Archive for the Category Natur
Matt taumelt nun herab das letzte Blatt,
mein kleiner Apfelbaum ist kahl geworden,
und Nebel dicht sich ausgebreitet hat,
eiskalte Luft strömt in das Land von Norden.
Da fühl ich sanft geborgen mich zu Hause,
wo wohlig doch noch Licht und Feuer wärmt.
Behaglichkeit in meiner kleinen Klause,
es knistert im Kamin, die Flamme schwärmt.
Und mögen dann auch Eis und Schnee bedecken
den See, die Felder, Wälder und die Stadt,
es kann mich Winters Frost hier nicht erschrecken,
weil seine Macht da nichts zu sagen hat.
Bald leuchtet, blüht ein klarer Tag im Garten,
lässt mich des Winters Schönheit froh erwarten.
© Ingrid Herta Drewing,2015
November 27th, 2015 | Besinnliches, Feuert, Geborgenheit, Heimat, Leben, Natur, Nebel, Schnee, Sonette, Winter | Tags: Behaglichkeit, Eis, Feuer, Frost, Geborgenheit, Nebel, Schnee, Winter, ZUhause | 0 Comments
Klarer Wintertag,
Rauchpirouetten tanzen
in den Blauhimmel.
© Ingrid Herta Drewing,2015
November 27th, 2015 | Haiku & Co, Natur, Winter | Tags: Blauhimmel, Kälte, Pirouetten, Rauch, Winter | 0 Comments
Ich nehme auf mit allen meinen Sinnen,
was mir des Lebens Schönheit offenbart;
ein immer neues, tägliches Beginnen,
was hässlich-böse ist, bleibt da à parte.
Will schauen, wie Natur in Jahreszeiten
in Flora, Fauna wechselnd hier erblüht,
und Herbstes müde in den Winter gleitet,
dort Kräfte sammelt für ein neues Lied.
So mag auch ich beschaulich innehalten,
wenn nun der Sonnenbogen tiefer sinkt,
um meine Tage dankbar zu gestalten,
der Zeit gewogen, die uns Stille bringt.
Denn ich darf fühlen, hören, riechen, seh’n.
Wie ist die Erde doch so wunderschön!
© Ingrid Herta Drewing
November 22nd, 2015 | Farben, Fauna, Flora, Jahreszeiten, Kosmos, Lebensfreude, Licht, Liebe, Natur | Tags: Erde, Frühling, Herbst und Winter, Jahreszeiten, Klang, Naturschönheit, Pflanzen, Sinnenfroh, Sommer, Tiere | 0 Comments
Nun mausern sich rasch auch die Bäume im Wind,
beenden das Farbenrausch-Schwelgen.
So stürmisch beflügelt sind Blätter geschwind,
sie wirbeln und trudeln und tanzen noch lind,
als gebe es nicht das Verwelken.
Das Krähenvolk, stoisch, thront hoch im Geäst,
als könnte die Krone es hegen,
wo nun nach des Herbstes hell leuchtendem Fest
nur spärlich noch flattert vom Laube der Rest,
bevor er bald liegt auf den Wegen.
November-Nebel mag hier nun verhüllen
die Landschaft, den klaren Blau-Himmel-Blick.
Wir werden die Sehnsucht nach Schönem stillen
und unser Zuhause mit Wärme füllen,
behaglich gestalten das kleine Glück.
© Ingrid Herta Drewing,2015
November 17th, 2015 | Besinnliches, Geborgenheit, Herbst, Landschaft, Lebensfreude, Licht, Natur, Nebel, Spätherbst | Tags: Behaglichkeit, Geborgenheit, Kahle Bäume, Krähen, Nebel, November, Spätherbst, Stürme, Wärme, ZUhause | 0 Comments
Wohin man auch blickt,
im Nebel verstrickt
die Landschaft,
die Bäume,
die Straßen!
Ein Teppich,geflickt,
zu Boden geschickt
die Blätter,
die tanzend vergaßen,
dass Farbrausch und Rot,
des Herbstes Gebot,
muss enden in Not
über Maßen,
im Welken und Tod.
© Ingrid Herta Drewing,2015
November 17th, 2015 | Flora, Landschaft, Leben, Natur, Spätherbst, Vergänglichkeit | Tags: Blätter, Herbst, Nebel, Vergänglichkeit | 0 Comments
November-Tage tragen dies‘ Verstummen;
fast bleiern liegt dann Stille auf dem Land,
wenn Nebel, der ein Meister im Vermummen,
Grau-Schleier um die kahlen Bäume band.
Da kriecht die Einsamkeit vorbei am Fenster,
das hier vergebens giert noch nach dem Licht
der Sonne, und wie schwarze Spukgespenster
zwei Krähen auf dem Zaun dort, dicht an dicht.
Als habe irgendwer die Zeit gestohlen,
den Raum fixiert in diesem trüben Bild,
erscheint das Leben starr; kein Atem holen
den Augenblick hier mit Bewegung füllt.
Doch wir, geborgen sind zu Haus am Feuer,
geschützt vor nassem Nebel-Ungeheuer!
© Ingrid Herta Drewing
November 16th, 2015 | Geborgenheit, Herbst, Leben, Natur, Nebel, Sonette, Vögel, Wetter, ZUhause | Tags: Einsamkeit, Feuer, Geborgenheit, Haus, Kälte, Krähen, Nebel, Spätherbst | 0 Comments
Der August und der Augustin,
zwei Freunde, müde Krähen,
auf der Antenne, am Kamin
da sitzen sie,kein Weckamin
bewirkt, dass was geschähe.
Als seien sie vom Spätherbst nun
als Denkmal auserkoren,
im Nebel stoisch auszuruh’n,
so flügellahm, schier nichts zu tun,
fast einsam und verloren.
Der Elster lautes Keckern kann
sie nicht mal animieren.
Sie hören sich ihr Meckern an
und plustern sich kurz auf, um dann
bei Kälte nicht zu frieren.
Der August und der Augustin
die Hektik stets verschmähen.
Sie meiden Arbeit, Pflicht, Termin
und träumen sanft, dass sie Jasmin,
ihr Glück, einst noch erspähen.
© Ingrid Herta Drewing,2015
November 13th, 2015 | Fabeln und Parabeln, Fauna, Herbst, Natur, Nebel | Tags: Antenne, Dach, Freunde, Glück, Hektik, Kismet, Krähen, Pflicht, Spätherbst, Stoiker, Termine, Träumen | 0 Comments
Der Spätherbst hat sich kühl hier eingefunden,
und Sturmwind, übermütig, bläst Salut.
Vorbei die goldnen, warmen Sonnenstunden;
der Mensch trägt Schal und Mütze,Mantel, Hut.
Die Blätter lösen sich von ihren Zweigen
und dürfen tanzen, leicht im Winde schweben.
Nun, da die Tage sich im Nebel neigen,
verspricht ihr Farbgesicht noch neues Leben.
Zeigt doch Natur auf wunderbare Weise
verwoben Ende, Wiederkehr und Werden.
Sie nimmt und gibt ein Wachsen, sanft und leise,
in schönem Blühen, Reifen hier auf Erden.
© Ingrid Herta Drewing
November 13th, 2015 | Abschied, Besinnliches, Flora, Herbst, Kreislauf des Lebens, Natur, Spätherbst | Tags: Blattfärbung, Natur, Nebel, Regen, Spätherbst, Sturm | 0 Comments
Wer die Schönheit
der Natur nicht kennt,
der weiß auch nicht,
was wir verlieren,
wenn wir sie zerstören.
© Ingrid Herta Drewing,2015
November 10th, 2015 | Aphorismen, Gesellschaftskritisches, Nachdenkliches, Natur, Umwelt | Tags: | 0 Comments
Des Glockenblümchens zartes Blühgesicht
darf frühlingsfroh in Blau den Herbst hier grüßen,
der unerwartet uns mit Sonnen-Licht
und warmen Lüften mag den Tag versüßen.
Wo sonst schon Nebel, Nässe, Kälte dräuen,
da blüht es, und ein Indian-Summer-Bild
schenkt nun noch der November, lässt uns freuen,
obwohl auch Sorge diesem Wetter gilt.
Wir sehen, Klimawandel hat begonnen.
Zu trocken ist’s, es sinkt der Wasserstand.
Noch immer lebt man reichlich unbesonnen,
nährt Katastrophen blind durch Unverstand.
Könnt‘ doch die Klimakonferenz es wenden,
dass wir das frevelhafte Tun beenden!
© Ingrid Herta Drewing,2015
November 10th, 2015 | Flora, Gesellschaftskritisches, Hoffnung, Klimawandel, Landschaft, Leben, Licht, Menschen, Nachdenkliches, Natur | Tags: erderwärmung, Klimakonferenz, Klimawandel, November-Frühling, Spätherbst, Sturmfluten, Trockenheit, Vernunft, Wärme, Wirbelstürme | 0 Comments