Archive for the Category Licht

 
 

Frühlingsmorgen

Ein blauer Morgen spielt vor meinem Fenster
und klar lockt schon der Sonne warmes Licht,
vertrieben sind des Nebels Graugespenster;
jetzt zeigt der Frühling hell sein Blühgesicht.

Der Scilla Sterne, Krokus, Tulpen sprießen,
im Park lädt er zur Kirschbaumblüte ein,
die Schönheit der Natur dort zu genießen
und lächelnd auch ein Teil davon zu sein.

Die Leichtigkeit, die mag der Lenz uns bringen.
ich lege schnell nun alles Schwere ab
und lasse mich beflügeln und beschwingen;
des Tages Leuchten bringt mich traut in Trab.

Darf lauschen, hör der Amsel frohe Lieder,
Geschenk des Frühlings, alle Jahre wieder!

© Ingrid Herta Drewing,2017DSCN7207

Schneevögelchen

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Mein Vögelchen in Eis und Schnee,
du wolltest so schön singen.
Doch lässt hier harsch des Winters Weh
dein Lied nicht hell erklingen.

Es hat der Frost nun kalt verbannt
der Lüfte zartes Schwingen.
Der Frühling weilt‘ nur kurz im Land,
kann kaum jetzt Wärme bringen.

Doch bitte ich inständig Gott,
dass er doch halte wieder
dich gütig bergend, schütze dich
und schenke Lebens Lieder.

© Ingrid Herta Drewing,13.03.2017
© Foto : Karl-Heinz-Fricke

Frühlingsahnen

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Zart lächelnd grüßt der Tag, die Luft so mild,
als weile hier der Lenz bereits im Land.
Der frühen Blüher sanftes Blütenbild
erwacht in Park und Garten; Frühlings Hand
schenkt zärtlich Träume, die er bald erfüllt.

Und es erklingen jene Sehnsuchtslieder,
die Ringeltaube gurrt, die Amsel singt.
Der Kranich heimgekehrt, lässt sich nun nieder,
erneut ein Hoffen in den Herzen schwingt;
auch unsre Zuversicht darf wachsen wieder.

© Foto u. Gedicht / Ingrid Herta Drewing

Augenweide im Winter

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Ein Tag erwacht, der Morgenröte Strahlen
lässt fast vergessen Frost und Kältesinn,
wenn Sonne nun das Weiß mag schön bemalen,
und Himmels Blaukontrast schenkt Lichtgewinn.

Wohl mag so mancher hier vom Frühling träumen,
von Vogelsang, dem Duft im Blütenmeer,
sich noch verschanzen in den warmen Räumen,
weil ihm erscheint die Winterzeit zu schwer.

Ich geh‘ ins Freie, lieb‘ die klaren Tage,
wenn golden Sonne durch die Wolken bricht,
der Schnee erglänzt, der Landschaft Lustansage
zur Augenweide wird im Morgenlicht.

Und mich erfreut das Spiel der Jahreszeiten,
die wechselnd unser Leben hier begleiten.

© Foto u. Text / Ingrid Herta Drewing,2017

Im Kurpark

Kurpark, Schneerest_oNoch duldet hier die Wiese Winters Schnee.
Jedoch die Bäume, bar der Last, befreit,
schon strecken knospend Zweige in die Höh‘,
als zeigten sie der Sonne, dass bereit
zum Blühen sie, wenn fern der Kälte Weh.

Und die Magnolie, warm in Pelz gehüllt,
lässt sehnsuchtsvoll die großen Knospen schwellen,
als sei sie hier im Park sehr bald gewillt
die zarten Blüten schön ins Licht zu stellen,
wenn Frühlingssonne hell das Tal erfüllt.

Noch fühle ich des Winters Kälteschmauch,
der mich, die Wangen rötend, frostig streift;
doch ahne ich, wie bald der Blüten Hauch
anheimelnd duftend durch die Lüfte schweift,
und ich erwarte freudig Frühling auch.

© Foto und Text / Ingrid Herta Drewing,2017

Wintermorgen

Der Morgen zeigt ein klar Gesicht,
die Nebel sind verschwunden.
Der Himmel blau, im Sonnenlicht
versöhnlich nun der Winter spricht,
vorbei die grauen Stunden!

Da strahlt es hell, das weiße Feld,
die Landschaft prangt im Glanze.
So traulich schön liegt still die Welt.
Nur ab und zu Schnee rieselnd fällt
von Bäumen; Vögel tanzen.

© Ingrid Herta Drewing

Wider den Terror

Fast schon alltäglich, diese Terrortaten,
der Hass und Wahn, Gewalt, dem Tod verschrieben.
Verwundet, kläglich in den Sog geraten,
auf Leides Bahn dies Leben, das wir lieben.

Der Freiheit Räume werden arg beschnitten,
wenn Sicherheit und Schutz, trotz Argusaugen,
nur vage Zäume denen, die, entglitten,
bestrebt in bösem Nutz, uns auszulaugen.

Da heißt es mutig sein, zusammenhalten,
einander stehen bei, was sich bewährt,
denn keiner kann alleine sicher walten,
und Menschlichkeit, sie sei uns hoher Wert!

Sollten’s auch viele sein, dem Todeswahn ergeben,
langfristig siegen Hoffnung, Freude, Leben!

© Ingrid Herta Drewing,2016

Dezember in Wiesbaden

Version 2Früh fällt der Tag nun in die Nacht,
doch goldne Sterne funkeln.
Die Stadt, die festlich hier bedacht,
in tausend Lichtern neu erwacht,
darf strahlen schön im Dunkeln.

Gleich Perlenschnüren, Edelstein
erglänzt das Fest der Lichter.
Es lädt zum Innehalten ein,
beglückt mit Farben, hellem Schein,
zeigt freudige Gesichter.

Und hemmt Hochnebel Sonnensicht,
trübt grau den Wintermorgen,
uns leuchtet der Adventszeit Licht
und lässt vergessen den Verzicht.
Wir fühlen uns geborgen!

© Foto u. Text / Ingrid Herta Drewing

Lux lucet in Tenebris

4.AdventDer Friede, den wir für die Welt erhoffen,
erweist sich seit Jahrtausenden als Traum.
Zwar scheint’s, als halte er die Türen offen,
wenn für Jahrzehnte er ist eingetroffen.
Jedoch so mancher Mensch kennt ihn noch kaum.

Solange Missgunst, Harm und Hass regieren,
der Mensch statt Leben mehr den Mammon liebt,
sich lässt von Ich-und Habsucht gern verführen,
nicht Güte,Freude, Harmonie mag spüren,
es wohl nie dauerhaften Frieden gibt.

Das Weihnachtsfest, es mag erinnern, mahnen
an das, was Christi Botschaft uns verspricht,
dass wir das Lieben schreiben auf die Fahnen,
auch wenn wir unwissend nur glauben, ahnen,
damit wir seinen Frieden finden, Licht.

© Ingrid Herta Drewing,2016

Wintermorgen

Der Sonne Lächeln streift den kalten Morgen;
es glänzt dies Spitzenkleid,nun Baumes Zier,
das aus den frühen Nebeln Frost geborgen,
an filigranen Zweigen schuf als Raureif hier.

So hellklar will der Wintertag erstrahlen,
und uns stört, warm gekleidet, Kälte nicht.
Wir mögen’s, wenn die weißen Sterne malen,
der Landschaft schenken neu ein Lichtgesicht.

Ein schönes Spiel im Lauf der Jahreszeiten,
das zart, als sanftes Bild uns hier entzückt,
in der Adventszeit Hoffen mag begleiten,
und freudiges Erwarten uns beglückt.

© Ingrid Herta Drewing,2016