Der Sturm kennt keine Zäume;
mit Urgewalt
ergreift er Dächer, Bäume
und macht nicht Halt
vor Türmen, Eisen-Masten.
Es ist ihm einerlei;
Container, schwere Lasten
hievt er, als ob’s nichts sei.
Da muss der Mensch erkennen,
dass seine Macht,
die er sonst groß mag nennen,
erweist sich schwach.
Hier heißt es, Schutz zu finden
vor Sturmes Graus,
die Furcht zu überwinden,
bis er klingt aus.
Und dann beginnt das Räumen
von Schrott und Schlamm.
Kein Zögern und kein Säumen,
wir stehn zusamm‘,
beseitigen die Spuren
der rohen Kräfte hier.
Man schaut nicht nach den Uhren
beim Aufbau im Revier.
Sehr bald sieht unsre Straße
manierlich aus.
Die Bank auf grünem Grase
ziert weiß das Haus.
Die Mühe durft‘ sich lohnen,
jetzt scheint sie heil die Welt.
Es möge uns verschonen
Unwetter, das missfällt!
© Ingrid Herta Drewing,2014
Juli 7th, 2014 | 0 Comments
Category: Aktuelles, Katastrophen, Klimawandel, Leben, Vergänglichkeit, Wetter | Tags: Aufräumarbeit, Baumsturz, Blitz, Fleiß, Hagel, Leben, Machtlosigkeit, Mensch, Sturm, Tornado, Urgewalten.gewitter, Wiederaufbau, Zerstörung
Es leuchten hell die Kerzen der Lupinen,
und Sonnenblumen in den Himmel sehen,
die strahlend hier zum Lob der großen Muhme
ihr Blütenantlitz schön zum Lichte drehen.
Der Sommer zieht nun blühend über Land,
doch lässt er auch schon Früchte zahlreich reifen.
Im Garten schenkt er uns mit voller Hand
die Beeren, und wir können Kirschen greifen.
Mild führt den Abend er in laue Nacht.
Man sitzt gesellig noch und plauscht im Freien.
Der Sternenhimmel, der uns licht bedacht,
erzählt, wie Sommers Märchen sanft gedeihen.
Und bald erstrahlt der volle Mond im Glanze,
wirft seiner Zaubernetze Silber aus.
Die zarten Elfen führt er hin zum Tanze,
thront lächelnd, groß und rund hier überm Haus.
© Ingrid Herta Drewing,2014
Juli 6th, 2014 | 0 Comments
Category: Friede, Geheimnisvolles, Lebensfreude, Liebe, Märchenhaftes, Romantisches, Sommer | Tags: Beeren, Elfen, Kirschen, Liebe, Lupinen, Märchen, Sommer, Sonnenblumen, Sternnacht, Vollmond, Wiesenblumen
Wie sich im Sonnenschein die Rosen,
nun duftend, reich im Licht entfalten,
die Schmetterlinge, tändelnd zart,
auf lieblich‘ federleichte Art
des Lebens Anmut lind gestalten,
so mag uns hier der Sommer kosen!
Gewitter, wilder Stürme Toben,
das sei uns fern,soll uns verschonen.
Wer will schon grellen Blitzes Licht,
wenn er zerstörend Bäume bricht,
und Regen peitscht die Wipfel,Kronen?
Den sanften Sommer woll’n wir loben!
Warm soll er sein, die Schwüle meiden
und unter klarem Himmel wohnen;
auch Schäfchenwolken dürfen sein.
Und lädt sie uns zum Bade ein,
mag strahlend hell die Sonne thronen,
ohn‘ Hitzeorgien, mild, bescheiden!
© Ingrid Herta Drewing,2014
Juli 5th, 2014 | 0 Comments
Category: Jahreszeiten, Lebensfreude, Natur, Regen, Schöpfung, See, Sommer, Wetter, Wünsche | Tags: Anmut, Bäume, Blitze, Gewitter, Leben, Rosenduft, Schmetterlinge, Schönheit, Schwimmen, See, Sonne, Stürme, Zerstörung
Sommerregen
fiel sanft
auf trockene Fluren.
Von Blättern tropft’s noch
Synkopen.
© Ingrid Herta Drewing,2014
Juli 5th, 2014 | 0 Comments
Category: Elfchen, Regen, Sommer | Tags: Bäume, Regen, Sommer, Trockenheit
Ich trage es wie einen Wunsch in mir,
dies‘ Sehnen spricht von längst vergangnen Zeiten,
lässt Augenblicke ineinander gleiten.
Und vieles scheint, so nah und wieder hier,
erinnernd neu sich Wege zu bereiten.
Die Bilder, ins Gedächtnis eingeschrieben,
sie werden unverhohlen mir bewusst
und flüstern zärtlich noch von Freud und Lust,
von Glück und Leid und innig tiefem Lieben,
von Abschied auch; das Leben sprach:Du musst!
Fast wie im Traum denk‘ ich an jene Wesen,
mit denen ich ein Stück des Wegs durft‘ gehen.
Wie gerne würde ich sie wiedersehen,
ein Lächeln aus den frohen Mienen lesen
und wissen, dass wir menschlich uns verstehen!
© Ingrid Herta Drewing,2014
Juli 4th, 2014 | 0 Comments
Category: Erinnerungen, Feundschaft, Leben, Liebe | Tags: Abschied, Erinnerung, Freude, Leid, Liebe, Wiedersehen
Ein Tag, von Licht durchdrungen,
singt hell sein Sommerlied.
Auch mir ist es erklungen;
ich fühle froh bezwungen,
was hier so reich erblüht.
Der süße Duft der Linden
erfüllt der Straße Raum,
darf hier betörend binden,
was sonst geschäftig‘ Finden
mag spüren, ahnen kaum.
Empfinde, froh erhoben,
mein Leben licht erhellt,
will nun, Natur verwoben,
den Schöpfer preisen,loben
in dieser schönen Welt.
© Ingrid Herta Drewing,2014
Juli 3rd, 2014 | 0 Comments
Category: Lebensfreude, Natur, Schöpfung, Sommer | Tags: Dankbarkeit, Duft, Licht, Lied, Lindenblüten, Schöpfer, Sommer, Sonne
Schillernde Farben
schenkt uns der Regenbogen,
brauch‘ keinen Goldtopf.
© Ingrid Herta Drewing,2014
Juli 3rd, 2014 | 0 Comments
Category: Haiku & Co | Tags: Farben, Regenbogen, Schönheit
Wir spielten in Trümmern und staubigem Licht;
die Straße war unsere Welt,
beim Völkerball auch unser Feld.
Es war da nur selten ein Auto in Sicht;
dazu fehlte ja damals das Geld.
Wir waren noch klein, erlebten die Not
der Eltern aus anderem Blick
und fanden das kindliche Glück.
Doch brachten auch Waffenspiele den Tod,
manch Opfer durch Krieges Relikt.
Die Enge des Wohnraums trieb meist uns hinaus,
doch Freiheit konnten wir fühlen,
auf Wiesen, in Wäldern spielen.
Es hielt uns kein Gameboy, kein TV im Haus,
nichts ließ uns da neidvoll schielen.
Kein Zuckerschlecken, noch üppiger Schmaus!
Der Hunger hieß uns oft warten;
Gemüse aus Opas Garten
und Früchte trugen wir dankbar nach Haus,
ein frugales Mahl zu starten.
Im Sommer gab’s Graubrot, Zwiebeln, Tomaten
mit Salz, das konnt köstlich munden.
An Herzkirschen, prallen, runden,
den selbst gepflückten, wir uns gütlich taten
in unbeschwerten Stunden.
© Ingrid Herta Drewing,2014
Juli 2nd, 2014 | 0 Comments
Category: Erinnerungen, Kindheit, Nachkriegszeit | Tags: Garten, Gemüse, Hunger, Kinderspiele, Kindheit, Nachkriegszeit, Sommer, Straße
Ich trage einen Traum in mir,
dem Wirklichkeiten,
auch ferne Zeiten
Erfüllung nicht gewähren werden.
Und dennoch schenkt er säumend hier
ein Vorbereiten
und zartes Gleiten
in meines Lebens Tag auf Erden.
© Ingrid Herta Drewing,2014
Juli 1st, 2014 | 0 Comments
Category: Besinnliches, Glauben, Leben, Liebe | Tags: Bild, Glauben, Idee, Lebensentwurf, Liebe, Mensch, Realität, Traum, Wirklichkeit
Auf dem grünen Platz
fliegt der Ball von Kopf zu Fuß,
Wettstreit der Spieler.
Brütende Hitze,
erschöpfte Spieler tanken
Nachspielzeit-Wasser.
Elfmeterschießen,
Millionen schauen ihm zu.
Doch er hält den Ball.
Es steigt die Spannung.
Der junge Profi, schießt, Tor!
Jubel brandet auf.
Viertelfinale erreicht,
und traurig geht der Gegner.
© Ingrid Herta Drewing,2014
Juli 1st, 2014 | 0 Comments
Category: Fußball, Haiku & Co | Tags: Drama, Elfmeter-Schießen, Erschöpfung, Fußballspiel, Gewinner, Kampf, Nachspielzeit, Spannung, Viertelfinale