Archive for the Category Leben
Jäh bricht der Tod ein in des Menschen Leben,
das eben noch verheißungsvoll erblüht’,
und Dunkel legt sich lähmend auf das Streben,
die Frage nach dem Sinn wird neu bemüht.
Der Schmerz der Überlebenden, die Klage
um den geliebten Menschen, der gestorben,
sie zeigt uns nun zu deutlich, dass wir vage
dies Dasein nur verstehen, kaum erworben.
Wenn kalt die Hand des Todes nach uns fasst,
wird uns bewusst, wie wertvoll dieses Leben,
einmalig uns als ein Geschenk gegeben,
und nicht, wie oft empfunden, eine Last.
Drum meidet doch den Streit um Nichtigkeiten,
beginnt einander liebend zu begleiten!
© Ingrid Herta Drewing
März 25th, 2015 | Aktuelles, Besinnliches, Leben, Liebe, Tod | Tags: Leben, Liebe, Sinn, Tod, Werte | 0 Comments
Vom Licht geblendet,
dennoch in der Nacht
die Sonne suchen,
damit dann endet,
was als stumme Macht
der Tod mag buchen.
Den Schritt ins Leben,
das erneut erwacht,
beschwingt nun gehen,
sich zu verweben
zart, hier mit Bedacht
den Tag bestehen.
© Ingrid Herta Drewing,2015
März 23rd, 2015 | Besinnliches, Hoffnung, Leben, Licht | Tags: Dasein, Hoffnung, Leben, Licht, Sonne, Tod | 0 Comments
Im Alter werden wir doch weise,
vorbei des Hochmuts Eitelkeit.
Nun am Beginn der letzten Reise
erkennen wir andächtig, leise,
was wirklich wichtig im Geleit.
Da lässt du alles Horten, Hasten,
erfährst dein Leben intensiv.
Befreist dich von den alten Lasten,
die deinen Tag so oft erfassten,
obwohl die Muße „ Warte!“ rief.
Nun wehrst du dem Diktat der Uhr,
begehst beschaulich deinen Tag.
Im großen Kreislauf der Natur
erschaust du Lebens lichte Spur,
und siehst erblühen Park und Hag.
© Ingrid Herta Drewing,2015
März 11th, 2015 | Alter, Besinnliches, Leben | Tags: Alter, Beschaulichkeit, Einsicht, Entschleunigung, Leben, Muße, Veränderung, Weisheit | 0 Comments
Wir Menschen, Meister im Verdrängen,
hier leben auf dem Weltenrund,
als ob wir ewig Lieder sängen,
von Tod nichts wüssten, uns nicht zwängen
des Lebens Grenzen, letzte Stund.
Uns trägt die Phantasie, schenkt Flügel,
verleiht uns Freude, Lebensmut.
Zwar ahnen wir des Todes Hügel,
jedoch wir halten fest die Zügel
und lenken unser Dasein gut.
Und müssen wir das Leben lassen,
dereinst von dieser Erde gehn,
erkennen wir noch im Verblassen,
dass alles, was wir gerne fassen,
geliehen war – und doch so schön.
© Ingrid Herta Drewing,2015
März 6th, 2015 | Besinnliches, Leben, Lebensfreude, Tod | Tags: Dasein, Endlichkeit, Erde, Lebensfreude, Licht, Liebe, Mensch, Phantasie, Schönheit | 0 Comments
Es dräut der Nebel dicht,
vom Grau besessen.
Der Farben Traum im Licht
von Hoffnung, Zuversicht,
er scheint vergessen.
Doch dort im Wiesengrün
blüh’n Krokusgrüppchen,
bewahren mutig ihn,
hell,lila, gelb sie glühn,
recken die Köpfchen.
Und zärtlich knüpft ein Band
des Frühlings Weise,
schenkt so mit milder Hand
dem wintermüden Land
das Lächeln, leise.
© Ingrid Herta Drewing,2015
März 1st, 2015 | Landschaft, Leben, Licht, Natur, Nebel, Vorfrühling | Tags: Farben, Hoffnung, Krokus, Lächeln, Leben, Licht, März, Nebel | 0 Comments
Die Welt ist Klang, die Welt ist Farbe,
in Harmonie ein lichtes Schwingen.
Es deckt der Frühling Winters Narbe;
im Blühen hell die Vögel singen.
Der Sommer schenkt uns Wärme, Reifen,
Gewitter auch; doch Regenbogen
so farbenschön in Lüfte greifen
am Himmel, Sonnenstrahl gewogen.
Im Herbst, ein Rausch, dies Abschiedfest!
Es brennt des Laubes Gold-Gesicht,
bis wild der Sturm es tanzen lässt,
es fällt und welkt im Nebel dicht.
Der Winter wählt die Pause, Stille,
und glitzernd funkelt weiß der Schnee.
Als wirke hier ein starker Wille
bannt Frostes Eis den Klang im See.
Doch wieder klingt die Welt, in Farbe
und Harmonie ein lichtes Schwingen.
Bald deckt der Frühling Winters Narbe;
Musik erblüht, hell Vögel singen.
© Ingrid Herta Drewing,2015
Februar 24th, 2015 | Flora, Frühling, Jahreszeiten, Landschaft, Leben, Lebensfreude, Licht, Musik, Natur | Tags: Blühte, Farbe, Frühling, Herbst, Klang, Leben, Licht, Musik, Poesie, Reife, Sommer, Vergehen, Winter | 0 Comments
Hier will doch keiner Krieg, und wir ersehnen
dass Frieden bleibe, wollen ihn bewahren,
ihn sehen, träumend an der Pforte lehnen,
des Lebens Frühlingsblüten in den Haaren.
Es sollen nicht die Kinder kämpfend ziehen,
ihr junges Leben tragen in die Schlacht!
Geboren wurden sie, um aufzublühen,
dem Tag geweiht und nicht des Todes Nacht!
Statt wild und wüst einander zu begegnen,
bewahre man sich seine Menschlichkeit!
Vernunft und Liebe sollten Taten segnen,
nicht herrschen Hochmut, Hass, Vermessenheit.
Das Miteinander gilt es zu bedenken,
einander auch verstehen, Güte schenken!
© Ingrid Herta Drewing,2015
Februar 20th, 2015 | Besinnliches, Friede, Gewalt, Leben, Liebe | Tags: Friede, Güte, Kinder, Leben, Licht, Liebe, Menschlichkeit, Tod, Vernunft | 0 Comments
Das Grippe-Monster liegt nun auf der Lauer
und krallt sich heimlich mit der kalten Hand
sein Opfer, setzt es flugs für Wochendauer
schachmatt, schleust munter Viren ein als Pfand.
Bist du geimpft, kannst du es schnell bezwingen.
Ansonsten quält dich Fieber, liegst im Bett,
musst mit des Monsters Schmerzschikanen ringen
und wünschst, dass es dich nicht ergriffen hätt‘.
Da gilt’s den Widerstand, die Abwehrkraft zu wecken,
es unterstützt dich Medizin und Tee
Allmählich kannst den Dämon du verschrecken,
wenn du dich schützt mit Vitamin‘, besonders C.
Es ist hier niemand wohl darauf erpischt,
dass ihn die Grippe krank macht und erwischt.
© Ingrid Herta Drewing,2015
Februar 3rd, 2015 | Grippe, Krankheit, Leben, Sonette | Tags: Bettruhe, Fieber, Grippe, Impfung, Krank, Schmerzen | 0 Comments
Es kann der Winter sich wohl nicht entscheiden,
wie er sich heuer hier nun präsentiert.
Soll er sich nassforsch nebelgrau einkleiden,
vielleicht auch schneeweiß, wenn er kalt spaziert?
Da wirft er stürmisch alles aus der Höh‘,
lässt an der Nordsee Wellenkämme türmen,
der Osten und der Süden steckt im Schnee,
der Westen regenblass, ein Meer von Schirmen.
So närrisch wie die fünfte Jahreszeit
begleitet er da jetzt den Karneval.
Ich mag’s nicht, bin vergrätzt, hab’s gründlich leid
und warte auf den Frühling hier im Tal.
Der wird, ich hoff’s, den Wetterwunsch erfüllen
und endlich meine Sonnensehnsucht stillen.
© Ingrid Herta Drewing,2015
Januar 29th, 2015 | Fastnacht, Frühling, Hoffnung, Leben, Licht, Natur, Sonette, Sonne, Wetter, Winter | Tags: Fassenacht, Frühling, Regen, Schnee, Sonnensehnsucht, Sturm, Sudelwetter, Winter | 0 Comments
Des Winters Vergessen fliegt
über das stille Land,
wo nass des Nebels Hand
nun grau die Farben besiegt.
Der Klänge Helle verstummt,
kein Vogel singt, das Licht,
diffus, kann strahlen nicht.
Die Landschaft liegt vermummt.
Und doch hegst du dies‘ Hoffen,
dass bald ein klarer Tag
uns sonnig zeigen mag
den Himmel weit, weit offen.
© Ingrid Herta Drewing,2015
Januar 27th, 2015 | Besinnliches, Farben, Landschaft, Leben, Licht, Liebe, Nebel, Winter | Tags: Eintönigkeit, Himmel, Hoffnung, Klarheit, Leben, Licht, Nebel, Sonne, Stille, Trübe, Vögel, Winter | 0 Comments