kehren hienieden
Güte, Einsicht zurück.
Denn hier im Jetzt gilt’s zu schaffen
menschliches Paradies,
ganz abzuschwören den Waffen,
dem wütend grimmigen Affen
in uns, dem dunklen Verlies.
Probleme vernünftig lösen,
dem Miteinander vertrauen
und, statt mit Haken und Ösen
sich zu verschreiben dem Bösen,
gemeinsam Heimat aufbauen.
© Ingrid Herta Drewing,2014
Juli 28th, 2014 | Besinnliches, Leben, Liebe, Menschen | Tags: Frieden, Hass, Heimat, Hoffnung, Krieg, Liebe, Menschlichkeit, Paradies, Sehnsucht, Traum | 0 Comments
Ich hörte noch die wohlvertraute Stimme,
die mir in diesem Hause immer nah,
und sah die Glut, das letzte Scheit, verglimmen.
Der Schatten wuchs, und Tod war plötzlich da.
Er sprach von Abschied, Trost nach langem Leiden,
und dennoch war mir kalt; ein dumpfer Traum,
der alles, was lebendig ist, will meiden,
ergriff mein müdes Herz, der Liebe Saum.
Es ist zu schwer, den Menschen loszulassen,
ihn nicht mehr halten fest im Arm, geborgen,
man kann kaum, wenn man liebt, erfassen,
dass ohne ihn beginnt ein neuer Morgen.
Und lebt man fürderhin auch hier allein,
bleibt lieb sein Bild doch in der Seele Schrein.
© Ingrid Herta Drewing,2014
Juli 20th, 2014 | Ermunterung, Leben, Liebe, Sonette, Tod, Trauer | Tags: Abschied, Erinnerung, Leben, Liebe, Mensch, Tod | 0 Comments
Der Rose Lied, das fein und leise klingt,
trägt ihre süßen Düfte in die Weite,
auf dass sich diese Lieblichkeit ausbreite,
die Freude in das Grau des Alltags bringt.
Es singt von Frühling, Sommer, Reife-Träumen.
Im Sonnenschein erglänzt ein Blütenbild,
das dieses Lebens Zeitlichkeit mag säumen,
die schöne Melodie im Licht enthüllt.
Noch scheint das Welken fern, und sanft entfaltet
die Rose ihre Blüten Blatt um Blatt.
Der Schöpfung Atem, der da zärtlich waltet,
sie zum Erblühen aufgerufen hat.
Ein Sinnbild, das auch unsrem Leben gilt,
das sich in seinem Dasein hier erfüllt.
© Ingrid Herta Drewing,2014
Juli 8th, 2014 | Besinnliches, Flora, Lebensfreude, Liebe, Natur, Schöpfung | Tags: Blüte, Leben, Lebensfreude, Licht, Liebe, Rose, Schönheit, Schöpfung, Sonne, Vergänglichkeit, Verheißung | 0 Comments
Es leuchten hell die Kerzen der Lupinen,
und Sonnenblumen in den Himmel sehen,
die strahlend hier zum Lob der großen Muhme
ihr Blütenantlitz schön zum Lichte drehen.
Der Sommer zieht nun blühend über Land,
doch lässt er auch schon Früchte zahlreich reifen.
Im Garten schenkt er uns mit voller Hand
die Beeren, und wir können Kirschen greifen.
Mild führt den Abend er in laue Nacht.
Man sitzt gesellig noch und plauscht im Freien.
Der Sternenhimmel, der uns licht bedacht,
erzählt, wie Sommers Märchen sanft gedeihen.
Und bald erstrahlt der volle Mond im Glanze,
wirft seiner Zaubernetze Silber aus.
Die zarten Elfen führt er hin zum Tanze,
thront lächelnd, groß und rund hier überm Haus.
© Ingrid Herta Drewing,2014
Juli 6th, 2014 | Friede, Geheimnisvolles, Lebensfreude, Liebe, Märchenhaftes, Romantisches, Sommer | Tags: Beeren, Elfen, Kirschen, Liebe, Lupinen, Märchen, Sommer, Sonnenblumen, Sternnacht, Vollmond, Wiesenblumen | 0 Comments
Ich trage es wie einen Wunsch in mir,
dies‘ Sehnen spricht von längst vergangnen Zeiten,
lässt Augenblicke ineinander gleiten.
Und vieles scheint, so nah und wieder hier,
erinnernd neu sich Wege zu bereiten.
Die Bilder, ins Gedächtnis eingeschrieben,
sie werden unverhohlen mir bewusst
und flüstern zärtlich noch von Freud und Lust,
von Glück und Leid und innig tiefem Lieben,
von Abschied auch; das Leben sprach:Du musst!
Fast wie im Traum denk‘ ich an jene Wesen,
mit denen ich ein Stück des Wegs durft‘ gehen.
Wie gerne würde ich sie wiedersehen,
ein Lächeln aus den frohen Mienen lesen
und wissen, dass wir menschlich uns verstehen!
© Ingrid Herta Drewing,2014
Juli 4th, 2014 | Erinnerungen, Feundschaft, Leben, Liebe | Tags: Abschied, Erinnerung, Freude, Leid, Liebe, Wiedersehen | 0 Comments