Ein sanfter Sommersonnentag,
Geräusche nur gedämpft, verschwommen;
sie scheinen unwirklich, verzagt,
aus großer Ferne herzukommen.
Mild streichelt mich ein leichter Wind,
fährt zärtlich durch die Büsche, Bäume.
Und auf der Wiese spielt das Kind,
beglückt vertieft in seine Träume.
Ich sitz und schau, genieß’ die Stille,
die sanft im Hauch des Mittags singt.
Hier, wo auch mein bemühter Wille
entspannt im Licht des Sommers schwingt.
© Ingrid Herta Drewing
Juni 14th, 2015 | 0 Comments
Category: Frühsommer, Lebensfreude, Licht | Tags: Beschaulichkeit, Friede, Sommer, Sonntaag
Es war einmal ein Stacheldraht,
dem war das eigne Dasein fad.
Statt stach’lig Felder zu umsäumen,
wollt er viel lieber glänzend träumen,
er sei ganz glatt und blank von Art,
der Teil von einem Biker-Rad
und rolle mit ihm durch die Welt,
weit weg von Stachelzaun und Feld.
Doch, wie’s so ist mit schönen Träumen,
sie sterben meist in Alltags Räumen.
Er blieb so dornenhart besetzt
und hat manch Wesen dann verletzt.
© Ingrid Herta Drewing,2015
Juni 13th, 2015 | 0 Comments
Category: Fabeln und Parabeln, Leben, Nachdenkliches | Tags: Abenteuer, Alltag, Erlebnisse, Illusion, Rad, Stacheldraht, Traum, Welt
Es fliegen die Schwalben und schweben,
der Sommer reist durch das Land.
Belaubt sich die Bäume verweben,
und Wald wird zur grünenden Wand.
Im Innern gleicht er Kathedralen,
durch deren Fenster das Licht
in Bahnen ins Dunkel darf strahlen
und flüsternd von Leben spricht.
Da wirken die Spinnen im Busche;
in Netzen funkelt der Tau.
Noch träumen die Eulen, es huschen
die Rötelmäus‘ aus dem Bau.
Das Eichhörnchen tanzt auf den Zweigen,
im Kobel es Junge nährt,
die bald in des Sommertags Reigen
erfahren, was Mutter sie lehrt.
Der Wind streift die Wipfel, ein Rauschen
wogt in den Bäumen so lind,
als wollten die Blätter nun plauschen,
im Spiel mit dem Elfenkind.
© Ingrid Herta Drewing,2015
Juni 12th, 2015 | 0 Comments
Category: Besinnliches, Fauna, Flora, Frühsommer, Lebensfreude, Natur, Wald | Tags: Eichhörnchen, Elfen, Fenster, Kathedrale.Licht, Leben, rauschen, Rödelmaus, Sommer, Spinnennetz, Wald, Wipfel
Es ruht der Mittag auf den Fluren,
in Park und Garten, Wald und Feld.
Der Sommer träumt, hat Sonnenuhren
hier wieder grünend, schön erhellt.
Ein leichter Wind streift durch die Linden,
trägt weithin süßen Duftes Hauch.
Die Immen, die nun Nektar finden,
sie summen sanft im Blütenstrauch.
Im Park, auf einer Bank am Teiche
wird Ruhe, Schatten mir gewährt;
dort, wo in ihrem Wasserreiche
ein Entenpaar sich gründelnd nährt.
So fern ist mir geschäftig‘ Treiben;
des Mittags Sanftmut mag so bleiben!
© Ingrid Herta Drewing,2015
Juni 11th, 2015 | 0 Comments
Category: Frühsommer, Landschaft, Lebensfreude, Licht, Natur | Tags: Beschaulichkeit, Bienensummen, Enten, Friede, Lindenduft, Mittagsruhe, Park, Sommermittag, Sonne
Diese kleine Rosenblüte
reiche ich Dir virtuell,
und mit ihrer Schönheit Güte
sei mein Glückwunsch auch zur Stell.
Bleibe froh, gesund und heiter!
Auf des neuen Jahres Wegen
sei das Glück Dir ein Begleiter,
doch vor allem Gottes Segen!
© Ingrid Herta Drewing,2015
Juni 9th, 2015 | 0 Comments
Category: Geburtstag | Tags: Geburtstag, Glückwünsche, Gottes Segen
Im Himmelblau der Segler Schau,
die hoch in Lüften schweben!
Ein Sommermorgen, mild und lau,
mag deine Stimmung heben.
Von Blütenduft erfüllt die Luft,
betört dich, weckt die Sinne.
Es schwinden Trübsal, Schmerzens-Kluft.
Nun heißt es:Neu beginne!
Das kleine Glück, ein Augenblick
des Schauens! Innehalten
bringt dir Geschick und Kraft zurück,
dein Leben zu gestalten.
© Ingrid Herta Drewing,2015
Juni 9th, 2015 | 0 Comments
Category: Ermunterung, Freude, Frühsommer, Leben, Licht | Tags: Blütenduft, Innehalten, Kleines Glück, Lebensfreude, Lebensmut, Licht, Mauersegler, Schönheit, Sommermorgen, Sonne, Wärme
S trahlend dieser Tag beginnt.
A ufgewacht, Geburtstagskind,
R ein ins Sommerleben!
A lles Gute, lieb und lind!
H och sollst du heut‘ leben!
F reude deinen Weg begleite
U nd gewähre dir dein Glück!
N ie in Kummer, Trübsal gleite,
K lugheit, Herz schärf dir den Blick!
M edika wirst du bald sein,
E ingefügt hier, um zu heilen.
D iagnosen,Therapien
I mmer in die Pflicht dich ziehen,
K unst, geduldig zu verweilen,
A rzt für Menschlichkeit tritt ein.
© Ingrid Herta Drewing,2015
Juni 8th, 2015 | 3 Comment
Category: Akrostichon, Geburtstag | Tags: Arztsein, Freude, Geburtstag, Glück
Des Tages Vögel kriechen ins Gefieder,
jetzt da die Sonn‘, sich rötend, geht zur Ruh.
Schon schweigen hier der Amselhähne Lieder,
und Blumen falten sanft die Blüten zu.
Der Abendstern erstrahlt am Himmelszelt,
und erste Fledermäuse flattern, ziehen
auf Beutefang in ihrer kleinen Welt,
wo die Insekten vor den Jägern fliehen.
Auch ich lass nun den Sommertag ausklingen
auf dem Balkon im Windlicht-Schummerschein.
Der Linden Düfte lieblich zu mir dringen,
und nasenselig atme ich sie ein.
Erschaue, wie der Tag so sacht entgleitet,
und Nacht den Sternenmantel still ausbreitet.
© Ingrid Herta Drewing,2015
Juni 7th, 2015 | 0 Comments
Category: Abendstimmung, Besinnliches, Friede, Leben, Natur, Sommer, Sonette | Tags: Amsel, Balkon, Beschaulichkeit, Fledermäuse, Lindendüfte, Nacht, Sommerabend, Sonnenuntergang, Windlicht
Da zwischen Busch und Bäumen scheint es auf,
Fürst Bismarcks Denkmal, Patina behaucht!
Auf Wanderer und Jogger hier im Lauf
wirkt die Gelassenheit, wenn er auftaucht.
Erinnert an die Zeit der Gründerjahre,
als alle Welt hier kurte in der Stadt,
und man des Kaisers Nähe wollt‘ erfahren,
der sich hier häufig eingefunden hatt‘.
Noch künden Villen, Historismus-Bauten
von jenem Flair und Fin de Siècle-Zeit.
Wiesbadens Bürger mögen diese trauten
Fassaden, die uns täglich doch Geleit.
Die Stadt am Taunushang und Rhein gelegen
darf trotz Moderne auch dies Erbe hegen.
© Ingrid Herta Drewing,2015
Juni 6th, 2015 | 0 Comments
Category: Berühmte Persönlichkeit, Deutschland, Heimat, Kunst, Sonette, Stadt, Wiesbaden | Tags: Bismarck, Historismus, Prachtbauten, Rhein, Stadt im Grünen, Taunus, Villen, Weltkurstadt, Wiesbaden, Wilhelminsche Ära
Ein frischer Morgen hisst die blaue Fahne
nach einer Nacht, die kühl und sternenklar.
Die ersten Sonnenstrahlen lassen ahnen,
dass heut’ ein warmer Tag wird für uns wahr.
Schon wiegen sich die Schwalben in den Lüften,
die Grünfink Scharen wirbeln flugs dahin,
und Bienen folgen zarten Blütendüften.
Ich sitz’ auf dem Balkon, froh ist mein Sinn.
Gekuschelt noch in eine warme Weste,
schau ich mir an dies schöne Morgenbild,
seh’, wie die Vogelmutter trägt zu Neste
und höre, wie das Leben, sanft gewillt,
nun munter wird, den hellen Tag ergründet
und konzertierend seinen Rhythmus findet.
© Ingrid Herta Drewing,2015
Juni 5th, 2015 | 0 Comments
Category: Frühsommer, Lebensfreude, Licht, Sonette, Vögel | Tags: Frühsommer, Grünfinken. Morgenidyll, Klarer Tag, Morgen, Schwalben