Es werfen auf der Rue jetzt die Platanen,
als sei es Herbst, schon welke Blätter ab.
Auch die versengten Wiesen lassen ahnen,
dass Trockenheit hier herrscht, weil Wasser knapp.
Wo sonst in sattem Grün das Auge weidet,
siehst du Staubteufel tanzen, wenn der Wind
dort ab und zu in leichten Wirbeln gleitet,
und Blätter ihm da raschelnd Partner sind.
Zu heiß, zu trocken, drückend diese Schwüle.
So hatten wir den Sommer nicht ersehnt!
Nun hoffen wir auf Regen und auf Kühle,
damit dies‘ Welken sich hier nicht ausdehnt.
Erstrahlen soll die Rue in frischem Grün,
wenn wir von dort aus hin zum Weinfest zieh’n.
© Ingrid Herta Drewing, 2015
August 13th, 2015 | 0 Comments
Category: Deutschland, Hoffnung, Lebensfreude, Natur, Orte, Sonette, Stadt, Wachstum, Wetter, Wiesbaden | Tags: Hoffnung, Kühle, Regen, Sommer, Trockenheit, Wachstum, Weinfest, Wiesbaden, Wilhelmstraße
Der Abend senkt nun blinzelnd seine Lider,
von ferne nur noch Fluggeräusche grummeln
und wo sich sonst Insekten summend tummeln,
dort schließen sich die Blüten sorgsam wieder.
Die Sonne, fast im Wolkenbett versunken,
zum Abschied rötet sie den Himmel nun.
Es geht der Tag jetzt, der so sonnentrunken
sich vormals zeigte, um sanft auszuruh’n.
Bald naht die Nacht auf ihren dunklen Schwingen,
lässt nur dem Silbermond die lichte Bahn.
Er darf im Chor der Sterne Solo singen,
und Schnuppen fallen leuchtend, Wünsche-Wahn.
Und mag sich heute Nacht auch mancher Wunsch erfüllen,
des Menschen Sehnsuchtsträume sind wohl nicht zu stillen.
© Ingrid Herta Drewing
August 12th, 2015 | 0 Comments
Category: Besinnliches, Geheimnisvolles, Leben, Licht, Liebe, Natur, Sommer, Sonette, Sterne | Tags: August, Friede, Liebe, Perseiden, Sommer, Sonnenuntergang, Sternenhimmel, Sternschnuppen, Wünsche
Es geht die Nacht,
in heller Harmonie
der Tag erwacht,
befreit aus Agonie,
will nur dem Lichte frönen.
Die Amsel singt,
und ihre Melodie
in Lüften schwingt,
als solle sie nur hie
den Sonnenaufgang krönen.
Der Rose Duft,
der Milde Sinfonie,
erfüllt die Luft,
und es vermag wohl sie,
uns lieblich zu verwöhnen.
© Ingrid Herta Drewing,2015
August 12th, 2015 | 0 Comments
Category: Fauna, Flora, Lebensfreude, Licht, Liebe, Natur, Rosen, Sommer | Tags: Amsellied, Duft, Hoffnung, Klang, Lebensfreude, Licht, Liebe, Musik, Rose, Sommermorgen, Zuversicht
Heut jährt sich Euer Hochzeitstag.
Nun sind’s schon zwanzig Jahr‘,
zweimalig Rosenhochzeits-Zeit!
In liebender Gemeinsamkeit
habt Ihr erfahr’n als Paar
des Lebens Stürme Seit‘ an Seit‘.
Heiß war er im August, der Tag,
und doch so hell und klar!
Die Braut, so zart im weißen Kleid,
der Bräutigam, ihr stolz Geleit,
ein schönes, gutes Paar!
Wir Gäste sahen’s ohne Neid.
Und heut, an Eurem Ehrentag,
da stehn, wie wunderbar,
drei Kinder vor Euch, dankbereit!
Familienglück,in heut’ger Zeit,
Ihr lebt es, was so rar,
seid füreinander da!
An diesem, Eurem Jubeltag
woll’n wir das Glas erheben
Fern sei Euch Kummer, Sorge, Plag,
viel Freud‘ es für Euch geben mag
auch fürderhin im Leben!
Gott schenk Euch seinen Segen!
© Ingrid Herta Drewing,2015
August 11th, 2015 | 0 Comments
Category: Familie, Hochzeit und Jubiläen, Liebe | Tags: Familienglück, Gemeinsamkeit, Paar, Porzellanhochzeit, Treue
Es glich der Sommer einem Traum,
erfüllt von Duft und Blüten.
Der Wollgrasflöckchen zarter Flaum
erfüllte wiesenweit den Raum,
ein seliges Behüten.
Zum Horizont dies‘ milde Meer
schien leicht im Licht zu schwingen.
Als ließen Silbersaiten hehr
des Windes Spiel hier ohne Wehr
in hellem Lied erklingen.
Erinnerung, ein sanftes Bild,
das die Natur geboren.
Was einstmals Seele, Herz erfüllt,
ward für den Nutzzweck kühl gekillt,
die Landschaft ging verloren.
© Ingrid Herta Drewing, 2015
August 11th, 2015 | 0 Comments
Category: Gesellschaftskritisches, Heimat, Kultur, Landschaft, Lebensfreude, Natur, Sommer | Tags: Agrarindustrie, Heide, Heimat, Monokultur, Moorlandschaft, Nostalgie, Sommer, Wollgrasflöckchen, Zerstörung
Noch hält die Nacht den Tag umschlungen,
obwohl der Morgenstern nun fein
verkündet, dass bald licht-durchdrungen
die Stadt erglüht im Sonnenschein.
Die Vögel lupfen ihr Gefieder,
der Ringeltaube Ruf erklingt.
Von fernen Dächern Antwort wieder
sich in des Himmels Äther schwingt.
Der Tag erwacht, ein Sommermorgen,
erfüllt von mildem Rosenduft,
beglückt mich; ich fühl‘ mich geborgen
auf dem Balkon in frischer Luft.
© Ingrid Herta Drewing, 2015
August 11th, 2015 | 0 Comments
Category: Besinnliches, Friede, Geborgenheit, Lebensfreude, Licht, Natur, Rosen, Sommer | Tags: Balkon, Dämmerung, Geborgenheit, Licht, Morgen, Morgenstern, Ringeltaube, Rosenduft, Sommer, Sonne
Ein Nachtgewitter brachte endlich Regen,
so mischt sich in den Morgen milde Kühle,
und man mag gern im Freien sich bewegen,
befreit von dieser drückend heißen Schwüle.
Uns plagen diese Wetterkapriolen,
das Thermometer stieg auf vierzig Grad.
Der Klimawandel zeigt jetzt unverhohlen,
dass wir zu lang gedreht am falschen Rad.
Es wäre Zeit, nun endlich klug zu handeln,
das Unsere zu tun, damit die Welt
sich hier nicht wird zur Hölle noch verwandeln,
sondern als Lebensraum uns bleib‘ bestellt.
Lasst uns bewahr’n die Wälder, die Natur,
alles zu tun, was schützt des Lebens Spur!
© Ingrid Herta Drewing
August 10th, 2015 | 0 Comments
Category: Gesellschaftskritisches, Hitze, Leben, Natur, Sommer, Sonette | Tags: Hitze, Klima, Klimawandel. Naturschutz, Lebensraum, Schwüle, Umweltschutz, Wälder
Der Laubfrosch klettert auf der Leiter
und quakt dann weiter, heiter, heiter.
Exakt zeigt ’s auch das Thermometer,
es ist zu heiß, so klagt fast jeder.
Wer gestern nicht zum Schwimmen ging,
für den ist ’s nun ein klares Ding:
Hinaus geht ’s an den Badesee,
auch’s Freibad lockt hier in der Höh‘.
Dort kann man gut sein Köpfchen kühlen,
beim Kraulen tief im Wasser wühlen.
So hält man Hitze sehr gut aus
und geht dann recht erfrischt nach Haus.
Ein guter Trunk zur Abendstunde
mag schön den Urlaubstag abrunden.
© Ingrid Herta Drewing
August 8th, 2015 | 0 Comments
Category: Lebensfreude, Sommer | Tags: Frische, Hitze, Neroberg, Opelbad Wiesbaden, Schwimmbad, Sommer
Verloren Heimat, Herd und Haus,
im Krieg zerstört, was euch gegeben,
da zieht ihr in die Fremde aus
zu schützen euer nacktes Leben.
Nichts, glaubt ihr, könnt ihr noch verlieren,
wollt finden einen Friedens-Ort,
lasst euch von Schleppern schikanieren,
auf diesem Weg zum sichren Hort.
Vertrieben durch Gewalt und Tod,
riskiert ihr wilden Meers Gefahren.
Wie groß muss sie wohl sein die Not,
wenn Angst euch kann vor Furcht bewahren?
Europas Ufern gilt das Hoffen.
Hier wähnt ihr, geb’s ein gastlich‘ Land,
das euch, die ihr von Leid betroffen,
reich‘ freundlich helfend seine Hand.
Doch tönt’s auch hier, das Boot sei voll;
man schürt die Furcht vor eurer Reise,
vergiftet böse Zoll für Zoll,
wo Menschlichkeit sollt siegen weise.
© Ingrid Herta Drewing, 2015
August 6th, 2015 | 0 Comments
Category: Aktuelles, Flucht, Friede, Geborgenheit, Gesellschaftskritisches, Gewalt, Heimat, Krieg | Tags: Angst, Europa, Flüchtlinge, Hetze, Krieg, Menschlichkeit, Mittelmeer, Tod
Hochsommer sengt die Gräser in den Wiesen,
die Felder wogen weizenblond im Wind.
Des Flüsschens Wasser spärlich, träge fließen
um Sandbänke, die nun gut sichtbar sind.
Als gelte es die Landschaft auszubrüten,
so spielt die schwüle Hitze Sommerhuhn.
Vorbei die linde Zeit der hellen Blüten,
der Früchte Reife spricht von Ernte nun.
Zu trocken ist es, viele Blätter bräunen,
bevor der Herbst sie farbig angemalt,
und Rosenblüten welken an den Zäunen,
Es herrscht Verdorren, gleißend Sonne strahlt.
Staub wirbelt auf, sich sammelnd auf den Wegen.
Man hofft zuhauf, der Himmel sende Regen.
© Ingrid Herta Drewing, 2015
August 6th, 2015 | 0 Comments
Category: Reife, Sommer, Sonette, Trockenheit, Vergänglichkeit, Wasser | Tags: Fluss, Hochsommer, Regen, Staub, Trockenheit, Verdorren, Welken