Archive for the Category Leben
Was wären ohne Algen die Polypen;
auch ohne Schwammes Nahrung gäb’s sie nicht.
Ihr Kalkgerüst nur blieb‘ in Wassers Trübe,
Korallenschönheit drohte der Verzicht.
Allianzen der Natur, so die Symbiosen,
ergänzend Wirken heißt das Lob.
Der Krabben Arbeit nutzt dem Wald, Mangroven,
entgiftet Wasser sacht im Biotop.
Und manchmal legt sogar ein kleines Tier
die Grundlage für vieler Arten Leben.
Im Pantanal kann Apfelschnecke hier
dem Riesenotter sichern ’s Überleben .
Auch Menschen sollten friedlich sich ergänzen,
Gemeinsamkeit lässt Leben erst erglänzen.
© Ingrid Herta Drewing
April 20th, 2013 | Fauna, Flora, Leben, Natur | Tags: Algen, Apfelschnecke, Friede, Gemeinsamkeit, Korallen, Riesenotter, Schwämme, Syymbiosen | 0 Comments
Früh Morgens dringt durch angelehnte Fenster
der Wecker aufgeregtes Piepen,Tuten,
und es erschrecken diese Lärmgespenster
die Menschen, die noch gerne träumend ruhten.
Die ersten Autos starten bald ihr Brummen;
das Kehrmaschinchen durch die Straße klingt,
Motorradknattern, Sehnsucht nach Verstummen
hat Nachtschichtler, der um den Schlaf nun ringt.
Hell lachen Kinder, Schüler zieh’n zur Schule,
und nebenan bellt deshalb Nachbars Hund.
Es weint das Neugebor’ne der Familie Uhle.
Das währt nicht lang, das Kind ist ja gesund.
Dann wird es in der Straße fühlbar still;
ich hör‘ der Frühlingsvögel schönes Singen,
bis kurz vor ein Uhr Klirren zeigen will,
das man das Mittagsmahl zu Tisch wird bringen.
Anschließend waltet sanft des Mittags Ruh‘.
Geschmeidig dehnt sich auf der Balustrade
der Kater, schnurrt und schließt die Augen zu,
ist müde von der Morgenpromenade.
© Ingrid Herta Drewing
April 19th, 2013 | Alltägliches, Frühling, Leben | Tags: Frühling, Geschirr, Hundegebell, Kater, Kinderlachen, Mittagsruhe, Morgen, Verkehrslärm, Wecker | 0 Comments
Das Licht darf sich dem Tag verschenken,
bringt leuchtend Farbe in die Welt.
Dies‘ Sternenlied lässt dich bedenken,
dass, weit entrückt, ein fernes Lenken
auch unser Dasein hier erhält.
Ein jeder Atemzug, dein Leben,
ist eingebettet in dies‘ All,
in dem der Blau- Planet im Schweben
die Regeln kennt für das Verweben
der Vielfalt hier im Erdenfall.
In Demut Dank den treuen Händen,
der Macht der Gnade, die uns trägt
und täglich auch an allen Enden
beglückt in gütigem Verschwenden
der Liebe, die das Leben wägt.
© Ingrid Herta Drewing
April 18th, 2013 | Besinnliches, Fauna, Flora, Glauben, Kosmos, Leben, Liebe | Tags: Blauer Planet, Dasein, Gnade, Gott, Güte, Leben, Licht, Liebe, Schöpfer, Sterne, Weltall | 0 Comments
Ich seh’ dem Leben gern beim Wachsen zu,
und Tulpen mir erlauben dies seit Tagen.
Zur Rettung vor dem Frost ins Haus getragen,
sie keimten auf, nun wachsen sie im Nu.
Schon blicken aus dem grünen Blätterbette,
geschlossen noch, die Blütenkelche rot.
Es ist, als ob sie wer gerufen hätte
und sie sich reckten zart, vom Licht umloht.
Drei kleine Tulpen nur im Blumentopf,
jedoch sie können mir die Hoffnung geben,
das Glück und Freude selbst dem ärmsten Tropf
beschert sind durch die Kraft, die schenkt das Leben.
Nun warte ich noch einen Tag verhalten,
erlebe sie in leuchtendem Entfalten.
© Ingrid Herta Drewing
April 14th, 2013 | Besinnliches, Flora, Frühling, Leben, Pflanzen | Tags: Frühling, Leben, Tulpe, Wachsen | 0 Comments
Schnell gleitet mit der Zeit auch unser Leben,
unmerklich tickt im Herzschlag unsre Uhr.
Wir wissen nicht, wie lang es uns wird geben,
wann die Vergangenheit löscht unsre Spur.
Im Jugendalter schaust du in die Ferne,
der Gegenwart und Zukunft gilt dein Blick;
es blinken übermütig Hoffnungs-Sterne.
Im Alter greift Erinnerung zurück.
Du weißt, dass bald der große Abschied naht.
Es bleibt nichts mehr dem Zufall überlassen.
Als Mensch ist dir bewusst, da hilft kein Rat.
Dort an der Grenze musst du dich verlassen.
Erspürst wohl tief, das Leben ist so schön;
doch unerbittlich heißt es: Du musst geh’n!
© Ingrid Herta Drewing
April 14th, 2013 | Abschied, Besinnliches, Leben, Tod | Tags: Abschied, Alter, Erinnerung, Jugend, Leben, Tod | 0 Comments
Ein grauer Tag verhüllt die Frühlingsträume,
als sei nun auch die Jahreszeit erkrankt.
Nur zartes Knospen hier an Büschen, Bäumen
zeigt,dass sie noch nicht gänzlich abgedankt.
Und hin und wieder gurrt die Ringeltaube,
sitzt einsam, aufgeplustert auf dem Dach.
Sonst saß sie turtelnd auf der Gartenlaube;
doch auch der Vögel Liebe wird nicht wach.
Wann kommt der Prinz, Dornröschen aufzuwecken?
Der Winter hält sie noch im Eis gefangen,
nichts ahnend von dem sehnenden Verlangen
hier Grünen, Blühen, Duften zu entdecken?
Vielleicht kommt Südwind in den nächsten Tagen,
beantwortet mit Wärme unsre Fragen?
© Ingrid Herta Drewing
März 21st, 2013 | Frühling, Leben, Natur | Tags: Dornröschen, Eis, Erlösung, Frühling, Gefangenschaft, Jahreszeit, Krankheit, Schlaf, Wärme, Winter | 0 Comments
Noch kreisen zarter Flöckchen Tänze
hier in der klaren Winterluft,
wo Sonnenschein mit hellem Glänzen
das Leben in den Morgen ruft.
Am Futterhäuschen stieben Meisen,
auch Amseln sind hier gern zu Gast,
nun da der Winter heimlich leise
zog seine Fahne auf am Mast.
In Schnee hat alles er gehüllt;
sogar der Hahn der Kirchturmspitze
darf hier in weißem Winterbild
vereist im Sonnenlicht erblitzen.
Die kleine Welt blickt still, betroffen,
sie träumte doch vom Frühling schon,
jetzt muss sie wohl noch weiter hoffen
auf Blütenglück und grünen Lohn.
© Ingrid Herta Drewing
März 15th, 2013 | Ermunterung, Frühling, Leben, Natur, Winter | Tags: Amsel, Frühling, Futterhäuschen, Himmelblau, Kirchturmspitze, Meise, Schneeflöckchen, Sonne, Winter | 0 Comments
Das, was geschieht,ist heut‘ zu schnell geworden;
wie Sternenschnuppen rauscht’s an uns vorbei.
Man kann des Lebens Karte kaum noch norden,
im Info-Dschungel droht ein Einerlei.
Der Mensch empfindet sich oft als getrieben.
Nicht nur sein Broterwerb ihn täglich stresst,
auch in der Freizeit, die ihm noch geblieben,
lebt er medial, was ihn nicht ruhen lässt.
Entschleunigen wär‘ endlich angesagt,
damit der Blick für Wesentliches frei,
und alles,was uns hetzt und somit plagt,
ist streng zu prüfen, ob es wichtig sei.
Auf dass, statt unser Menschsein zu verwinden,
wir uns mit allen Sinnen selbst auch finden.
© Ingrid Herta Drewing
März 6th, 2013 | Leben, Nachdenkliches | Tags: Arbeitsleben, Entschleunigen, Lebenssinn, Medienabstinenz, Muße, Ruhe, Ständige Bereitschaft, Stress | 0 Comments
Und Worte klingen sanft aus alten Sagen,
ein fremder Zauber wird mir offenbar.
Die Lieder singen von vergang’nen Tagen
und einer Welt, die gänzlich anders war.
Doch vieles gleicht sich, denn des Menschen Leben
kennt heute so wie damals Freud und Leid.
In Liebe glücklich wie auf Wolken schweben,
die Treue, das Vertrauen im Geleit.
Auch die Gefahren, die noch immer drohen,
die Krankheiten,der Krieg, die Not, der Tod.
Nichts kann bewahren dauerhaft vor rohen,
gemeinen Seiten, falschem Sieggebot.
Nur hin und wieder eine Friedenszeit
trägt rosenschön der Hoffnung helles Kleid.
© Ingrid Herta Drewing
März 4th, 2013 | Besinnliches, Leben, Menschen | Tags: Frieden, Hoffnung, Krieg, Leben, Leid, Liebe, Mittelalter, Not, Sage, Sinn, Tod, Vergangenheit, Zauber | 0 Comments
Auf dem Asphalt
grau und brüchig
die Last der Jahre,
ohnmächtiges Warten
auf ein Morgen.
Die Taube
kennt ihren Weg
nach Hause;
aber du,
von vielen Wassern geworfen
in die Brandung des Lebens,
ziehst,
den Sturmvögeln gleich,
rastlos
von Klippe zu Klippe
im endlosen Meer.
© Ingrid Herta Drewing
Februar 9th, 2013 | Besinnliches, Heimat, Leben, Liebe, Meer | Tags: Abenteurer, Heimatlosigkeit, Liebe, Nomade, Sehnsucht, Wanderer | 0 Comments