Archive for the Category Licht

Die Weihnachtsstimmung schwimmt im Regen.
Die Füße werden klamm, feuchtkalt
weht dir der Westwind nun entgegen
und bläst den Nebel aus dem Wald.
Hier grünen hohe Tannenbäume,
von Schneelast Äste unbeschwert,
und frühlingshafte Weihnachtsträume
ein zwitschernd Meisenpaar beschert.
Die Illusion, zur Sonnenwende
zög’ mit dem Licht auch Frühling ein,
hebt nur für kurze Zeit die Blende,
dann holt dich Winter wieder ein.
© Foto u. Text / Ingrid Herta Drewing
Dezember 22nd, 2018 | Frühling, Licht, Sonnenwende, Winter | Tags: Frühling, Licht, Meisen, Milde, Regen, tannengrün, Winter, Wintersonnenwende | Kommentare deaktiviert für Wintersonnenwende

Das Jahr ist alt geworden
und wartet auf sein Ende
in Kälte aus dem Norden.
Doch heut zur Sonnenwende
erscheint ’s, als ob es fände
nun hin zum Neubeginn.
Nicht nur die Tannen grünen,
geschmückt im Weihnachtsglanz,
auch auf den Wiesenbühnen
der Gänseblümchen Tanz
lässt da vergessen ganz,
wie Tage gehen hin.
Dezember zeigt sich milde,
kein Winter ist in Sicht.
In Frühlings zartem Bilde
beginnt ein wachsend Licht,
das uns ins Dunkel flicht
des Lebens Hoffnungssinn.
© Foto u.Text / Ingrid Herta Drewing
Dezember 20th, 2018 | Frühling, Glauben, Licht, Natur | Tags: frühlingshaft, Hoffnung, Jahresende, Leben, Licht, Neubeginn, Wintersonnenwende | Kommentare deaktiviert für Dezemberfrühling

Ach, Herr, wie gerne will ich glauben
der Weihnachtsbotschaft Hoffnungsklang,
mir wünschend, dass die Friedenstauben
beenden Krieg und Tod, erlauben
des Lebens hellen Lobgesang.
Warum, oh Herr, sind wir so blind,
wir Menschen, die wir hasten, eilen?
Du zeigst uns doch, dies schwache Kind,
das in der Krippe liegt so lind,
vermag durch Liebe Leid zu heilen.
So lass uns neu dies Wunder sehen!
Schenk täglich weihnachtlichen Blick,
damit wir Deine Wege gehen,
einander lieben und verstehen,
erkennen klar das wahre Glück!
© Foto / Ingrid Herta Drewing
Dezember 15th, 2018 | Adventszeit, Glauben, Hoffnung, Licht, Liebe | Tags: Friede, Jesus Christus, Krippe, Liebe, Weihnachtsbotschaft | Kommentare deaktiviert für Adventszeit-Gedanken
Nun, da die Nacht ins Dämmern flüchtet, schwindet,
am Horizont der Morgenröte Schein
im Osten zärtlich fast von Sonne kündet,
uns lädt in diesen Wintertag hell ein,
steh‘ ich, als bräuchte ich kein andres Ziel,
beglückt von diesem schönen Farbenspiel.
Am Himmel reicht ein Rosa ins Türkise,
wär‘ es gemalt, stuft‘ man’s als kitschig ein,
Verzaubert wirkt wohl auch der Schnee der Wiese,
nimmt glitzernd, schimmernd meine Blicke ein
hier im vertrauten Park, der mir gefällt,
und ich erschaue neu des Winters Welt.
© Ingrid Herta Drewing, 2018
Dezember 15th, 2018 | Farben, Licht, Winter | Tags: Farbenspiel, Glitzern, Morgenröte, Natur, Schnee, Schönheit, Sonne, Winter | Kommentare deaktiviert für Wintermorgen

Und an der Krippe steh‘ ich wieder
zur Weihnacht, wartend wie ein Kind,
höre beglückt die alten Lieder,
die mir vertraut noch immer sind.
Steh hier im milden Schein der Kerzen,
der warm mit Licht den Raum erfüllt ,
und dunkle Winkel in den Herzen
in freudig neue Hoffnung hüllt.
Dem Wunder Weihnacht tief vertrauend,
andächtig zu dem Kinde schauend,
vernehmend, was es zu uns spricht.
Ihm folgen, liebend und in Güte
den Nächsten achten, ihn behüten
im Dunkel hell, voll Zuversicht.
© Foto u. Text / Ingrid Herta Drewing
Dezember 11th, 2018 | Jesus Christus, Licht, Liebe, Weihnachtszeit | Tags: Christus, Hoffnung, Krippe, Licht, Liebe, Weihnachten | Kommentare deaktiviert für An der Krippe

Im dichten Nebel wirkt die Landschaft matt.
Kaum lassen da Konturen noch erahnen,
dass es sie gibt, dort hinterm Grau, die Stadt.
Kein Wind bewegt die schlaffe Wetterfahne.
Es bellt kein Hund, sogar die Krähe schweigt;
gedämpft sind meine Schritte, eine Stille,
die feindlich fast in meine Ohren steigt.
Ich wische mir die Feuchte von der Brille.
Die Bäume, ihres Laubes ganz beraubt,
sie wirken im Spalier wie Spukgespenster.
Da, endlich leuchten schwach des Hauses Fenster,
und Leben grüßt, das ich schon fern geglaubt!
Ein Mensch hat sich hier Wärme, Licht entfacht,
trotzt so dem Nebel und der langen Nacht.
© Foto u. Text / Ingrid Herta Drewing,2018
November 28th, 2018 | Licht, Menschen, Nebel, Spätherbst | Tags: Haus, Kahle Bäume, Nacht, Nässe, Nebel, Schweigen, Wärme | Kommentare deaktiviert für Im Nebel
Die Linden, die dort säumen meine Straße,
die steil gerade hier bergaufwärts strebt,
sie präsentieren noch in reichem Maße
die Farbenpracht, die Blattgold leuchtend webt.
Und ihre Herzen, die zu Boden schweben,
sie schenken dem Asphalt ein lieblich‘ Bild,
als wolle Herbst ins Aquarell hier heben,
was unsre Welt mit Liebe, Leben füllt.
Fast andächtig wähl‘ ich da meine Schritte,
damit ich nicht die zarte Kunst zerstör‘,
als ob Natur mit dieser stummen Bitte
ersuche sanft und herzlich so Gehör.
Was fällt im Zuge der Vergänglichkeit,
hält noch der Liebe Licht hier schön bereit.
© Ingrid Herta Drewing,2018
November 4th, 2018 | Besinnliches, Licht, Liebe, Linde | Tags: Aquarell, Herbst, Herzblatt, Laubfärbung, Liebe, Linden, Vergänglichkeitr | Kommentare deaktiviert für Unter Linden nach dem Regen

Der Spätherbst hüllt hier ein in Nebelweben
die Landschaft, die sanft schlummernd liegt und träumt.
Ein Tag, der seinen Morgen fast versäumt,
beginnt sich jetzt allmählich zu erheben,
und Krähen krächzen, rufen auf ins Leben,
obwohl das dichte Grau noch nicht geräumt.
Doch bald durchdringen dort der Sonne Strahlen
die Wolken, lösen alle Schleier auf.
Ein heller Herbsttag nimmt nun seinen Lauf
und lässt das Licht der Bäume Laub bemalen,
das rot und golden leuchtet nun zuhauf,
verdrängt die trüben Bilder, jene fahlen.
© Foto u. Text / Ingrid Herta Drewing,02.11.18
November 2nd, 2018 | Herbst, Licht, Nebel, Sonne, Spätherbst | Tags: | Kommentare deaktiviert für Novembermorgen

Schreiben gegen das Vergessen,
wenn das Echo schon verhallt‘,
unbekannt auch die Adressen,
und kaum einer mag ermessen,
was geschah in Stadt und Wald.
Auch die Bilder wieder tragen
dorthin, wo in klarem Licht
sie in Farben, Formen sagen,
was man muss zu fragen wagen,
wenn’s an Menschlichkeit gebricht.
Jene Lieder wieder singen,
wenn die Furcht hat eingemummt
alles, was gefiel im Schwingen,
ließ das Leben hell erklingen.
Wieder hören, was verstummt‘!
Ja, es mag die Kunst beflügeln,
was noch liegt in Agonie,
lässt, was man matt, glatt wollt‘ bügeln,
nun befreit von falschen Zügeln,
finden sich in Harmonie.
© Foto u. Text / Ingrid Herta Drewing
Wiesbaden, Kurpark
Walter Wadephul
FLÖTENSPIELER, Bronze, 1965
Oktober 30th, 2018 | Kunst, Leben, Lebensfreude, Licht | Tags: Bilder, Freiheit, Kraft., Kunst, Leben, Lebensfreude, Licht, Menschlichkeit, Musik, Poesie, Schwung | Kommentare deaktiviert für Macht der Kunst

Als wollten sie noch lang im Sommer träumen,
obwohl es herbstet in Septembers Räumen,
so strahlen seidig golden Birken, Linden.
Im Park, befreit vom Nebelkleid, die Bäume
sich mittags hell im Sonnenlichte finden.
Natur mag hier der Landschaft Bild ergänzen,
ein farbig Blätterspiel darf licht erglänzen;
da prangen Busch und Baum noch reich belaubt,
und milde Lüfte uns den Tag kredenzen,
bevor der Spätherbst seine Schönheit raubt.
Jüngst flogen Vogelscharen in den Süden,
sie flohen wohl vor Tagen, regenmüden.
Ich sah sie ziehen, hört‘ ihr Rufen, Schreien.
Ein Abschiedslied, so schien es mir hienieden,
und dennoch auch auf Neubeginn ein Freuen.
© Foto u. Text / Ingrid Herta Drewing,
Wiesbaden, Nerotal
September 30th, 2018 | Frühherbst, Lebensfreude, Licht | Tags: Abschied, Blattfärbung, Farbenspiel, Frühherbst, Nerotal, Neubeginn, Park, Zugvögel | Kommentare deaktiviert für Ende September