Auf leichten Schwingen sanft ins Licht getragen
mein Leben, das erneut mir ward geschenkt,
erwacht in einem lebensfrohen Tagen,
wo auch der Ratio nüchternklares Fragen,
doch immerzu noch zweifelnd, vieles denkt.
Da hilft es mir, zu glauben; nicht beweisen
lässt sich der Gott, der gnädig alles gibt,
dass dort, wo wir im Dunkel dürftig reisen,
er öffne uns des Lichtes wahre Schneisen
und zeige, wie er freie Wesen liebt.
Ihn will ich hören, ganz fest auf ihn bauen,
barmherzig, wie er lehrt, die Wege gehen
mitmenschlich auch auf meinen Nächsten schauen,
mich Christi Güte, Liebe anvertrauen,
die Welt mit hellen Kinderaugen sehen.
Gewiss sein, dass in All und Nacht das Licht
mir Sterblichem von ew’ger Liebe spricht.
© Ingrid Herta Drewing,2013
November 21st, 2013 | Besinnliches, Glauben, Lebensfreude, Liebe | Tags: Ewigkeit, Glaube, Gott, Jesus Christus, Leben, Lebensfreude, Liebe, Schöpfung, Vernunft, Wissen, Zweifel | 0 Comments
Es raubte Sturm der Bäume buntes Kleid
des Nachts und trug,was leicht sich ließ erfassen,
zu Wirbeltänzen in die Lüfte weit.
Nun liegt das Laub hier welk und braun bereit
im kalten Nass als Teppich in den Gassen.
Vorbei die Pracht, der Blätter goldnes Strahlen,
der Augenweide opulentes Bild!
Was Frühherbst konnte leuchtend hell bemalen,
greift nun mit regenschwarzen Ästen,kahlen
ins fahle Grau; der Nebel steigt und quillt.
Da schätzt du Feuer im Kamin, die Wärme,
gemütlich ein Gespräch bei Kerzenschein.
Holzscheite knistern, und die Flammen schwärmen,
ein heimelig‘ Gefühl; des Spätherbsts Härmen
bleibt außen vor, zu Haus soll ’s wohlig sein.
© Ingrid Herta Drewing, 2013
Oktober 28th, 2013 | Besinnliches, Herbst | Tags: Blätterteppich, Blattfall, Geborgenheit, Gemütlichkeit, Kaminfeuer, Kerzenschein, Liebe, Sturm, Vergnglichkeit | 0 Comments
Es trägt der Wind die Worte in die Weite,
fast ungehört verklingen sie wie Rauch,
der sich, in Lüften lösend, leis’ befreite,
ein Kräuseln, hin zum Himmel, nur ein Hauch.
Nicht alles, was hier wirkte, muss einst schwinden.
Auch eine zarte, sanfte Melodie
wird sich in eines Vogels Singen finden,
erklingen wieder neu in Harmonie.
Ein Spiel der Klänge, das den Tag vollendet,
bevor er sich zu dunkler Nacht hinwendet,
um dann in tiefer Träume Reich zu sinken.
Ein Neubeginn, der helles Licht uns spendet,
der Hoffnung, Freude in die Seele sendet,
wird uns gewiss an einem Morgen winken.
© Ingrid Herta Drewing
Oktober 25th, 2013 | Besinnliches | Tags: Erneuerung, Harmonie, Klang, Liebe, Musik, Optimismus | 0 Comments
Es schenkt der Herbst uns doch noch milde Tage,
zeigt sonnig sich mit blauem Firmament
und malt den Bäumen seine Lustansage
ins goldne Laub, das rot entflammend brennt.
Als gebe es den Abschied nicht, noch Tod,
lässt er des Lebens Fülle hell erstrahlen
und leuchtend Wilden Weines dunkles Rot
an alte Steine grauer Mauern malen.
Zwar ist ’s ein Aufschub nur, wie wir wohl wissen,
denn bald wird Spätherbst uns in Nebel hüllen;
noch dürfen wir die Freudenfahnen hissen,
und unsre Farben-Sehnsucht schauend stillen.
Bis dann des Winters weiße, stille Zeit
uns träumen lässt von Frühlings Blütenkleid.
© Ingrid Herta Drewing, 2013
Oktober 19th, 2013 | Farben, Herbst, Lebensfreude | Tags: Blauhimmel, Farbenfülle, Feuer, Frühlingstraum, Gold, Herbstlaub, Lebensfreude, Liccht, Liebe, Novembernebel, Sehnsucht, Wilder Wein, Winter | 0 Comments
Was kann betören sanft mit Zauberklängen,
tief in die Seele greifen, hat die Macht,
uns zu befreien aus des Alltags Enge,
schenkt uns den Tag, der singend, hell erwacht?
Ja, die Musik vermag es; wie die Liebe
erschließt sie hoffnungsfroh uns neu die Welt.
Vergessen wird so alles Böse, Trübe;
wir wenden uns zum Guten, das gefällt.
Da endet Traurigkeit. Mit ihrem Schwingen
gewährt uns eine schöne Melodie
den Balsam unsrer Seele: Harmonie.
Sie heilt das kranke Herz und wird bezwingen,
was stumm gefangen ist in Lethargie,
entführt uns zärtlich, Glückes Sinfonie.
© Ingrid Herta Drewing,Üb. 2013
Oktober 17th, 2013 | Lebensfreude, Musik | Tags: Befreiung, Gesang, Haarmonie, Klang, Lebensfreude, Liebe, Musik | 0 Comments
Ich fühl’ ihn noch, es bebten unsre Lippen,
in deinen Armen liegend, ward mir heiß,
der ersten Liebe Kuss, ein zärtlich Nippen,
und langsam schmolz des Winters starres Eis.
Wir spürten eine Sonne, die uns strahlte,
und waren lieb geborgen in dem Traum,
der Glanz und Glück in unsre Augen malte,
und leise fiel der Schnee, wir merkten ’s kaum.
Seitdem ist sehr viel Zeit ins Land gegangen;
sie trennte uns, wir haben uns verloren,
gereift ein neues Leben angefangen
und liebend andre Partner auserkoren.
Jedoch an diesen Wintertag, den Kuss
muss ich noch heute manchmal lächelnd denken;
mir wurde damals schön und zart bewusst,
was Liebe ist, was sie vermag zu schenken.
© Ingrid Herta Drewing
Oktober 9th, 2013 | Erinnerungen, Liebe | Tags: Erinnerung, Erster Kuss, Liebe | 0 Comments
Der Rose Blüte
lässt die Dornen vergessen,
hell strahlend im Blau.
© Ingrid Herta Drewing,2013
Oktober 6th, 2013 | Haiku & Co | Tags: Liebe, Rosenblüte | 0 Comments
Die goldnen Lindenblätter auf den Steinen
gleich Aquarellen, regenzart gehaucht;
fast lieblich schön will es mir hier erscheinen,
dies‘ Blätterbild, in das mein Blick eintaucht.
Des Laubes Farbenspiele abgestuft,
sie leuchten in dem Nass in vielen Tönen.
Dies‘ Muster, das im Grau nach Sonne ruft,
kann mich mit diesem Regentag versöhnen.
Als hätte hier der Herbst so fein erfühlt,
wie nun der Bäume Abschiedslieder klingen,
wenn sanfter Regen von den Zweigen spült
die Blätterherzen, die vom Sommer singen.
Noch überspielt er die Vergänglichkeit
und schenkt den Farben-Träumen seine Zeit.
© Ingrid Herta Drewing,2013
Oktober 5th, 2013 | Besinnliches, Herbst, Lebensfreude, Natur | Tags: Farbenspiel, Gold, Herzen, Liebe, Lindenblätter. Muster, Regen, Sommertraum | 0 Comments
In Schränken gehortet die Mode-Hüllen,
so vieler Jahre vergangenes Leben
und Leid, auch Träume, oft nah dem Erfüllen,
ein bergender Schutz bei misslungenem Streben.
Bestandsaufnahme: Der Herbst lässt dich ahnen,
dass bald dir die Winterwolle nur bleibt.
Du siehst jetzt im Blätter-Welken dies‘ Mahnen,
das auch alle Eitelkeiten vertreibt.
Bleibst treu dem Bewährten, wählst vorsichtig aus.
Kein Überschwang plagt dich trotzig, vermessen.
Obwohl du der Zukunft verschließt nicht dein Haus,
bewahrst du erinnernd vor falschem Vergessen.
Und rückblickend wird dir wohl vieles bewusst.
Das kann dich schützen vor Kummer und Frust.
© Ingrid Herta Drewing,2013
September 30th, 2013 | Besinnliches, Leben | Tags: Besonnenheit, Bewahren, Erfahrung, Erinnerung, Frust, Harmonie, Herbst, Liebe, Mode, Vergänglichkeit, Zukunft | 0 Comments
Auf andrer Menschen Kosten fürstlich leben,
weil diese hart mit Sklavenlöhnen darben,
das darf es auf der Welt nicht länger geben!
Wo bleibt die Menschlichkeit, für die wir warben?
Ach, es sind immer, seit Jahrtausenden,
die Schwachen, Frauen, Kinder hier die Beute.
Die Mächtigen, in Luxus Hausenden,
sie kennen ihre Pfründen, so auch heute.
Ein Raubtier ist der Mensch, in Gier befangen.
Kein andres Wesen auf der ganzen Welt,
nimmt mehr als es der Hunger lässt verlangen;
nur Homo sapiens wild den Raffzahn stellt.
So lässt ihn dies‘ Gewinne Maximieren
sein bisschen Menschlichkeit oft schnell verlieren.
© Ingrid Herta Drewing,2013
September 23rd, 2013 | Menschen, Nachdenkliches | Tags: Ausbeutung, Homo sapiens, Humanitas, Liebe, Mensch, Raubtier, Sklavenarbeit, Unmenschlichkeit | 0 Comments