Oktobergold,die Farben, die hier glühen,
das Laub der Bäume feurig röten,zieren,
verleihen Herbst dies‘ Leuchten;Ernte-Mühen
sich scheinen nun im Glanze zu verlieren.
Ein Morgen, der in sonnigem Aufklaren
auch dir das Licht in deine Seele schreibt,
dich lehrt, das Schöne innig zu erfahren,
schenkt zur Erinnerung dies‘ Bild,das bleibt.
Wärmt dir dein Herz noch, wenn in Winters Weiten
die Nebel hüllen deine Tage ein,
der Frost der Nächte droht, dich zu begleiten,
zu löschen deine Feuer, bist allein.
Dann wird des Phönix flammende Gestalt
sich aufwärts schwingen aus der Asche kalt.
© Ingrid Herta Drewing, 2013
Oktober 18th, 2013 | 0 Comments
Category: Herbst, Leben, Liebe, Sonette | Tags: Auferstehung, Bild, Erinnerung, Farbenspiel, Lebensfreude, Oktobergold, Phönix, Seele, Winter
Schnupperprobe
Wie es da kürzlich so schien
waren sich Schwarz: Grün nicht grün.
Da passt halt ’s Programm
nicht richtig zusamm‘.
Im Schwarz wollt‘ kein Blümchen blühn.
Lauscheleien
Es stand vor ’nem Kabel ein Jau,
darum fragte ihn seine Frau,
warum er da steh‘.
Nur für N S A
er lausch‘ spionierend genau.
Mauscheleien
Herrn Tebartz aus Limburg mag’s scheinen,
ein Bartz nenn‘ Schwarz-Kassen die seinen.
Drum frönt er dem Protz
wohl allen zum Trotz
und ist mit sich selbst ganz im Reinen.
© Ingrid Herta Drewing, 2013
Oktober 18th, 2013 | 0 Comments
Category: Limerick | Tags: Koalitionnsverhandlungen, Lauschangriff
Was kann betören sanft mit Zauberklängen,
tief in die Seele greifen, hat die Macht,
uns zu befreien aus des Alltags Enge,
schenkt uns den Tag, der singend, hell erwacht?
Ja, die Musik vermag es; wie die Liebe
erschließt sie hoffnungsfroh uns neu die Welt.
Vergessen wird so alles Böse, Trübe;
wir wenden uns zum Guten, das gefällt.
Da endet Traurigkeit. Mit ihrem Schwingen
gewährt uns eine schöne Melodie
den Balsam unsrer Seele: Harmonie.
Sie heilt das kranke Herz und wird bezwingen,
was stumm gefangen ist in Lethargie,
entführt uns zärtlich, Glückes Sinfonie.
© Ingrid Herta Drewing,Üb. 2013
Oktober 17th, 2013 | 0 Comments
Category: Lebensfreude, Musik | Tags: Befreiung, Gesang, Haarmonie, Klang, Lebensfreude, Liebe, Musik
Es hat der Herbst sein buntes Farbenbanner
gehisst in Wäldern, Gärten und Alleen.
Auch goldne Reben herzt er, ja das kann er,
lässt sonnig sich hoch auf dem Weinberg sehen.
Weinlese, Ernteglück mag man jetzt preisen;
zum Keltern füllen wir die Trauben ein.
Bald trinken wir den ersten Federweißen,
genießen ihn zu Zwiebelkuchen fein.
Der Arbeit Früchte ernten wir und laben
am reich gedeckten Tisch uns, der beschert,
und danken Gott für dieses Lebens Gaben,
die er uns täglich wieder neu gewährt.
In Demut woll’n wir derer auch gedenken,
die unsre Hilfe brauchen,sie beschenken.
© Ingrid Herta Drewing
Oktober 16th, 2013 | 0 Comments
Category: Besinnliches, Erntedank, Glauben, Lebensfreude | Tags: Dankbarkeit. Hilfsbereitschaft, Erntedank, federweißer, Gott, Herbst, herbstgenüsse, Lebensfreude, Weinlese, Zwiebelkuchen
Wie hingetuscht das Gelb, das Grün und Rot.
Es malt der Herbst mit allen seinen Farben,
die der Natur hier stehen zu Gebot,
bevor sie muss im Nebelkleide darben.
Noch zaubert er die Träume hell ins Licht,
die uns erfreuen, goldner Farben Töne;
das Rouge erfrischt der Bäume Laubgesicht
und leuchtend hier erstrahlt nun alles Schöne.
Wie bald wird Müdigkeit den Glanz ersticken,
der Nebel alles nass und grau verhängen,
wo Blätter jetzt mit frohen Lichtgesängen
uns, Aug’ und Seele wärmen, reich beglücken.
Darum lasst uns genießen diese Zeit,
die nun der Herbst noch hält bereit!
© Ingrid Herta Drewing
Oktober 15th, 2013 | 0 Comments
Category: Herbst, Natur | Tags: Farben, Gold, Herbst, Nebel
Ja, wer kann in solchen Klängen
hier nicht finden seine Welt,
frei sein, atmen, unverstellt,
wenn in hellen Chorgesängen,
die der Mauern Enge sprengen,
Licht ins Sorgendunkel fällt?
Und der Melodien Schwingen
trägt die Seele sanft empor,
schenkt ihr, was sie fast verlor,
löst sie aus des Alltags Ringen,
zaubert ihr in frohem Singen
Harmonie, die sie erkor.
© Ingrid Herta Drewing,2013
Oktober 14th, 2013 | 0 Comments
Category: Besinnliches, Lebensfreude, Musik | Tags: Atmen, Chorgesang, Freiheit, Glück, Harmonie, Licht, Musik, Seele, Sorge
Des Morgens Frische kühlt mir meine Wangen,
es lockt der Tag in himmelklarem Blau.
Die Sonne scheint, der Nebel ist vergangen,
und Herbstzeitlose grüßen auf der Au.
Der Bäume flammend goldene Parade
sich spiegelt feuerrot im stillen See.
Hier lädt der Kurpark ein zur Promenade,
und Schwäne gleiten schwebend, weiß wie Schnee.
Noch träumt der Park; ein morgendlicher Friede
birgt schützend ihn in seiner sanften Hand,
und wie in einem trauten Abschiedsliede
klingt melancholisch leise Herbst ins Land.
Doch plötzlich, so als ob sie Künder seien
des Lebens, rufen grüne Papageien.
© Ingrid Herta Drewing,2013
Oktober 14th, 2013 | 0 Comments
Category: Besinnliches, Herbst, Sonett | Tags: Halsbandsittiche, Herbstlaub, Kurpark, Melancholie, Schwäne, See, Sonne
Nasskalter Herbsttag
dümpelt im Nebel dahin,
Krähenruf erstirbt.
Milchgraue Dichte
wabert um das kleine Haus,
löscht alle Farben.
Aber im Stövchen
glüht leuchtend warm das Teelicht,
schenkt Geborgenheit.
© Ingrid Herta Drewing
Oktober 13th, 2013 | 0 Comments
Category: Haiku & Co, Herbst | Tags: Herbst, Kerzenlicht, Nebe
Der Tag verklingt, des Abends lange Schatten
nun greifen nach dem Land, das Sonne trinkt,
die noch den Himmel rötet im Ermatten
und zärtlich, sanft der Nacht entgegen sinkt.
Das wundersame, warme, rote Fluten
verleiht der Landschaft dieses Zauber-Schimmern,
und auch des Herbstes helle Feuergluten
hier leuchtend in der Bäume Blattgold flimmern.
Als sänge da das Leben, Farben trunken,
zum Abschied uns sein allerschönstes Lied,
damit wir, wenn im Nebel es versunken,
bewahren seine Schönheit im Gemüt.
© Ingrid Herta Drewing,2013
Oktober 12th, 2013 | 0 Comments
Category: Besinnliches, Herbst, Lebensfreude, Musik, Natur | Tags: Abendrot, Abschied, Herbst, Lebensfreude, Leuchten, Schönheit, Sonne
Oktober, der in herbstlichem Bemühen
die Landschaft schönt, erweckt zu goldner Pracht,
lässt feurig noch der Bäume Blätter glühen,
bevor der Tanz des Wirbelwinds erwacht.
Bald ziehen nun die Kraniche nach Süden;
der Blüten Traum mit ihnen auch verfliegt.
Die grauen Tage nahen, regenmüde,
wenn Nebels Dichte Farbenspiel besiegt.
Die kahlen Bäume, eine stumme Klage,
nur Krähen krächzen, der Vergänglichkeit
entbieten lebhaft sie die Kampfansage,
zu siegen trotz kühl-nasser Jahreszeit.
Wir lassen Kerzen, Kürbisköpfe strahlen
und Licht ins Dunkel der Dämonen malen.
© Ingrid Herta Drewing,2013
Oktober 11th, 2013 | 0 Comments
Category: Herbst | Tags: Blattgold, Hoffnung, Lebensfreude, Nebel, Vergänglichkeit