Archive for the Category Frühling

 
 

Blütenlied

Wer Naturlyrik und Frühlingsgedichte mag, dem empfehle ich mein gerade erschienenes Taschenbuch BLÜTENLIED.
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ISBN: 9783748523864 7.99 €

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Frühlingsahnung

Als brächten zarte Elfen dies Behagen
und trügen sanft den Frühling hier ins Land,
wo kürzlich noch des Winters harsches Sagen
mit Frost und Nebel hatte Oberhand.

So schien es mir, die Welt begann zu klingen,
und Südwind nahte, schenkte milde Luft;
ein zärtlich Flüstern, sehnsuchtsvolles Schwingen
verhieß im Knospen schon der Blüten Duft.

Auch einer Amsel helle Melodie
ertönte früh am Morgen, rief mich wach.
Ihr lieblich Singen klang in Harmonie
des Abends noch als Solo dort vom Dach.

Da durfte Ahnung wohl Gewissheit sein:
Nun zieht der Frühling hier tatsächlich ein.

© Foto u.Text: Ingrid Herta Drewing,2019

Frühlingsanfang

Heut strahlt der Tag im Sonnenglück,
schenkt Wärme zur Genüge.
Kalender sagt, Lenz sei zurück;
und das ist keine Lüge!

Ganz keck lugt jetzt das Frühlingskind
durch Winters off’ne Pforte,
die Sonne spricht so warm und lind
ihre Willkommensworte.

Und lässt die Frühlingsblumenschar
hier leuchtend hell erblühen.
Ich sah die Kraniche fürwahr
nach Norden heimwärts ziehen.

Bewohnt ist auch das Storchennest,
hier grüßt uns Adebar.
So glaube ich, es steht jetzt fest :
Der Frühling, er ist da!

© Foto u.Text: Ingrid Herta Drewing,2019

Frühlings-Elfchen

Forsythien,
goldenes Leuchten
dort im Park,
wo die Tulpen blühen.
Frühlingsversprechen.

© Foto u.Text: Ingrid Herta Drewing,2019

Frühlingsfreude

In den Lüften wiegt ein Schwingen
Frühlingsträume, Blütenflor;
auch der Vögel frohes Singen
darf uns in die Seele dringen,
und wir schau’n befreit empor.

Alle trüben Winterlieder
sind verstummt, der Frost bleibt fern.
Nichts mag uns nun halten nieder,
neu erwacht das Hoffen wieder,
Lieben, Leben zeigt der Stern!

Frühling zaubert zarte Klänge
dort, wo vieles war verstellt,
weitet, was uns ward zur Enge,
schenkt uns helle Lichtgesänge
und trägt Freude in die Welt.

© Foto u.Text: Ingrid Herta Drewing,2019

Frühlingstag / Akrostichon

F arbenfroh die Blüten wieder
R eihen sich in Gärten, Wiesen;
Ü berall der Vögel Lieder
H örbar schon am Morgen grüßen.
L ieblich klingen die Gesänge
I nnig hier als Jubelchor.
N eues Werden sprengt die Enge,
G ibt zurück, was ich verlor.
S onnenlicht will sich verweben,
T räume, die das Licht erkor:
A hnen, Hoffen, Lieben, Leben;
G lücklich schaue ich empor.

© Foto u.Text: Ingrid Herta Drewing,2019

Wetterkapriolen

Das Wetter spielt im März April.
Es wechseln auf den Wegen
Gewitter, Sturm und Regen,
auch Sonne ist zugegen,
wo’s jüngst noch frostig still.

Auch wenn es stürmt und garstig graut,
lässt doch in Gärten, Wiesen
der Lenz schon lieblich grüßen,
wo Krokus, Scilla sprießen.
Im Tal ist längst der Schnee getaut.

Nur auf den Bergen liegt noch Firn.
Dort kann sich Winter halten
und harsch hier herrschen, walten,
bis warmen Föhns Gestalten
ihm bietet schließlich doch die Stirn.

© Foto u.Text: Ingrid Herta Drewing,2019

März

Es dräut der Nebel dicht,
vom Grau besessen.
Der Farben Traum im Licht
von Hoffnung, Zuversicht,
er scheint vergessen.

Doch dort im Wiesengrün
blüh’n Krokus-Grüppchen,
bewahren mutig ihn,
hell, lila, gelb sie glüh’n,
recken die Köpfchen.

Und zärtlich knüpft ein Band
des Frühlings Weise,
schenkt so mit milder Hand
dem wintermüden Land
das Lächeln, leise.

© Foto u.Text: Ingrid Herta Drewing 

Frühlingsahnen

Ein müder Tag kriecht matt auf Fastnacht-Spuren;
schon auf dem Weg zur Asche scheint das Fest.
Noch einmal zieh’n in Kreisen die Auguren
und schreiten über winterkahle Fluren
zur Vogelschau, verkünden, was das Best‘.

Der Sturm, zerstörend vieles, was inmitten
der kleinen Stadt so oft Gefallen fand,
ward trotzig hingenommen und gelitten,
als er mit Regenschauern wild gestritten,
den Ausweg doch am Ende glimpflich fand.

Noch malt der Wolken Grau im feuchten Bilde
ein Aquarell so trüb im Interim hier aus,
doch Krokus farbenfroh schenkt dem Gefilde
dies zarte Leuchten, und der Lüfte Milde
verheißt die Hoffnung, dass bald Lenz zu Haus.

© Foto u. Text : Ingrid Herta Drewing, 5. 03.19

Im Kurpark

Im knospenden Geäste thront
vertraut ein Halsbandsittichpaar.
Vom Sonnenschein so warm belohnt,
nimmt es den Winter kaum noch wahr.

Der weite Himmel, klar und blau,
lässt schon von Frühling träumen,
lockt hoch hinauf zur Wipfelschau
in Kurparks kahlen Bäumen.

Ein Sonnentag, so Licht erfüllt,
verleiht der Hoffnung Flügel,
dass bald der Frühling, unverhüllt,
ergreife zart die Zügel .

© Foto u. Text / Ingrid Herta Drewing
Wiesbaden, Kurpark