Die Nacht, so Mond beschienen, sternenklar,
jedoch der Tag versinkt im Einheitsgrau.
Nur Raureif,Nebels Kuss, säumt hier bizarr
die welken Blätter in der Bodenschau.
Mit seinen kalten, feuchten Händen hat
der Spätherbst nun die Landschaft ganz erfasst.
Was vormals leuchtete und glänzte satt,
das liegt jetzt fahl und todesstarr erblasst.
Ein monotones Bild,das traurig stimmt;
da muss die Hoffnung wiederholt beteuern,
dass alles, was hier nur noch sterbend glimmt,
auflodern wird, sich blühend zu erneuern.
Das pralle Leben der Natur macht Pause,
ruht sanft im unterirdischen Zuhause.
© Ingrid Herta Drewing
November 21st, 2012 | Besinnliches | Tags: Erneuerung, Frühling, Hoffnung, Leben, Pause, Vanitas | 0 Comments
Hier trudeln Blätter, schweben sanft zu Boden;
die Bäume rüsten sich zur Winterszeit,
derweil im Lande unsrer Antipoden
der Sommer Einzug hält im grünen Kleid.
Die Erde ,schräg gestellt auf ihrer Bahn
um unsre Sonne, sich in Schwebe hält;
wenn Nordhalbkugel sieht das Dunkel nah’n,
die Südhalbkugel sich im Licht gefällt.
So sind zu gleicher Zeit auf dieser Welt
auch Frühling,Herbst und heiß und kalt zugegen.
Natur im Gleichmaß hier die Waage hält,
so sollte auch der Mensch das Leben hegen.
Im Einklang mit dem Kosmos sich zu finden
und von Chaotischem sich ganz entbinden.
© Ingrid Herta Drewing
November 18th, 2012 | Besinnliches | Tags: Antipoden, Kosmos, Leben, Nordhalbkugel, Sonne, Winter | 0 Comments
Noch spielen Sonnenfunken in den Haaren
der alten Weide, spiegelnd sich im See
an manchen Tagen, himmelblauen, klaren,
im Raureif glänzend, Gruß der Nebelfee.
Erstarrt in stummer Trauer steht sie dort,
kein warmes Windgeflüster in den Zweigen.
Wo unlängst Wasservögel wild vor Ort,
entfaltet sich der Kälte eisig‘ Schweigen.
Des Winters Boten herrschen hier im Land
und halten lichtes Leben fest gefangen.
Die Milde wich der rauen,kalten Hand,
und es gefror das Lächeln, scheues Bangen.
Jedoch es schläft noch in den Tiefen jenes Leben,
das sich im Frühling blühend wird erheben.
© Ingrid Herta Drewing
November 9th, 2012 | Besinnliches, Kreislauf des Lebens, Leben, Natur | Tags: Frühling, Herrschaft, Leben, Milde, Raureif, Weide, Winter | 0 Comments
Schon immer ringt der Mensch mit der Natur,
und er versucht, sich über sie zu heben;
der Erdenlastigkeit will er entschweben,
entwickelt seit Jahrtausenden Kultur.
Jedoch, bei Licht besehen, muss man sagen,
dass er sie nachahmt, ihr viel abgeschaut.
Im Zwiegespräch mit ihr erwachsen Fragen;
oft zeigt Natur die Antwort traut, auch laut.
Wen wundert’s,sind wir Menschen doch ein Teil
in diesem rätselhaften Erdenleben
und dürfen hier für eine kleine Weil‘
auf diesem blauen Glück durch’s Weltall schweben.
Wenn wir da mit Natur in Einklang leben,
das Bleiberecht nicht nachlässig vergeben.
© Ingrid Herta Drewing
November 8th, 2012 | Allgemein,, Besinnliches, Leben, Natur | Tags: Kultur, Leben, Mensch, Nachahmung, Nachhaltigkeit, Natur, Welt | 0 Comments
Das Lied der Rose, das dich sanft begleitet,
wenn Winter grimmig dräut mit Eis und Schnee,
dich hin zu heller Blütenhoffnung leitet,
vertreibt die Traurigkeit, der Kälte Weh.
Und schenkt sodann ein liebendes Vertrauen,
sei auch der Tag im Nebelgrau verstrickt.
Du wagst es wieder, neu mit aufzubauen,
was schon verloren schien dem müden Blick.
Das Lächeln kehrt zurück; in Harmonie
erwächst dir Frieden, Kraft und lichtes Leben.
Es schwingt und klingt die zarte Melodie
der Freude, die durch Glauben dir gegeben.
Du sprichst aus vollem Herzen dein Gebet
und dankst demütig Gott, der dich versteht.
© Ingrid Herta Drewing
Oktober 22nd, 2012 | Besinnliches, Glauben, Leben, Liebe, Musik | Tags: Christrose, Gebet, Glauben, Gott, Harmonie, iede, Leben, Liebe, Lied, Rose, Vertrauen | 0 Comments
Des Herbstes Feuer leuchten in den Bäumen.
Goldgelb und Rot erwächst aus lichtem Grünen,
und Blätterteppiche die Stämme säumen;
die Farbenpracht beherrscht die Wiesenbühnen.
So lieblich wirkt hier dieses Abschiedsfest,
das die Natur noch zärtlich zelebriert,
bevor sie Blätter fallen, welken lässt
und in des Raureifs Silberglanz gefriert.
Als gebe sie durch Schönheit ihr Versprechen,
dass, bald nach Nebelnacht und Winterzeit,
das Leben werde wieder blühend sprechen,
wenn es in Frühlingsmilde ist bereit.
Wir Menschen kennen diese sanfte Spur
und schwingen mit im Kreislauf der Natur.
© Ingrid Herta Drewing
Oktober 17th, 2012 | Herbst, Kreislauf des Lebens, Lebensfreude | Tags: Bäume, Blätterteppich, Farben, Herbst, Leben, Raureif, Traum | 0 Comments
Die Blätter trudeln, tanzen Windes Reigen;
zur letzten Lese schreitet die Natur,
bevor sie, ruhend in des Nebels Schweigen,
versteckt des Herbstes todeswelke Spur.
Der Efeu und die Tanne da obsiegen
und wehren hier der dritten Jahreszeit,
wenn sie sich grünend noch im Winde wiegen,
bevor der Winter ihnen Weiß verleiht.
Auch zeigt trotz Schnee und Eis sich Blütenleben.
Christrosen wachsen, zarten Frühlings Gruß,
ein helles Weihnachtsbild, wenn Kältestreben
auf dieser kleinen Welt fasst frostig Fuß.
So geht wohl auch bei jedem Sterbensschritt
des Lebens Hoffnung dennoch lächelnd mit.
© Ingrid Herta Drewing
Oktober 12th, 2012 | Besinnliches, Herbst, Leben, Natur | Tags: Christrose, Efeu, Herbst, Hoffnung, Imergrün, Leben, Tanne, Vergänglichkeit, Weihnachten, Winter | 0 Comments
Gemeinsam
auf dem See
zwei Schwäne kreisen,
anmutig,
weiß wie Schnee.
Sie schwimmen leise,
wie Wolken schweben,
auf ihre Weise,
ein lichtes Leben.
Und am Gestade
färbt der Herbst
die Bäume
nun zur Parade
farbenfroher Träume,
die sich im Wasser
spiegeln, wieder finden,
Eschen, Kastanien,
Buchen, Birken, Linden.
Ich stehe, schaue,
darf Natur genießen
und seh’, vertraue,
dass in sanftem Fließen
auch dieses Leben,
das vergeht
und doch besteht,
hier weiter webt
und, Phönix gleich,
aus Grauem strebt,
im Frühlingsbeben
zum Licht sich hebt.
© Ingrid Herta Drewing
September 30th, 2012 | Besinnliches, Herbst, Kreislauf des Lebens, Vanitas | Tags: Herbst, Herbstlaub, Leben, Phönix, Schwäne, Vergänglichkeit | 0 Comments
Die Kinder baten
Vater Hans:
„ Lass sie leben
unsre Gans!“
Und statt tot,
als Martins-Braten,
watschelt Emma
nun im Garten.
Dieb bei Nacht,
schleicht heran,
denkt, er kann
Werte stehlen
und verhehlen,
Mitternacht
keiner wacht.
Falsch gedacht!
Vor dem Haus
Gans laut schnattert,
Licht entfacht.
Dieb, verdattert,
nimmt Reißaus.
Familie froh,
Gans sowieso!
© Ingrid Herta Drewing
September 22nd, 2012 | Kinder, Leben, Plot-Reimerei, Verrücktheiten | Tags: Dank, Dieb, Gans, Kinder, Leben, Wächter | 0 Comments
Aus Licht geboren, Dinge, zarte Wesen
in eine Welt aus Traum und Sternenstaub.
Ein Gaukler mixt den Tag am Lebenstresen,
verhüllt den Tod in Herbstes Feuerlaub.
Lässt Nebel seine dichten Schleier ziehen;
der Klang erstirbt im Dickicht grauer Stille.
Die Sommerträume, die nach Süden fliehen,
sie suchen einen Wunsch, der sich erfülle.
Ihr Lied vom Paradies, das ohne Not
ein Ort ist, wo in glücklichem Erleben
der Mensch sich darf mit Schönem eng verweben,
weit fern von dem Gewesen und dem Tod.
Jedoch der Realist, er weiß, das Sein,
das Leben schließt das Sterben schon mit ein.
© Ingrid Herta Drewing
September 19th, 2012 | Leben, Nachdenkliches, Tod | Tags: Leben, Licht, Paradies, Sternenstaub, Tod, Träume, Wesen, Wünsche | 0 Comments