
Dort an der Busse Haltestelle,
wo der Verkehr braust laut, der schnelle,
entzückte mich ein süßer Klang.
Ich hört’ die Amsel jubilieren,
wohl über Lärm zu triumphieren,
mit ihrem wunderschönen Sang.
Vom Frühling gab die Amsel Kunde.
So hell vom Dach zur Abendstunde
drang lieblich ihre Melodie
als Freude mir in Sinn und Seele.
Ich fühlte, dass mir nun nichts fehle,
ein Augenblick voll Harmonie.
© Foto u.Text / Ingrid Herta Drewing
Februar 23rd, 2018 | Lebensfreude, Natur, Vögel, Vorfrühling | Tags: Abens Lied, Amsel, Bushaltestelle, Frühlingsstimmung, Wiesbaden | 0 Comments

Ach könnt‘ ich wie die Vögel hier
nur auch im Wasser schwimmen!
Ja ganz gewiss geläng‘ es mir,
beim Futterfangen im Revier
mich schneller abzustimmen.
Hier auf dem Eis heißt es wohl warten
für meine Brüder und für mich,
wenn neu den Wurf ein Kind wird starten,
dass dann auch für uns Vogelarten
das Futter fällt auf unsren Tisch!
So lauer ich, hab keine Eile,
fang auf Brotkrumen noch im Flug,
und dauert es auch eine Weile,
find ich doch meine Futterzeile,
wir Krähen sind geduldig, klug.
© Fotos u. Text / Ingrid Herta Drewing,2018
Februar 21st, 2018 | Krähen, See, Vögel, Wiesbaden, Winter | Tags: Am Warmen Damm, Eisloch, Futter, Gedul, Klugheit, Krähe, Wasservögel, Wiesbaden, Winter | 0 Comments

Herr Winter kam heut zu Besuch,
klammheimlich über Nacht,
hat’s Schneekind mitgebracht,
das hier in weißes, weiches Tuch
gehüllt die Landschaft sacht.
Nun scheint die kleine Welt zu träumen;
als sei ein Wunsch erfüllt,
ruht alles still und mild.
Ein Zauber liegt auf Büschen, Bäumen
schenkt sich in sanftem Bild.
© Foto u. Text / Ingrid Herta Drewing
Februar 15th, 2018 | Winter | Tags: Nerotal, Schnee, Wiesbaden, Winter | 0 Comments

(Russisch-Orthodoxe Kirche in Wiesbaden)
Noch mag die Stadt vom Frühling träumen.
Jedoch vor Himmels zartem Blau
lässt Sonne zwischen Tannenbäumen
erglänzen goldnen Kuppelbau.
Das Zeugnis einer großen Liebe,
die hier in hellem Licht besingt,
dass sie trotz bitt’ren Todes Trübe
auf ewig ihre Saiten schwingt.
Jelisaweta zu gedenken,
die achtzehnjährig schon verstarb,
als sie ihm wollt‘ ihr Kindchen schenken,
erbaut‘ der Herzog dieses Grab.
Dort auf dem Neroberg, erhaben,
erstrahlt Wiesbadens „ Taj Mahal“
und zeigt, dass reiner Liebe Gaben
bezwingen des Vergessens Wall.
© Foto u.Text / Ingrid Herta Drewing,
Februar 13th, 2018 | Licht, Liebe, Wiesbaden | Tags: Grabmal, Griechische Kapelle, Herzog von Nassau, Jelisaweta, Kindbett, Liebe, Neroberg, Russisch-Orthodoxe Kirche, Tod, Wiesbaden | 0 Comments

Die Sonne streift mit Strahlenhänden
warm dieses Winters Frostgesicht,
löst auf den Nebel, schenkt die Sicht,
wird so ihr golden Glück uns spenden,
Blauhimmeltag in klarem Licht.
Im Kurpark grüne Vögel stieben
und weithin klingt ihr heller Schrei.
Du siehst sie rauschen flugs vorbei
hin zu Platanen, die sie lieben.
Ihr Futter hängt dort pendelnd, frei.
Doch auch possierlich jene leisen,
beliebten Sänger auf dem Baum,
ihr zart Gefieder, Farbenflaum:
Rotkehlchen, Finken, flinke Meisen
und Amseln fast im Paarungstraum.
Schneeglöckchen, gelbe Winterlinge
erglänzen schön in ihrer Blüte.
Des Nizzaplätzchens helle Güte
lässt der Natur schon grün gelingen
den Griff in Frühlings Wundertüte.
Und auf dem Weiher die Fontäne
malt Regenbogen, wo der Wind
ein Netz aus Wassertröpfchen spinnt,
die man als Lichtes Fänger wähne,
das sich in Farben bricht geschwind.
© Foto u. Text / Ingrid Herta Drewing,2018
Februar 8th, 2018 | Fauna, Flora, Park, Vögel, Vorfrühling, Wiesbaden | Tags: Amseln, Finken, Halsband sittiche, Kurpark, Meisen, Regenbogen, Schneeglöckchen, Singvögel, Sonne, Vorfrühling, Wasserfontäne, Wiesbaden, Winter, Winterlinge | 0 Comments

Ich hangel‘ mich beherzt durch’s Grau der Tage
und hoffe, dass bald klar ein Morgen blaut,
wenn Sonnengold als liebe Lustansage
verdrängt das feucht‘ Gespinst der Nebelplage,
uns schenkt dies helle Lebensleuchten traut.
Darf hören dann der Frühlingsvögel Singen
und halte offen meine Fenster weit,
wenn in der Frühe schon dies‘ lieblich‘ Klingen
mich lockt, ermuntert, fröhlich mag beschwingen,
verkündet wieder neu die leichte Zeit.
All überall wird hier das Leben grünen;
in Park und Garten, auch in Wald und Feld
erwachen nach des fahlen Winters Sühnen
die Pflanzen blühend auf den Wiesenbühnen,
bereichern duftend, farbenfroh die Welt.
© Foto u. Text / Ingrid Herta Drewing,2018
Januar 31st, 2018 | Ermunterung, Frühling, Lebensfreude | Tags: Blühen, Frühling, Grünen, Nerotal, Park, Singvögel, Vorfreude, Wald, Wiesbaden, Wiesen, Winter | 0 Comments

Nun, da die Sonne diesen Wintermorgen
in ihrem hellen Schein erstrahlen lässt,
beginnt der Tag als zauberhaftes Fest,
in dem die Landschaft glänzt,im Licht geborgen.
Als habe über Nacht ein Elfenreigen
das Tal so zart bestäubt mit Pulverschnee,
verziert die Haut aus Eis dort auf dem See,
wo sich am Schwarzbachzulauf Enten zeigen.
So unberührt und rein wirkt diese Stille,
sanft hat der Winter Park und Wald bedacht.
Ein Märchenland lädt ein zu träumen sacht,
in seiner weichen,weißen Glitzerhülle.
Ich stehe, schaue, weite meinen Blick,
genieße froh dies kleine Winterglück.
© Foto u.Text / Ingrid Herta Drewing,2017
Dezember 8th, 2017 | Natur, Schnee, Winter | Tags: Naturschönheit, Nerotal, Schnee, Stille, Wiesbaden, Winter | 0 Comments

Nilgänse, die im Pas de deux
sich sanft im Park bewegen,
gewöhnen sich an Eis und Schnee
im Teich und auf den Wegen.
Großeltern lebten noch am Nil,
doch nun wird hier gehüpft
Ägypten ist nicht mehr ihr Ziel,
denn sie sind hier geschlüpft.
Sie leben jetzt gut angepasst
an Teichen in Wiesbaden.
Doch mancher diese Vögel hasst,
denkt, dass sie andern schaden.
© Foto u. Text / Ingrid Herta Drewing
November 28th, 2017 | Vögel, Wiesbaden | Tags: Anpassung, Nilgänse, teich, Wasservögel, Wiesbaden, Winter | 0 Comments
Alte Laterne,
im Farbenrausch des Herbstes
leuchtet der Ahorn.
© Foto u.Text / Ingrid Herta Drewing,2017
Wiesbaden, Nerotal
November 21st, 2017 | Haiku & Co, Herbst | Tags: Herbst, Nerotal, Roter Ahorn, Wiesbaden | 0 Comments






Thermine der Touristen Schar
fein durch Wiesbaden fährt;
die Sehenswürdigkeit wird klar
bei Ansicht gut erklärt.
Mit dem Billet für einen Tag
erkundet man die Stadt,
von Haltestellen, wie man’s mag,
man seinen Freiraum hat.
Kurviertel, Marktkirche, das Schloss
und Griechische Kapelle,
wird fern von einem großen Tross
genutzt als Haltestelle.
Wer noch mehr kennenlernen will,
was es im Städtchen gibt,
erkunde es zu Fuß, oft still
versteckt liegt,was beliebt.
Der Kochbrunnen, fürs Enkelchen
das auf dem Spielplatz saust.
Jedoch das Bobbeschänkelchen
lädt ein den, der gern schmaust.
Schon 1812 erbaut
und lang schon gastlich Haus,
steht’s in der Röderstraße traut
und schaut einladend aus.
Die Bergkirche im „ Katzeloch“
frühgotisches Juwel;
hier zeigt der Historismus doch
auch klerikale Seel.
So vieles gibt es zu entdecken
in Stadt und Park und Wald,
an Rhein und Main anheimelnd Ecken,
wohltuend hier der Aufenthalt.
© Fotos u. Text / Ingrid Herta Drewing,2017
November 7th, 2017 | Wiesbaden | Tags: Bergkirche, Bobbeschänkelche, Frühgotik, Griechische Kapelle, Historismus, Kochbrunnen, Main, Marktkirche, Rhein, Schloss, Thermine, Touristen, Wiesbaden | 0 Comments