Die Grippe

Das Grippe-Monster liegt nun auf der Lauer
und krallt sich heimlich mit der kalten Hand
sein Opfer, setzt es flugs für Wochendauer
schachmatt, schleust munter Viren ein als Pfand.

Bist du geimpft, kannst du es schnell bezwingen.
Ansonsten quält dich Fieber, liegst im Bett,
musst mit des Monsters Schmerzschikanen ringen
und wünschst, dass es dich nicht ergriffen hätt‘.

Da gilt’s den Widerstand, die Abwehrkraft zu wecken,
es unterstützt dich Medizin und Tee
Allmählich kannst den Dämon du verschrecken,
wenn du dich schützt mit Vitamin‘, besonders C.

Es ist hier niemand wohl darauf erpischt,
dass ihn die Grippe krank macht und erwischt.

© Ingrid Herta Drewing,2015

Morgen in der Stadt

Ein sonnig helles Himmelblau
beschirmt die kleine Stadt,
die nun, entrückt dem Nebelgrau,
ihr Licht gefunden hat.

Beim Bäcker duftet frisches Brot,
lädt ein zum Frühstücksschmaus.
Im Osten glüht das Morgenrot,
lockt viele aus dem Haus.

Schon regt sich auf dem Markt das Treiben.
Flugs baut man Stände auf.
Die ersten Kunden schauen, bleiben
zum Obst-Gemüsekauf.

Und Kinder, die zur Schule gehen,
sie lachen fröhlich, scherzen.
Wie schön, die Freude hier zu sehen,
den Sonnenschein der Herzen!

© Ingrid Herta Drewing,2015

Winter

Bleischwer der Morgen.
Doch über der Fluss-Landschaft
tanzen die Nebel.

© Ingrid Herta Drewing,2015

Sonniger Sonntag

Die Sonne leckt den Schnee vom Dach,
der nun leicht tröpfelnd taut.
Vorbei der Wolken grau Gemach,
weithin der Himmel blaut.

Ein Sonntagmorgen, strahlend schön,
so recht nach meinem Sinn,
lädt ein hier zum Spazierengehn
im Kurpark, ein Gewinn.

Da badet froh der Blick im Licht,
das sich jetzt voll ergießt.
Der Tag von heller Freude spricht,
die in die Seele fließt.

© Ingrid Herta Drewing,2015

Geburtstagsgruß für Laura

Es soll die kleine Blüte
an Deinem Ehrentage
Dir meinen Glückwunsch sagen,
der Dir nur Gutes will.

Gott möge Dich behüten,
halt ferne Sorgen, Plagen
und schenk Dir goldne Tage
der Freude,munter, still.

Er mög in seiner Güte
Dich durch das Leben tragen,
begleiten stets Dein Wagen,
dass sich Dein Glück erfüll‘.

© Ingrid Herta Drewing,2015

Licht

Wie sehr bedürfen alle doch des Lichts,
das uns die Welt in tausend Farben zeigt,
weit weg bringt von den Räumen des Verzichts,
uns führt heraus aus jenem schwarzen Nichts,
das traurig fällt in das Vergessen, schweigt.

Wir Sonnenkinder, die den Tag begrüßen
nach einer dunklen, langen Winternacht,
wir hören hell die Wasser eisfrei fließen,
seh’n bald an Baches Ranft die Blumen sprießen,
die mild im Frühlingswinde sind erwacht.

Die Bienen tanzen, und die Vögel singen,
die Landschaft wird ein duftend‘ Blüten-Meer.
Die Sonne strahlt, die blauen Lüfte schwingen.
Das Leben, auferstanden, lässt erklingen
der Freude wunderzarte Liebesmär.

© Ingrid Herta Drewing,2015

Lichtblick

Ein Blauhimmelchen
lugt kurz durch weiße Wolken,
verspricht uns Sonne.

© Ingrid Herta Drewing,2015

Närrischer Winter

Es kann der Winter sich wohl nicht entscheiden,
wie er sich heuer hier nun präsentiert.
Soll er sich nassforsch nebelgrau einkleiden,
vielleicht auch schneeweiß, wenn er kalt spaziert?

Da wirft er stürmisch alles aus der Höh‘,
lässt an der Nordsee Wellenkämme türmen,
der Osten und der Süden steckt im Schnee,
der Westen regenblass, ein Meer von Schirmen.

So närrisch wie die fünfte Jahreszeit
begleitet er da jetzt den Karneval.
Ich mag’s nicht, bin vergrätzt, hab’s gründlich leid
und warte auf den Frühling hier im Tal.

Der wird, ich hoff’s, den Wetterwunsch erfüllen
und endlich meine Sonnensehnsucht stillen.

© Ingrid Herta Drewing,2015

Lichtsehnsucht

Des Winters Vergessen fliegt
über das stille Land,
wo nass des Nebels Hand
nun grau die Farben besiegt.

Der Klänge Helle verstummt,
kein Vogel singt, das Licht,
diffus, kann strahlen nicht.
Die Landschaft liegt vermummt.

Und doch hegst du dies‘ Hoffen,
dass bald ein klarer Tag
uns sonnig zeigen mag
den Himmel weit, weit offen.

© Ingrid Herta Drewing,2015

Trübe Tage

Die blanken Dächer
unter der Regendusche,
nasskalter Winter.

Krähen auf kahlen Bäumen,
schwarze Trauergemeinde.

© Ingrid Herta Drewing,2015