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Sehnsucht nach Frieden!
Der Hunger, der Tod Alltag,
nicht endendes Leid.
Des Krieges Fratze
schreit in der Syrer Gesicht.
Wann wird dort Frieden?
© Ingrid Herta Drewing
Sehnsucht nach Frieden!
Der Hunger, der Tod Alltag,
nicht endendes Leid.
Des Krieges Fratze
schreit in der Syrer Gesicht.
Wann wird dort Frieden?
© Ingrid Herta Drewing
Erfroren der Klang,
goldene Fische dümpeln
in des Sees Tiefe.
Dort dicht am Eisloch
eine Entenversammlung,
von Krähen beäugt.
Brotstückchen fliegen
aus der kleinen Kinderhand
ins Wasser hinein.
Und ich träume vom Frühling,
der uns die Singvögel bringt.
© Ingrid Herta Drewing
Der Sonne Licht fällt in die Ritzen,
dringt in die alte Hütte ein;
wie Speere ihre Strahlen blitzen.
Sie bringt den schönen Tag nun ein.
Verbreitet golden ihre Helle,
die graue Wolkenwand verschwand;
der Himmel hat an ihrer Stelle
jetzt klar gehisst sein blaues Band.
Ein Wintertag schenkt Freude, Leben,
zeigt alles neu in warmem Licht.
Ein weißes Wölkchen darf noch schweben,
wo sonst nur kühle Klarheit spricht.
© Ingrid Herta Drewing
Weggespült der Schnee!
Müd in regennassem Grau
zeigt sich die Landschaft.
© Ingrid Herta Drewing
Es leuchten Sterne dir in dunklen Nächten,
und noch in dumpfem Nebel klingt ein Ton,
ertastest dir den Weg, der dich auch brächte
zu deinem Ziel; du ahnst die Nähe schon.
Hast allen Ballast hinter dir gelassen,
erklimmst fast leicht hier jenen steilen Hang,
beginnst den Sinn der Mühsal zu erfassen,
bist weit entfernt von eitlem Geltungsdrang.
Und vieles, was dich quält‘, ward überwunden,
dem Gipfel nah, kannst du den Himmel sehen.
Du hast den Ausblick schön und klar gefunden,
darfst nebelfrei nun hier im Lichte stehen.
Erkennen,wie so weit und schön die Welt,
das Leben, das der Schöpfer hell erhält.
© Ingrid Herta Drewing
Nur Instrument
der Müttereitelkeiten,
stylisch frisiert,getrimmt,
erstarrt, Marionetten
sind diese kleinen Mädchen,
und man nimmt
ihnen das Kindsein,
das sie so gern hätten!
© Ingrid Herta Drewing
Das Morgenlicht zu schauen, nun erwacht,
dich lösend aus des Alptraums Grauen,
beginnt dein Tag hier sanft und sacht;
und Helligkeit schenkt dir Vertrauen.
Was nächtens dich gequält, verflogen;
nun gehst du aufrecht, leicht dein Sinn.
Wie’s scheint, ist vieles dir gewogen,
streckt gütig dir die Hände hin.
Auch wenn du arm und schwach und klein,
begleitet dich der Sonne Licht
und lädt dich hell ins Leben ein.
Du bist ein Mensch, vergiss das nicht!
© Ingrid Herta Drewing
Ein mildmüder Tag,
im Landregen versinkend.
Tristes Einheitsgrau.
© Ingrid Herta Drewing
Da war wohl keine Morgenröte,
nur Grau, ein regennasser Tag;
und dennoch schien es dir, als böte
er dir den Ausweg, deine Nöte
verzögen sich und alle Klag‘.
Dass dieses irreale Hoffen
dich hüllte sanft in Träume ein,
bemerkst du, aufgewacht, betroffen.
Noch immer sind die Fragen offen
nach Leben, Glauben, Sinn und Sein.
Das wird auch bis zum Ende währen,
bist nur ein kleiner Menschenwicht,
der Körner sucht, derweil die Ähren
geerntet; Stoppelfelder-Sphären
dich lehren schweigend hier Verzicht.
© Ingrid Herta Drewing
Die Sonne lässt sich hier nur ahnen,
zu dicht der graue Wolkenschmand.
Des Regens kalte,nasse Fahnen
beharrlich klatschen an die Wand.
Was unlängst weiß erstrahlt im Schnee,
lehrt erdenbraun nun den Verzicht,
obwohl in frühem Frühlingsweh
schon hier und da ein Knospen spricht.
Des Winters Wetterkapriolen
mal froststarr, trocken,dann nass, mild,
sie stehlen uns hier unverhohlen
das alte Jahreszeitenbild.
© Ingrid Herta Drewing