Wie sich die Sonne hier erglühend senkt,
am Horizont lässt sie den Himmel röten,
des Tages Wirken sanft zur Ruhe lenkt,
die Amsel darf das Abendlied süß flöten!
Vom nahen Garten dringt der Duft der Blüten
und stimmt mich milde auf die Nacht nun ein.
Bald zeigen Sterne funkelnd ihre Güte;
hell auf dem See glänzt Mondes Silberschein.
Und leicht in Lichtes Zauber Schwäne gleiten;
im Frühling ist’s als, würden Märchen wahr,
entführten uns in Träume, ferne Zeiten,
wo die Magie macht‘ vieles wunderbar.
Auch mich, sonst doch vernünftig, bei Verstand,
verlockt die Maiennacht mit zarter Hand.
© Ingrid Herta Drewing,2015
Mai 21st, 2015 | 0 Comments
Category: Flora, Lebensfreude, Licht, Liebe, Mai, Märchenhaftes, Mond, Romantisches, Sonette | Tags: Abendrot, Blüten duft, Maiabend, Märchenzauber, Mondschein, Schwäne, See, Sonnenuntergang, Sterne, verlockung, Vernunft
Komm, reich mir den Becher, Leben!
Trinken will ich daraus,
verwegen in Farben schweben
und mich aus Grauem erheben,
schwelgen im Freudenflaus!
Alles, was trübe, vergessen,
Ängste und falsche Pflicht!
Zagendes, kühles Ermessen
darf nicht die Zukunft zerfressen!
Leben will ich im Licht!
Und wie ein Kind mir bewahren
den Blick für die Wunder der Welt,
empfinden neu mit den Jahren,
was selbstverständlich im Klaren,
von Güte und Liebe erhellt.
© Ingrid Herta Drewing,2015
Mai 20th, 2015 | 0 Comments
Category: Ermunterung, Kinder, Kunst, Lebensfreude, Licht, Liebe | Tags: Freude, Güte, Hoffnung, Leben, Lebensermunterung, Licht, Liebe, Offenheit, Welterfahrung
Der Mai ist da, es duften seine Glöckchen
zart, wo die Bäume ihnen Schatten spenden;
und auf den Wiesen wollen Wollgrasflöckchen
Frühsommergrüße an den Frühling senden.
So warm, wie jetzt der Mai den Tag empfängt,
fühlt man sich fast in südlichen Gefilden,
des Mittags von der Sonne heiß bedrängt,
verwöhnt von einem Abend, der sehr milde.
Nun geht man leicht gekleidet gern spazieren,
in Park und Wald lockt frisches Maiengrün.
Und mancher mag auch auf der Rue flanieren,
zur Festspiel-Oper freudig hin dann ziehn.
.
Jetzt fühlen wir die Leichtigkeit, zu sein.
Die schöne Welt lädt uns hell blühend ein.
© Ingrid Herta Drewing
Mai 19th, 2015 | 0 Comments
Category: Flora, Lebensfreude, Mai, Musik, Orte, Wiesbaden | Tags: Leichtigkeit, Mai, Maifestspiele, Maiglöckchen, Milde, Oper, Wärme, Wiesbaden
Mir war, als würde ich in Träumen wandern,
in einer lichten Welt, die Frieden kennt,
wo keiner neidet, hasst das Glück des andern,
und Freundlichkeit der Taten Amen nennt.
Erwacht erkannte ich die Illusionen,
es fiel die Wirklichkeit da laut ins Schloss,
und düster warfen Krieg und Mörderdrohnen
das Elend in das Land, den Tod im Tross.
Und dennoch will ich mir den Traum bewahren,
die Güte der geschwisterlichen Welt,
wo man dem Nächsten hilft, der strauchelt, fällt,
und die Natur auch hegt in allen Jahren.
Denn nur, wenn wir das Gute sinnen, denken,
wird unser Weg uns in die wahre Richtung lenken.
© Ingrid Herta Drewing,2015
Mai 18th, 2015 | 0 Comments
Category: Besinnliches, Gesellschaftskritisches, Glauben, Leben, Sonette | Tags: Bewahrung der Schöpfung, Denken, Friede, Güte, Handeln, Illusion, Liebe, Menschlichkeit, Nächstenliebe, Traum
Der Mai schenkt uns die sonnigmilden Lüfte
und lässt die Pflanzen grünen, blühend strahlen.
Bereits am Morgen dringen ihre Düfte
zu mir herein, Aromen auszumalen.
Ein Labsal sind Lavendel, Rosmarin,
Basilikum und Thymian, Salbei, auch
Petunien, die in süßer Sehnsucht blühn,
und, lieblich fein erwacht, der Rosenstrauch.
Es schwingt ein Lächeln in den Rosenblüten,
die sich entfalten hier im Sonnenlicht.
Ihr Duft, ein zarter Hauch, der von Behüten
des Lebens durch des Schöpfers Gnade spricht.
© Ingrid Herta Drewing,2015
Mai 17th, 2015 | 0 Comments
Category: Besinnliches, Flora, Lebensfreude, Mai, Schöpfung | Tags: Aromen, Blüten, Kräuterdüfte, Lavendel. Thymian, Lebensfreude, Petunien, Rosen
Als ich so saß, beschaulich las,
umhüllt von Blütendüften,
besuchte mich ein fremder Gast,
zart fliegend in den Lüften.
Er glich fast einem Kolibri,
doch war’s ein Taubenschwänzchen.
Petunien ihm versprachen hie
den Nektar für sein Ränzchen.
Von Kelch zu Kelch der Schwärmer zog,
flugs schwirrend sich dort labend.
Mit seinem langen Rüssel sog
er ein die süßen Gaben.
Er, der im Süden sonst zu Haus,
scheint heimisch hier geworden.
Die Erderwärmung nutzt er aus,
besucht nun auch den Norden.
© Ingrid Herta Drewing,2015
Mai 16th, 2015 | 0 Comments
Category: Fauna, Flora, Leben, Mai, Natur | Tags: Blütenkelche, erderwärmung, Kolibri, Neozooen, Schmetterling, Schwärmer, Süden
Petunienkelche,
das Taubenschwänzchen ist Gast,
kleiner Kolibri.
© Ingrid Herta Drewing,2015
Mai 16th, 2015 | 0 Comments
Category: Haiku & Co | Tags: Blütenkelche, Falter, Kolibri, Taubenschwänzchen
Hoch am Blauhimmel
die Mauersegler schweben,
Frühsommerboten.
© Ingrid Herta Drewing,2015
Mai 15th, 2015 | 0 Comments
Category: Haiku & Co, Mai, Natur | Tags: Frühsommer, Klarheit, Maimorgen, Mauersegler, Wärme
Am Warmen Damm ergrünt der Mai
und lässt die Vögel singen.
Doch ist manch‘ Misston auch dabei,
der nicht so recht will klingen.
Vom Wipfel hoch in den Platanen
tönt fortwährend Gekrächze.
Die Krähenküken lauthals mahnen
und hungrig fordern, ächzen.
Gar emsig ist der Eltern Mühe,
die Pflicht gut zu erfüllen
Sie fliegen los in aller Frühe,
die Zeternden zu stillen.
Und auch der grüne Papagei
schwirrt keckernd in den Bäumen.
Sein heller Laut, Stakkato-Schrei,
ist kaum hier zu versäumen.
Im Teich schwimmt Mutter Ente schon
mit ihren Küken, leise.
Die Nilgans warnt im Schnatter-Ton
die Jungen vor der Reise.
Inmitten einer Taubenschar
die Gänschen, ganz verwegen,
auf Futtersuche; droht Gefahr,
will sie die Henne hegen.
Am Abend kehrt dann Ruhe ein,
und traumhaft hörst du’s klingen.
Nun darf die Amsel wunderfein
ihr schönes Solo singen.
© Ingrid Herta Drewing,2015
Mai 13th, 2015 | 0 Comments
Category: Fauna, Frühling, Mai, Natur, Park, Vögel | Tags:
Sanft träumt im Lindenbaum die Nacht
und Nachtigallen singen.
Der Vollmond silbern hält die Wacht,
steht über allen Dingen.
Glühwürmchen leuchten hell; ihr Glänzen
gilt einem Partner, der gewillt
in strahlend frohen Lichter-Tänzen
die Paarungsschritte gern erfüllt.
Du schaust still in den Mond, dein Lieben
bleibt ein geheimes Sehnsuchtslied.
Der Rose Duft, der dir geblieben,
erquickt dir Seele und Gemüt.
© Ingrid Herta Drewing,2015
Mai 12th, 2015 | 0 Comments
Category: Frühsommer, Licht, Liebe, Mai, Sehnsucht | Tags: Frühsommer, Glühwürmchen, Nacht, Nachtigall, Rosenduft, Sehnsucht, Vollmond