Archive for the Category Gesellschaftskritisches
Des Glockenblümchens zartes Blühgesicht
darf frühlingsfroh in Blau den Herbst hier grüßen,
der unerwartet uns mit Sonnen-Licht
und warmen Lüften mag den Tag versüßen.
Wo sonst schon Nebel, Nässe, Kälte dräuen,
da blüht es, und ein Indian-Summer-Bild
schenkt nun noch der November, lässt uns freuen,
obwohl auch Sorge diesem Wetter gilt.
Wir sehen, Klimawandel hat begonnen.
Zu trocken ist’s, es sinkt der Wasserstand.
Noch immer lebt man reichlich unbesonnen,
nährt Katastrophen blind durch Unverstand.
Könnt‘ doch die Klimakonferenz es wenden,
dass wir das frevelhafte Tun beenden!
© Ingrid Herta Drewing,2015
November 10th, 2015 | Flora, Gesellschaftskritisches, Hoffnung, Klimawandel, Landschaft, Leben, Licht, Menschen, Nachdenkliches, Natur | Tags: erderwärmung, Klimakonferenz, Klimawandel, November-Frühling, Spätherbst, Sturmfluten, Trockenheit, Vernunft, Wärme, Wirbelstürme | 0 Comments
November zeigt sich uns noch herbstlich mild,
lädt ein mit blauem Himmel,lichten Tagen.
In Park und Wald ein Indian-Summer-Bild
will warmes Leuchten aus dem Nebel tragen.
Natur entfaltet opulent die Pracht.
Wo sonst schon kahl der Bäume Kronen waren,
da strahlen Blätter in der Sonne Macht
und Nebel weichen früh dem Tag, dem klaren.
Ein Wohlgefühl lässt leicht dich hier vergessen,
dass Klimawandel diese Zeichen setzt.
Noch willst du,was dir fern liegt, nicht ermessen,
dein Leben spielt so sehr im Hier und Jetzt.
Der Mensch genießt der Freude Augenblick
und schiebt, was ihn belastet, gern zurück.
© Ingrid Herta Drewing,2015
November 6th, 2015 | Gesellschaftskritisches, Herbst, Jahreszeiten, Klimawandel, Landschaft, Lebensfreude, Licht, Natur, Nebel, Sonette, Sonne | Tags: Indiansummer, Klimawandel, Leichtsinn, Milde, Nachhaltigkeit, Natur, November, Sonnenschein, Verantwortung, Weitsicht, Zukunft | 0 Comments
Ein Reisekaufmann aus Rügen
macht Urlaub dort zum Vergnügen.
Weil nichts auf der Welt
ihm so gut gefällt,
lässt er die andern wegfliegen.
Einen Schornsteinfeger aus Emden
beschlich recht oft ein Befremden.
Menschen dachten,das Glück
habe er wohl im Blick,
betatschten sogar seine Hemden.
In den Krankenhäusern ist Sparen
nun betriebswirtschaftlich verfahren.
Man spart am Personal,
auch Patienten zur Qual,
der Pflegedienst rauft sich die Haare.
© Ingrid Herta Drewing,2015
November 5th, 2015 | Gesellschaftskritisches, Limerick | Tags: Glücksbringer, Krankenhaus, Leiden, Patient, Personalabbau, Reisekaufmann, Rügen, Schornsteinfeger | 0 Comments
Novemberbild, golden und rot,
hebt dich aus trüben Gedanken,
die in die Seele sich ranken,
verdrängt kurz das Leid und die Not.
Betroffenheit fließt aus den Zeilen,
wird wörtlich stets neu aufgefrischt,
die Ohnmacht uns kühl aufgetischt;
da mag man vergessen, enteilen.
Und wieder der Ruf nach den Grenzen,
sich ängstlich einander belauern,
gefangen in eigenen Mauern
der menschlichen Insolvenzen.
© Ingrid Herta Drewing,2015
November 4th, 2015 | Aktuelles, Besinnliches, Flora, Flucht, Friede, Gesellschaftskritisches, Gewalt, Herbst, Leben, Menschlichkeit, Nachdenkliches, Tod, Vernunft, Weltgeschehen | Tags: Elend, Farbenpracht, Flüchtlinge, Not, November, Seele, Sonne, Traurigkeit, Trübsal | 0 Comments
Ein Einzelhändler aus Hessen,
der fand es reichlich vermessen,
dass die Steuer ihn schröpft,
dieweil Werte schön schöpft
ein Konzern,dessen Standort „vergessen“.
Ein Cafehaus-Betreiber am Rhein,
der findet es mehr als gemein,
zu zahlen die Steuer,
die Starbucks spart heuer,
unlauter im Wettbewerb-Schein!
Politiker, TTIP gewogen,
sind munter zu Felde gezogen,
das Volk zu begeistern.
Doch’s Durchblick-Verkleistern
erkannte es, sah sich betrogen
© Ingrid Herta Drewing,2015
Oktober 27th, 2015 | Gesellschaftskritisches, Limerick | Tags: Augenwischereien, Konzerne, Macht der Konzerne, Politiker, Starbucks, Steuer-Ungerechtigkeit, TTip, Unlauterer Wettbewerb | 0 Comments
Nun, da die Tage sich verdunkeln,
die Landschaft kalte Nacht erblickt,
der warmen Sternen-Nächte Funkeln
fast ins Vergessen ist gerückt,
scheint Herbst sich winterlich zu geben.
Auf nahen Hügeln fällt schon Schnee,
obwohl das farbenfrohe Leben
noch singt im Baumlaub hier am See.
Da fehlt die feine Trennungsschärfe,
der Jahreszeiten klarer Glanz,
wenn Winter wirkt in Herbstes Verve
noch vor des Sturmwinds Blättertanz.
Hier scheint sich alles zu vermischen,
was sonst doch recht geordnet schien,
als gelte es, nun zu verwischen
des Lebens Kreislauf,Welken,Blüh’n.
Die Kraniche nach Süden fliehen,
Nord-Ostwind trägt den Vogelflug
derweil aus Süd-Ost Menschen ziehen
zu uns in großem Flüchtlingszug.
Sie kommen an, so voller Hoffen,
dass alles lebenswert mag sein.
Doch mancher merkt da nun betroffen,
kein Paradies lädt ihn jetzt ein.
Was ein Willkommen hier verhießen,
und sich als Wohlfahrt hat verbürgt,
zeigt oft den Notstand, ein Verdrießen
in Massenunterkünften wirkt.
Da mag zwar guter Wille siegen,
doch vieles,was von weitem glänzt,
erweist sich nah als Brechen, Biegen,
da Endlichkeit die Kraft begrenzt.
© Ingrid Herta Drewing,2015
Oktober 14th, 2015 | Aktuelles, Deutschland, Flucht, Geborgenheit, Gesellschaftskritisches, Herbst, Jahreszeiten, Kälte, Kraft., Leben, Menschen, Natur, Weltgeschehen, Wetter | Tags: Flüchtlinge, Herbst, Jahreszeiten, Kälte, Kranichflug, Notstand Massenunterkunft, Paradies, Schnee | 0 Comments
Menschenströme, Gram-Geleit
aus diversen Gründen,
in das Land jetzt münden,
hoffen, dass sie jederzeit,
sicher in Geborgenheit,
Heil und Glück hier finden.
Kurz ist da die Anlaufzeit,
schnell gilt’s einzuspringen,
ordnend zu bedingen,
dass trotz großer Schwierigkeit,
mancherlei Unwägbarkeit
Hilfe nicht misslinge.
Helfer, willig und bereit,
sich ganz einzubringen,
sorgen für’s Gelingen.
Doch auch Raum,Verfügbarkeit
sind begrenzt, und insoweit
muss man viel erzwingen.
Schlangen, kilometerweit,
Wut will sich entzünden,
weckend alte Sünden.
Und trotz reger Mitarbeit
ist zu lang die Wartezeit,
mag in Trübsal münden.
Weit entfernt von Frust und Leid,
sicher in den Pfründen,
lässt sich leicht verkünden,
dass das Land sei stets bereit,
mit Asyl bei Dringlichkeit
Not zu überwinden.
© Ingrid Herta Drewing,2015
Oktober 9th, 2015 | Aktuelles, Deutschland, Gesellschaftskritisches, Krieg, Leben, Menschlichkeit, Nachdenkliches, Wirklichkeit | Tags: Ängste, Endliche, Flüchtlingsströme, Gefahr der Ghettobildung, Kapazitäten, Kulturschock, Last der Kommunen, Merkel-Selfies, Probleme, Unbegrenztes Asylrecht, Vökerwanderung | 0 Comments
Ach, die alten Ungeheuer
werden neu beschworen.
Mancher sieht sie schon am Steuer.
Was uns heilig, lieb und teuer,
findet taube Ohren.
Ruft sie nicht, die dunklen Geister,
gebt hier nichts verloren!
Wischt ihn weg den zähen Kleister,
seid selbst eures Lebens Meister,
wehrt den tumben Toren!
Ja, geht aufrecht, aufgeklärte
Wesen, unverfroren!
Toleriert nicht, was zerstörte
inhuman, fern unsrer Werte!
Seid der Menschlichkeit Sensoren!
© Ingrid Herta Drewing, 2015
Oktober 7th, 2015 | Besinnliches, Deutschland, Gesellschaftskritisches, Leben, Licht, Menschlichkeit | Tags: Aufklärung, Emanzipation, Grundgesetz, Hitlerfilm, Humanität, Menschlichkeit, Nazi-Gedankentum, Werte | 0 Comments
Wir, die im Überfluss hier leben,
wo Waren die Regale füllen,
um dem Bedarf stets stattzugeben.
Wir konsumieren und erstreben
stets mehr, das unsre Wünsche stille.
Und wir vergessen meist dabei
die Mühen, die zur Ernte führen,
als seien jene Güter frei.
Das wüste Wegwerf-Allerlei
scheint täglich das zu demonstrieren.
Die Wirtschaft nur nach Wachstum giert,
beziffert Wohlstand zäh in Zahlen,
obgleich der Mensch sich wohl verliert,
wenn er nur auf Vermehrung stiert,
die sich im Kontenstand mag malen.
Doch wäre Demut angebracht
für jede Ernte Dank zu sagen,
dem Schöpfer, der das Leben macht
und über All und Welten wacht,
die Erd‘ zu hegen, zu bewahren!
© Ingrid Herta Drewing,2015
September 23rd, 2015 | Erntedank, Freude, Gesellschaftskritisches, Glauben, Klimawandel, Leben, Licht, Liebe, Nachhaltigkeit, Natur | Tags: Demut, Erde, Erntedank, Glaube, Nachhaltigkeit, Resourcen, Schöpfer, Verantwortung, Wachstumswahn | 0 Comments
(Zum Vorhaben, Müll des AKW Stade
auf der Wiesbadener Deponie abzuladen)
„Lässt du mein kleines Pförtnerhaus
nun weiter bei dir strahlen?
Auch der Kantine Schutt muss raus,
ich werd’s dir gut bezahlen?“
„Die Niedersachsen wollten’s nicht
und haben sich gewehrt,
auch Sachsen sagte nur „Verzicht“,
die Last sei dort verkehrt.
Auch wir entsagen gar zu gern
dem Geld für deinen Müll,
such dir im Untergrund,tief, fern
ein Lager für’s „Idyll“!
Die Wasser der Matthiaker,
sie sollen sauber fließen!
Wiesbaden muss als Weltkurstadt
solch „ Angebot“ ausschließen!
© Ingrid Herta Drewing,2015
August 26th, 2015 | Gesellschaftskritisches | Tags: Lebensqualität, Müll aus dem AKW Stade, Weltkurstadt, Wiesbaden | 0 Comments