Die Leiter leer, der Laubfrosch bleibt versteckt.
Auch so fühl’ ich, wie kühl die Tage sind,
und freue mich, wenn mich mal Sonne weckt,
weil sie im Wolkengrau ein Schlupfloch find’t.
So war mein Urlaubswetter nicht geplant;
ich träumte doch vom Schwimmen, Sonnenbaden!
Als hätte es die Kälte schon geahnt,
eröffnet ein Solarium hier g’rade.
Da finden sich wohl bald auch Kunden ein.
Ich mag kein künstlich’ Licht, ich brauch’ Natur
und hoffe, dass der Sommer spielt noch rein
auf seiner Wärmestrahlen-Klaviatur.
Damit er wohlig hier erwärm’ die Erde
und auch mein Urlaub noch erholsam werde.
© Ingrid Herta Drewing
Juni 6th, 2012 | Frühsommer, Lebensfreude | Tags: Kälte, Laubfrosch, Regen, Sommer, Sonne, Urlaub | 0 Comments
Mit unschuldsblauen Augen blickt der Tag
am Morgen dir ins blasse Angesicht.
Geheimnis ist, was er heut’ bringen mag,
ob es dir gar missfällt, ob ’s dir behagt,
magst du erahnen, doch du weißt es nicht.
Oft überrascht dich eine Kleinigkeit,
ein Schmetterling, der kurz bei dir zu Gast
auf dem Balkon, die Blüten wählt zur Rast
und dort verweilt in seiner Leichtigkeit,
bevor er weiter fliegt, ganz ohne Hast.
Vielleicht siehst du schon erste Schwalben schweben.
Als Sommers Boten kehren sie zurück
Ihr Anblick schenkt dir dieses kleine Glück,
verspricht dir Wärme, lichtes, leichtes Leben
im hellen Sonnenschein, der dich erquickt.
Gewiss darfst du viel Schönes nun erwarten.
Jetzt teilt ’s Natur in reicher Fülle aus.
Es wird zum Paradies der kleine Garten,
das Wachsen, Blühen durfte wieder starten,
und auch die Rosen ranken sich um ’s Haus.
© Ingrid Herta Drewing
April 30th, 2012 | Frühling, Leben, Lebensfreude | Tags: Blauhimmel, Garten, Lebensfreude, Paradies, Schmetterling, Schwalben, Sommer, Wärme | 0 Comments
In deine Arme
nimm mich, Mutter Natur!
Lass in den sanften
Wiesen und Wäldern
Atem mich schöpfen,
um dem Gesang
des Windes zu lauschen,
der zärtlich
in Gräsern und Wipfeln spielt,
hören gefiederter Sänger
liebliche Lieder,
die meine Seele beglücken
mit Melodien, den schönen!
Sehen auch möcht’ ich
der duftenden Blüten Leuchten
und am Abend
der sinkenden Sonne
rotgoldene Glut,
um andächtig dann
in der Nacht
unter Sternen
zu träumen
den Sommer des Lebens.
© Ingrid Herta Drewing
November 24th, 2011 | Besinnliches, Herbst, Jahreszeiten, Sommer | Tags: Blütenduft, November, Sehnsucht, Sommer, Vogelgesang | 0 Comments
Die Schatten wachsen; auf den Fluren
treibt Herbstwind stürmisch nun sein Spiel.
Ein traurig’ Bild die Sonnenuhren,
verloren Stundenzeigers Ziel.
Das letzte Heu ward eingefahren,
der Apfelbaum nicht Frucht noch trägt.
Der Herbst nimmt Abschied jetzt im Jahre,
das Feuerholz wird klein gesägt.
Du ziehst Bilanz, es lässt November,
nun nebelstill, dich innehalten;
der späte Sommer im September
konnt’ sein Versprechen doch nicht halten.
Zu kalt, zu nass, unüblich war,
wie sich vermischten Jahreszeiten.
Bald legt der Winter offen dar,
ob er sich lässt von Masken leiten!
© Ingrid Herta Drewing
November 18th, 2011 | Herbst, Jahreszeiten, Winter | Tags: Herbst, Jahreszeiten, November, Sommer, Winter | 0 Comments
Welch ein verrücktes Jahr!
Jetzt fällt ’s dem Sommer plötzlich ein,
dass er vergessen hatte, da zu sein.
Nachdem er seine Jahreszeit verschlafen,
verdrängt er nun den Frühherbst, diesen braven,
der schon, gesteuert hin zum Ernteziel,
begonnen hat mit seinem Farbenspiel.
Nun trumpft der Sommer auf,
und hitzig schubst er ihn zur Seite,
dass ihm die Hoheit nicht entgleite.
Erstaunt die Kinder fragen:“ Was willst du?
Du kommst zu spät, die Freibäder sind zu!
Auch unsre Ferien, lange schon vorbei,
ertranken fast im Regeneinerlei.
Jetzt ist die Drachenzeit!
Sie sollen hoch am Himmel schweben,
und keiner möchte gern in Hitze kleben.
Drum, Sommer, zeig’ ein freundliches Gesicht,
denn schwitzen wollen wir nun wirklich nicht!“
Beschämt gibt sich der späte Sommer mild
und fügt sich ein ins goldne Frühherbstbild.
© Ingrid Herta Drewing
September 27th, 2011 | Herbst, Jahreszeiten, Sommer | Tags: Drachenzeit, Ferien, Frühherbst, Hitze, Sommer | 0 Comments
Wie schön dort in den Rosenhecken,
wo jüngst ein Blütenmeer noch war,
die roten Hagebutten blecken,
so drall und fruchtig, glänzend klar!
Zwar senden sie uns Herbstsignale,
jedoch ihr feuerroter Glanz
belebt das Bild noch, wenn der fahle
November naht im Nebeltanz.
Gepflückt, geschält, als Marmelade,
so munden sie als Brotaufstrich.
Doch als der Vögel Futtergnade
erweisen sie im Winter sich.
Wie schön dort in den Rosenhecken,
die nun all ihrer Blüten bar,
die Hagebutten rot erwecken
den Traum des Sommers, der hier war.
© Ingrid Herta Drewing
September 20th, 2011 | Herbst, Natur, Sommer | Tags: Erinnerung, Hagebutten, Heckenrosen, Herbst, Sommer, Vogelfutter | 0 Comments
Der Herbst, der Wilde, der so rot belaubt
sich in das helle Sommerleben mischt
und alles, was wir, hoffend, grün geglaubt,
verfärbt mit seinem kühnen Farbenwisch.
Der Herbst ist uns zu früh ins Jahr geschlittert.
(Das Thermometer stürzte zwanzig Grad)
Wer unlängst noch geschwitzt, jetzt frierend zittert
und wünscht, dass dieser Spuk ein Ende hab’.
Wir hoffen auf Septembers milde Tage.
Der Frühherbst möge warm, gefällig sein!
Dann nehmen wir ihn gern an, ohne Klage;
gewinnt der Winzer doch nun goldnen Wein.
Wir wollen froh der Ernte Fest besingen
und tanzen, uns im Kreise drehend, schwingen.
© Ingrid Herta Drewing
September 5th, 2011 | Herbst, Jahreszeiten, Lebensfreude, Sommer | Tags: Blattfärbung, Erntefest, Farbenpracht, Herbst, Kälte, Lebensfreude, September, Sommer | 0 Comments
Es liegt ein Schatten auf den Sonnenuhren.
Mir ist es, als ob stünde still die Zeit.
Wehmütig träumt der Sommer auf den Fluren.
Zum Abschied, scheint es, hält er sich bereit.
Sein warmer Blick, der nun so sanft und mild,
fast lächelnd, ruht auf letzten, roten Rosen,
auf dem an Früchten reichen Erntebild,
bemerkt, zwar zögerlich, die Herbstzeitlosen.
Ich sehe Kraniche nach Süden ziehen.
Ein Zeichen, dass hier bald der Sommer geht,
obwohl Reseden, Oleander blühen,
und hell die Sonne noch am Mittag steht.
Wie gerne hielte ich die Uhren an, die Zeit!
Doch die Vernunft sagt mir: Vermessenheit!.
© Ingrid Herta Drewing
September 4th, 2011 | Abschied, Besinnliches, Natur, Sommer | Tags: Absched, Leben, Liebe, Milde, Rosen, Sommer, Sonne, Wehmut | 0 Comments
Die Nachmittage,
leis’ in den Wind gesungen,
farbige Sehnsucht.
Dies’ duftende Lied
im Leuchten der Petunien,
ein Hauch von Sommer.
So nasenselig,
träumend im Rausch der Blüten,
den Herbst besiegen.
© Ingrid Herta Drewing
August 29th, 2011 | Haiku & Co | Tags: Blütenduft, Herbst, Sommer | 0 Comments
Nun, da der Sommer sanft zu Ende geht
und mit ihm auch der goldnen Felder Wogen.
Der Früchte Pracht bereit zur Ernte steht,
sind Vögel schon nach Süden weggezogen.
Ermattet sinkt die Zeit der Sonnenuhren,
und Abendschatten weiten Länge aus.
Es zeigen sich des Frühherbsts erste Spuren.
Das Weinlaub flammt in Röte auf am Haus.
Der Morgen, der im Nebeldunst erwacht,
erwartet kühl der Sonne warmes Strahlen,
die sich verspätet auf den Weg jetzt macht,
die Landschaft zart und lieblich zu bemalen.
Der Sommer mag uns so Adieu nun sagen
schenkt uns die Milde der Septembertage.
© Ingrid Herta Drewing
August 27th, 2011 | Sommer | Tags: Frühherbst, Nebel, September, Sommer, Sonnenuhr | 0 Comments