Archive for the Category Besinnliches
Der Abend senkt nun blinzelnd seine Lider,
von ferne nur noch Fluggeräusche grummeln
und wo sich sonst Insekten summend tummeln,
dort schließen sich die Blüten sorgsam wieder.
Die Sonne, fast im Wolkenbett versunken,
zum Abschied rötet sie den Himmel nun.
Es geht der Tag jetzt, der so sonnentrunken
sich vormals zeigte, um sanft auszuruh’n.
Bald naht die Nacht auf ihren dunklen Schwingen,
lässt nur dem Silbermond die lichte Bahn.
Er darf im Chor der Sterne Solo singen,
und Schnuppen fallen leuchtend, Wünsche-Wahn.
Und mag sich heute Nacht auch mancher Wunsch erfüllen,
des Menschen Sehnsuchtsträume sind wohl nicht zu stillen.
© Ingrid Herta Drewing
August 12th, 2015 | Besinnliches, Geheimnisvolles, Leben, Licht, Liebe, Natur, Sommer, Sonette, Sterne | Tags: August, Friede, Liebe, Perseiden, Sommer, Sonnenuntergang, Sternenhimmel, Sternschnuppen, Wünsche | 0 Comments
Noch hält die Nacht den Tag umschlungen,
obwohl der Morgenstern nun fein
verkündet, dass bald licht-durchdrungen
die Stadt erglüht im Sonnenschein.
Die Vögel lupfen ihr Gefieder,
der Ringeltaube Ruf erklingt.
Von fernen Dächern Antwort wieder
sich in des Himmels Äther schwingt.
Der Tag erwacht, ein Sommermorgen,
erfüllt von mildem Rosenduft,
beglückt mich; ich fühl‘ mich geborgen
auf dem Balkon in frischer Luft.
© Ingrid Herta Drewing, 2015
August 11th, 2015 | Besinnliches, Friede, Geborgenheit, Lebensfreude, Licht, Natur, Rosen, Sommer | Tags: Balkon, Dämmerung, Geborgenheit, Licht, Morgen, Morgenstern, Ringeltaube, Rosenduft, Sommer, Sonne | 0 Comments
Heiß will sich nun August
ins Sommerherz hier schreiben,
dem Leben flüstern: Bleiben!
Der Pflanzen heller Blust,
des grünen Werdens Lust
darf Träume übertreiben.
Perseiden, Wünsche-Zeit,
Laurentius-Tränen fallen,
manch Mündchen von Korallen
seufzt da im Liebesleid.
Nicht viele sind gefeit
vor Wahn und Wohlgefallen.
Hochsommer-Freuden; Heu
liegt duftend auf den Wiesen,
gekürzt, was hoch wollt‘ sprießen.
Doch immer wieder neu
erfrischt uns kühl und treu
des Baches gluckernd‘ Fließen.
© Ingrid Herta Drewing,2015
August 4th, 2015 | Besinnliches, Flora, Landschaft, Lebensfreude, Licht, Liebe, Sehnsucht, Sommer, Sterne | Tags: August, Bach, Frische, Heuduft, Hochsommer, Leben, Perseiden, Sternschnuppen, Verliebte, Wahn, Wasser, Wünsche | 0 Comments
Noch hält die Nacht die dunkelblauen Schwingen
sanft ausgebreitet, schenkt der Ruhe Raum,
und Sternen-Lieder, Silbermond besingen
der Menschen Wünsche,ihren Friedenstraum.
Doch mit des Tages Licht erwachen Sorgen.
Das Leben fordert häufig den Verzicht.
So mancher schaut bekümmert in das Morgen
und traut sich selbst und auch den andern nicht.
Da kann es helfen, seinen Blick zu schärfen,
die Freude finden, die uns wird geschenkt,
nichts achtlos übersehen, gar verwerfen,
nur weil Natur nicht nach der Mode denkt.
Des kleinen Glückes helles Morgenrot
erblüht selbst dort, wo graue Not uns droht.
© Ingrid Herta Drewing
Juli 29th, 2015 | Besinnliches, Freude, Friede, Glücksgefühl, Hoffnung, Leben, Mond, Natur, Sonette | Tags: Empathie, Freude, Glück, Hoffnung, Mode, Mond, Mut, Nacht, Naturschönheit, Not, Offenheit, Selbstvertrauen, Sterne, Stille, Träume, Zuversicht | 0 Comments
Dem Verzagen zu entgehen,
wie die Vögel, die am Tag
hier so leicht in Lüften schweben,
hellauf Leben zu erleben,
frei von Kummer,Sorgen,Plag‘!
Sag,wer kann der Fragen Schwere
hier wohl lösen und vermag
Ungehörtes neu zu denken,
lässt von Menschlichkeit sich lenken,
edel wirkend ohne Klag‘?
Lasst’s uns tragen, aufrecht stehen!
Sich kein Helfer da versag‘!
Und befreit von eitlem Streben
schenke gütig‘ hier ein Geben,
wo verheerend Hochmut lag!
© Ingrid Herta Drewing
Juli 28th, 2015 | Besinnliches, Beziehungen, Ermunterung, Feundschaft, Kraft., Leben, Menschlichkeit | Tags: Dasein, Eintracht, Empathie, Fragen ., Gemeinsamkeit, Güte, Klugheit, Leichtigkeit, Lösung, Menschlichkeit, Plagen, Sorgen, Vernunft | 0 Comments
Wie ich sie liebe, diese Stille,
wenn Tag und Nacht einander grüßen,
bevor der Sonne goldne Fülle
wird strahlend sich ins Tal ergießen!
Ein Dämmern, zarter Wimpern-Schlag,
und sanft erblickt die kleine Welt
im Morgenlicht den jungen Tag.
Die Lerche singt, steigt hoch im Feld.
Schon bald erklingen tausend Stimmen
in einem hellen Jubelchor.
Das Leben will sich freudig trimmen
und steht erwartungsvoll am Tor.
© Ingrid Herta Drewing
Juli 27th, 2015 | Besinnliches, Landschaft, Licht, Sommer, Stimmungen | Tags: Friede, Morgendämmerung, Morgenlicht, Sommer, Stille | 0 Comments
Es ist so schwül und heiß der Sonne Blecken.
Da such‘ ich Kühlung, Schatten, bleib‘ im Haus,
verkriech‘ mich dort wie eine Weinbergschnecke,
mach’s mir gemütlich in der Kuschel-Ecke
und lese meinen Lieblings-Schmöker aus.
Der Ventilator summt sein leises Lied,
bewegt die Luft im Raum; sein frischer Wind,
der stetig wehend zu mir hin nun zieht,
kühlt mir die Stirn, ist Labsal für’s Gemüt.
Wohl temperiert wird da mein Leben lind.
Und wenn die Nacht erwacht, im Dunkelblau
am Himmel Sichel-Mond und Sterne grüßen,
weil‘ ich auf dem Balkon, die Luft ist lau.
Im Windlicht-Schimmer glänzt die Blütenschau
und darf mir duftend hier die Zeit versüßen.
© Ingrid Herta Drewing,2015
Juli 18th, 2015 | Autobiografisches, Besinnliches, Leben, Sommer | Tags: Balkon, Blütenduft, Haus, Hitze, Kühlung, Nacht, Schmökern, Schwüle, Sternenhimmel, Ventilator, Windlicht | 0 Comments
Gestern traf ich meinen Klon,
wie waren wir erstaunt.
Er lächelte gequält, und schon
hat er mir zugeraunt ,
ich möge mich von dannen schleichen,
er sei das Original.
Ich dachte nicht daran zu weichen
und blieb bei ihm im Saal.
Ich fragte ihn, was er so mache,
ob er zufrieden sei.
Zufrieden? Ha, dass er nicht lache,
es gebe Quälerei .
Zumal, wenn er mich so betrachte,
gealtert, faltig sei mein Kinn.
Ich meinte, was er so verachte,
das zeige meinen Lebenssinn .
“ Mag sein“, sprach er, doch zieh‘ er’s vor
in Form, ganz glatt zu sein,
von Fuß bis Bauch, von Brust bis Ohr,
gentechnisch ginge das recht fein.
Schier faltenlos sei seine Stirn,
wieso dann meine nicht ?
„Weil ich zum Denken nutz mein Hirn,
du ignoranter Wicht!“
Verärgert ging ich nun davon ,
ich wollt‘ ihn nicht mehr sehen,
den aufgemotzten Plastikklon,
in seiner Hülle stehend.
Ich bin doch Ich, er Nicht-Ich nur,
was soll das ganze Spiel?
NUR SCHÖN sein will ich nicht die Spur,
ich hab‘ ein andres Ziel.
Will leben, lieben, lachen, singen,
grad, wie es mir gefällt,
und pfeif auf Konformismus, Dinge,
wie sie hofiert die Welt.
Will sein ein Individuum,
kein solches Kunstgebilde,
das zeitlos puppenhaft befällt
in Serie die Gefilde .
Und ist mein Leben einst zu Ende,
dann möge das so sein.
Ich reiche meinem Gott die Hände
und hoff‘, er holt mich heim.
© Ingrid Herta Drewing
Juli 17th, 2015 | Besinnliches, Gesellschaftskritisches | Tags: Alter, barbie-Puppen, Einheitsgesichter, Identität, Plastische Chirugie, Schönheit, Schönheits-und Jugendwahn | 0 Comments
Es träumt ein sanfter Mittag auf den Wiesen
und schenkt dir eine Pause, Muße, Ruh‘,
fernab vom Lärm den Sommer zu genießen.
Am kühlen Teich schaust du den Gänsen zu.
Sie stehen still, als hätt‘ zur Mittagsstunde
sie wer hier aufgerufen und entrückt,
im Sonnenlicht zu lauschen einer Kunde,
zu sehen, was sie sonst noch nie erblickt.
Auch du auf deiner Parkbank gönnst dir nun
ein Innehalten unterm Baum im Schatten,
bevor die Arbeit wieder ruft, zu ruh’n
ein Weilchen fern von stressigem Ermatten.
Und dich erquickt dies‘ Sammeln in der Stille,
schenkt neue Kraft dir in des Sommers Fülle.
© Ingrid Herta Drewing,2015
Juni 29th, 2015 | Besinnliches, Leben, Licht, Park, Sommer, Sonette, Sonne | Tags: Am Warmen Damm, Innehalten, Mittagspause, Muße, Nilgänse, Park, Sammeln, Sommer, teich | 0 Comments
Noch hat der Sommer kalte Füße
und bringt den Regenmantel mit,
vermissen lässt er Sonnengrüße,
hält mit den kühlen Lüften Schritt.
Da frösteln nicht nur jene Schafe,
die man zu früh geschoren hat.
Das triste Grau verlockt zum Schlafe,
diffuses Licht macht doch recht matt.
Nichts gegen einen Sommerregen,
der hin und wieder schonend fällt,
der Pflanzen Wachstum wird zum Segen
und grünen lässt die kleine Welt!
Doch dieses Einerlei in Grau,
das feuchtkalt in den Nacken greift,
vertauscht ‚ich gern mit Himmelblau
und warmen Tagen, sonngereift!
© Ingrid Herta Drewing,2015
Juni 24th, 2015 | Besinnliches, Frühsommer, Natur, Regen, Wachstum, Wärme | Tags: Grau, Grün, Kühle luft, Pflanzen, Regen, Schafskälte, Sonnensehnsucht, Wärme | 0 Comments