Wie schön dort in den Rosenhecken,
wo jüngst ein Blütenmeer noch war,
die roten Hagebutten blecken,
so drall und fruchtig, glänzend klar!
Zwar senden sie uns Herbstsignale,
jedoch ihr feuerroter Glanz
belebt das Bild noch, wenn der fahle
November naht im Nebeltanz.
Gepflückt, geschält, als Marmelade,
so munden sie als Brotaufstrich.
Doch als der Vögel Futtergnade
erweisen sie im Winter sich.
Wie schön dort in den Rosenhecken,
die nun all ihrer Blüten bar,
die Hagebutten rot erwecken
den Traum des Sommers, der hier war!
© Ingrid Herta Drewing
November 11th, 2012 | 0 Comments
Category: Herbst | Tags: Hagebutten, Herbstsignale, Rosen
Licht auf der Welle
kommst du geflogen,
mit deinem Surfbrett
streifend die Flut,
rasch vorwärts schnellend,
Bahn kühn gezogen,
freudig, voll Mut.
Als sei dein Leben
hier mit dem Meere
schon von Beginn an
innig vertraut,
scheinst du zu schweben,
bar jeder Schwere,
sonnenbetaut.
© Ingrid Herta Drewing
November 10th, 2012 | 0 Comments
Category: Lebensfreude, Menschen | Tags: Leichtigkeit, Licht, Surfer, Welle
Noch spielen Sonnenfunken in den Haaren
der alten Weide, spiegelnd sich im See
an manchen Tagen, himmelblauen, klaren,
im Raureif glänzend, Gruß der Nebelfee.
Erstarrt in stummer Trauer steht sie dort,
kein warmes Windgeflüster in den Zweigen.
Wo unlängst Wasservögel wild vor Ort,
entfaltet sich der Kälte eisig‘ Schweigen.
Des Winters Boten herrschen hier im Land
und halten lichtes Leben fest gefangen.
Die Milde wich der rauen,kalten Hand,
und es gefror das Lächeln, scheues Bangen.
Jedoch es schläft noch in den Tiefen jenes Leben,
das sich im Frühling blühend wird erheben.
© Ingrid Herta Drewing
November 9th, 2012 | 0 Comments
Category: Besinnliches, Kreislauf des Lebens, Leben, Natur | Tags: Frühling, Herrschaft, Leben, Milde, Raureif, Weide, Winter
Wir wünschen uns bedingungslose Liebe,
die Treue prägt und nicht nach Marktwert schielt,
verwechseln sie jedoch oft leicht mit Trieben,
wenn uns Verliebtheit seelisch aufgewühlt.
Dem Rausch der Sinne folgt auch ein Erwachen.
Wohl dem,der traf des Herzens rechte Wahl,
gemeinsam kann mit seinem Partner lachen
und meistern Alltagssorgen, Trübsal, Qual!
Dann wird Vertrauen wachsen, und die Jahre,
sie weben warm der Liebe helles Kleid,
Verständnis für den liebsten Menschen wahren;
das Wir als Kür, nicht Zwangsgemeinsamkeit.
Ein solches Paar schenkt Freude, sanftes Strahlen
und lässt die Liebe schöne Bilder malen.
© Ingrid Herta Drewing
November 8th, 2012 | 0 Comments
Category: Besinnliches, Leben, Liebe | Tags: Gemeinsamkeit, Humor, Leidenschaft, Liebe, Paar, Treue, Triebe, Verliebtheit, Verständnis
Schon immer ringt der Mensch mit der Natur,
und er versucht, sich über sie zu heben;
der Erdenlastigkeit will er entschweben,
entwickelt seit Jahrtausenden Kultur.
Jedoch, bei Licht besehen, muss man sagen,
dass er sie nachahmt, ihr viel abgeschaut.
Im Zwiegespräch mit ihr erwachsen Fragen;
oft zeigt Natur die Antwort traut, auch laut.
Wen wundert’s,sind wir Menschen doch ein Teil
in diesem rätselhaften Erdenleben
und dürfen hier für eine kleine Weil‘
auf diesem blauen Glück durch’s Weltall schweben.
Wenn wir da mit Natur in Einklang leben,
das Bleiberecht nicht nachlässig vergeben.
© Ingrid Herta Drewing
November 8th, 2012 | 0 Comments
Category: Allgemein,, Besinnliches, Leben, Natur | Tags: Kultur, Leben, Mensch, Nachahmung, Nachhaltigkeit, Natur, Welt
Getaucht in fahles Nebellicht
erscheint der Tag, der regenmüde,
dem Blick nun predigend Verzicht
auf Farbenspiel und Blütengüte.
Hier hat der Spätherbst, schlecht gelaunt,
nun harsch den goldnen Glanz vertrieben
und barsch den Bäumen zugeraunt,
vergangen sei die Blätterliebe.
Sie stehen nass und schwarz jetzt da,
auf ihren kahlen Trauerästen
empfehlen Krähen sich als Gäste.
Schon scheint des Winters Kälte nah.
Vor seiner Macht es mir nicht graust.
Wir lassen es im Innern leuchten;
gemütlich haben wir’s zu Haus‘,
geschützt vor Nebelnächten, feuchten.
© Ingrid Herta Drewing
November 7th, 2012 | 0 Comments
Category: Herbst | Tags: Blattfall, Gemütlichkeit, Kälte, Krähen, Spätherbst, ZUhause
Ein heller Morgen! Aus den grauen Fängen
befreit, erglänzt des Herbstes goldne Pracht.
Der Blätter Farbenspiel durchbricht die Enge
der tristen Tage, jener Nebelnacht.
Es darf der Blick nun schweifen in die Weite,
erschauen diese Schönheit der Natur,
die leuchtend hier zum Abschied uns geleitet
hin auf des Lebens hoffnungsvolle Spur.
Bevor der lange Schlaf, des Winters Stille,
die Landschaft dicht mit Eis und Schnee verhüllt,
zeigt sie in diesem Farbenklang den Willen
zu leben, den der Frühling neu erfüllt.
Wir schwingen mit im Kreis der Jahreszeiten
und können uns auf sie gut vorbereiten.
© Ingrid Herta Drewing
November 6th, 2012 | 0 Comments
Category: Besinnliches, Herbst, Natur | Tags: Abschied, Farbenspiel, Lebenskreislauf, November, Sonne
Erloschen ist das Licht in den Lupinen.
Der Nebel hält die Landschaft grau verhüllt,
wo jetzt der Spätherbst barsch zeigt kalte Miene,
und Trübe fast den ganzen Tag erfüllt.
Die Bäume, unlängst noch so farbenprächtig,
nun stehen nass und kahl als Schatten da;
tief im Dornröschenschlaf, was jüngst grün, mächtig;
und Raureif fällt, der Winter, er ist nah‘.
Da schätzt du dein gemütliches Zuhause,
auch Stadtkultur um Festlichkeit bemüht;
wenn draußen Regen herrscht und Sturmgebrause,
dir im Konzertsaal hell Musik erblüht.
Musik, in deren zarten Zauberklängen
die Seele freudig schwingt, fern jeder Enge.
© Ingrid Herta Drewing
November 4th, 2012 | 0 Comments
Category: Beziehungen | Tags: Gemütlichkeit, Herbst, Musik, Stadtkultur, Winter
Vom Nebel befreit
unter klarem Herbsthimmel
das sonnige Tal.
© Ingrid Herta Drewing
November 4th, 2012 | 0 Comments
Category: Herbst | Tags: Herbst, Sonne
Ins Blau des Himmels
zeichnet ein Jet seinen Weg.
Ein Kondensstreifen,
weiße Diagonale,
des Menschen flüchtige Spur.
© Ingrid Herta Drewing
November 4th, 2012 | 0 Comments
Category: Haiku & Co | Tags: Kondensstreifen, Vergänglichkeit