Muße
Herbstmittag,
goldenes Schweigen.
Unter den Lindenbäumen
auf der Parkbank verweilen,
innehalten.
© Ingrid Herta Drewing,2013
Herbstmittag,
goldenes Schweigen.
Unter den Lindenbäumen
auf der Parkbank verweilen,
innehalten.
© Ingrid Herta Drewing,2013
Den Saum des Glückes,helle Tage halten,
des Lebens Süße kosten, Seidenhand
mag Farben-Träume zart gefächert falten,
und Schmetterlinge fliegen über Land.
Dorthin, wo lieblich duftende Gefilde
im Blütenrausch der Sonne Gold bedichten,
und, kraftvoll malend da im Strahlen-Bilde,
die Sehnsucht schreibt die glühenden Geschichten.
Den Klang erahnen, jene Melodie,
in welcher hier das Leben leuchtend schwingt,
den Nächten trotzend, da die Harmonie
der Stimmen sanft in Sternenliedern singt.
So möge Poesie die Worte lenken
und uns ihr Zauberlächeln zärtlich schenken.
© Ingrid Herta Drewing,2013
Spätsommer-Tage, trübe wie der Mai,
der uns in diesem Jahr nicht war gewogen.
Wir fühlten um den Frühling uns betrogen
in einem grauen, feuchten Einerlei.
Nun scheint September, der doch sonst so mild,
auch in das kühle Regennass zu flüchten,
schenkt uns kein lieblich‘ Indian-Summer-Bild;
November- Nebel will er wohl schon züchten.
Es friert die Rebe, kaum noch Sonnenstrahlen
jetzt ihre blanken Trauben wärmend herzen.
Die Regengüsse und die kühlen Qualen
vermag kein Winzer für sie auszumerzen.
Doch gilt die Ernte-Hoffnung dem Oktober
mit seinem Sonnengold und Herbstzinnober.
© Ingrid Herta Drewing,2013
Wer dichtet, lebt in Wort und Bild und Klang,
mag auch sein Alltag gänzlich anders scheinen;
poetisch darf er seine Kräfte einen,
die Seele schwingen lassen im Gesang.
Er findet Harmonie im Klang der Worte,
erfasst die Bilder und gewinnt den Blick
für das Verlorene am müden Orte
und holt es schreibend in das Licht zurück.
Des Lebens sanfte Katalysatoren
die Kunst der Dichter, Maler, Komponisten.
In ihrem Werk wird wieder neu geboren
des Lebens Lächeln, Sinn, den man vermisste.
Die Kunst vermag mit ihrem Bild, dem schönen,
uns zu beglücken, gütig zu versöhnen.
© Ingrid Herta Drewing,2013
Auf meiner Schulter spür‘ ich schon
des Herbstes welke Hand,
stumm fordernd ein sein Pfand,
der Sommerliebe reifen Lohn;
doch noch ich mich entwand.
Verflechte meinen Sehnsuchtsblick
im Blütenbild der Wiesen.
Nach letzter Mahd will sprießen
ein neues, helles Blumenglück
dort wo die Bäche fließen.
Herbst setzt ins Grün bereits den Fuß
und lockt mit Herbstzeitlosen.
Jedoch der Duft der Rosen
im Garten darf als lieber Gruß
des Sommers uns noch kosen.
© Ingrid Herta Drewing,2013
Mir rinnt die Zeit durch meine bleichen Hände;
schon wieder geht ein Sommer, Herbst ist nah.
Kaum hat ’s begonnen, ist das Jahr zu Ende;
ein neues steht in Kinderschuhen da.
Mir ist, als flög‘ ich mit der Zeit im Kreise,
nur schneller als sich Erd‘ um Sonne dreht.
Der Jahreszeiten Folge, ihre Weise
beschleunigen im Alter ihr Valet.
Das Blühen, Reifen, Welken und Erstarren
gerät mir deutlicher nun in den Blick,
wertschätze Leben, möchte gern verharren,
schau wehmütig erinnernd auch zurück.
Und hoff, dass dieses Lebens-Karussell
sich weiter mit mir dreht, nur nicht zu schnell.
© Ingrid Herta Drewing,2013
Schon flüstert hier von Herbst ein kühler Morgen,
das Liebeslied der Amsel ist verklungen.
Doch Rosen blühen noch, und unverborgen
ist auch ihr süßer Duft zu mir gedrungen.
Die Krähen, die dort auf den Dächern krächzen,
erinnern uns bereits an Herbstes Lauf.
Noch ist August, man darf nach Sonne lechzen,
die auch vor Mittag trumpft hell strahlend auf.
Geraume Zeit wird hier wohl Sommer weilen
und breiten mild und warm die Arme aus.
Gereift wird er des Lebens Früchte teilen,
im Licht beschenken unser kleines Haus.
Dann mögen Herbst und kühle Nächte nahen;
wir hegen froh die Bilder, die wir sahen.
© Ingrid Herta Drewing,2013
Blauregen wirft die Ranken in den Wind,
die Mauer suchend, um sich festzuhalten.
Ob diese Pflanzen doch auch Wesen sind,
viel stiller nur und duldsam im Gestalten?
Vom Werden,Wachsen alles ist durchdrungen
und findet welk auch wieder in den Tod,
nachdem es hell sein Lied im Licht gesungen,
Ergrünen, Blühen, Reifen das Gebot.
Wir, unsren Wurzeln,wie es scheint,entronnen,
wir fühlen hier in dieser Welt uns frei,
da wir mit “ unsrer Schöpfung” selbst begonnen
ein neues Paradies, das irdisch sei.
Jedoch auch unser schönstes Morgenrot
besiegelt hier auf Erden doch der Tod.
© Ingrid Herta Drewing,2013
Es ging die Nacht, die Nebel schwanden;
auch löste sich der letzte Traum.
Noch streift erinnernd dich sein Saum,
und Bilder, die die Seele fanden,
begleiten dich in deinen Raum.
Doch aus der Dämm’rung fahlem Grau
schlüpft sonnig hell ein neues Tagen.
Im Licht erwacht des Lebens Sagen;
der Morgen lockt mit frischem Blau
in Sommers wohliges Behagen.
© Ingrid Herta Drewing,2013
Es hat der Sommer seine Zeit bereitet,
lädt ein, in seiner Leichtigkeit zu sein.
Im Grünen sich der Täler Atem weitet,
und Wärme hüllt das Leben wohlig ein.
Nun golden Licht in meinen Morgen schwebt,
verwebt sich mit des Himmels hellem Blau,
ein neues Tagen, Blühen, Singen lebt,
hebt meine Blicke aus dem Sorgengrau.
Schenkt Zuversicht, verleiht der Hoffnung Flügel
und lässt beschwingt mich meine Wege gehen.
Wo Schatten wuchsen kalt am Hang der Hügel,
darf endlich ich die Sonne leuchten sehen.
Und stimme freudig ein in Sommers Lied,
das ringsumher in hellen Tönen blüht.
© Ingrid Herta Drewing,2013