Im Park

Feurige Schwingen,
Blätter tanzen und schweben,
Herbstvögel im Wind.
Der Gingkobaum strahlt
und leuchtet weithin im Park,
ein golden Geschenk.
© Foto u. Text / Ingrid Herta Drewing,
Wiesbaden, Am Warmen Damm,

Feurige Schwingen,
Blätter tanzen und schweben,
Herbstvögel im Wind.
Der Gingkobaum strahlt
und leuchtet weithin im Park,
ein golden Geschenk.
© Foto u. Text / Ingrid Herta Drewing,
Wiesbaden, Am Warmen Damm,

Kalter Herbstmorgen,
Raureif verziert dort im Park
des Efeus Blätter.
© Foto u. Text / Ingrid Herta Drewing,2018

Novembermorgen,
der Rosen rote Früchte
leuchten im Nebel.
© Foto u. Text / Ingrid Herta Drewing,2018
Wiesbaden, Nerotal, Hagebutten am Schwarzbach

Die Mauersegler in den Süden zogen,
obwohl der Sommer sich so warm noch gibt.
Kaum zeigt sich frischer Regen hier gewogen,
der Himmel klar, von Wolken ungetrübt.
Nach Regen lechzen sie, die trocknen Fluren,
die Wiesen hier im Park sind braun versengt.
Des frühen, langen Sommers heiße Spuren
sie haben Blumen, Gräser fast verdrängt.
Nur ein Gewitter dräut da hin und wieder
schickt Hagel, Regen, Sturm so manchem Ort.
Die Wassermassen, die dort gehen nieder,
zerstören, was sonst galt als sichrer Hort.
Und dennoch tragen reiche Frucht die Bäume.
Recht früh begann sodann die Erntezeit;
auch Reben fanden ihre Sonnenträume,
und Federweißer steht als Trunk bereit.
© Foto u. Text / Ingrid Herta Drewing,2018

Es sind die Klänge, die des Morgens schwingen,
der Amsel lieblich sanfte Melodie
und auch der Ringeltaube dunkles Singen,
ein Gurren, sehnsuchtsvoll in Harmonie.
Es sind der Blumen und der Kräuter Düfte
ein Potpourri, das uns der Sommer bringt,
sich zart mischt hier in warme, feuchte Lüfte,
so nasenselig in mein Zimmer dringt.
Es ist die Wärme, die mich nun lässt fühlen,
ein Leben, das auf Leichtes, Freiheit baut,
bevor an Hitzetagen, drückend schwülen,
man erst am Abend aus dem Haus sich traut.
Es sind die Farben auch, die mich beglücken,
der Sonne Gold, wenn es im Abendrot
am Horizont den Tag dann mag entrücken,
doch weithin leuchtend noch am Himmel loht.
© Foto u. Text / Ingrid Herta Drewing,2018

Leuchtender Vollmond,
tropische Impressionen
in windstiller Nacht.
Des Tages Hitze
strömt aus glühenden Mauern
der schlaflosen Stadt.
Mein grüner Balkon
verwöhnt mich, Kräuterdüfte,
Traum unter Sternen.
© Foto u. Text / Ingrid Herta Drewing,2018

Nun grüßen hier die Sonnenblumen,
die leuchtend gelb in Blüte stehen
in Reih und Glied, die große Muhme,
wie sie gewandt zum Lichte sehen.
Auf Südens Feldern Myriaden
in hellem Glanz, ein golden Meer,
als habe Sommer eingeladen
ihn jetzt zu preisen hoch und hehr.
Doch was allein beherrscht die Fluren,
ermüdet irgendwann den Blick,
der dieses Mono der Kulturen
als unnatürlich weist zurück.
© Text: Ingrid Herta Drewing,2018
Foto: Pixabay

Der Tag erwacht im Wolkenbett.
Ein frischer Frühlingsregen
benetzt die Pflanzen, so als hätt‘
der Mai gebeten ihn recht nett
um seinen kühlen Segen.
Frühsommer hatte, heiß entbrannt,
den Lenz schon fast vertrieben.
Was schüchtern zart in Blüte stand,
fiel welkend gar von seiner Hand,
und wollt‘ doch Milde lieben.
Jetzt, da der Frühling ist zurück,
schenkt Wasser neues Leben,
bestärkt hier Floras grünes Glück
und rückt die Schönheit in den Blick,
die von Natur gegeben.
© Foto u. Text / Ingrid Herta Drewing,2018

Erwacht in linder Frühlingsnacht
will mir, noch halb im Traum,
ein Lied erklingen
und legt mir an den Zaum,
mit ihm zu singen,
zu folgen seinen Versen sacht.
Entfacht in lieblich zarter Macht,
wohl ahne ich es kaum,
mag mich umringen
ein feiner Blütenflaum,
betörend bringen
ins Dunkel seine Fracht in Pracht.
Hier im Garten der Syringen
schenkt mir mein Fliederbaum
die süßen Düfte,
erfüllend mild den Raum,
und Frühlingslüfte
in ihrem sanften Zauber schwingen.
© Foto u. Text / Ingrid Herta Drewing,2018

Komm mit ins Freie, schau,
wie ’s leuchtend schön erblüht!
Es klingt des Frühlings Lied
in Garten, Wald und Au
dir zärtlich ins Gemüt!
Da hebt sich aus dem Grünen
der Kirsche zarte Zier,
strahlt rosafarben hier
im Park auf Wiesenbühnen,
verzaubert das Revier.
Der frühen Vögel Singen,
vielstimmig dort als Chor,
dringt lieblich dir ins Ohr.
Du spürst des Lebens Schwingen,
das lächelnd dich erkor.
© Foto u.Text / Ingrid Herta Drewing,2018