Foto
Ein kurzer Klick,
ein Augenblick
im Bild
erstarrtes Leben
pulsierte doch
noch eben!
Nun scheint ’s apart
und separat
im Zeitlosen
zu schweben.
© Ingrid Herta Drewing
Ein kurzer Klick,
ein Augenblick
im Bild
erstarrtes Leben
pulsierte doch
noch eben!
Nun scheint ’s apart
und separat
im Zeitlosen
zu schweben.
© Ingrid Herta Drewing
Des Winters Pracht dem Tauwind weicht,
dem Regen auch, der prasselnd spült,
sich hier in Firn und Schnee nun wühlt,
in Bächen strömt,den Fluss erreicht.
Wird hier ein Abschiedslied gesungen?
Kommt Frühling? Ist’s nur Interim?
Zurückgekehrt hat Winters Stimm‘
sehr oft noch harsch im März geklungen.
Das Spiel der Wetterkapriolen
begleitet uns das ganz Jahr;
vorbei ist’s, als noch unverhohlen
man Jahreszeiten sah so klar.
Jedoch da hilft kein Lamentieren!
Den Klimawandel gilt ’s zu stoppen,
das “Treibhausgas’”zu reduzieren,
damit wir nicht die Hitze toppen,
durch Stürme, Fluten Land verlieren,
des Golfstroms Wirkung malträtieren,
und dann
im ew’gen Eis erfrieren.
© Ingrid Herta Drewing
Es hat die kleine Zuckerfichte,
noch unlängst weihnachtlich geschmückt,
mich hier im Raum bei Zimmerlichte
mit jungen Trieben nun beglückt.
Seh‘ ich des Bäumchens schön‘ Geschenk,
das helle, zarte Lebensgrün,
ich heimlich schon an Frühling denk‘:
Wie wird die Welt hier neu erblüh’n!
© Ingrid Herta Drewing
Zart malte der Frost
Eisblumen auf dein Fenster.
Sie blühen im Licht
© Ingrid Herta Drewing
Die Bäume beugen, tief verschneit,
sich unter winterlicher Last.
Es hat der Frost das weiße Kleid
geschmiedet fest an Zweig und Ast.
Was jetzt bezaubert unsren Blick,
wenn aus den Wolken Sonne bricht,
erträgt der Wald als stumm‘ Geschick
und wartet auf des Frühlings Licht.
Auf dass im Tauwind er dann lind,
befreit von seinem harschen Gast,
die Leichtigkeit zurück gewinnt
und knospend in den Himmel fasst.
© Ingrid Herta Drewing
Ein neuer Morgen lässt den Tag erblühen.
Im Osten Wintersonne goldenrot,
warm ins Türkise dieses Himmels loht;
wie hingetuscht zwei Federwölkchen ziehen.
Zwar ist er kühl, der Kuss der Winterluft,
doch schwingt ein Lächeln in den klaren Mienen,
und würzigherb steigt auf des Holzes Duft
zum Nasenschmaus aus zahlreichen Kaminen.
Am Vogelhäuschen regt sich muntres Leben;
da zwitschern, picken Körner Finken, Meisen,
die unbewusst uns ihren Dank erweisen,
weil wir hier ihnen gerne Futter geben.
Dies‘ Bild genieß‘ ich nun mit allen Sinnen,
kann freudig meinen Tageslauf beginnen.
© Ingrid Herta Drewing
Gesegnet sei von guten Mächten
dein Leben hier, mein liebes Kind,
und auch in finsterschwarzen Nächten
sei Böses fern dir, nichts was brächte
Gefahren, die voll Unheil sind!
Gott halte dich in seiner Güte
stets,wohl geborgen, in der Hand!
Er möge liebend dich behüten,
damit auch deines Lebens Blüte
in Frieden reife hier im Land!
© Ingrid Herta Drewing
Dachgauben tragen weiße Hauben,
vom Winter zart herausgeputzt.
Die Efeuwand, jüngst erst gestutzt,
lässt schimmernd fast an Zauber glauben.
Es hat der Schnee hier über Nacht
der Stadt den hellen Glanz verliehen;
nun, da die trüben Nebel fliehen,
zeigt Sonne leuchtend ihre Pracht.
Und lässt den Wintertag erstrahlen,
da glitzernd, Diamanten gleich,
die Sternkristalle flockig weich,
Licht brechend, Regenbogen malen.
© Ingrid Herta Drewing
Die Elster einsam
kauert auf der Antenne
über dem Schneemeer.
© Ingrid Herta Drewing
Der Winter lässt die Stadt jetzt innehalten;
zum Wochenende kam er reingeschneit.
Nun trägt sie, still bereit, dies‘ weiße Kleid
und mag geraume Zeit als Braut hier walten.
Die Autos, aufgereiht,in Schnee gehüllt,
dort ruhen in den sonntagsstillen Straßen,
als ob ihre Besitzer sie vergaßen
und hätten ihren Tank nicht aufgefüllt.
Fast zeitlos wirkt dies‘ winterliche Bild.
Nur zarter Rauch sich in den Himmel kräuselt,
verstecktes Leben,das hier zaghaft säuselt,
in einer reinen,weißen Welt, so mild.
© Ingrid Herta Drewing