Der Sommer tanzt mit nassen Füßen
nun über Land;es poltert,platscht.
Gewitter,Blitze lässt er grüßen,
freut sich,wenn Hagel,Regen klatscht.
Verschont so weder Busch noch Bäume.
Kaum schwärmen da die Bienen aus;
getrübt des Imkers Honigträume,
auch trifft’s den Kirschbaum vor dem Haus.
Versöhnen darf der Duft der Linden,
die jetzt in goldnem Glanz erblühen,
wenn Sonne kann den Sommer binden,
dass mild er zeige hier Bemühen.
© Ingrid Herta Drewing,2016
Juni 19th, 2016 | 0 Comments
Category: Frühsommer, Gewitter, Landschaft, Leben, Licht, Natur, Regen | Tags: Biene, Blitze, Früchte, Gewitter, Hagel, Lindenblüten, Regenwetter, Sommer, Sonne, Unwetter
Rosafarben Wolkenstreifen,
Morgenröte, sanfter Hauch,
zärtlich in den Himmel greifen.
Über Wiese,Busch und Strauch
Nebelschleier,Heiderauch
fliehend über Wälder schweifen.
Leiser Ruf der Ringeltaube,
die das Tagen nun beschwört,
klingt herab von Daches Gaube.
Tiefer Klang wird ungestört
lind erwidert und gehört
dort im Blätternest der Laube.
Bald erreicht der Sonne Strahlen
auch die Fenster in der Stadt,
tilgt den Nebelblick, den fahlen,
und ermuntert, was noch matt
sich im Schlaf befunden hat,
golden seinen Tag zu malen.
© Ingrid Herta Drewing,2016
Juni 18th, 2016 | 0 Comments
Category: Farben, Fauna, Flora, Frühsommer, Landschaft, Leben, Licht, Natur, Stadt, Stimmungen | Tags: Erwachen, Fenster, Gold, Morgenfrühe, Nebel, Ringeltaube, Sommermorgen, Sonnenlicht, Stadt, Tagen, Wald, Wärme, Wiese
Es tragen die alten Bäume
in ihrem zerfurchten Gesicht
vergangener Zeiten Träume
von weiten, hellen Räumen
und Tagen in goldenem Licht.
Der flirrenden Sommer Grünen,
das Herbstrot, dies’ Flammenmeer,
der Schnee auf Winterbühnen,
berauschendes Frühlingssühnen
dort irrlichtern noch umher.
Und manchmal hörst du es raunen,
dann flüstern die Wipfel leise:
“Vergiss deine Hast, die Launen,
erlerne wieder das Staunen,
wir werden den Weg dir weisen!“
© Ingrid Herta Drewing
Juni 17th, 2016 | 0 Comments
Category: Besinnliches, Flora, Heimat, Natur, Wald | Tags: Bäume, Frühling, Herbst, Innehalten, Jahrhunderte, Kreislauf des Lebens, Lebensfreude, Liebe, Mensch, Sehnsucht, Sommer, Träume, Vergangenheit, Vergänglichkeit, Winter
In diesem Jahr, für viele bitter,
vollführt das Wetter Kapriolen,
schickt Regen,Hagel und Gewitter
seit Mai, fast täglich,unverhohlen.
Amphibien-Fahrzeug, Schlauchboot fahren,
ist bald auf Straßen angesagt.
Will man sich trocknen Fuß bewahren,
sind Gummistiefel sehr gefragt,
Fast unermüdlich ist im Einsatz
in Stadt und Land die Feuerwehr
sägt Bäume, sorgt für freien Platz,
löscht Feuer, pumpt die Keller leer.
Dies Wetter, das treibt blöde Blüten.
So hat’s die Fußballer gefoppt,
als sie beim „Wasserball“ sich mühten
in Augsburg, ward das Spiel zum Flop.
Bei „Rock am Ring“ ein Regnen, Blitzen,
und das Gelände lag im Matsch.
Man musste, sich zu retten, flitzen,
kaum wurde noch Musik beklatscht.
Und auch am Kranzplatz in Wiesbaden
hat’s Wetter übel vorgefühlt,
mit Wasserfällen in Kaskaden.
dem schönen Fest bös mitgespielt.
Bald spricht von Sommer der Kalender.
Ich hoff‘, dass zur Johannis-Nacht
sich endlich dieses Wetter änder‘,
die Sonne scheint, der Himmel lacht!
© Ingrid Herta Drewing,2016
Juni 15th, 2016 | 0 Comments
Category: Gewitter, Sommer, Sonne, Wetter, Wiesbaden | Tags: Augsburg, Dauerregen, Feuerwehr, Fußball, Gewitter, Juni, Köln, Landunter, Mai, Sonne, Unwetter, Urlaub, Wasserball, Wetterkapriolen, Wiesbaden, Wolkenbruch
Es grüßt die Stadt im Sommerflair,
und zahlreich sind die Gäste
bei Wein- und Straßenfesten.
Touristen kommen von weit her,
erwarten nur das Beste.
Die Rue ist blumenreich geschmückt.
Hier mag man gern flanieren,
und abends beim Spazieren
Römische Brunnen sind im Blick,
beleuchtet, faszinieren.
Das Kurhaus strahlt, Theatrium
lädt ein mit Kunst und Klängen.
Besucher sich hier drängen;
Der Stimmung Wogen sind im Schwung
bei Tänzen und Gesängen.
Ist’s dir zu heiß? Das Opelbad,
hoch auf dem Berg gelegen,
schenkt Kühlung, Sommersegen.
Ein Panorama, ganz apart,
wird’s dir zu Füßen legen.
Erreichst es mit der Zahnradbahn,
erlaubt seit hundert Jahren
ein umweltfreundlich’ Fahren.
Des Wassers Schwerkraft zieht hinan,
um Energie zu sparen.
Am Marktplatz, jährlich im August,
goutiert man Rheingauweine,
auch Speisen gibt’s, recht feine.
Die Weinwoche, sie ist ein Muss
für Kenner guter Weine.
Gesellig feiern in die Nacht,
wird lieb gewohnte Sitte.
In froher Runde Mitte
und Freude stets hier neu erwacht,
beschwingt manch zarte Schritte.
© Ingrid Herta Drewing
Juni 11th, 2016 | 0 Comments
Category: Feste, Lebensfreude, Sommer, Wiesbaden | Tags: Feste, Geselligkeit, Konzerte, Kurhaus, Lebensfreude, Opelbad, Restaurants, Römische Brunnen, Sommer, Tanz, Theater, Theatrium, Weinfest, Wiesbaden
Der Ringeltaube
trauliche Morgenrufe
nach Sonnenaufgang
wecken mich sanft und sagen:
„Darfst noch ein Stündchen träumen!“
© Ingrid Herta Drewing,2016
Juni 8th, 2016 | 0 Comments
Category: Frühsommer, Haiku & Co, Stimmungen, Tanka, Vögel | Tags:
Ich würd‘ gern zurückdrehen alle Uhren,
als auf dem Land schöne Landschaft noch war,
vielfältig Felder, fern Monokulturen,
das Wachsen noch frei von Giften geschah!
Da schwirrten die Falter, summten die Bienen,
und Singvögel sangen tagein und tagaus.
Doch man ließ sich Pestizide andienen,
zerstört’s Biotop nah dem eigenen Haus.
Den großen Konzernen, Monsanto,Chemie,
hilft’s, rücksichtslos ihre Pfründen zu mehren.
Manch‘ kleinen Landwirt zwingt man in die Knie,
er wird zum Werkzeug, macht mit beim Zerstören.
So schön auch der Rapsfelder Farbe erglänzt,
hier ging ein Lebens-Orchester verloren,
dass uns die Natur einst in Fülle kredenzt‘.
Hat man sich Wohlstand so wirklich erkoren?
© Ingrid Herta Drewing,2016
Juni 6th, 2016 | 0 Comments
Category: Fauna, Flora, Gesellschaftskritisches, Landschaft, Leben, Macht | Tags: Bienen, Biotop, Gift, Glyphosat, Monokulturen, Monsanto, Natur, Pestizide, Rapsfelder, Umweltzerstöung, Vögel
Mit blank gewaschenem Gesicht
erblickt die kleine Stadt den Tag,
erstrahlt in hellem Sonnenlicht
nach nächtlicher Gewitter-Plag‘.
Im Park die Bäume, die Alleen
erglänzen grün und lassen hoffen,
dass wir nun klar den Sommer seh’n,
dem Leben steh’n die Türen offen.
Vereinzelt schenken schon die Linden
uns lieblich ihren Blüten-Duft.
Wir dürfen’s nasenselig finden,
genießen in der frischen Luft.
© Ingrid Herta Drewing,2016
Juni 6th, 2016 | 0 Comments
Category: Flora, Frühsommer, Hoffnung, Landschaft, Licht, Sonne | Tags: Blauhimmel, Frühsommer, Gewitter, Hoffnung, Klarheit, Linden, Lindenblüten, Stadt, Tag, Wohlgefühl
Frühsommer hat sich angeschickt,
hier strahlend Sonne zu kredenzen.
Wohin man in die Landschaft blickt,
lässt sich erschauen und beglückt
im Grün ein farbenfrohes Glänzen.
Da leuchten Feuer, roter Mohn
hell lodert in den Wiesenmeeren.
Als spreche er der Kargheit Hohn
zeigt er am Rain des Sommers Lohn,
darf ganz dem Immen-Volk gehören.
Und die Allee hier, welch ein Duft
strömt aus den Blüten dieser Linden!
Er liegt so lieblich in der Luft
und säumt der Straße graue Kluft;
ich darf ihn nasenselig finden.
© Ingrid Herta Drewing,2016
Juni 5th, 2016 | 0 Comments
Category: Flora, Frühsommer, Landschaft, Lebensfreude, Licht | Tags: Bienen, Harmonie, Klatschmohn, Licht Lebensfreude, Lindenblüten, Lindenblütenduft, Natur, Sonne
In der Umarmung
durch den Kiwi-Stamm erdrückt,
das stabile Rohr.
Unterm Blätterdach
baumeln des Kiwis Blüten,
Frühlings-Laternchen.
© Ingrid Herta Drewing,
Juni 2nd, 2016 | 0 Comments
Category: Beziehungen, Flora, Frühling | Tags: Erdrücken, Frühjahrsblüten, Kiwi, Rohr