Forsythien sonnig in den Gärten strahlen,
als ob wer nur chromgelbe Farbe fand,
gespachelt habe auf Kulissenwand
im Überschwange hier in wildem Malen.
Der Frühling war’s, der nach dem Goldgelb rief,
er lässt die Blüten leuchtend hell erglänzen,
kann‘ da in seiner Leichtigkeit kredenzen,
was säumend all zu lang in Träumen schlief.
Nun klingen, singen seine lichten Lieder
in Busch und Baum, im Park, in Wald und Feld.
Das Leben schwingt sich fröhlich lächelnd wieder
in unsre wintermüde, kleine Welt.
Und schenkt uns Menschen dieses Glauben, Hoffen,
es zeige alles sich lebendig, offen.
© Ingrid Herta Drewing
März 20th, 2013 | Frühling, Lebensfreude | Tags: Chromgelb, Forsythien, Frühling, Hoffnung, Leben, Licht, Lieder | 0 Comments
Schon recken sie die gelben Köpfe
hier leuchtend aus dem Schnee.
Des Frühlings zarte Blühgeschöpfe
ruft Licht hell in die Höh‘.
Da mag es nachts noch etwas frieren,
am Tag wärmt Sonnenlicht
und lockt zum Wachsen und Brillieren
mit strahlendem Gesicht.
“ Er kommt bald!”,können sie verkünden,
“ der milde Lenz ist nah‘,
der Winter wird sehr schnell verschwinden,
des Frühlings Zeit ist da!”
© Ingrid Herta Drewing
März 17th, 2013 | Flora, Frühling | Tags: Frühlingsboten, Krokus, Licht, Schnee, Sonne, Wachsen | 0 Comments
Heut‘ mag uns Milde noch geleiten,
des Frühlings sanfte Hand
uns führen auf den Sonnenseiten
durch wintermüdes Land.
Jedoch es munkeln Meteorologen,
dies sei nur Interim,
für kurze Zeit der Sonn‘ gewogen,
leih‘ Lenz hier seine Stimm‘.
Es kehre Winter kalt zurück
von Nordens rauer See,
verberge uns des Frühlings Blick
mit reichlich neuem Schnee.
Jedoch genießen wir die Tage
im hellen, klaren Licht,
auch Winters neue Kampfansage
siegt hier auf Dauer nicht!
© Ingrid Herta Drewing
März 8th, 2013 | Frühling, Lebensfreude | Tags: Frühling, Lebensfreude, Licht, Sonne, Wärme, Winterrückkehr | 0 Comments
Es leuchten Sterne dir in dunklen Nächten,
und noch in dumpfem Nebel klingt ein Ton,
ertastest dir den Weg, der dich auch brächte
zu deinem Ziel; du ahnst die Nähe schon.
Hast allen Ballast hinter dir gelassen,
erklimmst fast leicht hier jenen steilen Hang,
beginnst den Sinn der Mühsal zu erfassen,
bist weit entfernt von eitlem Geltungsdrang.
Und vieles, was dich quält‘, ward überwunden,
dem Gipfel nah, kannst du den Himmel sehen.
Du hast den Ausblick schön und klar gefunden,
darfst nebelfrei nun hier im Lichte stehen.
Erkennen,wie so weit und schön die Welt,
das Leben, das der Schöpfer hell erhält.
© Ingrid Herta Drewing
Februar 1st, 2013 | Besinnliches, Glauben, Leben | Tags: Ängste, Erinnerungen, Glaube, Hindernisse, Lebensweg, Licht, Liebe, Schönheit, Schöpfung, Sinn | 0 Comments
Wir hegen Träume,schauen zu den Sternen,
die hell erstrahlen, zeigen Lichtes Macht,
das, überwindend dieses Welltalls Fernen,
von Hoffnung kündet in der dunklen Nacht.
Im Frühling freu’n wir uns an Blüten wieder,
die lieblich und betörend Duft verströmen,
an Vogelstimmen, deren süße Lieder
uns schon am Morgen klangvoll hier verwöhnen.
Wir lieben auch die langen Sommertage,
die uns bescheren Wärme, helles Licht,
obwohl dann manchmal der Gewitter Plage
nach schwüler Hitze blitzend, donnernd spricht.
Den goldnen Herbst mit seinen Purpurfeuern,
die er nach Reifung in das Laub einbrennt,
ein Abschiedslied, hier darf Natur beteuern,
dass sie gewiss des Lebens Schönheit kennt.
Begrüßen Wintertage, klare Luft,
den ersten Schnee, der sanft vom Himmel fällt,
wenn wir, gut eingehüllt in warme Kluft,
spazieren durch die stille, weiße Welt.
Wir schwingen mit im Kreislauf der Natur.
Dies‘ Wechselspiel aus Werden und Vergehen,
es lässt auch unser Leben uns verstehen,
das sich bewegt auf einer zarten Spur.
© Ingrid Herta Drewing
Januar 10th, 2013 | Besinnliches, Jahreszeiten, Leben, Natur, Vanitas | Tags: Erde, Jahreszeiten, Leben, Licht, Mensch, Natur, Sterne, Vergehen, Werden | 0 Comments
So trübe der Drei-Königstag!
Ganz ohne Schnee, nur Dauerregen,
ist’s Wetter hier wohl eine Plag‘,
Da sehnt man sich nach weißem Segen.
Schneeflocken mögen tanzen, stieben,
das Tal, die Berge kleiden ein,
und blauer Himmel, den wir lieben,
erglänzen klar im Sonnenschein!
Das wäre uns ein Winterfest!
Ohne des Regens grau‘ Verhöhnen
es sich doch leichter leben lässt,
wenn Sonne, Schnee uns licht verwöhnen.
© Ingrid Herta Drewing
Januar 6th, 2013 | Winter | Tags: Blauhimmel, Dauerregen, Licht, Schnee, Sonne | 0 Comments
Erwacht in hellem Morgenlicht
ist dir ein neuer Tag,
der strahlend Gutes nun verspricht,
da lächelnd hier der Sonn‘ Gesicht
so viel verschönern mag.
Die grauen Nebel sind gefallen;
es zeigt sich klar die Welt,
nun unverstellt im Blick, uns allen.
Gesang erklingt, wo dumpf nur Lallen
den Klang so lang geprellt.
Ein Freudenlied erfasst die Seele,
auch du beginnst zu singen.
Nichts Böses kann zu dir sich stehlen
und garstig hier dein Glück verhehlen;
ein Phönix schenkt dir Schwingen.
© Ingrid Herta Drewing
Dezember 30th, 2012 | Lebensfreude | Tags: Freude, Gesang, Gutes, Klang, Licht, Phönix, Schönheit, Sonne | 0 Comments
Die Weihnachtsstimmung schwimmt im Regen.
Die Füße werden nass, und kalt
weht dir der Nordwind noch entgegen
und bläst den Nebel aus dem Wald.
Hier grünen hohe Tannenbäume,
von Schneelast Äste unbeschwert,
und frühlingshafte Weihnachtsträume
ein zwitschernd Meisenpaar beschert.
Die Illusion, zur Sonnenwende
zög‘ mit dem Licht auch Frühling ein,
hebt nur für kurze Zeit die Blende,
dann holt dich Winter wieder ein.
© Ingrid Herta Drewing
Dezember 21st, 2012 | Besinnliches, Weihnachtszeit, Wetter, Winter | Tags: Frühling, Licht, Regen, Sonnenwende, Tannen, Vogelgezwitscher | 0 Comments
Tage gibt es, da träumen die Stunden;
festlich gekleidet, in Silber gewirkt,
schreiten sie langsam; still, liebend verbunden,
fließen Minuten, ohne Sekunden
emsig zu zählen, der Augenblick bürgt.
Tage gibt es, da klingen die Töne
dir so vertraut, ein harmonischer Klang,
dunkel und lieblich, tiefes Versöhnen
findet sich, einend in allem Schönen,
und es begleitet dich zärtlich Gesang.
Tage gibt es, da leuchten im Lichte
Farben, fein spielend in Glanz, Harmonie,
flüstern in Regenbogen Gedichte,
blau, violett, gelb, rot, grün Geschichten,
malen dir lächelnd des Glücks Sinfonie.
Tage gibt es, da schwebt in den Lüften
seidig und weich ein betörender Hauch.
Blüten erblühen und decken die Klüfte,
Wunder wirkend, im Zauber der Düfte
ruft dich, weit schwingend, das Leben nun auch.
© Ingrid Herta Drewing
November 27th, 2012 | Besinnliches, Lebensfreude, Musik, Poesie | Tags: Freude, Glück, Leben, Licht, Liebe, Musik, Poesie, Schönheit | 0 Comments
Noch immer verborgen, die Sonne!
Im Tal liegt der Nebel dicht,
als habe das Grauen gewonnen,
weil Farben des Lebens zerronnen
in dauerhaftem Verzicht.
Es kann sich der Blick nicht gewöhnen,
denn du bist dazu nicht bereit,
zu fristen in solch tristen Tönen,
die alles, was schön, hier verhöhnen.
das Dunkel, den Tod im Geleit.
Dein Herz fühlt auch jetzt dieses Hoffen,
hegt treulich die Zuversicht,
es weiche, was trüb dich betroffen,
und wünscht sich den Himmel weit offen,
ersehnend Freude und Licht.
© Ingrid Herta Drewing
November 26th, 2012 | Besinnliches | Tags: Dunkel, Farben, Freude, Himmel, Hoffnung, Licht, Monotonie, Nebel, Traurigkeit | 0 Comments