Des Morgens winterblasse Sonne
schlägt müde ihre Augen auf.
Ihr Licht, im Wolkendunst zerronnen,
bestimmt nur matt des Tages Lauf.
Es liegt so still das Land, die Weite,
sie dehnt sich aus, es hat der Schnee
sein weißes Tuch sanft ausgebreitet,
verwischt die Grenzen,Land und See.
Und auf der Eiche thront ein Rabe,
im schwarzen Frack ein Farbkontrast,
sitzt stoisch dort, als ob er habe
sich längst befreit von aller Last.
© Ingrid Herta Drewing
Januar 19th, 2013 | 0 Comments
Category: Besinnliches, Vögel, Winter | Tags: Einsamkeit, Rabe, Schneedecke, Sonne, Stille, Weite, Winter, Winterlandschaft
Ja, Kinder, euch, die ihr mit Wunderaugen
so offen in die Welt, ins Leben blickt,
von allem Hässlichen noch fern entrückt,
gehört die Zukunft, soll auch für euch taugen.
Wir, die hier euren Weg bereiten wollen,
vergessen all zu oft die hehre Pflicht,
zerstören diese Erde, hegen nicht,
was lebenswert wir übergeben sollen.
Es gilt zu pflegen diesen Blütengarten,
die Flüsse,Seen, Meere halten rein,
zu schützen aller Pflanzen, Tiere Arten,
mit denen wir auf Erden dürfen sein.
Damit euch dies‘ natürlich‘ Paradies
zur Heimat werde und kein grau Verlies.
© Ingrid Herta Drewing
Januar 18th, 2013 | 0 Comments
Category: Besinnliches, Leben, Nachhaltigkeit | Tags: Blütengarten, Erde, Heimat, Kinder, Paradies, Pflanzen, Tiere, Zukunft
Du weißt, der Glaube lässt sich nicht beweisen.
Nur wenn man glaubt,fühlt es sich richtig an;
man schickt die Seele andächtig auf Reisen,
wo sie des Lebens Ziel auch finden kann.
So scheint recht flüchtig auch dies‘ Liebessagen,
obwohl ein zärtlich‘ Wort gar traulich klingt,
uns inniglich und gut mag sehr behagen,
wenn es uns leicht erreicht,ins Herz eindringt.
Doch wahre Liebe wirkt in ihren Taten,
verantwortlich,verlässlich in der Treue,
in Zärtlichkeit zum Wohl des Andern raten
und so erzeigen Liebe stets aufs Neue.
Gefühle sind nur wirklich zu erfühlen,
wer sie beschreibt,der trifft sie meist‘ nicht echt;
er kann in Adjektiven schildern, wühlen,
nie wird er ihnen tatsächlich gerecht.
© Ingrid Herta Drewing
Januar 18th, 2013 | 0 Comments
Category: Besinnliches, Glauben, Liebe, Menschen | Tags: Gefühl, Glaube, Liebe, Treue, Verantwortung, Wirklichkeit
Wohl temperiert liebst du nun deine Tage,
vorbei das Abenteuer, die Extreme;
bist angekommen, dennoch lockt die Frage
nach Lebenssinn auch dich hier ohne Klage
aus dem Refugium des Angenehmen.
In Sternen dort am Himmel, Galaxien,
siehst du nicht nur den Zauber und das Licht,
der großen Ordnung Sphärenharmonien,
sondern der ungeahnten Kräfte Ziehen,
das dir auch von des Menschen Ohnmacht spricht.
Jedoch, geborgen tief in deinem Glauben,
dass Gott uns gütig hält in seiner Hand,
wird dir kein Gammablitz die Hoffnung rauben,
dass jene weißen, sanften Seelentauben
den Ölbaumzweig auffinden,fernen Strand.
© Ingrid Herta Drewing
Januar 17th, 2013 | 0 Comments
Category: Besinnliches, Glauben, Leben | Tags: Gott, Leben, Liebe, Mensch, Refugium, Seele, Weltall
An manchen Tagen List hier lauert
und überlegt: Wen soll ich stürzen
ins Unglück,um für kurze Dauer
das Leben tödlich nachzuwürzen?
Doch auch Klein- Amor schalkhaft lächelt,
sucht sich als Ziel sein Lustobjekt.
Die Dame mit dem Fächer fächelt,
sie glaubt, sie sei noch nicht entdeckt.
Und ehe sie sich kann besinnen,
trifft sie sein Pfeil, und Amor lacht.
Sie wird der Liebe nicht entrinnen,
die Venus ihr hat zugedacht.
© Ingrid Herta Drewing
Januar 17th, 2013 | 0 Comments
Category: Leben, Liebe | Tags: Amor, Liebe, Unglück, Venus, Verlieben
Nun grüßt uns doch in Flocken weiß
die winterliche Erde.
Es fällt der Schnee; mit großem Fleiß
stoppt Holle die Beschwerden
der Kinder, die so lange baten,
sie möge klopfen Betten,
damit des Winters Spaß könnt‘ starten,
den sie erwartet hätten.
Jetzt lockt bereits die Schneeballschlacht,
das Ski-und Schlittenfahren.
Ein Schneemann vor dem Haus hier lacht,
darf Winterfreud‘ bewahren.
© Ingrid Herta Drewing
Januar 16th, 2013 | 0 Comments
Category: Gedichte für Kinder, Lebensfreude, Winter | Tags: Frau Holle, Kinder, Schnee, Schneemann, Winterspaß
Nun klöppelt Winter seine zarten Spitzen,
die,raugereift hier weiß die Zweige zieren,
und zarte Blüten, Eis gewirkt, brillieren
auf Fenstern, die sonst klar im Lichte blitzen.
Das Mauergrau der Stadt,im Schnee verhüllt,
so grüßt die Welt, erscheint im Bild nun rein,
als habe sich ein alter Traum erfüllt
und Friede kehre jetzt für immer ein.
Doch weiß ich wohl um diese Illusion,
die meinem Sehnsuchtsblick nur kurz beschert;
sie schleicht sich nach dem Tauwind schnell davon
und zeigt, wie wund die Erde ist versehrt.
Und dennoch halten wir die Frage offen,
dass irgendwann sich auch erfüll‘ dies‘ Hoffen.
© Ingrid Herta Drewing
Januar 15th, 2013 | 0 Comments
Category: Besinnliches, Leben, Menschen, Winter | Tags: Eisblumen, Erde, Friede, Friede Stille, Hoffnung, Illusion, Natur, Reinheit, Schnee, Winter
Ich danke dir, Gott,
hast mir Leben gegeben,
dazu das Bewusstsein.
Ich bin nicht allein.
Im irdischen Streben,
im liebenden Schweben
fühl’ ich dieses Glück,
als Mensch hier zu sein.
Denn wär’ ich ein Stein,
ich hätte kein Herz,
empfände kein Sein
und auch keinen Schmerz.
Zwar würd’ ich steinalt,
doch ohne zu leben,
was sollt’ mir das geben?
Wär’ arg hart und kalt,
würd’, ohne zu zittern,
ganz langsam
verwittern.
© Ingrid Herta Drewing
Januar 14th, 2013 | 0 Comments
Category: Besinnliches | Tags: Alter, Dasein, Leben, Stein, Tod
Ein Mensch verstarb,ich werde ihn vermissen,
obwohl ich auch nur seine Worte kannte;
doch seine Sprache war so klar beflissen,
sie zeigte Menschlichkeit und großes Wissen,
wenn Sachverhalte er genau benannte.
Er war ein Dichter,liebte Poesie,
beflügelte auch andere Autoren,
nahm sich die Zeit, mit sehr viel Sympathie
las er Gedichte; und die Harmonie
ging nie bei seinem Kommentar verloren.
Nun darf gewiss er mit den Engeln singen,
genießen Klänge zarter Harfensaiten.
Ach könnten Dankesworte zu ihm dringen,
sich Poesie auf Fügeln zu ihm schwingen,
so, wie sein Wort uns wissend konnt‘ begleiten!
© Ingrid Herta Drewing
Januar 12th, 2013 | 1 Comment
Category: Abschied, Menschen, Trauer | Tags: Dank, Dichter, Tod, Wolf Bedlinus
Erwartend das Ufer,
den grünen Schimmer
Hoffnung,
fanden sie
das fruchtbare Tal,
des Flüsschens
blaues Geflüster
im Sande
erstickt,
Wüste.
© Ingrid Herta Drewing
Januar 12th, 2013 | 0 Comments
Category: Klimawandel, Menschen, Natur, Orte | Tags: Hoffnung, Sahel, Ufer, Wüste