Archive for the Category Besinnliches
Wir, die wir fassen und fühlen,
sehen, wie vielfältig Arten
spielen, sich gründlich auch wühlen
hier durch dieses Lebens Garten,
verstehen’s oft dennoch nicht,
was uns dies alles verspricht.
Wir, die auf so viele Weisen
einsam mit anderen starten,
reisen und manchmal entgleisen,
willfährig wiederum warten,
dass wir nach Not, Gram und Pflicht
hören den guten Bericht.
Und so beseelt uns dies Hoffen,
dass uns ein Halt nach den Fahrten,
wenn alle Türen weit offen,
uns sodann möge erwarten.
Jenseits von Dunkel Verzicht
endlich erhellendes Licht!
© Ingrid Herta Drewing,2017
Dezember 10th, 2017 | Besinnliches, Hoffnung | Tags: Hoffnung, Leben, Lebensfreunde, Mensch, Natur, Schönheit, Unzulänglichkeit | 0 Comments

Die Schönheit der Natur,
so unverfänglich
erscheint sie mir wohl nur,
weil unzulänglich
ich hier auf Erden bin
im Suchen nach dem Sinn?
Wozu führt alles Streben
wird’s ernst, gar kränklich?
Zeigt Dasein doch das Leben
fast unbedenklich
trotz Wie, Warum, Wohin
in sich schon als Gewinn!
Beglückt das Schöne sehen,
in sich untrüglich
die eignen Wege gehen,
was auch vergnüglich
so schreiten mag dahin
im Leben, mittendrin.
© Foto u.Text / Ingrid Herta Drewing,2017
Dezember 10th, 2017 | Besinnliches, Lebensfreude | Tags: Dasein, Glück, Leben, Lebensfreude, Naturschönheit, Selbstgewissheit, Sinn, Suchen | 0 Comments

Schnelllebig sind wir; mit Maschinen
wird digital der Takt bestimmt.
Wir sehen mit erstaunten Mienen
einbiegen uns auf Robot-Schienen,
sogar Zerstörung und Ruinen
verwundert ins Visier man nimmt.
Und mancher so die Zukunft schaute
in Furcht, was uns da widerfährt,
wenn Robot mimt des Menschen Laute.
Da sucht der Mensch das ihm Vertraute,
das ihm Geborgenheit gewährt.
Was welche wähnen als Verstauben
in alten Artefakten fahl,
dies finden wir als Hort im Glauben,
weil Nächstenliebe, Friedenstauben
lebendig sind trotz Ritual.
Froh feiern wir dies Fest der Liebe,
bereits Adventszeit uns gefällt,
wenn Hoffnung, dass dies Mensch sein bliebe
fern allem kalten Machtgetriebe,
uns Christus schenkt als Licht der Welt.
© Foto u.Text / Ingrid Herta Drewing
Wiesbaden, Marktkirche, Krippe von Wolf Spemann
Dezember 5th, 2017 | Besinnliches, Christus, Friede, Liebe, Menschlichkeit, Weihnachtszeit | Tags: Adventszeit, Digitalisierung, Geborgenheit, Glaube, Hoffnung, Leben, Liebe, Maschinensprache, Nächstenliebe, Ritual, Roboter, Wandel, Weihnachten, Zukunft | 0 Comments

Septembertage, ihre Milde
versüßen Sommers Abschied mir.
Der junge Herbst streift durchs Gefilde,
bemalt das Laub zum Blätterbilde,
schmückt Busch und Bäume im Revier.
Da strahlt im goldnen Kleid aus Seide
die Birke, und ein leichter Wind
kost auch der Linden Herzgeschmeide.
Sie glänzen hell als Augenweide,
die Zierde dieses Parks sie sind.
Als gelte es, in nichts zu münden,
was hier nun die Idylle bricht,
mag ich mich innehaltend finden,
sitz auf der Bank still unter Linden
und träum‘ im warmen Mittagslicht.
© Ingrid Herta Drewing,2017
September 27th, 2017 | Besinnliches, Spätsommer | Tags: Augenweide, Birke, Goldenes Laub, Innehalten, Linde, Natur, Park, Stille, Wärme | 0 Comments

Wie mild der Wind die Wipfel will bewegen,
wie friedlich still der Tag im Mittag lebt!
Nur seidenleicht ein feiner Blattgoldregen
in zartem Tanze aus den Bäumen schwebt!
Als ob Natur, hier feiernd, zelebriere
ein Abschiedsfest, das allem Schönen gilt,
sie sich noch einmal üppig nun erküre
die Farbenpracht, die licht die Landschaft füllt.
Sterntalermärchen, lind die Blätter schweben,
ich schau hinauf, als führ’ ich himmelwärts,
und fühle mich verzaubert, leicht mein Leben
an diesem himmelblauen Tag im Herbst.
© Foto u. Text / Ingrid Herta Drewing,
Wiesbaden,Nerotal
September 22nd, 2017 | Besinnliches, Frühherbst, Nerotal, Wärme, Wiesbaden | Tags: Beschaulichkeit, Gingkobaum, Glücksgefühl, Gold, Herbstmittag, Lebensfreude, Licht, milde Luft, Naturerleben, Nerotal, Schebende Blätter, Sterntalermärchen, Wärme, Wiesbaden | 0 Comments
Gut wär’s, könnte ich durch Dösen
mich von Bösem gänzlich lösen,
öffnen alle Haken, Ösen,
die es halten fest, verschnürt!
Doch der Schalk am Lebenstresen
mixt den Trunk, der auserlesen
mir verzeiht, was schlimm gewesen,
was ich noch als Schuld verspürt.
Bin ein Meister im Verdrängen,
fremdbestimmt in dunklen Gängen,
fügend mich den falschen Zwängen,
lässt mich vieles unberührt.
Ja, ich muss mich mehr bemühen,
Strippen kappen, die mich ziehen,
und vernünftig künftig glühen
auf dem Weg, den ich gekürt,
wenn er mich zum Lieben führt.
© Ingrid Herta Drewing
September 14th, 2017 | Besinnliches | Tags: Fehler, Fremdbestimmung, Liebe, Selbstbestimmt, Verdrängung, Vernunft | 0 Comments

Ich mag den frischen Wind,
der in des Sommers Glut
vom Fluss auflandig geht,
wenn er leicht fächelnd weht,
das Land in Sonne ruht,
ein sanftes Katzenkind.
Ich mag den Sommerregen,
der folgt auf heiße Tage
und milde Kühlung bringt,
in allen Pflanzen singt,
verscheucht die Trockenplage,
uns Wasser schenkt als Segen.
Ich mag der Sonne Licht,
ihr Strahlen auf der Haut,
wenn sanft sie Wärme schenkt,
das Wachsen wohlig lenkt,
die Blüten leuchten traut,
und Frucht von Ernte spricht.
Ich mag die Sternennacht,
wenn hoch der volle Mond
durch blaues Dunkel strahlt
und silbern, zart bemalt
die Landschaft, still belohnt
und über allem wacht.
Ich mag der Kinder Lachen,
den Klang der Freude, Leben,
das morgens früh schon singt,
so glockenhell erklingt,
ein liebend, schenkend Geben,
fern aller bösen Drachen.
© Ingrid Herta Drewing
Wiesbaden, Monopteros auf dem Neroberg
Dieser Aussichtstempel wurde 1851 aus den Säulen der alten Kandelaber der Öllampen auf der Wilhelmstraße hier von Philipp Hofmann gebaut im Stil der Italienischen Renaissance ( Bramante um 1500 in Rom),vgl.Gottfried Kiesow „Architekturführer Wiesbaden“, S.279
August 30th, 2017 | Besinnliches, Lebensfreude, Wiesbaden | Tags: Blüten, Kinderlachen, Leben, Leichter Wind, Licht, milde Luft, Monopteros, Neroberg, Panorama Wiesbadens, Pflanzen, Regen, Sommer, Sternennacht | 0 Comments

Der leichte Wind, der durch die Felder streift,
lässt dieses goldne Meer im Lichte wogen.
Mein Blick vom Turme in die Weite schweift‘,
sah Silbervögel, die nach Süden zogen.
Mich zieht ’s nicht fort in südliche Gefilde.
Dem späten Sommerglück hier gilt mein Sinn.
Ich freue mich auf des Septembers Milde
und auf des Herbstes Farbenspiel-Beginn.
Die Ernte ist sodann schon eingefahren,
Kartoffelfeuer, auf dem Stoppelfeld,
wo bunte Drachen, dort im Sonnenklaren,
hoch oben tanzen in der Lüfte Welt.
Hier in der Jahreszeiten Wechselspiel
schenken Natur und Heimat Wohlgefühl.
© Foto u. Text / Ingrid Herta Drewing,2017
August 27th, 2017 | Besinnliches, Spätsommer | Tags: Ernte, Farbenspiel des Laubes, Heimat, Lust auf Wiesbaden, Milde, Nerotal, Spätsommer, Stoppelfelder, Zugvögel | 0 Comments

Des Sommers Zeit, sie tröpfelt, und mein Leben,
das nun wie sie dem Herbst entgegen sieht,
es möchte sich auf ewig hier verweben,
der Sonne Wärme fühlen, die noch glüht.
Auch wenn sich dann entlaubte Baumgestalten
verschämt im Spätherbst nebelgrau verhüllen,
möcht’ ich dies Sommerlied behalten,
die Sehnsucht nach des Südens Wärme stillen.
Würd’ gerne jenen Vogelflug auch wagen,
jedoch ist ’s mir versagt, so weit zu gehen.
Da heißt es standfest sein und nicht verzagen,
um mutig dann den Winter zu bestehen.
Vertrauen in dem Spiel der Jahreszeiten
auf den, der auch mein Leben wird geleiten.
© Foto u. Text / Ingrid Herta Drewing
August 26th, 2017 | Besinnliches, Spätsommer | Tags: Herbstsignale, Lebensabend, Natur, Spätsommer, Süden, Wärme, Winter, Zugvögel | 0 Comments

Ein blauer Tag, ein gutes Buch, die Seiten
erzählen dir von Leben; Poesie
lässt sorgsam, zärtlich ineinander gleiten,
was sonst getrennt, ein Lächeln, Phantasie.
Da wird aus Abenteuern Offenbarung
und was verschlossen schien, sich öffnet weit,
gewährt dem regen Geist nun neue Nahrung,
schenkt warmes Licht, zeigt Zeit in hellem Kleid.
So viele Wege, die du einst beschritten,
sind jetzt befreit von Staub, und goldner Glanz
hier adelt das, was du in Not erlitten,
als schlösse blühend sich ein Lebenskranz.
Beglückt erkennst du, was verworren war,
erscheint lebendig wieder, wird dir klar.
© Foto u.Text / Ingrid Herta Drewing,2017
August 24th, 2017 | Besinnliches, Leben, Poesie | Tags: Abenteuer, Buch, Erkenntnis, Klarheit, Leben, Lesen, Phantasie, Poesie, Wahres | 0 Comments