Archive for the Category Herbst
Schön leuchten sie in seidig‘ goldnem Glänzen,
die Bäume; Maler Herbst die Farben schenkt,
und manche mag er feuerrot umkränzen,
wenn er im Künstler-Licht den Pinsel schwenkt.
Bald lässt der Wind die hohen Bäume raunen,
wenn übermütig er nach Blättern greift,
sie löst und raubt, in wilden Tanzes Launen
und Wirbeln weit hinweg mit ihnen schweift.
Gesellt sich zu ihm noch ein starker Regen,
sind alle Äste eines Morgens kahl.
Die Blätterpracht liegt achtlos auf den Wegen,
und Nebel hüllen ein die Bäume fahl.
Doch spendet Trost der Kreislauf der Natur:
Was welkte, fiel, kommt wieder, schläft wohl nur.
© Ingrid Herta Drewing,2015
September 26th, 2015 | Farben, Flora, Herbst, Kreislauf des Lebens, Natur, Nebel, Sonette | Tags: Blätterpracht, Blättertanz, Blattfärbung, Herbst, kahleBäume, Kreislauf der Natur, Nebel, Neubeginn, Regen, Sturm | 0 Comments
Erneut erglänzt mein Goldlack nun in Blüte,
hellgrüne Blättchen treibt Klematis aus.
Der Viola Nachwuchs wächst und blüht in Güte,
als komme jetzt der junge Lenz ins Haus.
So der Petunien schönes Blühgesicht
zeigt duftend sich, als sei ein Frühlingsmorgen
erwacht und hätt‘ in mildem, warmem Licht
hier Flora sanft auf dem Balkon geborgen.
Jedoch des Apfelbäumchens Äpfel künden
rotbackig Reife, Ernte, Herbstzeit an,
und der Tomaten sonst so pralle Pfründen
nun bieten letzte, kleine Früchtchen an.
Auch mag kein Amsel-Lied den Herbst verhehlen,
nur Krähenvögel üben krächzend ihre Kehlen.
© Ingrid Herta Drewing,2015
September 25th, 2015 | Flora, Frühherbst, Frühling, Herbst, Jahreszeiten, Licht, Natur, Sonette | Tags: Apfelbäumchen, Ernte, Früchte, Frühling, Goldlack, Herbstzeit, Krähen, Petunienduft, Reife, Viola | 0 Comments
Nun schließt der Sommer seine hellen Augen
und bettet sich für lange Zeit zur Ruh’.
Der junge Herbst will als Ersatz uns taugen,
beeilt sich und läuft lachend auf uns zu.
Er ist bekannt als lustiger Geselle.
Den Kindern trägt er Drachen in den Wind.
Auch in den Gärten ist er gern zur Stelle,
küsst Astern wach, macht Früchte reif geschwind.
Lässt Sonnenlicht noch pralle Trauben herzen,
damit sie Süße bringen in den Wein;
ist heiter, aufgelegt zu flotten Scherzen,
ruft schalkhaft: “Fangt die Hüte wieder ein!“
In frischer Luft und hehr im Golde strahlend
zeigt er uns üppig seiner Blätter Pracht,
bevor er sie, mit roten Tönen malend,
zum Flammenkleid der Wirbelwinde macht.
Lasst gönnen uns dem Sommer diese Pause,
begrüßen wir die nächste Jahreszeit!
Wer froh nach vorn schaut, fühlt sich wohl zu Hause,
wenn auch einmal ein wildes Wetter graut.
© Ingrid Herta Drewing
September 23rd, 2015 | Frühherbst, Herbst, Jahreszeiten, Lebensfreude | Tags: Astern, Blattfärbung, Drachen, Herbstbeginn, Regen, Sonne, Weinlese, Wind | 0 Comments
Auf dem Asphalt ein Aquarell
aus goldnen Lindenherzen.
Der Regen, der als Herbsts Gesell
die Blätter raubte, war zur Stell,
bereit zu rauen Scherzen.
Doch du setzt sorgsam deinen Schritt,
willst nicht das Bild zerstören.
Als teile dir der Baum hier mit,
dass man sein Herzblatt nicht zertritt,
magst du’s als Bitte hören.
Vielleicht erinnert die Natur
dich an dein endlich‘ Wesen,
und du erhoffst, dass deine Spur
erhalten bleib‘ auch, sei es nur
als Bild, das wer wird lesen.
© Ingrid Herta Drewing,2015
September 20th, 2015 | Herbst, Leben, Pflanzen, Tod, Vanitas, Vergänglichkeit | Tags: Achtsamkeit, Asphalt, Herbst, Herzen, Lindenblätter, Regen, Symbol, Vergänglichkeit, Vorsicht | 0 Comments
Und Früh-Herbst hat mit goldnen Spitzen
der Bäume Blätter schön verziert,
die aus dem Grün nun strahlend blitzen,
wenn Sonne sich den Tag erkürt.
Das Eichhörnchen beginnt jetzt leise
die Sammel-Tour beim Haselstrauch.
Noch singt der Wind Spätsommers Weise,
die milde Luft verwöhnt uns auch.
Zwar brachen Vögel auf zur Reise,
der Süden lockt wie jedes Jahr.
Doch Amseln, Finken und auch Meisen
hier bleiben, trotzen der Gefahr.
Die Elstern keckern, Krähen krächzen,
versuchen da ihr rostig‘ Lied,
dieweil wir bald nach Wärme lechzen,
wenn Spätherbst frostig ist bemüht.
Jedoch,wenn kühle Nebel künden
uns Herbstes dunkle Seiten an,
so werden Feuer wir entzünden:
Der Mensch schützt sich so gut er kann.
© Ingrid Herta Drewing,2015
September 18th, 2015 | Fauna, Flora, Frühherbst, Herbst, Leben, Licht, Menschen, Natur, Nebel | Tags: Blattverfärbung, Feuer, Frühherbst, Mensch, Nebel, Schutz, Standvögel, Süden, Vogelzug | 0 Comments
Ein warmer Regen lässt noch Sommer grünen,
obwohl auch Gelb schon aus den Bäumen fällt.
Allmählich richtet her der Herbst die Bühnen
und übt sein Farbenlied in Park und Feld.
Schon längst entflog die Schwalben-Schar nach Süden,
und auch der Kranich-Zug beginnt nun bald.
Der Tag erwacht verspätet, nebel-müde;
die Krähen zieht’s zur Stadt am nahen Wald.
Hier locken Feste, Licht und pralles Leben.
Nicht nur der Dörfler kennt sein Ernte-Bild.
Musik,Theater, Dicht-und Malkunst geben
uns Städtern Muße, die Kultur erfüllt.
Mag auch Natur mit Nebel-Dichte dräuen,
wir finden stets den Anlass, uns zu freuen!
© Ingrid Herta Drewing,2015
September 17th, 2015 | Besinnliches, Geselligkeit, Herbst, Kultur, Kunst, Lebensfreude, Licht, Musik, Natur, Nebel, Sonette, Stadt | Tags: Geselligkeit, Herbst, Konzerte, Kultur, Lebensfreude, Malkunst, Muße, Nebel, Stadt, Theater | 0 Comments
Ein Sonnenkönig thront im Gras,
kennt Herbst noch; doch im Mai
glänzt satt in Gelb er, ohne Maß,
als ob er Frühling sei.
Und seine schöne Sternrosette
ziert grün sogar Asphalt;
als ob er Löwenzähne hätte,
nagt er sich einen Spalt.
Der Blüte Reife wird zum Licht,
das sich in Wiesen fügt,
bis jedes Körnchen aus dem Dicht
der Pusteblume fliegt.
Die Schirmchen schweben mit dem Wind
weit in die Welt hinaus.
Und manches findet, liebes Kind,
ins Gärtchen vor dem Haus.
© Ingrid Herta Drewing,2015
September 12th, 2015 | Flora, Frühling, Gedichte für Kinder, Herbst, Leben, Licht, Mai, Natur | Tags: Frühling, Garten, Kraft., Löwenzahn, Pusteblume, Samen, Schirmchen, Sternrosette, Verbreitung | 0 Comments
Die Sonne durchdringt
das graue Nebelgespinst,
lichte Momente.
© Ingrid Herta Drewing,2014
November 21st, 2014 | Haiku & Co, Herbst | Tags: Nebel, November, Sonne | 0 Comments
Das Sonnenlied verklungen,
kein Echo widerhallt.
Früh wird der Tag jetzt alt;
und wo aus vollen Lungen
der Kuckuck rief im Wald,
krächzt matt,vom Grau bezwungen,
die Krähe; es wird kalt.
Die Blätterzier verloren,
stehn kahl die Bäume da.
Des Winters Zeit ist nah;
und wo auf grünen Foren
man Amseln, Drosseln sah,
lauschte dem Jubelchore,
wirkt Raureif weiß und starr.
© Ingrid Herta Drewing,2014
November 19th, 2014 | Besinnliches, Herbst, Jahreszeiten, Natur | Tags: ahle Bäume, K, Krähen, Raureif, Spätherbst, WinterNebel | 0 Comments
Es trägt der Wald sein letztes, goldnes Kleid,
gesäumt von rot gefärbten Blätterflammen.
Die Sonn’ errötend gibt ihm Lichtgeleit,
im Farbenfeuer leuchten sie zusammen.
Am morschen Baumstamm hier Stockschwämmchen grüßen.
Mit seinem Purpurhut, der weiß gefleckt,
der Fliegenpilz sich in die Höhe reckt,
und weiches Moos liegt grünend ihm zu Füßen.
Im Spinnennetz, das kunstvoll ward gesponnen,
glänzt, Diamanten gleichend, morgens Tau.
Die Nebelschleier weichen nun der Sonne,
und auch die Rötelmaus huscht aus dem Bau.
Hier feiert still ihr Herbstfest die Natur,
und wir bewundernd stehen, schauen nur.
© Ingrid Herta Drewing
November 14th, 2014 | Flora, Herbst, Natur, Wald | Tags: Andacht, Farbenpracht, Herbst, Naturschönheit, Schöpfung, Wald | 0 Comments