Als ob sie wer im Schlafe wiege,
so traumverloren wirkt die Stadt.
Der Regenwolken graue Riege
noch feiert ihre feuchten Siege,
nasskalter Winter zeigt sich matt.
Es tragen diese trüben Tage
in ihrem regenmüden Kleid
den Gleichmut in sich, und nur vage
erwächst hier aus des Winters Lage
die Leichtigkeit der Frühlingszeit.
Jedoch schon sprießt’s in Park und Garten.
Schneeglöckchen, Krokus, helles Grün
der Wiesen zeigen Frühlings Starten.
Bald ist vorbei das sehnend‘ Warten,
und hell wird hier das Land erblüh’n!
© Ingrid Herta Drewing,2016
März 7th, 2016 | 0 Comments
Category: Flora, Frühling, Jahreszeiten, Landschaft, Leben, Licht, Natur, Sehnsucht, Vorfrühling, Wetter, Winter | Tags: Dornröschen, Frühling, Hoffnung, Krokus, Leichtigkeit, nasskalt, Regenwetter, Schlaf, Stadt, Vorfrühling, Winter
Am 6. März ham wir die Wahl
hier, wen zu wählen aus der Zahl
der Menschen, die uns woll’n vertreten.
Wir sollen unsre Stimm‘ abgeben.
Abgeben? Nein, nur leihen mal!
Wir sind die Sonne, sie der Strahl,
und für’s Gemeinwohl mag’s gelingen,
Projekte auf den Weg zu bringen.
Damit auch alles wächst und glänzt,
erwarten wir stets Transparenz.
Den Wähler gilt’s zu informieren
und nicht die Erdung zu verlieren.
© Ingrid Herta Drewing,2016
März 7th, 2016 | 0 Comments
Category: Stadt | Tags: Erdung der Politer, Gemeinwohl, Kommunalwahl, Stimmabgabe, Transparenz, Wiesbaden
Den leichten Vögeln unsre Worte gleichen.
Sie gleiten unbedacht flugs über Lippen.
Gedanken werden kaum zu Schranken, Klippen.
Fort ist das Wort; es wird sein Ziel erreichen.
Wie gerne fingst du’s ein, um es zu streichen,
das falsch Gesagte richtig umzutippen.
Der Worte Klang dringt tief in unsre Seele,
und sind sie sanft, ist’s wie ein zärtlich‘ Kosen,
schenkt Wärme, Licht, lässt hell erblühen Rosen.
Jedoch die harten, harschen, die Befehle,
sie schnüren zu, dem der sie hört, die Kehle,
und Traurigkeit lähmt nach dem Wüten,Tosen.
Wer dichtet, darf mit Wörtern, Klängen spielen,
zu Bildern sie verweben, Poesie
sie läutern und beleben, Phantasie
in weite Räume, Farben-Träume zielen,
in Rhythmen tanzen, jenen vielen,
die die Musik uns schenkt in Harmonie.
© Ingrid Herta Drewing,2016
März 5th, 2016 | 0 Comments
Category: Dichten, Kälte, Kraft., Leben, Lebensfreude, Licht, Liebe, Menschlichkeit, Musik, Nachdenkliches, Nörgelei, Poesie, Sprache, Wärme, Worte | Tags: Bedauern, Beleidigen, Bosheit, Empathie, Gedanken, Harmonie, Kommumizieren, Musik, Phantasie, Posei, Seele, Sprechen, Traurigkeit, Ungesagtes, Vögel, Worte, Wortklang, Zärtlichkeit
Es geht der Tag heut matt mit müden Füßen.
Ihm fehlt zur Zeit wohl jeglicher Elan.
Zwar ließ so hoffnungsvoll der Frühling grüßen,
Schneeglöckchen, Krokus-Grüppchen wir schon sah’n.
Jedoch der Winter, der so unentschlossen
als Jahreszeit sich launig aufgeführt,
er kam zurück, nasskalt und fahl verdrossen,
und Frost ergriff die Blüten ungerührt.
Verstummt die Amsel, die so schön gesungen,
und Krähen kauern einsam im Geäst,
als seien sie zu trauern nun gezwungen,
weil sich nur Wolkengrau trüb blicken lässt.
Auch ich ersehne Milde, warmes Licht
und hoffe, dass bald Lenz hier sonnig spricht.
© Ingrid Herta Drewing,2016
März 4th, 2016 | 0 Comments
Category: Frühling, Kälte, Leben, Licht, Natur, Sehnsucht, Sonette, Sonne, Winter | Tags: Frühling, Krokus, März, Schneeglöckchen, Sehnsucht, Sonnenlicht, Winter
Der erste März, so kühl und klar,
zeigt wenig Frühlingsmilde,
und dennoch nehme ich ihn wahr
im Sonnenlicht als wunderbar,
durchstreife die Gefilde.
Das Schneeglöckchen, die Krokus-Pracht
sie senden die Signale,
dass doch vorbei des Winters Macht
und Lenz sein Blüten-Licht entfacht
im Park bei uns im Tale.
Der Haselstrauch, schon lang bereit,
und auch der Weide Kätzchen,
sie blühen; es ist ihre Zeit,
was Hummeln und auch Bienen freut.
Sie sammeln Pollenschätzchen.
Und auf dem Baum der Amsel-Hahn
übt seine Melodien.
Sein Lied hat es mir angetan.
Es singt von lichtem Frühlings-Nah’n.
Die Welt wird hell erblühen.
© Ingrid Herta Drewing,2016
März 1st, 2016 | 0 Comments
Category: Farben, Fauna, Flora, Frühling, Landschaft, Lebensfreude, Licht | Tags: Amselgesang, Frische, Frühlingsanfang, Hoffnung, Klarheit, Krokus, Licht, Neubeginn, Schneeglöckchen, Sonnenschein
Wo Chaos herrscht und dunkle Macht,
da tanzt der Schlangenkönig.
Er schürt des Krieges Feuer, lacht,
ob der Zerstörung, die entfacht.
Den Kosmos schätzt er wenig.
Er fördert Terror, Niedertracht,
sein Mammon wächst mit Waffen,
die er verschiebt mit viel Bedacht.
Obwohl sie tödlich ist die Fracht,
zählt für ihn nur das Raffen.
Das Leben nimmt er nur in Acht,
gehört’s zu seinen Kreisen;
dann hält er sorgsam auch die Wacht.
Ansonsten liebt er Todes Tracht,
lässt’s Leben gern entgleisen.
© Ingrid Herta Drewing,2016
Februar 29th, 2016 | 0 Comments
Category: Aktuelles, Gesellschaftskritisches, Kosmos, Krieg, Leben, Menschen | Tags: Kosmos, Kriegsgewinnler, Kriegstreiber, Leben, Reiche, Rüstungsindustrie, Tod, Waffenschieber
Als Ele suchte TTIP-Schlüssel,
da fühlte er sich fremd, verkannt.
Jedoch mit Pfründen-Riecher, Rüssel
durchstöberte er Topf und Schüssel,
bis lukrativ er ihn auch fand.
Schnell hatte er sich umbenannt,
verließ das Dorf am Flüsschen Düssel,
nennt sich ganz stolz nur„ Ele Fand“,
fast unverfänglich, doch bekannt.
Er ist nun Lobbyist in Brüssel,
poliert geheim den TTIP-Schlüssel,
geht Groß-Konzernen gern zur Hand.
© Ingrid Herta Drewing,2016
Februar 28th, 2016 | 0 Comments
Category: Gesellschaftskritisches, Typisierung | Tags: Brüssel, Düssel, Ele, Konzerne, Lobbyist, Pfründen, Schlüssel, TTip
Des Mittags saß mit guter Sicht
die Krähe Klara auf der Laube,
sich wärmend in der Sonne Licht,
als dort im stillen Rosengarten
ein Ungetüm begann zu starten,
bereit zu Lärm und wüstem Raube.
Zunächst beachtete sie’s nicht
und fühlte sich bestärkt im Hoffen,
hier oben drohe kein Verzicht,
denn dieses Monstrum auf der Wiese
war klein gedrungen und kein Riese.
So sah sie sich auch nicht betroffen.
Doch sehr schnell schwand die Zuversicht,
denn brummend kam das Ding da näher,
und Klara sah sich in der Pflicht,
jetzt hier sehr wachsam aufzupassen,
den Feind nicht an ihr Nest zu lassen.
Sie lauerte nun wie ein Späher.
Als es sich durch die Wiese fraß
und Blumen, Blüten, Gräser fielen,
flugs Klara alle Scheu vergaß,
stieß wie ein Habicht da hernieder,
kaum achtend auf ihr glatt Gefieder,
um mit dem Schnabel hart zu zielen.
Wild hackte sie auf ihm herum,
saß kämpfend dort auf seinem Rücken.
Jedoch dies Ding nur surrte dumm,
war weiterhin auf Todes-Reise,
die Gräser stürzten massenweise.
Ihr Angriff schien so nicht zu glücken.
Doch Klara gab so schnell nicht auf,
packt‘ mit dem Schnabel kleine Kiesel,
die warf sie in des Monsters Lauf.
Schon bald begann das Ding zu mucken,
stand schließlich still nach letztem Zucken,
denn schnell war Klara, wie ein Wiesel.
Wer immer sich auch will erfrechen,
bedenke wohl: Des Schwachen Mut
kann doch verhindern Mähen, Dreschen,
denn er kämpft für sein höchstes Gut!
© Ingrid Herta Drewing,2016
Februar 27th, 2016 | 0 Comments
Category: Fabeln und Parabeln, Fauna, Flora, Freiheit, Friede, Gewalt, Kampf, Kinder, Leben, Liebe, Vögel | Tags: Betroffenheit, Garten, Gleichgültigkeit, Kampf, Krähe, Leben, Liebe, List, Mut, Rasenmäher, Schwache, Sieg, Stärke, Verteidigung, Wiese
Ein Kroko schwamm im Weißen Nil
und träumt‘, er fände bald ein Dil,
das ganz zu ihm gehöre.
Er kroch an Land, hielt sich in Schuss
trainierte auch den Kroko-Kuss,
damit er sie betöre.
Ob er sie fand, das weiß ich nicht,
denn Dile sind so scheu bei Licht,
sie lieben das Verstecken.
Doch blüht jetzt dort der Kro-ko-kus
so schön, dass man vermuten muss:
Er konnte sie entdecken.
© Ingrid Herta Drewing,2016
Februar 25th, 2016 | 0 Comments
Category: Beziehungen, Leben, Liebe, Surrealistisches | Tags: Blüten, Krokodil, Krokus, Kuss, Liebe, Sehnsucht
Ein Rabe, klug und welterfahren,
saß sinnend, still auf seinem Baum.
Er spürt‘ den Wind im Wipfel kaum
und dachte, ob in hohen Jahren
sich nun erfüllen sollt‘ sein Traum.
Ob es hier endlich Frieden gebe
und Handeln wäre gut bedacht,
der Mensch erkenne wahre Macht,
dass Liebe, die das Leben gebe,
dann schließlich siege Tag und Nacht?
Und während er so sann und dachte,
flog nebenan die Eule ein,
genoss als Spot des Mondes Schein.
Sie glaubte, Rabe sie verachte,
weil er so saß für sich, allein.
„Sag, Rabe, ist es dir bekannt –
ich hörte es auf meiner Reise –
dass mich die Menschen nennen weise?“,
so fragte sie ihn arrogant
und senkte ihre Stimme leise.
Der Rabe saß verwundert dort
und prüfte dieser Botschaft Sinn,
dann sprach er:“Eule, nimm es hin,
verhalte weise dich vor Ort,
dann ist das Wort wohl ein Gewinn!“
© Ingrid Herta Drewing,2016
Februar 25th, 2016 | 0 Comments
Category: Erfahrung, Erzählgedichte, Fabeln und Parabeln, Leben, Menschen, Nachdenkliches | Tags: Bescheidenheit, Erfahrung, Eule, Friede, Geltungssucht, Leben, Liebe, Nachdenklichkeit, Rabe, Vorurteil, Weisheit