Archive for the Category Leben
Das Sommerhuhn sitzt überm Land,
beginnt uns hitzig auszubrüten.
Was uns beschwert,fällt weg als Tand;
erträglich Seide als Gewand,
bevor hier die Gewitter wüten.
Wie sich der Arbeitseifer legt;
der Ventilator lässt uns dösen.
Ermattet man die Siesta pflegt,
die sonst der Mensch des Südens hegt;
auch uns schenkt sie jetzt ein Erlösen.
© Ingrid Herta Drewing,2017
Juni 22nd, 2017 | Hitze, Leben, Sommer | Tags: Hitze, Kühlung, Ruhe, Siesta, Sommer, Ventilator | 0 Comments

Als stünde es in Abendscheines Flammen,
so schön erblüht der Rose Angesicht,
Und lieblich flicht ihr milder Duft im Licht
der Sonne, die so heiß im Mittag spricht,
mir hier des Sommers Leichtigkeit zusammen.
Und immer wieder neue Knospen sprießen,
die Blüten sich entfalten, wohl geborgen.
Was sorgsam war verhüllt, darin verborgen,
darf freudig ich erschauen jeden Morgen,
wenn ich beginn‘ die Pflanze zu begießen.
Es will mir fast als Sinnbild auch erscheinen,
wie sie hier zelebriert ihr Wachsen, Blühen,
das Reifen, vor dem Welken noch ein Mühen,
wie unser menschlich‘ Leben, dies Erglühen,
das uns nur kurz auf Erden wird vereinen.
© Foto u. Text / Ingrid Herta Drewing,2017
Juni 11th, 2017 | Besinnliches, Leben, Lebensfreude, Licht, Liebe, Rosen | Tags: Blühen, Dasein, Gloria Dei, Leben, Licht, Liebe, Menschenleben, Reifen, Rose, Rosenstock, Schönheit, Symbol, Tod, Wachsen, Welken | 0 Comments
Manchmal schmerzen noch die Narben
jener Wunden, die das Leben
mir mit Freud und Leid gegeben,
wenn gar Liebe, Sehnen starben,
Hoffnung wollt nach Falschem streben.
Vieles, was mir schien erhaben,
fand sich doch im Flachen wieder.
Auch des Glückes reiche Gaben
schwanden, Honig aus den Waben
troff als trüber Zucker nieder.
Dennoch hält mich dieses Leben
tief verbunden; die Natur,
die den Blick ins Licht mag heben,
lässt mich ständig neu verweben
hier auf ihrer schönen Spur.
© Ingrid Herta Drewing,2017
Juni 9th, 2017 | Besinnliches, Leben, Natur | Tags: Enttäuschung, Erfahrungen, Freude, Leben, Lebensfreude, Leid, Liebe, Natur, Schönheit, Sehnen, Treue, Vertrauen | 0 Comments
So sanft und leicht, wie diese Schwalben schweben
im hohen Blau der Himmelslüfte hin,
möcht‘ sich auch schwerelos mein kleines Leben
in eines frühen Sommers Licht verweben,
nicht wähnen Anfang, Ende, Sinnbeginn.
Auf sanften Schwingen in den Abend gleiten,
wenn tief am Horizont die Sonne loht
und lange Schatten durch die Straßen schreiten.
Im letzten Licht noch weit die Flügel breiten,
bevor die Dunkelheit den Tag bedroht.
© Ingrid Herta Drewing
Juni 5th, 2017 | Besinnliches, Leben, Licht | Tags: Geborgenheit, Himmel, Lebensende, Lebensfreude, Leichtigkeit, Liebe, Schwalben, Sonnenuntergang | 0 Comments
Das bringt das Fass zum Überlaufen,
da geht der Krug zum Brunnen, bricht,
es ist ja wohl zum Haare raufen,
das letzte Hemd gilt es zu kaufen,
denn Geiz ist geil, Konsum fast Pflicht.
Der Wirtschaftskreislauf soll florieren,
auch wenn dein Geld dort flöten geht,
weil die Börsianer spekulieren
und digital schnell transferieren,
was sonst durch Arbeitskraft entsteht.
Du träumst von einem Haus mit Garten,
ziehst in die Mietskaserne ein:
Beruflich in der Großstadt starten,
verlangt von dir so manches Warten,
wenn deine Einkünfte sind klein.
Den Letzten beißen stets die Hunde,
der frühe Vogel fängt den Wurm,
lehrt uns des Sprichworts fromme Kunde.
Jedoch siehst du wohl in der Runde:
Wer viel besitzt,der trotzt dem Sturm.
© Ingrid Herta Drewing,2017
Mai 19th, 2017 | Deutschland, Leben, Sprichwörtliches | Tags: Arbeit, Arbeiter, Ausdauer, Fleiß, Großstadt, Kapital, Lebensqualität, Mehrwert, Spekulanten, Sprichwortwahrheiten, Wirtschaftskreislauf | 0 Comments
( Nach 5-Wörtervorgabe:Torte, Trauschein, Kochtopf, Riss, Wiegenlied )
So schön, aus weißem Marzipan,
der Hochzeitstorte Rose.
Sie zu bewahren, war der Plan,
in jener kleinen Dose,
die neben Brautkranz, Trauschein lag,
gehütet nach dem Hochzeitstag.
Doch zwischen Kochtopf, Wiegenlied
muss manches Märchen schwinden.
Die Rose jetzt ein Riss durchzieht,
der kaum zu unterbinden.
Vergilbt sind auch des Kranzes Blüten.
Nun gilt’s, des Lebens Traum zu hüten.
© Ingrid Herta Drewing
April 26th, 2017 | Illusion, Leben, Liebe, Rosen | Tags: Alltag, Brautkranz, Ernüchterung, Hochzeitstorte, Illusion, Kinder, Küche, Leben, Rose | 0 Comments
Und jede Falte, die dein Antlitz prägt,
zeigt dir im Spiegel, dass dein menschlich‘ Werden,
das sich in Blüte-Reife-Jahren wägt,
vergänglich ist wie alles hier auf Erden.
Doch deine Augen schauen, begeistert noch,
als währe ewig auf der Welt dies‘ Leben
und hieße dich vertrauen, dass kein Joch
dich jemals könnt‘ dem Schönen hier entheben.
Gleich einem Klang, der aus der Wellen Mitte
sich breitet aus, will in die Weite schwingen,
wird, was dir bang erscheint, zur leisen Bitte,
noch lange hier dies süße Lied zu singen.
© Foto u. Text / Ingrid Herta Drewing
April 19th, 2017 | Leben, Lebensfreude, Licht | Tags: Blühen, Falten, Klang, Leben, Lied, Reifen, Schönheit, Vergehen, Werden | 0 Comments
Dem Leben stetig auf der Spur,
ob in den Wäldern, ob am Weiher,
ob warm im Nest,ob schleimig nur,
Verpackungskünstlerin Natur
reicht’s weiter dank der vielen Eier.
Sogar den Säugern einverleibt
hat sie die Eier als Geschenke;
ein Reservoir,das lange bleibt,
und stets eins zur Befruchtung treibt,
dass sich das Sperma drin versenke.
Das Ei, in seiner Form vollendet,
dort in der Hennen Brutgehege,
wird doch von Räubern gern entwendet.
Der Mensch, dem es gut Nahrung spendet,
hält sich gern Hühner für’s Gelege.
Symbol des Lebens ist das Ei.
An Ostern zeigt’s im Frühlingsbeben,
dass es erneuert, frank und frei,
als ob dies Dasein ewig sei,
hier blühend darf zum Lichte streben.
© Ingrid Herta Drewing,2017
April 10th, 2017 | Ei, Frühling, Leben, Lebensfreude, Licht | Tags: Ei, Erneuerung, Frühling, Hoffnung, Leben, Licht, Ostereier, Ostern, Symbol des Lebens | 0 Comments

Mein Vögelchen in Eis und Schnee,
du wolltest so schön singen.
Doch lässt hier harsch des Winters Weh
dein Lied nicht hell erklingen.
Es hat der Frost nun kalt verbannt
der Lüfte zartes Schwingen.
Der Frühling weilt‘ nur kurz im Land,
kann kaum jetzt Wärme bringen.
Doch bitte ich inständig Gott,
dass er doch halte wieder
dich gütig bergend, schütze dich
und schenke Lebens Lieder.
© Ingrid Herta Drewing,13.03.2017
© Foto : Karl-Heinz-Fricke
März 13th, 2017 | Glauben, Leben, Licht | Tags: Glaube, Hoffnung, Leid, Vögelchen, Winter, Zuversicht | 0 Comments
Es rauscht das Meer, die Brandung an den Buhnen
verwirbelt weiß sich in der Gischt und tanzt.
Dort, wo die Küste steil, verwischt es Runen
im Felsgestein, von Wasser, Wind gestanzt.
Gefräßig nagt die Brandung hohle Kehlen,
und in den Lüften stürzt die Möwe, schreit,
wie einstmals dort beim Schiffbruch arme Seelen,
von Sturm gepeitschter See an Land gespeit.
Ein unablässig Spiel hier, die Gezeiten,
die, folgend dieses fernen Mondes Lauf,
im Kommen, Gehen weit in Wellen schreiten,
den Strand und seine Sande wühlen auf.
Wie alles hier der Zeit anheim gegeben
und dennoch auch erfüllt vom Wunder Leben.
© Ingrid Herta Drewing,2017
Januar 30th, 2017 | Landschaft, Leben, Meer | Tags: Brandung, Brandungshohlkehlen, Ebbe, Felsgestein, Flut, Gezeiten, Gischt, Meer, Möwen, Sand, Schiffsbrüchige, Steilküste, Strand, Sturm, Veränderung, Wasser, Wellen | 0 Comments