Archive for the Category Leben
Nasskalt und grau,
aus allen Wolken fällt der Regen.
Dezember zeigt ein trüb‘ Gesicht;
kein Sternen-Zauber auf den Wegen,
kein Schneepelz mag die Bäume hegen,
die kahl in der Alleen Sicht.
Seid endlich schlau,
und wendet menschliches Versagen!
Benennt es klar, seht eure Pflicht!
Das Klima greift uns an den Kragen;
mit Hitze, Sturm,Hochwasser-Plagen
zeigt es, den Hochmut duldet’s nicht.
Nicht noch mehr Schau,
wie vorgeführt seit vierzig Jahren!
Gebt doch der Wissenschaft Gewicht!
Ihr wisst um Fakten, habt’s erfahren,
es gilt die Erde zu bewahren
als Lebensraum, der Kinder Licht.
Löst auf den Stau!
Schon Club of Rome sah Wachstumsgrenzen.
Ressourcen-Knappheit heißt Verzicht
auf vieles, was nur Luxus-Glänzen,
dieweil in Not viel‘ Existenzen,
Paris sei mehr als ein Bericht!
© Ingrid Herta Drewing,2015
Dezember 1st, 2015 | Aktuelles, Gesellschaftskritisches, Klimawandel, Leben | Tags: Club of Rome, Klimagipfel in Paris, Klimawandel, Lebensraum, Ressourcen, Wachstumsgrenzen | 0 Comments
Matt taumelt nun herab das letzte Blatt,
mein kleiner Apfelbaum ist kahl geworden,
und Nebel dicht sich ausgebreitet hat,
eiskalte Luft strömt in das Land von Norden.
Da fühl ich sanft geborgen mich zu Hause,
wo wohlig doch noch Licht und Feuer wärmt.
Behaglichkeit in meiner kleinen Klause,
es knistert im Kamin, die Flamme schwärmt.
Und mögen dann auch Eis und Schnee bedecken
den See, die Felder, Wälder und die Stadt,
es kann mich Winters Frost hier nicht erschrecken,
weil seine Macht da nichts zu sagen hat.
Bald leuchtet, blüht ein klarer Tag im Garten,
lässt mich des Winters Schönheit froh erwarten.
© Ingrid Herta Drewing,2015
November 27th, 2015 | Besinnliches, Feuert, Geborgenheit, Heimat, Leben, Natur, Nebel, Schnee, Sonette, Winter | Tags: Behaglichkeit, Eis, Feuer, Frost, Geborgenheit, Nebel, Schnee, Winter, ZUhause | 0 Comments
Wohin man auch blickt,
im Nebel verstrickt
die Landschaft,
die Bäume,
die Straßen!
Ein Teppich,geflickt,
zu Boden geschickt
die Blätter,
die tanzend vergaßen,
dass Farbrausch und Rot,
des Herbstes Gebot,
muss enden in Not
über Maßen,
im Welken und Tod.
© Ingrid Herta Drewing,2015
November 17th, 2015 | Flora, Landschaft, Leben, Natur, Spätherbst, Vergänglichkeit | Tags: Blätter, Herbst, Nebel, Vergänglichkeit | 0 Comments
November-Tage tragen dies‘ Verstummen;
fast bleiern liegt dann Stille auf dem Land,
wenn Nebel, der ein Meister im Vermummen,
Grau-Schleier um die kahlen Bäume band.
Da kriecht die Einsamkeit vorbei am Fenster,
das hier vergebens giert noch nach dem Licht
der Sonne, und wie schwarze Spukgespenster
zwei Krähen auf dem Zaun dort, dicht an dicht.
Als habe irgendwer die Zeit gestohlen,
den Raum fixiert in diesem trüben Bild,
erscheint das Leben starr; kein Atem holen
den Augenblick hier mit Bewegung füllt.
Doch wir, geborgen sind zu Haus am Feuer,
geschützt vor nassem Nebel-Ungeheuer!
© Ingrid Herta Drewing
November 16th, 2015 | Geborgenheit, Herbst, Leben, Natur, Nebel, Sonette, Vögel, Wetter, ZUhause | Tags: Einsamkeit, Feuer, Geborgenheit, Haus, Kälte, Krähen, Nebel, Spätherbst | 0 Comments
Des Glockenblümchens zartes Blühgesicht
darf frühlingsfroh in Blau den Herbst hier grüßen,
der unerwartet uns mit Sonnen-Licht
und warmen Lüften mag den Tag versüßen.
Wo sonst schon Nebel, Nässe, Kälte dräuen,
da blüht es, und ein Indian-Summer-Bild
schenkt nun noch der November, lässt uns freuen,
obwohl auch Sorge diesem Wetter gilt.
Wir sehen, Klimawandel hat begonnen.
Zu trocken ist’s, es sinkt der Wasserstand.
Noch immer lebt man reichlich unbesonnen,
nährt Katastrophen blind durch Unverstand.
Könnt‘ doch die Klimakonferenz es wenden,
dass wir das frevelhafte Tun beenden!
© Ingrid Herta Drewing,2015
November 10th, 2015 | Flora, Gesellschaftskritisches, Hoffnung, Klimawandel, Landschaft, Leben, Licht, Menschen, Nachdenkliches, Natur | Tags: erderwärmung, Klimakonferenz, Klimawandel, November-Frühling, Spätherbst, Sturmfluten, Trockenheit, Vernunft, Wärme, Wirbelstürme | 0 Comments
Schwebende Blätter,des Herbstes Gaben,
feurige Farben und glühendes Gold,
glänzen im Lichte; die Nebel haben
sich schon früh am Morgen getrollt .
Anmutig gleitet die Blätter-Flotille,
leichthin tanzend im Sonnenschein.
Mild sind die Lüfte, des Mittags Stille
lädt zu sanftem Verweilen dich ein.
Hier im Park diese Blauhimmel-Stunde
gewährt dir Frieden,den du begehrt,
schenkt dir nun in beschaulicher Runde
den Balsam, den Natur schön beschert.
© Ingrid Herta Drewing,2015
November 8th, 2015 | Freude, Friede, Herbst, Landschaft, Leben, Licht, Natur, Nebel, Sonne | Tags: Beschaulichkeit, Blätter, Bleattfärbung, Farbenpracht, Friede, Herbst, Mittag, Park, Ruhe, Stille | 0 Comments
Novemberbild, golden und rot,
hebt dich aus trüben Gedanken,
die in die Seele sich ranken,
verdrängt kurz das Leid und die Not.
Betroffenheit fließt aus den Zeilen,
wird wörtlich stets neu aufgefrischt,
die Ohnmacht uns kühl aufgetischt;
da mag man vergessen, enteilen.
Und wieder der Ruf nach den Grenzen,
sich ängstlich einander belauern,
gefangen in eigenen Mauern
der menschlichen Insolvenzen.
© Ingrid Herta Drewing,2015
November 4th, 2015 | Aktuelles, Besinnliches, Flora, Flucht, Friede, Gesellschaftskritisches, Gewalt, Herbst, Leben, Menschlichkeit, Nachdenkliches, Tod, Vernunft, Weltgeschehen | Tags: Elend, Farbenpracht, Flüchtlinge, Not, November, Seele, Sonne, Traurigkeit, Trübsal | 0 Comments
Den goldenen Herbst-Bäumen gleich
trägst du die farbigen Träume,
gefangen im Nebelreich,
im fahlen Morgen,noch bleich,
als Sonnenlied in die Räume.
So treu wie als Paar die Schwäne,
vereint in des Lebens Zeiten,
sei Freiheit Friedens Domäne,
und Recht begleite die Pläne,
die uns auf Erden leiten!
Es achte Einer den Andern,
und sei auch zu helfen bereit,
anstatt im Hass zu salbandern,
im Ego-Trip nur zu wandern,
verfangen in Ängsten und Neid!
© Ingrid Herta Drewing,2015
November 3rd, 2015 | Besinnliches, Freiheit, Friede, Herbst, Leben, Licht, Liebe, Menschlichkeit | Tags: Achtung, Farbenpracht, Freiheit, Friede, Herbst, Ideale, Menschlichkeit, Nebel, Recht, Träume, Wünsche | 0 Comments
Und nichts ist von Dauer, was wir erkiesen,
alles nimmt hin ohne Mitleid die Zeit,
die Wasser, die tosend zum Meere fließen,
die Pflanzen, die blühend und welkend sprießen.
Uns steht hier vieles nur sehr kurz bereit.
Sogar die Sterne, die himmlisch erglänzen,
sterben von Anbeginn in ihrem Licht.
tragen es dennoch so weit und kredenzen,
weiten uns Menschen die irdischen Grenzen,
ein Himmel voll Hoffnung und Zuversicht.
Zuversicht wächst in vertrauendem Glauben,
dass gütig uns, wenn unser Leben einst fällt,
der Herrgott in seiner Gnade erlaube,
die Seinen zu sein, wenn, fern allem Staube,
geborgen in seiner Hand er uns hält.
© Ingrid Herta Drewing
November 1st, 2015 | Christus, Friede, Glauben, Leben, Licht, Liebe, Menschen, Sterne, Tod, Vanitas, Vergänglichkeit | Tags: Allerseelen, Ewigkeit, Glaube, Gnade Gottes, Gott, Hoffnung, Leben, Licht, Sterne, Tod, Zuversicht | 1 Comment
Das Bernsteinhaus
zerbrochen, blind,
doch
auf der Schulterwunde
trug ich Anemonen.
Der Stirne Weiß
im Goldglanz der Ikonen
erlag dem Lächeln
wie dem Wind.
Nun
Rinde deckt die Schulter
und den Mai;
die Anemonenwälder
wehen im Oktober.
Ich trag
ein rotes Mäntelchen
für Zwei,
mit Flügeln,
Herbstzinnober.
© Ingrid Herta Drewing
Oktober 30th, 2015 | Frauen, Herbst, Hoffnung, Leben, Licht, Liebe | Tags: Emanzipation, Herbst, Ikone, Leben, Liebe, Madonnenbild, Schwangerschaft, Wandel | 0 Comments