Archive for the Category Kinder
Auch wenn dein aufgeklärter Geist sich sträubt;
wir Menschen brauchen sie, die Rituale.
Wir mögen’s, wenn zur Weihnacht Schnee hier stäubt
und Lichtersterne sich ins Dunkel malen.
Ein Festtagszauber darf den Alltag schönen.
Wir ruhen uns von grauen Sorgen aus,
und wollen schenken, herzensfroh verwöhnen
die Lieben unterm Tannenbaum zuhaus.
Genießen freudig auch den Weihnachtsjubel,
die alten Lieder, die erneut erschallen,
und danken Gott, wenn sich gestillt der Trubel,
andächtig in der Kirche weiten Hallen.
Zum Innehalten sind wir nun bereit;
das Christfest schenkt uns jedes Jahr die Zeit.
© Ingrid Herta Drewing,2014
Dezember 22nd, 2014 | Besinnliches, Brauch, Glauben, Jesus Christus, Kinder, Lebensfreude, Licht, Liebe, Sonette, Weihnachtszeit | Tags: alte Weisen, Andacht, Behaglichkeit, Festtage, Freude, Geschenke, Gottesdienst, Liebe, Ritual, Weihnachtsbaum, Zauber | 0 Comments
Nun auch November nebelsüchtig endet,
und Spätherbst räumt dem Winter das Revier.
Ob der Dezember sonnentüchtig blendet?
Die Wetterfrösche melden Kälte hier.
Man möchte gern die weißen Sternchen sehen;
und auf den ersten Schnee die Kinder warten.
Sie wollen auf den Berg zum Rodeln gehen,
den Schneemann bauen; der soll steh’n im Garten.
Auf weiße Pracht sind Pendler nicht erpicht.
Der Weg zum Arbeitsplatz wird schnell zum Graus;
auf glatten Straßen, oft noch Nebel dicht,
steckt man im Stau, kommt abends spät nach Haus.
Und doch wünscht im Advent, zur Weihnachtszeit
so mancher, dass es stimmungsvoll, schön schneit.
© Ingrid Herta Drewing,2014
November 27th, 2014 | Adventszeit, Kinder, Schnee, Sonette, Weihnachtszeit, Winter | Tags: Erster Schnee, Kälte, Kinder, Pendler, Schneemann, Stau, Straßenglätte, Unfälle, Winter, Wintersport | 0 Comments
Nun schwindet endlich der Nebel! Die Lüfte,
sonnendurchwirkt, hell erstrahlen in Blau.
Hier auf dem Weihnachtsmarkt locken uns Düfte,
Tannenbaum, Krippe und Sternlilien-Schau.
Ein Karussell, sehr nostalgisch, dreht Kreise.
Pferdchen und Kutsche bewegen sich mit.
Die Kinder wagen begeistert die Reise,
und Glocken-Klänge begleiten den Ritt.
Erwachsene auch gerne hier verweilen,
bewundern Kunsthandwerks Waren am Stand.
Zur Weihnacht will schenkend man Freude teilen,
ist froh, wenn sich da das Passende fand.
Besucher sich treffen zum munteren Plausch,
an Glühweinbuden die Menschentrauben.
Der gewürzte Wein wärmt, erzeugt keinen Rausch;
da darf sich jeder sein Gläschen erlauben.
Rostrot dort am Markt sich der Dom hoch erhebt,
gewährt Raum zu besinnlicher Stunde,
lädt ein zur Adventszeit; der Glaube, er lebt,
schenkt uns Liebe und Frieden im Bunde.
© Ingrid Herta Drewing,2014
November 26th, 2014 | Adventszeit, Glauben, Kinder, Licht, Liebe, Weihnachtszeit | Tags: Christus, Friede, Glaube, Glühwein, Gott, Kinderkarussell, Kunsthandwerk, Liebe, Nassauer Dom, Weihnachtsmarkt | 0 Comments
Tannenduft, und Kerzen schimmern
in den Räumen, wohl bestellt,
Weihnachtsmärkte, leuchtend Flimmern
einer Zauber-Glitzerwelt.
Blaue Buden, Menschenschwärme,
Glühwein hat jetzt Konjunktur,
und man plauscht, genießt die Wärme,
mild hier auf des Frohsinns Spur.
Die Adventszeit stimmt das Hoffen
auf der Weihnacht Segen ein.
Was von Sorgen sonst betroffen,
lässt man außen vor gern sein.
Ist dies doch die Zeit der Freude,
die ins Dunkel bringt das Licht,
das auch unsrem Alltags-Heute
sanft die Zuversicht verspricht.
Und der Kinder Augen strahlen
heller als der schönste Stern.
Christfest-Träume ihnen malen
ein Geheimnis, das noch fern.
© Ingrid Herta Drewing,2014
November 25th, 2014 | Adventszeit, Kinder, Lebensfreude, Licht, Liebe | Tags: Advent, Festtage, Hoffnung, Kinderaugen, Lebensfreude, Vorfreude auf Weihnachten, Weihnachtsmarkt | 0 Comments
Mag Frühherbst nun vollenden
dies’ Werk der Reife, Licht
und Sonnengold uns spenden,
mit milden, sanften Händen
verzögern den Verzicht.
Auch wenn im Nebeldunst
er morgens spät erwacht,
schenkt er uns mittags Gunst
als Maler seiner Kunst,
und blau der Himmel lacht.
Das Blattgold in den Zweigen,
des wilden Weines Wand
darf rot gefärbt sich zeigen,
Musik und Erntereigen
verschenkt er unverwandt.
Bucheckern, Eicheln, Nüsse,
Eichhörnchen birgt sie, hebt
sie auf, die Leckerbissen.
Kastanien, Spielgenüsse,
das Kinderherz erbebt.
© Ingrid Herta Drewing,2014
September 11th, 2014 | Farben, Frühherbst, Kinder, Lebensfreude, Natur | Tags: Blätterfärbung, Eichhörnchen, Ernte, Frühherbst, Kastanien, Kind, Nebel, Nüsse, Rotes Weinlaub, Sonne | 0 Comments
Nach Süden wird sich nun der Sommer wenden;
der Bäume Laub verkündet Herbstbeginn.
Mit braunen Rändern an den Blätterhänden
zeigt der Kastanienwald kaum Sommersinn.
Noch weilen in den grünen Stachelbetten
die braunen Früchte, die sehr bald dort säumen
den Stamm am Boden, eine Erntestätte;
Maronen lassen den Gourmet schon träumen.
Auch lockt uns wohl des Herbstes Farbenspiel,
das er sogar an grauen Tagen schenkt,
und auf den Höhen, die der Winde Ziel,
das Kind begeistert seinen Drachen lenkt.
So birgt die dritte Jahreszeit doch Freuden,
erleichtert’s uns, dass Sommer jetzt muss scheiden.
© Ingrid Herta Drewing,2014
August 26th, 2014 | Herbst, Jahreszeiten, Kinder, Lebensfreude, Sommer, Sonette | Tags: Blattfärbung, Drachen, Herbstfreuden, Kastanienwald, Kinder, Maronene, Sommerende, Wind | 0 Comments
Zur Erinnerung an die Todesopfer an der Berliner Mauer
( Peter Fechter, achtzehn Jahre alt, wurde im August 1962 beim Fluchtversuch über die Mauer in Berlin-Mitte,Zimmerstraße,in der Nähe des Checkpoint Charlie von DDR-Grenzern angeschossen und verblutete auf dem Todesstreifen vor den Augen vieler Menschen.)
Nimm hin die Blüten und den Schnee!
Sie zeigen mir das Weiß der Trauer,
und selbst die Schwäne auf dem See
erinnern mich an jene Mauer,
die tausend Tode für ihn barg.
Die Hoffnung, Freiheit zu gewinnen,
verlockte ihn zu seiner seiner Flucht.
Er war so jung und wollt‘ entrinnen
aus jenes engen Zwanges Schlucht,
um neu sein Leben zu beginnen.
Mein müdes Herz, erstarrt im Weh;
noch hör‘ ich die geliebte Stimme:
„Wir sehn uns wieder, tschüss, ich geh‘,
denk du nur nicht an alles Schlimme,
es wird nicht kommen gar so arg!“
Nimm hin die Blüten und den Schnee!
Sie zeigen nur das Weiß der Trauer,
es singen Schwäne auf dem See
das Lied von jener Todesmauer,
dort wo mit ihm mein Leben starb.
© Ingrid Herta Drewing,2014
August 24th, 2014 | Erinnerungen, Gesellschaftskritisches, Historisches, Jugend, Kinder, Mutter, Tod, Trauer | Tags: Berliner Mauer, Kind, Mutter, Peter Fechter, Schmerz, Todesopfer, Trauer, Verwaste Eltern | 0 Comments
Vorbei das Spiel der Sonnenuhren!
Es meldet sich der Tag in Grau
zu einer dichten Wolkenschau.
Des Regens nasse, kalte Spuren,
sie rinnen hin in Stadt und Au.
Zu früh scheint Sommer zu verblassen.
Wir spüren schon des Herbstes Hauch;
aus den Kaminen steigt der Rauch.
Wer will die Seinen frieren lassen?
Das wäre gegen jeden Brauch.
Der Kinder Ferien? Beschaulich,
für’s Freibad ist es viel zu kalt.
Im Regenmantel durch den Wald,
mag sein für Ältere erbaulich,
da googeln Jungen, Mädchen halt.
Auch greift nun mancher gern zum Buche.
Es zeigt ihm Phantasie die Welt,
das Abenteuer, das erhellt,
beglückt so, trotz der Sonnensuche,
den Menschen, wenn der Regen fällt.
© Ingrid Herta Drewing,2014
August 19th, 2014 | Frühherbst, Jahreszeiten, Kinder, Lebensfreude, Sommer, Wetter | Tags: Computerspiel, Herbst, Jungen, Lesen, Mädchen, Phantasie, Regen, Sommerferien | 0 Comments
Wir Menschen unersättlich scheinen.
Genügsam und im Kern zufrieden,
sind wir wohl selten da hienieden,
auch miteinander nicht im Reinen.
Nur selten wahren wir den Frieden.
Maßlosigkeit gepaart mit Macht,
der dumpfe Wahn der Egomanen!
Sie schreiben Hass auf ihre Fahnen,
und grell des Krieges Fratze lacht.
Vergessen sind Vernunft und Mahnen.
Vereint sollt‘ man Probleme lösen,
die zahlreich hier auf Erden sind,
damit dann Kind und Kindes Kind
nicht fürchten müssen sich vor bösen
Gefahren, die wir schufen blind!
© Ingrid Herta Drewing,2014
August 1st, 2014 | Aktuelles, Friede, Gedankenlyrik, Gesellschaftskritisches, Kinder, Leben | Tags: Elend, Gemeinsamkeit genügsamkeit erde Schöpfung, Hass, Krieg, Leid, Maßlosigkeit, Tod, Unvernunft | 0 Comments
An der Ampel fragte lind
Lehrer Michel jüngst ein Kind,
ob es ihm denn sagen könne,
welch‘ Bedeutung Grün benenne.
„Leider“, sprach das Kind geschwind,
„bin ich selber farbenblind“.
© Ingrid Herta Drewing
April 2nd, 2014 | Farben, Kinder, Schmunzelgedicht, Zwei-Wörter-Vorgabe | Tags: Ampel, Farbenblind, Kind, Lehrer | 0 Comments