Des Winters Vergessen fliegt
über das stille Land,
wo nass des Nebels Hand
nun grau die Farben besiegt.
Der Klänge Helle verstummt,
kein Vogel singt, das Licht,
diffus, kann strahlen nicht.
Die Landschaft liegt vermummt.
Und doch hegst du dies‘ Hoffen,
dass bald ein klarer Tag
uns sonnig zeigen mag
den Himmel weit, weit offen.
© Ingrid Herta Drewing,2015
Januar 27th, 2015 | Besinnliches, Farben, Landschaft, Leben, Licht, Liebe, Nebel, Winter | Tags: Eintönigkeit, Himmel, Hoffnung, Klarheit, Leben, Licht, Nebel, Sonne, Stille, Trübe, Vögel, Winter | 0 Comments
Grau der Januar,
regenmüdes Beginnen ,
spätherbstgesichtig.
Nebelnass der Park.
In kahlen Bäumen thronen
Rabenkrähen, stumm.
Doch hin und wieder
stieben Halsbandsittiche
frühlingsgrün vorbei.
© Ingrid Herta Drewing
Januar 25th, 2015 | Fauna, Flora, Haiku & Co, Natur, Nebel, Winter | Tags: Halsbandsittiche, Krähen, Nebel, Park | 0 Comments
Gewaschen im Regen, die Hände, das Haar,
ein Morgen aus gräulichen Strähnen,
ein trostloses Dümpeln, der Sonne noch bar
in des Winters fröstelndem Wähnen.
Es nährt die Seele die Sehnsucht nach Licht,
dies Hoffen auf Klarheit, ein Streben,
das meinen Blicken mag öffnen die Sicht
auf zukünftiges, liebliches Leben.
Was todesnah wirkt, hier noch schlafend erscheint,
wird bald in der Sonne sich regen.
In Knospen träumt Wachsen und Blühen, vereint
des Frühlings Erwachen zu hegen.
Und des Winternebels eisiger Hand
wird frei, froh die Welt dann entgleiten,
und weithin erhebt sich strahlend das Land
in lebendigen, blühenden Zeiten.
© Ingrid Herta Drewing,2015
Januar 23rd, 2015 | Ermunterung, Flora, Frühling, Landschaft, Leben, Natur, Nebel, Winter | Tags: Blühen, Frühling, Kälte, Leben, Licht, Monotonie, Nebel, Regen, Sonne, Winter | 0 Comments
Vom Nebel verhüllt,
verborgen die kleine Stadt,
wintersonnenfern.
© Ingrid Herta Drewing,2015
Januar 22nd, 2015 | Haiku & Co, Winter | Tags: Nebel, Sonne, Stadt, Verhüllt | 0 Comments
Der Kirche Türme,
der Bäume kahle Kronen
vom Nebel verschluckt.
Gleich stummen Spukgestalten
säumen sie hier die Allee.
© Ingrid Herta Drewing,2015
Januar 7th, 2015 | Haiku & Co | Tags: Allee, Bäume, Nebel, Winter | 0 Comments
Die vierte Jahreszeit kam uns abhanden,
und Herbst sich weitet bis zum Frühling aus.
Das klare Wechsel-Spiel, das wir sonst fanden,
wird seltsam aufgemischt im Wetterhaus.
Statt Winterweiß erblüht auf Wiesenbühnen
das Gänseblümchen so, als sei es März.
Kaum lässt noch Frost die Schädlinge arg sühnen,
und Vögel zwitschern leis die Liebes-Terz.
Doch immer länger herrscht die Sonnenferne,
dann liegt der Tag im Nebelgrau verstrickt,
auch nachts der Himmel ohne Mond und Sterne,
als sei das Bühnenbild hier schier missglückt.
Was uns ward häufig postuliert als nah:
Der Klimawandel ist bereits schon da!
© Ingrid Herta Drewing,2014
Dezember 16th, 2014 | Adventszeit, Jahreszeiten, Klimawandel | Tags: Klimawandel, Nebel, Sonnenferne, Vierte Jahreszeit, Vogelgezwitscher, Wiesengrün, Winter | 0 Comments
Die Sonne durchdringt
das graue Nebelgespinst,
lichte Momente.
© Ingrid Herta Drewing,2014
November 21st, 2014 | Haiku & Co, Herbst | Tags: Nebel, November, Sonne | 0 Comments
So lichtfern dümpelt hin der Tag
im Nebel, der seit vielen Stunden
die Landschaft hält in Grau gebunden.
Kein Sonnenstrahl sich zeigen mag;
Konturen vollends sind verschwunden.
Da drängen dich Gedanken,trübe,
Vergänglichkeit, der Tod, das Leben.
Des Frühlings, Sommers lichtes Weben,
auch Herbstes goldne Farbenschübe,
geliehen nur, uns kurz gegeben.
Und dennoch weißt du, dass das Licht
dir wiederkehrt, was scheint verborgen,
dich wird befreien von den Sorgen,
wenn es in seiner Klarheit spricht,
und wartest auf den neuen Morgen.
© Ingrid Herta Drewing
November 18th, 2014 | Besinnliches, Leben, Licht, Natur, Nebel, Vergänglichkeit | Tags: Hoffnung, Lebensfreude, Licht, Melancholie, Nebel, November, Vergänglichkeit | 0 Comments
Der Himmel milchiggrau, der Sonntagmorgen
ruht tief im Nebel, und so sonnenfern
erscheint die Landschaft, Farben sind verborgen;
nur ahnen kann man noch den hellen Stern.
Hoch auf dem Dach die schwarzen Krähen schweigen.
Sie sitzen stoisch dort, ein passend Bild
den Trauertagen des Novembers eigen,
der das Vergängliche uns klar enthüllt.
Wir, die der vielen Toten heut gedenken,
denen die Kriege raubten kalt das Leben,
wir wollen unser Handeln richtig lenken,
dem Hass entsagen und nach Frieden streben.
© Ingrid Herta Drewing,2014
November 16th, 2014 | Besinnliches, Tod, Trauer | Tags: Frieden, Krieg, Nebel, November, Vernunft, Volkstrauertag | 0 Comments
Es sagt die Nacht dem Mond Adieu,
begrüßt den Dämmermorgen,
der noch verschleiert überm See
im Nebel ruht verborgen.
Still liegt das Land, als ob es träume
von Herbstes farbenfrohem Licht,
das dieser zaubert in die Bäume,
wenn Sonne zeigt ihr hell Gesicht.
Und bald erwacht der junge Tag,
neigt frisch und klar zu Scherzen,
pflückt mit dem Wind in der Allee
der Linden goldne Herzen.
Er lässt sie tanzen, wirbeln wild,
dann sanft zu Boden schweben.
Und Herbst malt so sein Abschiedsbild
von Lust und Leid im Leben.
© Ingrid Herta Drewing,2014
November 11th, 2014 | Farben, Herbst, Lebensfreude | Tags: Herbstfarben, Herbstmorgen, Lebenslust, Lindenblätter.Blättertanz, Nebel, See, Vergänglichkeit | 0 Comments