Rose

Das Schöne der Rose
ist ihre Vergänglichkeit,
der Duft des Lebens.
© Foto u.Text / Ingrid Herta Drewing,2017

Das Schöne der Rose
ist ihre Vergänglichkeit,
der Duft des Lebens.
© Foto u.Text / Ingrid Herta Drewing,2017

Als flögen schön geordnet dort im Bogen
des Löwenzahnes Früchte himmelwärts,
bedacht von ihren Schirmchen, wohl gewogen,
einst golden aufgeblüht in Mai und März,
sie hier nun weit in fernes Leben zogen.
Jedoch erkennt’s als Täuschung bald mein Blick:
Des Riesenrades Gondeln, die dort strahlen,
im Kreis sich drehen, fahren hoch, zurück,
sich leuchtend in den Abendhimmel malen,
im Dunkel schenken da ein kleines Glück.
So ist’s mit vielem, was man glaubt zu sehen,
im ersten Augenblick für richtig hält;
bei näherem Betrachten neues Gehen
genauer orten lässt in unsrer Welt,
für wahr uns zeigt ein tieferes Verstehen.
© Foto u.Text / Ingrid Herta Drewing,2017

Nennt’s ruhig naiv! Ich fühle mich geborgen;
als Mensch und Christ erfahr‘ ich Gottes Huld,
all seine Gnade, Liebe und Geduld,
die mich erhält bei Tag und Nacht, kein Morgen
mir würde neu, vergebe meine Schuld.
Gott ist mir Heimat, Wärme, mein Zuhause,
die Liebe Christi, deren göttlich Licht
zum Menschen menschlich, gütig liebend spricht,
der Erde Schönheit schenkt, in meiner Klause
mich noch dies Freisein lehrt, auch im Verzicht.
© Foto u. Gedicht / Ingrid Herta Drewing,2017

Für Euch sei diese Rosenblüte,
in zartem Bild gekürt.
Sie sei mein Dank für Eure Güte,
wie Ihr mein Herz berührt.
Durft‘ ich doch Grüße, liebe, linde
Glückwünsche reich an Zahl
mir zum Geburtstag von Euch finden.
Welch freu(n)dvolles Signal!
© Foto u.Gedicht / Ingrid Herta Drewing,2017

Ein Wimpernschlag,
ein Augenblick!
Wo blieb die Zeit?
Ich schau zurück
auf ein erfülltes Leben
so viele Jahre Erdenglück.
Auch Leid hat es gegeben.
Jedoch das Gute überwiegt,
bewahrt in meiner Seele.
Mag auch das,
was noch vor mir liegt,
ein Schleier sanft verhehlen.
© Foto u. Text / Ingrid Herta Drewing

Es hat der Winter reichlich uns bedacht,
in feinen Flocken tanzend fiel der Schnee,
bedeckte Wiesen, Wege und den See,
die Tannenbäume, Dächer in der Höh‘,
ließ silberweiß erstrahlen Mondes Nacht.
Dich lockt die Winterlandschaft in die Stille.
Durch frischen Schnee führt deiner Schritte Spur,
ein Innehalten, Augenweide pur,
lässt dich genießen schön nun die Natur,
verbannt, was sonst anmahnt der Hektik Wille.
Der Sonne Licht im tief verschneiten Wald
schenkt hier als goldner Stern ein Zauberbild,
in dem dies Wintermärchen sanft enthüllt,
was der Adventszeit Warten reich erfüllt;
es leuchtet uns das Licht der Weihnacht bald.
© Foto u. Text / Ingrid Herta Drewing

Es will der Morgen mir heut fremd erscheinen,
das, was noch gestern ganz von Schnee verhüllt,
erwacht nun kaum im trüben Nebelbild,
mag sich mit Regen und dem Wolkengrau vereinen.
Wohl dem, der sich zu Hause weiß geborgen,
sich wärmen darf am Feuer im Kamin,
dieweil zum Müllberg hin die Krähen zieh’n,
sich dort im Abfall um ihr Futter sorgen.
Doch du genießt nun wohlig diese Stille,
dies Innehalten, das der Winter schreibt.
Wenn auch sein Wetter unbotmäßig bleibt,
wehrt jenem Trübsinn stets dein starker Wille.
Das Stövchen leuchtet, wärmt dir deinen Tee,
und draußen regnet’s, rieselt’s sanft wie Schnee.
© Foto u. Text / Ingrid Herta Drewing,2017
Wir, die wir fassen und fühlen,
sehen, wie vielfältig Arten
spielen, sich gründlich auch wühlen
hier durch dieses Lebens Garten,
verstehen’s oft dennoch nicht,
was uns dies alles verspricht.
Wir, die auf so viele Weisen
einsam mit anderen starten,
reisen und manchmal entgleisen,
willfährig wiederum warten,
dass wir nach Not, Gram und Pflicht
hören den guten Bericht.
Und so beseelt uns dies Hoffen,
dass uns ein Halt nach den Fahrten,
wenn alle Türen weit offen,
uns sodann möge erwarten.
Jenseits von Dunkel Verzicht
endlich erhellendes Licht!
© Ingrid Herta Drewing,2017

Die Schönheit der Natur,
so unverfänglich
erscheint sie mir wohl nur,
weil unzulänglich
ich hier auf Erden bin
im Suchen nach dem Sinn?
Wozu führt alles Streben
wird’s ernst, gar kränklich?
Zeigt Dasein doch das Leben
fast unbedenklich
trotz Wie, Warum, Wohin
in sich schon als Gewinn!
Beglückt das Schöne sehen,
in sich untrüglich
die eignen Wege gehen,
was auch vergnüglich
so schreiten mag dahin
im Leben, mittendrin.
© Foto u.Text / Ingrid Herta Drewing,2017

Nun, da die Sonne diesen Wintermorgen
in ihrem hellen Schein erstrahlen lässt,
beginnt der Tag als zauberhaftes Fest,
in dem die Landschaft glänzt,im Licht geborgen.
Als habe über Nacht ein Elfenreigen
das Tal so zart bestäubt mit Pulverschnee,
verziert die Haut aus Eis dort auf dem See,
wo sich am Schwarzbachzulauf Enten zeigen.
So unberührt und rein wirkt diese Stille,
sanft hat der Winter Park und Wald bedacht.
Ein Märchenland lädt ein zu träumen sacht,
in seiner weichen,weißen Glitzerhülle.
Ich stehe, schaue, weite meinen Blick,
genieße froh dies kleine Winterglück.
© Foto u.Text / Ingrid Herta Drewing,2017