Archive for the Category Hoffnung
Vom Licht geblendet,
dennoch in der Nacht
die Sonne suchen,
damit dann endet,
was als stumme Macht
der Tod mag buchen.
Den Schritt ins Leben,
das erneut erwacht,
beschwingt nun gehen,
sich zu verweben
zart, hier mit Bedacht
den Tag bestehen.
© Ingrid Herta Drewing,2015
März 23rd, 2015 | Besinnliches, Hoffnung, Leben, Licht | Tags: Dasein, Hoffnung, Leben, Licht, Sonne, Tod | 0 Comments
Es kann der Winter sich wohl nicht entscheiden,
wie er sich heuer hier nun präsentiert.
Soll er sich nassforsch nebelgrau einkleiden,
vielleicht auch schneeweiß, wenn er kalt spaziert?
Da wirft er stürmisch alles aus der Höh‘,
lässt an der Nordsee Wellenkämme türmen,
der Osten und der Süden steckt im Schnee,
der Westen regenblass, ein Meer von Schirmen.
So närrisch wie die fünfte Jahreszeit
begleitet er da jetzt den Karneval.
Ich mag’s nicht, bin vergrätzt, hab’s gründlich leid
und warte auf den Frühling hier im Tal.
Der wird, ich hoff’s, den Wetterwunsch erfüllen
und endlich meine Sonnensehnsucht stillen.
© Ingrid Herta Drewing,2015
Januar 29th, 2015 | Fastnacht, Frühling, Hoffnung, Leben, Licht, Natur, Sonette, Sonne, Wetter, Winter | Tags: Fassenacht, Frühling, Regen, Schnee, Sonnensehnsucht, Sturm, Sudelwetter, Winter | 0 Comments
Wir, die häufig im Nebel verweilen
auf der Suche nach Wegen zum Licht,
unsre irdischen Ängste hier teilen,
lesen verwundert des Lebens Zeilen,
wenn es von Ende und Abschied spricht.
Gern möchten wir da Aufschub erhoffen,
erleben allen Zauber der Zeit,
wenn die Freude Türen hält offen,
weil wir das Glück, die Liebe getroffen,
hier von Argwohn und Kummer befreit.
Doch gleicht’s dem Vogel, lässt sich nicht halten,
fliegt, sich aufschwingend, plötzlich davon.
All unser Wirken, sorgendes Walten
kann keine Melodie mehr gestalten,
und leise verklingt der letzte Ton.
© Ingrid Herta Drewing,2015
Januar 5th, 2015 | Erleben, Hoffnung, Leben, Liebe, Tod, Vergänglichkeit | Tags: Abschied, Augenblick, Freude, Hoffnung, Lebensende, Liebe, Lied, Melodie, Sehnsucht | 0 Comments
Ein neuer Anfang folgt dem Ende.
In Strecken von uns eingeteilt,
die Endlosschleife zeigt die Wende,
in der mit uns die Zeit enteilt.
Zu gerne würden wir ihn halten,
den Augenblick, der uns erfüllt.
Das Leben aber liebt Gestalten,
im Nebel gern das Glück verhüllt.
So tasten wir uns, mutig strebend,
durch ’s Dunkel, suchend, in den Tag.
Der Liebe Fackel, Licht uns gebend,
in diesem Dasein uns belebend,
den rechten Weg wohl weisen mag.
© Ingrid Herta Drewing,2014
Oktober 20th, 2014 | Hoffnung, Leben, Liebe, Menschlichkeit | Tags: Gemeinsamkeit, Glücksmomente, Leben, Liebe, Vergänglichkeit | 0 Comments
Heut darf in sattem Himmelblau
ein Herbsttag hier aufwarten,
im Sonnenlichte starten.
Vorbei des Nebels graue Schau!
Es leuchten golden Wald und Au,
und Rosen blühn im Garten.
Du fühlst dich frühlingsleicht, beschwingt,
obwohl schon Blätter schweben
hinab ins welke Weben.
Ins irdisch‘ Dunkel zärtlich dringt
der Hoffnung Lied, das hell erklingt,
verspricht ein neues Leben.
© Ingrid Herta Drewing,2014
Oktober 4th, 2014 | Frühherbst, Hoffnung, Lebensfreude, Natur | Tags: Blauhimmel, Herbstgold, Klarheit, Lebensfreude, Sonnenschein | 0 Comments
Nicht Träume sind es, die auf dunklen Pfaden
den Weg mir weisen, wo das Lichte webt.
Es sind nur Hoffnung, Glaube, Myriaden
der guten Menschen, deren Liebe lebt.
Wenn auch noch Hass und Krieg der Asche frönen,
ich warte auf ein menschlich‘ Auferstehen.
Im Glauben an ein göttliches Versöhnen
möcht‘ ich die Lande neu erblühen sehen.
Und werden nun zum Welken Blätter fallen,
beginnen trübe Tage, Nebels Zeit,
mag Sturmes Brausen durch die Wälder hallen,
so gibt der Anfang doch dem End‘ Geleit.
Ein heller Frühling wird auf dieser Erde
erneut erwachen aus dem „Stirb und Werde“.
© Ingrid Herta Drewing,2014
September 22nd, 2014 | Besinnliches, Friede, Frühling, Glauben, Hoffnung, Leben, Sonette | Tags: Auferstehung, Erneuerung, Frühling, Glaube, Herbst, Krieg, Liebe, Menschlichkeit, Schöpfung, Vergänglichkeit, Versöhnung | 0 Comments