Sommermittag
Der graue Kater
ruht auf der Balustrade,
genießt die Sonne.
Und Wolken schweben
leicht wie gezupfte Watte
in des Himmels Blau.
© Foto u.Text / Ingrid Herta Drewing
Der graue Kater
ruht auf der Balustrade,
genießt die Sonne.
Und Wolken schweben
leicht wie gezupfte Watte
in des Himmels Blau.
© Foto u.Text / Ingrid Herta Drewing

Leuchtender Vollmond,
tropische Impressionen
in windstiller Nacht.
Des Tages Hitze
strömt aus glühenden Mauern
der schlaflosen Stadt.
Mein grüner Balkon
verwöhnt mich, Kräuterdüfte,
Traum unter Sternen.
© Foto u. Text / Ingrid Herta Drewing,2018

Heiß greift die Sonne schon am frühen Morgen
die Landschaft an mit strahlendem Gesicht;
was grünend sonst im Regen sanft geborgen,
erfährt nur Trockenheit in welker Sicht.
Der Mensch, der sonst des Himmels klare Bläue
als schönes Wetter preist, lebt auf bei Nacht.
Es scheint, als ob er Sommers Glut nun scheue
und lieber unter Mond und Sternen wacht‘.
Wer keinen Urlaub hat, weil Pflichten rufen,
am Tag malochen muss, es kühlt kaum Schweiß,
verflucht des Sommers hohe Hitzestufen,
den Klimawandel, alles was entgleis‘.
Gemäßigt sei doch unsre Klimazone,
ein Lebensraum, dem Grünen reich beschert,
wo Regen kühl für Wasser sorgt und ohne
Flutkatastrophen wohl temperiert verfährt.
© Text:Ingrid Herta Drewing,2018
© Foto: Pixabay

Von schönem Sommer mag man kaum mehr hören,
von wolkenlosem Himmel, strahlend blau.
Weil Trockenheit nur Dürre kann beschwören,
und Hitze, Feuer jetzt viel Land verheeren,
ersehnen wir des Regens nasse Schau.
Bis zum Polarkreis reicht der Hitze Glut,
die Brände, Südeuropa wohl bekannt,
entfachen auch in Schweden Feuerwut,
in Norrlands Wäldern tobt die rote Flut,
zerstört dort große Flächen unverwandt.
Auch hier bei uns in Seen, Flüssen, Bächen
sinkt täglich sichtbar jetzt der Wasserstand,
was unverzichtbar, schwindet; unsre Schwächen
und Fehler mag Natur, sich ändernd, rächen,
es welkt, was grünend, blühend, reifend stand.
Wer da verweilt in jenem falschen Glauben,
dass „Klimawandel“ Wahn sei, obsolet,
die Warnungen missachtet, ruht im Tauben,
dem müsst‘ doch Hitze Illusionen rauben,
dass alles noch gemäßigt weiter geht.
© Text:Ingrid Herta Drewing,2018
© Foto: Pixabay

Kaum hätte ich es je geglaubt,
dass ich mich so könnt‘ freuen,
wenn grau die Wolken dräuen.
Doch Regen wäscht, was hier verstaubt,
darf Trockenheit verbleuen.
Der Bach, der durstig trocken lag,
strömt plätschernd durchs Gelände,
als ob er sprudelnd fände
nun erst den Weg, der ihm behag‘
zu seinem Mündungsende.
Die Bäume, die hier schon im Park
die Blätter, Borken schoren,
matt wirkten wie verloren,
sie zeigen sich erneut nun stark
zum Grünen auserkoren.
Vorbei der Hitze Einerlei,
ob Berg, ob Tal und Klüfte;
des Sommers milde Düfte
auch dich jetzt lassen atmen frei,
und Wind erfrischt die Lüfte!
© Foto u. Text / Ingrid Herta Drewing,2018

Federwolken, weiß
in den Blauhimmel getuscht
über den Dünen.
Silberne Wellen,
in der gleißenden Sonne
schimmert das Meer.
Die hellen Muscheln
leuchten aufgereiht am Strand,
Geschenk der Ebbe.
© Foto u. Text / Ingrid Herta Drewing

Unter der hohen Bäume
grünem und schattigem Dach
weile ich und versäume
nicht mehr die sanften Träume
hier in des Sommers Gemach.
Sehe die Schwalben schweben
hoch in himmlischem Blau,
so, als sollt‘ dieses Leben
sich dem Lichte verweben
dort in tollkühner Schau.
Milder Duft der Reseden
hüllt mich hier wohlig ein,
jetzt schenkt dies‘ kleine Eden,
fern der Sorgen und Reden,
mir ein beschauliches Sein.
© Foto u.Text / Ingrid Herta Drewing,2018

Es träumt der Sommer auf den Fluren,
doch strahlt er heiß im Mittagslicht,
färbt Felder golden, Sonnenuhren
nimmt er in Schattenzeigers Pflicht.
Die Schwalben fliegen hoch und schweben,
als feierten sie froh ein Fest,
und auch der Mensch genießt dies Leben,
das ihn im Freien weilen lässt.
Da wird die Nacht, noch warm, zum Tage
und lädt im Freien ein zum Tanz.
Vergessen scheinen Trübsal, Plage,
des Sommers Leichtigkeit schenkt Glanz.
© Foto u. Text / Ingrid Herta Drewing,2018

Ein klarer blauer Himmel schirmt die Tage,
der Sommer zeigt den Glanz der Residenz,
und Sonne leuchtet; ihre Glutansage
wird manchem Wesen schon zur Plage,
denn hitzig scheuchte sie bereits den Lenz.
Wer Urlaub hat, nutzt gern die Zeit zum Bade,
auch locken weiße Schiffe auf dem Rhein
zum Ausflug: Rheingaus, Mittelrheins Gestade,
die schöne Flusslandschaft, auch Weines Gnade
dort laden nicht nur die Touristen ein.
Die einen freuen sich, die andern stöhnen,
denn Trockenheit herrscht vielerorts im Land
Kein Regen mag den Osten nun verwöhnen,
auf vielen Feldern und in Wäldern, schönen,
entstehen, wüten Feuer, schnell entbrannt.
Und während Osten, Norden trocken fallen,
ergießt in West und Süd sich Regenflut.
Die Wasser, die im Alpenvorland wallen
und Straßen, Keller fluten, Lagerhallen,
sie täten, milder, Niederdeutschland gut.
Gemäßigt, heißt es, sei die Klimazone,
in der wir leben, doch mir ’s manchmal schwant,
als sei es hier subtropisch, wo ich wohne,
das Jahreszeitenbild gestürzt vom Throne,
dass man den Klimawandel nicht nur ahnt.
© Foto u. Text / Ingrid Herta Drewing,2018

Des Sommers Boten,
die Mauersegler schwirren
durch die Häuserschlucht.
Jäger auf Insektenfang,
ihr lautes Rufen hallt nach.
© Foto u. Text / Ingrid Herta Drewing,2018