Kühl sind die Tage, und die Nebel halten
die Stadt gefangen und den Atem an.
Ich möcht’ den Vorhang weit aufreißen, walten
dass endlich Sonne man erblicken kann.
Zwar können wir die Räume schön erhellen,
wir schaffen künstlich unser eignes Licht,
jedoch der Sonne warme Strahlenquelle
ersetzt uns dieses Scheinen dennoch nicht.
Wer sehnt sich nicht nach blauem Himmel, Weite,
nach Wärme und der hellen Sonnenglut?
Denn fern von Smog frei atmen, das bereitet
uns Wohlgefühl, tut Körper, Seele gut.
Auch ich ersehne Wetterbesserung,
damit das Sonnenlicht mich bringt in Schwung.
© Ingrid Herta Drewing
Januar 16th, 2014 | Besinnliches, Frühling, Wetter, Winter | Tags: frühlingssehnsucht, Klarheit, Lebensfreude, Nebel, Sonne, Winter | 0 Comments
Die Tage dösen hin im Nebelkleid.
Da mag so mancher hier den Schnee vermissen,
das klare, weiße Bild im Spiel der Zeit
und Sonnenschein, den wir zu schätzen wissen.
Stattdessen nur dies feuchte,fahle Grau;
das wahrlich ist nun keine Augenweide!
Es wächst das Sehnen nach des Himmels Blau
und Winterwetter, das bereite Freude.
Der Schlitten, der zur Weihnacht unterm Baum
verheißungsvoll die flotte Fahrt versprochen,
schläft jetzt im Keller, unerfüllt der Traum.
Der Schnee-Pakt scheint im Januar gebrochen.
Wahrscheinlich wird wohl erst zur Fastnachtszeit
der Winter närrisch schlüpfen in sein Kleid.
© Ingrid Herta Drewing,2014
Januar 13th, 2014 | Fastnacht, Lebensfreude, Natur, Schnee, Wetter, Winter | Tags: Blauhimmel, Fastnacht, Grau, Nebel, Schlitten, Schnee, Winter, Winterfreuden | 0 Comments
Vereist fließt der Bach.
Der Gräser Raureifspalier,
ein Funkeln im Licht.
© Ingrid Herta Drewing,2014
Januar 11th, 2014 | Haiku & Co, Winter | Tags: Eiszapfen, Frost, Raureif, Winter | 0 Comments
Es hat der Frost heut‘ über Nacht
viel Schönes uns genommen:
Die Zaubernuss in Blütenpracht,
zu früh war hier der Traum erwacht,
der Frühling sei gekommen.
Da hatten doch so munter schon
die Vögelchen gesungen.
Jetzt sagt der Elster keckernd‘ Droh’n,
der Krähenschwester krächzend‘ Ton,
das Lenzlied sei verklungen.
Das Bächlein, das hell glucksend klang,
fließt langsam, fast verloren.
Die Gräser sind des Raureifs Fang
und sirren mit des Windes Sang
am Teich, der zugefroren.
Ja Winter schreibt nun seine Zeit
nicht nur in den Kalender;
es fällt der Schnee, und weit und breit
trägt alles bald ein weißes Kleid,
gekappt des Frühlings Bänder.
© Ingrid Herta Drewing
Januar 11th, 2014 | Fauna, Flora, Frühling, Natur, Winter | Tags: Eis, Frost, Frühling, Krähen, Vogelgesang, Winter, Zaubernuss | 0 Comments
Raureifgesichtig
proben die Bäume im Park
den Wintergesang.
Die Krähengäste,
schwarze Schatten im Geäst,
nebelverloren.
© Ingrid Herta Drewing
Dezember 16th, 2013 | Haiku & Co, Winter | Tags: Bäume, Krähen, Raureif, Winter | 0 Comments
Schneeflocken fallen nieder;
die Erde wird nun weiß.
Der Tannen grün Gefieder
verleihen sie jetzt wieder
dies‘ winterlich‘ Geheiß.
Bald liegt das Tal geborgen,
versteckt im weichen Schnee,
als seien alle Sorgen
verschwunden früh am Morgen
durch Zauber aus der Höh‘.
Die Kinder froh dort tollen
beglückt im ersten Schnee;
beherzt sie Kugeln rollen,
den Schneemann bauen wollen
sie, fern von Kälte, Weh.
Ein Spaß! Es wird gescherzt, gelacht.
Wie ist der Winter schön!
Auch bei der wilden Schneeballschlacht
kein Kind gar böse Miene macht.
Nur Freude ist zu sehn.
So bringt des kalten Winters Zeit
doch Glück trotz manchem Kummer, Leid.
© Ingrid Herta Drewing,2013
Dezember 11th, 2013 | Lebensfreude, Schnee, Winter | Tags: Freude, Kinder, Schnee, Spaß, Winter | 0 Comments
Noch stellt der Spätherbst hier die Uhren,
und Regen, Nebel, Sonnenschein
verwischen kurzen Frostes Spuren;
sie pendeln grau und feucht sich ein.
Da zeigen Tulpen grüne Spitzen,
als sei ihr Frühling schon erwacht;
doch Tannenbäume, Lichter blitzen,
Adventszeit zeigt auf Weihnacht sacht.
Und bald erscheint zur Sonnenwende
der Winter hier in hellem Kleid,
schenkt weiße Weihnacht, dass auch ende
des grauen, trüben Nebels Zeit.
Dann darf der Tag so klar erstrahlen,
der Himmel blau, das Sonnenlicht
und Schneekristalle glitzern, malen
ihm Diamanten ins Gesicht.
© Ingrid Herta Drewing,2013
Dezember 10th, 2013 | Adventszeit, Ermunterung, Jahreszeiten, Lebensfreude, Weihnachtszeit, Winter | Tags: Adventszeit, Frühling, Klarheit, Licht, Spätherbst, Weihnachten, Winter, Winter-Sonnenwende | 0 Comments
In klarem, hellem Morgenlicht
erstrahlt ein Wintertag.
Schneeweiß erglänzt das Angesicht
der Landschaft, wie ich ’s mag.
Und Stille sanft die Weite füllt,
wo hie und da ein Baum,
ins Raureif-Glitzerkleid gehüllt,
gewährt den Raben Raum.
Die dort, hoch in der Bäume Kronen,
bewachen stumm ihr Reich,
wie Nornen über allem thronen,
ein Schicksalslied zugleich.
Da werden Kindheitsmärchen wach,
denk‘ an „ Die sieben Raben“,
ihr Schwesterlein, das sie bedacht
erlöst‘ durch Liebesgaben.
Ja, mehr als Sonne wärmt die Liebe,
verheißt den alten Menschheitstraum,
dem Christkind folgend, Frieden üben,
sich schenkend unterm Weihnachtsbaum.
© Ingrid Herta Drewing
Dezember 9th, 2013 | Adventszeit, Besinnliches, Geheimnisvolles, Glauben, Leben, Liebe, Märchenhaftes | Tags: Christkind, Friede, Gott, Güte, Liebe, Mythos, Nornen, Raben, Schneelandschaft, Stille, Weite, Winter | 0 Comments
Frost hat geklöppelt heute Nacht
des Nebels Hauch zu zarten Spitzen,
die, in der Sonne hell erwacht,
weiß glitzernd an den Zweigen blitzen.
Verzaubert wirkt hier die Allee,
der Baumparade Winterpracht,
auch Buschwerk, dort am stillen See,
zeigt filigrane Schönheit sacht.
Und lächelnd träumst du; zärtlich, leise
regt Hoffnung sich, Advent bedacht;
des Sternenliedes sanfte Weise
hat Freude, Frieden mitgebracht.
© Ingrid Herta Drewing,2013
November 28th, 2013 | Adventszeit, Lebensfreude, Liebe, Winter | Tags: Advent, Freude, Glitzerbäume, Leben, Liebe, Raureif, Schönheit, Winter | 0 Comments
Kalt über Felder, weiße Weite
kriecht Winterluft, der Nebel flicht
dem Schnee bedeckten Baumgeleite
milchgraue Schleier ins Gesicht.
Tief reicht des Frostes spröde Stille.
Nur hin und wieder in den Zweigen
stört einer schwarzen Krähe Wille
aufflatternd dieses müde Schweigen.
Zart rieselt dann ein Glitzerregen
herab für einen Augenblick;
ein Sternenflüstern scheint zugegen
gewährt dir kurz ein kleines Glück.
© Ingrid Herta Drewing,2013
November 23rd, 2013 | Winter | Tags: Einsamkeit, Kälte, Krähe, Schnee, Schönheit, Winter | 0 Comments