Rosenblüten
Es zeigt der Rosenstrauch
hier schön in Vielfalt Blüten,
trifft Form und Farbe auch
in jeweils andrer Güte.
Jedoch ihr Duft, der lieblich mild,
weithin des Sommers Luft erfüllt.
© Ingrid Herta Drewing
Es zeigt der Rosenstrauch
hier schön in Vielfalt Blüten,
trifft Form und Farbe auch
in jeweils andrer Güte.
Jedoch ihr Duft, der lieblich mild,
weithin des Sommers Luft erfüllt.
© Ingrid Herta Drewing
Geselligkeit, nicht nur am Sommerabend,
Wiesbaden lädt zu seinem Weinfest ein.
Da darf man sich an Rheingau-Weinen laben,
auch gibt’s manch‘ kulinarisch‘ Stelldichein.
In großer Zahl der Winzer Stände locken,
gut zu verkosten nicht nur Riesling-Wein,
und hoch im Dom Carillon, Klang der Glocken
hell läuten hier des Frohsinns Stunden ein.
Das Rathaus kann nun als Kulisse grüßen
der Bühne, wo manch‘ Künstler unterhält.
Das Publikum sitzt fröhlich ihm zu Füßen,
genießt den Wein und was ihm sonst gefällt.
Sogar das Wetter scheint dem Fest gesonnen,
vorbei die Hitze, Frische hat gewonnen!
© Ingrid Herta Drewing, 2015
Der Abend senkt nun blinzelnd seine Lider,
von ferne nur noch Fluggeräusche grummeln
und wo sich sonst Insekten summend tummeln,
dort schließen sich die Blüten sorgsam wieder.
Die Sonne, fast im Wolkenbett versunken,
zum Abschied rötet sie den Himmel nun.
Es geht der Tag jetzt, der so sonnentrunken
sich vormals zeigte, um sanft auszuruh’n.
Bald naht die Nacht auf ihren dunklen Schwingen,
lässt nur dem Silbermond die lichte Bahn.
Er darf im Chor der Sterne Solo singen,
und Schnuppen fallen leuchtend, Wünsche-Wahn.
Und mag sich heute Nacht auch mancher Wunsch erfüllen,
des Menschen Sehnsuchtsträume sind wohl nicht zu stillen.
© Ingrid Herta Drewing
Es geht die Nacht,
in heller Harmonie
der Tag erwacht,
befreit aus Agonie,
will nur dem Lichte frönen.
Die Amsel singt,
und ihre Melodie
in Lüften schwingt,
als solle sie nur hie
den Sonnenaufgang krönen.
Der Rose Duft,
der Milde Sinfonie,
erfüllt die Luft,
und es vermag wohl sie,
uns lieblich zu verwöhnen.
© Ingrid Herta Drewing,2015
Es glich der Sommer einem Traum,
erfüllt von Duft und Blüten.
Der Wollgrasflöckchen zarter Flaum
erfüllte wiesenweit den Raum,
ein seliges Behüten.
Zum Horizont dies‘ milde Meer
schien leicht im Licht zu schwingen.
Als ließen Silbersaiten hehr
des Windes Spiel hier ohne Wehr
in hellem Lied erklingen.
Erinnerung, ein sanftes Bild,
das die Natur geboren.
Was einstmals Seele, Herz erfüllt,
ward für den Nutzzweck kühl gekillt,
die Landschaft ging verloren.
© Ingrid Herta Drewing, 2015
Noch hält die Nacht den Tag umschlungen,
obwohl der Morgenstern nun fein
verkündet, dass bald licht-durchdrungen
die Stadt erglüht im Sonnenschein.
Die Vögel lupfen ihr Gefieder,
der Ringeltaube Ruf erklingt.
Von fernen Dächern Antwort wieder
sich in des Himmels Äther schwingt.
Der Tag erwacht, ein Sommermorgen,
erfüllt von mildem Rosenduft,
beglückt mich; ich fühl‘ mich geborgen
auf dem Balkon in frischer Luft.
© Ingrid Herta Drewing, 2015
Ein Nachtgewitter brachte endlich Regen,
so mischt sich in den Morgen milde Kühle,
und man mag gern im Freien sich bewegen,
befreit von dieser drückend heißen Schwüle.
Uns plagen diese Wetterkapriolen,
das Thermometer stieg auf vierzig Grad.
Der Klimawandel zeigt jetzt unverhohlen,
dass wir zu lang gedreht am falschen Rad.
Es wäre Zeit, nun endlich klug zu handeln,
das Unsere zu tun, damit die Welt
sich hier nicht wird zur Hölle noch verwandeln,
sondern als Lebensraum uns bleib‘ bestellt.
Lasst uns bewahr’n die Wälder, die Natur,
alles zu tun, was schützt des Lebens Spur!
© Ingrid Herta Drewing
Der Laubfrosch klettert auf der Leiter
und quakt dann weiter, heiter, heiter.
Exakt zeigt ’s auch das Thermometer,
es ist zu heiß, so klagt fast jeder.
Wer gestern nicht zum Schwimmen ging,
für den ist ’s nun ein klares Ding:
Hinaus geht ’s an den Badesee,
auch’s Freibad lockt hier in der Höh‘.
Dort kann man gut sein Köpfchen kühlen,
beim Kraulen tief im Wasser wühlen.
So hält man Hitze sehr gut aus
und geht dann recht erfrischt nach Haus.
Ein guter Trunk zur Abendstunde
mag schön den Urlaubstag abrunden.
© Ingrid Herta Drewing
Hochsommer sengt die Gräser in den Wiesen,
die Felder wogen weizenblond im Wind.
Des Flüsschens Wasser spärlich, träge fließen
um Sandbänke, die nun gut sichtbar sind.
Als gelte es die Landschaft auszubrüten,
so spielt die schwüle Hitze Sommerhuhn.
Vorbei die linde Zeit der hellen Blüten,
der Früchte Reife spricht von Ernte nun.
Zu trocken ist es, viele Blätter bräunen,
bevor der Herbst sie farbig angemalt,
und Rosenblüten welken an den Zäunen,
Es herrscht Verdorren, gleißend Sonne strahlt.
Staub wirbelt auf, sich sammelnd auf den Wegen.
Man hofft zuhauf, der Himmel sende Regen.
© Ingrid Herta Drewing, 2015
Der Mittag spreizt die blauen Flügel,
gönnt sanft dem Leben etwas Ruh’,
und Sonne strahlt hoch überm Hügel,
schaut lächelnd der Idylle zu.
Sieht Vögel auf Kaminen sitzen,
die Katzen auf Gesimsen ruhen,
Eidechsen in der Felsen Ritzen
und Bienentanz in Pollenschuhen.
Der Mensch, auf Sonne sonst versessen,
geruhsam döst im Schatten jetzt.
Die Hitze mag er gern vergessen,
liebt Wasser, das ihn kühl benetzt.
Ein milder Wind singt in den Bäumen,
von fern erklingt ein leises Lied.
Pan weckt der Sehnsucht süße Träume,
ein Klang, der zart zum Himmel zieht.
© Ingrid Herta Drewing