Die Nebel tanzen und schweben,
diffus der Laterne Schein;
die grauen Schleier, sie weben
im Abenddunkel das Leben
kühl in die Feuchte ein.
Konturlos wirken Gestalten,
sie sehen gespenstig aus.
Im Warmen sich aufzuhalten,
anstatt zu spazieren im Kalten,
eilt man zielstrebig nach Haus.
Beschaulich den Tag nun beenden,
ein Buch zu lesen, Musik
zu hören und auszublenden
des Alltags sorgendes Senden,
vergessen kurz Elend und Krieg.
© Ingrid Herta Drewing, 2014
November 4th, 2014 | Allgemein, | Tags: Alltag, Buch, Geborgenheit, Herbstabend, Kälte, Krieg, Lesen, Musik, Nebel, Regen, ZUhause | 0 Comments
Der Blätterzier beraubt, die kahlen Bäume,
vereinzelt weilen Krähen im Geäst.
Der Morgen lässt sie matt im Nebel träumen,
vorbei des Frühherbsts farbenfrohes Fest.
Still liegt der See, auf dem die Schleier schweben.
Noch kürzlich sangen Schwäne hier ihr Lied.
Sie zogen fort; mit ihnen schwand das Leben,
und grau die Einsamkeit nun Kreise zieht.
Du stehst am Ufer, sinnend; dir erscheinen
die Bilder und die Stimmung wohl vertraut.
Den späten Herbst beginnend, magst du einen
in Milde, was du sonst als fremd erschaut.
Und nimmst den Abschied nun fast zärtlich hin,
Brahms Requiem singt sich dir in den Sinn.
© Ingrid Herta Drewing, 2014
November 3rd, 2014 | Abschied, Besinnliches, Herbst, Landschaft, Leben, Natur, Nebel, Vergänglichkeit | Tags: Abschied, Brahms, Kahle Bäume, Nebel, Requiem, See, Spätherbst, Tod | 0 Comments
Im Nebel ruht noch still verborgen
das Tal, das sonst so Licht erfüllt
erwachte, wenn der helle Morgen
die Sonnensehnsucht hat gestillt.
Jetzt liegt das Dorf verschleiert da,
sogar des Kirchturms hohe Spitze,
die man sonst schon von Weitem sah,
kann nicht in ihrem Golde blitzen.
Ein matter Schatten die Allee,
die Bäume, kahle Spukgespenster.
Im kleinen Hause dort am See
dringt schwach das Licht nur aus dem Fenster.
Novemberblues, gedämpft hier singt
der Spätherbst nun sein Abschiedslied,
das traurig mit den Nebeln schwingt,
bevor des Winters Weiß erblüht.
© Ingrid Herta Drewing, 2014
November 1st, 2014 | Besinnliches, Herbst, Landschaft, Natur, Nebel | Tags: Grau, Licht, Nebel, November, Sonnensehnsucht, Stille, Winterweiß | 0 Comments
Noch schläfrig blickt der Herbsttag ins Gelände,
diffus erscheint das frühe Morgenlicht.
Des Nebels Grau verweigert Sonnensicht;
jedoch Eichhörnchen wuselt schon behände
und folgt flugs seiner Futter-Sammelpflicht.
Der Walnussbaum, die Buche und die Eiche,
auch dort im Park so mancher Haselstrauch
begrüßen es im feuchten Nebelhauch,
verschenken ihre Früchte hier im Reiche,
wo sie das rote Kätzchen gern aufklaubt.
Bemüht darum, die Schätze zu bewahren,
sucht es sich heimlich Orte weit und breit,
vergräbt den Vorrat für die Winterzeit.
Dort wachsen manchmal Bäume mit den Jahren
als grünes Glück seiner Vergesslichkeit.
© Ingrid Herta Drewing, 2014
Oktober 23rd, 2014 | Fauna, Flora, Herbst, Natur, Nebel | Tags: Bucheckern, Eicheln, Eichhörnchen, Herbstmorgen, Nebel, neue Bäume, Nüsse, Vergessliches Eichhörnchen, Wintervorrat | 0 Comments
Aus den Wiesen schweben Schleier,
Nebellieder. Abendrauch
hüllt die Weide ein am Weiher,
wo der letzte Silberreiher
wird zum Bild in sanftem Hauch.
So wie zarte Tuschezeichen
in der Ferne Baumkonturen.
Kronen jener Buchen, Eichen,
die bis in den Himmel reichen
über grünen, feuchten Fluren.
Leicht im Abendlicht verschwimmen
sie in goldner Sonnen-Glut,
die sich rötet im Verglimmen.
Und es schweigen laute Stimmen;
stille wird der Wald und ruht.
© Ingrid Herta Drewing, 2014
Oktober 22nd, 2014 | Besinnliches, Herbst, Landschaft, Sonne | Tags: Abendrot, Baumkronen, Herbstabend, Nebel, Silberreiher, Sonnenuntergang, Wiese | 0 Comments
Nun wird es fühlbar kälter, und die Tage
im Nebel und im Dunkel fast verschwinden.
Nur wenn die Stürme wild ihr Spiel austragen,
scheint sich hier noch Bewegung einzufinden.
Als sei sie jenseits jetzt von Raum und Zeit,
verloren ganz im Nirgendwo der Träume,
verliert die Landschaft ihr Konturen-Kleid,
wie Spukgestalten wirken kahle Bäume.
Da schätzt du dein behagliches Zuhause,
fühlst dich geborgen, weil dir Wärme, Licht,
wenn’s draußen dunkelt, doch in deiner Klause
den Schutz vor kalter Unbill fest verspricht.
Ein gutes Buch, Gespräche am Kamin
verscheuchen Trübsinn, lassen Glück einziehn.
© Ingrid Herta Drewing, 2014
Oktober 21st, 2014 | Besinnliches, Herbst, Landschaft, Licht, Natur, Nebel, Poesie | Tags: Dunkelheit, Gemütlichkeit, Kahle Bäume, Konturen, Licht, Nebel, Spätherbst, Spuk. Wärme, ZUhause | 0 Comments
Noch liegen Morgennebel dicht,
die grau die Landschaft ganz verhüllen.
Ich sehne mich nach klarer Sicht.
Es soll der Sonne helles Licht
den Tag uns bringen, warm erfüllen.
Wenn leuchtend sie das Tal bestrahlt,
mag sie im Glanze hier enthüllen
die Bilder, die der Herbst gemalt,
der farbenfroh mit Blattgold prahlt,
in Bäumen Träume darf erfüllen.
Die Vernissage wär‘ mir willkommen,
ich wäre gerne dort der Gast,
dem da das Schauen unbenommen
als Augenweide würde frommen,
bedächtig, frei von aller Last.
© Ingrid Herta Drewing,2014
Oktober 19th, 2014 | Farben, Herbst, Landschaft, Lebensfreude, Licht, Natur, Nebel | Tags: Blattfärbung, Herbst, Herbstbilder, Indian summer, Landschaft, Lebensfreude, Nebel, Sicht, Sonnensehnsucht, Vernissage | 0 Comments
Des Herbstes Stürme durch die Gassen tosen.
Auch Felder, Wälder hat er im Visier
und wirbelt auf die Blätter. Schon Quartier
nimmt Raureif auf den Wiesen; Herbstzeitlose
wetteifern blühend mit den letzten Rosen,
und kahle Bäume stehen stumm Spalier.
Wer hier noch Sonne schreibt, trotzt Nebeltagen,
in deren Dichte die Konturen schwimmen,
wenn laut der Kranichzüge Abschiedsstimmen
erklingen wie ein einzig‘ traurig‘ Klagen,
wer da gelassen bleibt, der wird es wagen,
die Segel seines Sehnens neu zu trimmen.
© Ingrid Herta Drewing,2014
Oktober 16th, 2014 | Herbst, Jahreszeiten, Natur | Tags: Abschied, Ermunterun, Kranichzüge, Nebel, Raureif, Sehnsucht, Spätherbst, Stürme | 0 Comments
Noch dämmert matt des Tages Licht,
im dichten Nebelflaus verborgen.
Es hat der Sonne Strahlgesicht
hier nicht gefunden in den Morgen.
Sie scheint, doch fehlt es ihr an Kraft,
die grauen Nebel zu vertreiben.
Nur mittags sie es manchmal schafft,
zu siegen, strahlend hell zu bleiben.
Doch dann lässt ihre warme Glut
ein Meer von Farben glänzen, leuchten.
Die Landschaft blüht, die goldne Flut
malt Aquarelle in die Feuchte.
© Ingrid Herta Drewing, 2014
Oktober 14th, 2014 | Farben, Flora, Herbst, Landschaft, Licht, Natur, Nebel, Wetter | Tags: Aquarell, Augenweide, Blattfärbung, Gold, Herbst, Landschaft, Lebensfreude, Licht, Nebel, Sonne | 0 Comments
Hier im Nebelgrau verschwimmen
Tage mir, und die Konturen,
die, verwoben, nicht mehr stimmen
in des Morgenlichtes Glimmen,
sind kaum matten Lebens Spuren.
Wo die Sommervögel sangen,
liegt verstummt der kleine Garten.
Auch der Apfelbaum, verhangen,
muss, im Nebelnetz gefangen,
hilflos hier auf Sonne warten.
Alles scheint nur still zu währen,
ruht verhüllt in dichtem Flaus.
Nicht ein Krähenruf mag stören,
kaum sind Klänge noch zu hören,
Schweigen breitet sich nun aus.
© Ingrid Herta Drewing,2014
Oktober 13th, 2014 | Besinnliches, Herbst, Landschaft, Natur, Nebel | Tags: Einsamkeit, Garten, Herbsttag, Konturen, Leben, Mensch, Natur, Nebel, Stille | 0 Comments