Die Blätter trudeln, tanzen Windes Reigen;
zur letzten Lese schreitet die Natur,
bevor sie, ruhend in des Nebels Schweigen,
versteckt des Herbstes todeswelke Spur.
Der Efeu und die Tanne da obsiegen
und wehren hier der dritten Jahreszeit,
wenn sie sich grünend noch im Winde wiegen,
bevor der Winter ihnen Weiß verleiht.
Auch zeigt trotz Schnee und Eis sich Blütenleben.
Christrosen wachsen, zarten Frühlings Gruß,
ein helles Weihnachtsbild, wenn Kältestreben
auf dieser kleinen Welt fasst frostig Fuß.
So geht wohl auch bei jedem Sterbensschritt
des Lebens Hoffnung dennoch lächelnd mit.
© Ingrid Herta Drewing
Oktober 12th, 2012 | Besinnliches, Herbst, Leben, Natur | Tags: Christrose, Efeu, Herbst, Hoffnung, Imergrün, Leben, Tanne, Vergänglichkeit, Weihnachten, Winter | 0 Comments
Die Milde, der Hauch der Rosen,
der Duft, die Wärme, das Licht,
noch einmal dies’ sanfte Kosen,
das zärtlich aus Blüten spricht.
Dann mögen Nebel, November
die Farben in Schleier hüllen;
es werden Sommer, September
erinnernd die Träume füllen.
Für Winters dunklere Tage
bin ich in der Stille bereit,
ertrage wohl ohne Klage
die Kälte der Jahreszeit.
© Ingrid Herta Drewing
Oktober 4th, 2012 | Besinnliches, Herbst | Tags: Abschied, Erinnerung, Herbst, Liebe, Rosen, Sommer, Winter | 0 Comments
Das Sonnengold, die Lämmer auf der Weide,
des Frühlings Lächeln, heller Blüten Glanz,
der Lüfte Fächeln, mild, so zart wie Seide!
Hier ruft das junge Leben auf zum Tanz.
Es wächst die Frucht, die blonden Felder wogen,
weithin beschirmt von himmlisch hellem Blau.
Der Sommer, üppig, grün, uns warm gewogen,
zeigt sich auch manchmal mit Gewitterschau.
Der wilde Herbst in seinem Flammenkleid,
er färbt die Wälder, lässt die Winde brausen,
schenkt dennoch letzter Ernte Segenszeit,
bevor im Nebel kahle Bäume hausen.
Und dann fällt Schnee, nachdem des Raureifs Biss
die Wintertage morgens kalt begonnen;
in weißer Stille ruht das Land, gewiss,
dass nun wird neue Lebenskraft gewonnen.
© Ingrid Herta Drewing
September 10th, 2012 | Jahreszeiten | Tags: Frühling, Herbst, Jahreszeiten, Sommer, Winter | 0 Comments
Die ersten Blüten, kaum erwacht am Baume,
die nahmen Sturm und Regen mit sich fort.
Das zarte Frühlingslächeln, noch im Traume,
wich dunklen Wolken kurz an diesem Ort.
Als wolle Winter sich noch einmal wehren,
bevor er für den Frühling räumt das Feld.
Ein letztes, kaltes, grimmig’ Aufbegehren,
dann unterliegt er doch dem Strahlenheld.
Des Frühlings Boten sind längst eingetroffen
und haben, heimlich webend über Nacht,
ein neues Werden, lichtes Blühen, Hoffen,
das milde, leichte Leben mitgebracht.
So muss nach Norden nun der Winter weichen.
Der Lenz spielt die Musik in seinem Reiche.
© Ingrid Herta Drewing
April 4th, 2012 | Frühling | Tags: Blüten, Frühling, Regen, Sturm, Traum, Winter | 0 Comments
Der Winter trägt auch Maske nun;
im Sonnenlicht erstrahlt
ein Tag, blau angemalt,
und tanzt in Frühlings leichten Schuh’n.
Begegnet lächelnd uns, so mild.
Frühblüher lockt das Licht,
Schneeglöckchen, dicht an dicht
im Park, bezaubernd Bild.
Es taut das Eis, der muntre Bach
er plätschert murmelnd hin.
Die Haut des Sees wird dünn,
und Wasservögel schnattern, wach.
Dort auf den Wegen, kostümiert,
zieht eine Kinderschar.
Ein Tiger läuft da, ungeniert,
mit einem Prinzenpaar.
Geblendet von des Winters Spiel,
der sich geschickt verstellt,
in Milde sich gefällt,
herrscht hier ein fastnachtsfroh’ Gefühl.
© Ingrid Herta Drewing
Februar 17th, 2012 | Fastnacht, Lebensfreude, Natur, Winter | Tags: Fastnacht, Frühlingsmilde, Kinder, Kostümierung, Lebensfreude, Maske, Park, Tauwetter, Winter | 0 Comments
Der Winter kam zurück, die kalte Luft,
sie lässt mich frösteln, zieht die Haut zusammen.
Vorbei die erste Milde, Frühlingsduft.
Es wärmen, züngelnd im Kamin, die Flammen.
Im Zwiebellook wag’ ich mich nur ins Freie,
gerüstet für die Wetterkapriolen,
die täglich sich verändern stets auf ’s Neue,
als müssten sie sich erst Erleuchtung holen.
So wechselnd, wie der Winter sich gebärdet,
passt er recht gut zur „fünften Jahreszeit“.*
Die Narren feiern Fastnacht ungefährdet,
geschützt von Frohsinn, Wein und Narrenkleid.
Und alle lebensfeindlichen Dämonen
vertreiben sie. Hier darf bald Frühling wohnen.
© Ingrid Herta Drewing
Februar 16th, 2012 | Fastnacht | Tags: Dämonen, Fastnacht, Frühling, Kälte, Narren, Winter | 0 Comments
Da sitzt sie zart, doch nicht erstarrt,
obwohl der Winter noch beschwörend
dem Tauwind droht, mit Frost will wehren,
die eisig‘ Hand am See verharrt.
Doch in der Sonne, heimlich, leise
verwandelt sich so manches Flöckchen
in Wasser, netzt im Schnee die Glöckchen;
und Nereide kennt die Weise.
Sie birgt ein Blümchen in der Hand,
erfreut sich an dem sanften Klingen
und träumt davon, dass bald am Strand
sie darf in wilden Wellen springen.
Ingrid Herta Drewing
Februar 13th, 2012 | Natur | Tags: Frühlingshoffen, Nymphe, Winter | 0 Comments
Ein zarter Flaum von Schnee bedeckt die Wege,
die Wiesen, die von Kälte starr, erblasst;
und auch die Dächer grüßen in der Höh’
als weiße Hüte; noch sind sie bar der Last.
Als habe wer mit einem großen Sieb
fein Puderzucker überall verstreut,
so zauberhaft, für ’s Auge eine Freud’.
und Frost sorgte dafür, dass er hier blieb.
So täuscht der Winter uns auf sanfte Weise.
Jedoch, wir wissen wohl um seine Macht,
wie er die Flüsse, den Verkehr im Eise
fast überall zum Stillstand hat gebracht.
Doch lehrt Erfahrung uns, nach Winterleid
erquickt uns bald die milde Frühlingszeit.
© Ingrid Herta Drewing
Februar 9th, 2012 | Winter | Tags: Eis, Macht, Puderzucker, Schnee, Winter, Zauber | 0 Comments
Mit kalter Hand der Winter fasst
nach Zweig und Ast in Busch und Bäumen.
Wo morgens Nebel noch zu Gast,
lässt Frost sie weiß in Raureif träumen.
Vom Knospen nach der stillen Zeit,
wenn Grünen, Blühen, helles Prangen
in Frühlings Milde sind bereit
für neues Leben und Verlangen.
Und auch in uns, der Kälte wehrend,
uns bergend warm im Haus, am Herd ,
erwacht dies’ sehnende Begehren
nach dem, was Frühling wohl beschert.
© Ingrid Herta Drewing
Februar 6th, 2012 | Besinnliches, Natur | Tags: Bäume, Blüten Grünen, Büsche, Frühling, Kälte, Milde, Raureif, Winter | 0 Comments
An Tagen wie diesen,
der Himmel so weit,
die Sonne bereit,
uns strahlend zu grüßen.
Da mag man genießen
die Winterszeit.
© Ingrid Herta Drewing
Februar 5th, 2012 | Winter | Tags: Sonne, Tag, Winter | 0 Comments