Archive for the Category Frühsommer

 
 

Frühsommer

Holunderblüten_o

Unterm Blauhimmel
weiße Spitzen im Grünen,
Holunderblüten.

© Ingrid Herta Drewing,2017

Tagesbeginn

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Noch träumt das Tal;des frühen Morgens Stille
wiegt sanft die Perl betauten Blumenwiesen.
Und bis die Sonne mag den Tag begrüßen,
ruht hier der muntren Vögel Sangeswille.

Doch bald hörst du die Amsel lieblich singen,
und auch der Sehnsuchtsruf der Ringeltaube,
die einsam thront dort auf dem Dach der Gaube,
mischt tief sich in Frühsommers helles Klingen.

Geruhsam wird es nun nicht lange bleiben.
Die Mauersegler schwirren durch die Schlucht
der Häuser, so als sei es ihre Flucht,
wenn sie flugs den Insektenfang betreiben.

Du sitzt auf dem Balkon, schaust in die Runde,
wie sich ein neuer Tag im Licht erhebt,
die kleine Welt erwacht, erklingt und lebt,
genießt dein Tässchen Tee zur Morgenstunde.

© Foto u.Text / Ingrid Herta Drewing,2017

Sommerlich

Der Sonne Spiel glänzt zart schon früh am Morgen,
und Mauersegler schweben hoch im Blau.
Es scheint, als schliefen alle trüben Sorgen.
Noch mag die Nacht dem Tag die Kühle borgen,
bevor ein heißes Gleißen wird zur Schau.

Vorbei scheint wohl des Frühlings Blütenmilde.
Es tanzt der Mai im hellen Sommerkleid.
Das pralle Leben lockt hier im Gefilde
und Klatschmohn leuchtet rot im Wiesenbilde,
ein lodernd Feuer vor Johanniszeit.

Nun schätzt du auch der grünen Bäume Schatten,
die Bank im Park, sie lädt zur Ruhe ein.
Ein Innehalten mag Natur gestatten;
die Mittagspause gönnt dir dies Ermatten
und stärkt dich, wieder auf dem Damm zu sein.

© Ingrid Herta Drewing,2017

Mauersegler

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Sie sind zurück, hoch in den Lüften schweben
und segeln sie im hellen Sonnenlicht.
Frühsommers Boten, Mauersegler, weben
am Himmel Leichtigkeit mir in die Sicht.

So auch am Abend, wenn sie schwirren, jagen
in Häuserschluchten auf Insektenfang,
vermag die Schar mir pfeifend noch zu sagen,
dass nun des Lebens Tage leuchten lang.

© Ingrid Herta Drewing,2017

Frühsommermorgen

Blass blickt der Tagesmond
aus zartem Himmelblau,
wo hell schon Sonne thront.
Der Mauersegler Schau,
die hoch in Lüften schweben,
mag sanft das Bild beleben.

Erwacht die Efeuwand!
Auf frischem Blättergrün
und lichtem Rankenband
sich Finken schaukelnd müh’n,
um dann nach kurzem Wiegen
zum Dachfirst dort zu fliegen.

Die Ringeltaube, traut,
sitzt einsam am Kamin,
blickt in die Weite,schaut,
sieht hier den Tag erglüh’n
und lässt,ein Sehnsuchtsfrönen,
den Partnerruf ertönen.

© Ingrid Herta Drewing,2016

Ausblick

Frühsommermorgen,
Kamine,Sonnenspiegel,
versilbern den Tag.

© Ingrid Herta Drewing

Sommermorgen

Im Himmelblau der Segler Schau,
die hoch in Lüften schweben!
Ein Sommermorgen, mild und lau,
mag meine Stimmung heben.

Lavendels Duft erfüllt die Luft,
betört mich, weckt die Sinne.
Es schwindet Trübsal, Schmerz verpufft.
Nun heißt es:Neu beginne!

Das kleine Glück, ein Augenblick
des Schauens, Innehalten,
bringt mir Geschick und Kraft zurück,
mein Leben zu gestalten.

© Ingrid Herta Drewing

Sommergeschenk

Der Himmel blau, die Sonne scheint,
und Sommer lässt uns grüßen.
Der Regen hat genug geweint,
im Warmen jetzt Natur vereint,
was wachsen will und sprießen.

Auch dich beschwingt das helle Licht,
fühlst dich so leicht, geborgen.
Kein Wolkendunkel sagt: „Verzicht!“,
nun da der Sommer hier verspricht
ein Tagen nach dem Morgen.

Und Düfte schenkt der Lindenbaum,
er steht in voller Blüte.
Es strömt hinein in deinen Raum
ein lieblich sanfter Honigtraum,
beglückt in goldner Güte.

© Ingrid Herta Drewing,2016

Nach der Sommersonnenwende

Jetzt singt der Sommer seine Lieder.
Ein halbes Jahr ging schnell zu Ende,
und doch erwacht nach Sonnenwende
der Tag allmählich später wieder.

Wohl merken wir es kaum,denn Sonne
erstrahlt jetzt heiß, hält alles hell,
die Hitze nachts noch ist zur Stell.
Ein Bad im Mondlicht wird zur Wonne.

Die Erde dreht sich, unser Leben
bewegt sich mit in ihrem Lauf,
und dennoch achten wir darauf,
zu planen unser eignes Streben.

© Ingrid Herta Drewing,2016

Grauer Tag im Juni

Wie grau doch dieser Sommerhimmel blickt,
da wirkt sogar der Amselhahn geknickt,
der dort hoch auf dem Dachfirst sitzt und schaut,
wohl seinem eignen Flöten heut’ misstraut.

Es ist fast still, nur einer Taube Gurren
klingt guttural aus weiter Ferne her,
und schläfrig ruft des schwarzen Katers Schnurren
Dornröschenstimmung, hundertjährig’, her.

Das mag man nicht als Sommer hier benennen,
obwohl der Pflanzen Grün dagegen hält.
Es fehlt das Lächeln; Leichtigkeit erkennen
wir heute kaum in unsrer kleinen Welt.

Jedoch wir wissen, auch dies’ wird wohl enden,
bald streifen Sonnenprinzen durch ’s Gelände.

© Ingrid Herta Drewing