Archive for the Category Leben
Der Morgen neblig, und der Tag
zeigt heute nur ein trüb‘ Erwachen.
Damit das Leben mir behag‘,
werd‘ ich mir selbst mein Licht entfachen.
Im Stövchen warm das Teelicht brennt,
auch strahlt der zweiten Kerze Schein.
Beschaulich, wie ’s Adventszeit kennt,
stimm‘ ich mich auf mein Tagwerk ein.
Genieße froh die Wärme, Licht,
den heißen Tee, mag wohlig träumen,
bevor des Alltags ernste Pflicht
erfüllt sein will in klaren Räumen.
© Ingrid Herta Drewing,2013
Dezember 13th, 2013 | Adventszeit, Besinnliches, Leben | Tags: Advent, Alltag, Arbeit, Behaglichkeit, Kerzenlicht, Muße, Nebel, Teelicht, Wärme | 0 Comments
Woher wir kommen und wohin wir gehen,
scheint ein Geheimnis; nur der Glaube weiß
um jenen Ort, den unsre Seelen sehen,
wenn wir verlassen irdisches Geleis.
Als sei’s ein Träumen, lässt uns Leben ahnen,
verspricht die Hoffnung dieses Paradies,
das lächelnd, weit entfernt von allem Mahnen
uns schenken wird, was Liebe hier verhieß.
Dort, wo das Licht in Gottes Sphären schwingt,
verwoben in den großen Lobgesang,
auch deine Seele sanft und zärtlich singt,
erleuchtet von der Klarheit wahrem Klang.
Ein göttlich‘ Lied der Liebe, die nie endet
und in das Dunkel dringt, sich strahlend sendet.
© Ingrid Herta Drewing,2013
Dezember 12th, 2013 | Besinnliches, Glauben, Leben, Liebe | Tags: Glaube, Gott, Leben, Lebensfreude, Liebe, Paradies, Sinn, Wahrheit | 0 Comments
In klarem, hellem Morgenlicht
erstrahlt ein Wintertag.
Schneeweiß erglänzt das Angesicht
der Landschaft, wie ich ’s mag.
Und Stille sanft die Weite füllt,
wo hie und da ein Baum,
ins Raureif-Glitzerkleid gehüllt,
gewährt den Raben Raum.
Die dort, hoch in der Bäume Kronen,
bewachen stumm ihr Reich,
wie Nornen über allem thronen,
ein Schicksalslied zugleich.
Da werden Kindheitsmärchen wach,
denk‘ an „ Die sieben Raben“,
ihr Schwesterlein, das sie bedacht
erlöst‘ durch Liebesgaben.
Ja, mehr als Sonne wärmt die Liebe,
verheißt den alten Menschheitstraum,
dem Christkind folgend, Frieden üben,
sich schenkend unterm Weihnachtsbaum.
© Ingrid Herta Drewing
Dezember 9th, 2013 | Adventszeit, Besinnliches, Geheimnisvolles, Glauben, Leben, Liebe, Märchenhaftes | Tags: Christkind, Friede, Gott, Güte, Liebe, Mythos, Nornen, Raben, Schneelandschaft, Stille, Weite, Winter | 0 Comments
Was wäre Leben
ohne Luft und Wärme,
die Tiere, Pflanzen,helles Licht?
Kein sanftes Weben,
keine Bienenschwärme
hier sorgten für die Frucht.Verzicht!
Was wäre Leben
ohne Glauben, Lieben,
ein Dasein aller Hoffnung bar?
Ein eitles Streben,
nur ein Werden, Üben,
und – sähe da Vernunft noch klar?
Was wäre Leben
ohne Kinderlachen,
die kleine Hand, die deine hält?
Dies Gück, gegeben,
lässt dich sorgsam wachen,
schenkt Güte hier in harter Welt.
© Ingrid Herta Drewing,2013
Dezember 3rd, 2013 | Besinnliches, Kinder, Leben, Liebe | Tags: Glaube, Güte, Hoffnung, Kinder, Licht, Liebe, Vernunft, Zukunft | 0 Comments
Müde,
blass das Gesicht,
sah sie ihn an
und wusste:
Keine
Waschmaschine der Welt
würde jemals
die schwarzen Tupfen
der Lügen
aus seinen
aufgeplusterten Federn
spülen.
Sie ließ
ihn
stehen
und
ging.
© Ingrid Herta Drewing,2013
November 29th, 2013 | 5- Wörter-Gedichtsvorgabe, Frauen, Leben, Liebe | Tags: Enttäuschung, Trennung, Vertrauensverlust | 0 Comments
Es trinkt der See sich noch an Farben satt,
dem Blau des Himmels, rotem Gold der Bäume,
das sonnig leuchtend dieser Herbsttag hat
geschenkt als Spiegelbild,lässt Phönix träumen.
Hier werden bald die Nebelvögel schwingen,
auslöschen alle Pracht und warmen Glanz,
und Frost wird ihn in blinde Eishaut zwingen,
wo Wasservögel schweben jetzt im Tanz.
Er fühlt es nicht, Natur wird schmerzlos lenken,
doch mir mischt Wehmut sich in meinen Blick,
erschaue Schönes, dennoch weiß mein Denken,
wie endlich hier das Leben, alles Glück.
Doch tröstlich ist der Kreislauf der Natur:
Was hier vergeht, kommt wieder, ruht ja nur!
© Ingrid Herta Drewing,2013
November 15th, 2013 | Herbst, Kreislauf des Lebens, Leben, Natur | Tags: Abschied, Farben, Glück, Leben, Naturkreislauf, Schönheit, See, Sonne, Tod, Vergänglichkeit, Wasservögel | 0 Comments
Aus Licht geboren, Dinge, zarte Wesen
in eine Welt aus Traum und Sternenstaub.
Ein Gaukler mixt den Tag am Lebenstresen,
verhüllt den Tod in Herbstes Feuerlaub.
Lässt Nebel seine dichten Schleier ziehen;
der Klang erstirbt im Dickicht grauer Stille.
Die Sommerträume, die nach Süden fliehen,
sie suchen einen Wunsch, der sich erfülle.
Ihr Lied vom Paradies, das ohne Not
ein Ort ist, wo in glücklichem Erleben,
weit fern von dem Gewesen und dem Tod,
der Mensch sich darf mit Schönem eng verweben.
Jedoch der Realist, er weiß, das Sein,
das Leben schließt das Sterben schon mit ein.
© Ingrid Herta Drewing
November 1st, 2013 | Besinnliches, Leben, Tod | Tags: Leben, Tod | 0 Comments
Und still ruht nun das Tal,
gehüllt in Nebelnacht.
Die Bäume stehen kahl,
denn Spätherbst hat die Pracht
der Blätter längst genommen.
Die Krähen, die gekommen,
als schwarze Schatten thronen
im nassen Baumgeäst.
Wenn Winter naht, sie wohnen,
versammelt wie zum Fest,
besiedeln hier die Kronen.
Der Futtersuche Lohnen
verspricht des Menschen Nähe,
der dort gleich vor der Stadt
den großen Müllberg hat.
Da lässt sich viel erspähen;
die Krähen werden satt.
Im Morgenlicht, das fahl,
durch Nebelschleier sacht
in meine Augen dringt,
wirkt dies‘ Bild als Fanal,
wie dunkler Vögel Macht,
sanft überm Abfall schwingt.
© Ingrid Herta Drewing, 2013
Oktober 24th, 2013 | Fauna, Herbst, Leben, Natur | Tags: Baumkronen, Düsternis, Kahle Bäume, Krähen, Müllberg, Spätherbst, Stadt, Vergänglichkeit | 0 Comments
Es pflückt der Wind
vom Baum das Blatt,
lässt wirbelnd es erbeben,
im Tanze lind
hoch in die Lüfte streben;
bis es dann matt,
des Fluges satt
dort auf den See
darf schweben.
Ein kleiner Stein
geworfen ward,
taucht ein
ganz dicht daneben,
und Wellen sich erheben.
Sie tragen zart
in weiten Kreisen,
die sicher nun
zum Ufer reisen,
das Blatt ins Erdenleben.
© Ingrid Herta Drewing, 2013
Oktober 23rd, 2013 | Besinnliches, Leben, Natur | Tags: Abenteuer, Blatt, Lebensfreude, Rettung, See, Tanz, Ufer, Wellen, Wind | 0 Comments
Oktobergold,die Farben, die hier glühen,
das Laub der Bäume feurig röten,zieren,
verleihen Herbst dies‘ Leuchten;Ernte-Mühen
sich scheinen nun im Glanze zu verlieren.
Ein Morgen, der in sonnigem Aufklaren
auch dir das Licht in deine Seele schreibt,
dich lehrt, das Schöne innig zu erfahren,
schenkt zur Erinnerung dies‘ Bild,das bleibt.
Wärmt dir dein Herz noch, wenn in Winters Weiten
die Nebel hüllen deine Tage ein,
der Frost der Nächte droht, dich zu begleiten,
zu löschen deine Feuer, bist allein.
Dann wird des Phönix flammende Gestalt
sich aufwärts schwingen aus der Asche kalt.
© Ingrid Herta Drewing, 2013
Oktober 18th, 2013 | Herbst, Leben, Liebe, Sonette | Tags: Auferstehung, Bild, Erinnerung, Farbenspiel, Lebensfreude, Oktobergold, Phönix, Seele, Winter | 0 Comments