Des Winters Sternenglück, die sanfte Stille
liegt auf der Landschaft wie ein weißes Tuch,
als wolle hier ein unbedingter Wille
die Erde schützen vor des Frostes Fluch.
Damit das, was sonst üppig wächst, mag ruhen
und in sich kehren, sammeln neue Kraft,
bis Frühling naht auf Zefirs Flügelschuhen,
es zart erweckt, sein blühend‘ Reich erschafft.
Hell wird der Sonne goldnes Lied erklingen,
das nun im Nebelspiel oft grau verwebt,
der Amsel Melodien zärtlich schwingen,
und lindes Leben in den Lüften schwebt.
Doch noch währt hier des Winters karge Zeit;
auch wir zum Innehalten sind bereit.
© Foto u. Text / Ingrid Herta Drewing
Januar 10th, 2017 | 0 Comments
Category: Schnee, Sonette, Winter | Tags: Amsel, Blüten, Frühling, Kraft., Lebensfreude, Schnee, Singvögel, Sonne, Winterruhe

An grauen Tagen hilft ein Hauch von Blüten,
der grünen Pflanzen Flor, ein Kerzenlicht,
dass wir die gute Stimmung uns behüten,
die uns die Freude in das Leben flicht.
So schenken uns im Winter Gärtner schon
Narzissen, Tulpen, Duft der Hyazinthen,
Mimosen, Südens Sonnen-Frühlings-Lohn.
Wir dürfen sie in unsren Tag einbinden.
Mag es auch draußen regnen, stürmen, toben,
wir dieses Wetter, das uns graut, beklagen,
lässt sich zu Haus im Blütenbilde loben
die Hoffnung doch in wohligem Behagen.
So hält uns auch im Winter die Natur
in ihrem lichten Kleid auf heller Spur.
© Foto u. Text / Ingrid Herta Drewing
Januar 9th, 2017 | 0 Comments
Category: Lebensfreude, Sonette | Tags: Blumen, Duft, Hoffnung, Hyazinthe, Kerze, Licht, Stimmung, Wetter, Winter, Wohlbehagen
Es griff der Winter harsch mit kalten Händen
den Bäumen in die kahlen Äste, Zweige,
ließ Nebel, Frost hier Raureif reichlich spenden.
Sein glitzernd Weiß ward auch den Tannen eigen
und Fichten, Kiefern, die sonst immer grünen,
sich unter dieses Eises Last nun neigen.
Sie wirken da auf Winters bleichen Bühnen,
so weiß vermummt, wie riesige Gestalten,
die einen Zauberwald bewachen,Hünen.
Als Mensch stehst staunend du davor, verhalten,
gebannt von fremder Schönheit der Natur,
und ahnst, welch ungeheure Kräfte walten.
Recht klein erscheint dagegen deine Spur,
die dennoch auch im Schnee von Leben zeugt,
ein Abdruck deiner schmalen Füße nur,
jedoch hier in Bewegung ungebeugt.
© Ingrid Herta Drewing,2017
Januar 9th, 2017 | 0 Comments
Category: Besinnliches, Leben, Natur, Wald, Winter | Tags: Bäume, Bewegung, Eis, Fichte, Frost, Gestalten, Kraft., Leben, Mensch, Naturschönheit, Raureif, Schnee, Spur, Tannen, Winter, Zauberwald
Die Bäume beugen, tief verschneit,
sich unter winterlicher Last.
Es hat der Frost das weiße Kleid
geschmiedet fest an Zweig und Ast.
Was jetzt bezaubert unsren Blick,
wenn aus den Wolken Sonne bricht,
erträgt der Wald als stumm’ Geschick
und wartet auf des Frühlings Licht.
Auf dass im Tauwind er dann lind,
befreit von seinem harschen Gast,
die Leichtigkeit zurück gewinnt
und knospend in den Himmel fasst.
© Ingrid Herta Drewing
Januar 8th, 2017 | 0 Comments
Category: Baum, Wald, Winter | Tags: Bäume, Eis, Frühling, Raureif, Schnee, Tauwind, Winter
Der himmelblaue Wintertag,
verbrämt von goldnem Sonnenlicht.
Ein Wetter so, wie ich es mag,
auch wenn der Frost fasst ins Gesicht.
Da ist die Luft so rein und klar,
kein Smog fängt uns im Nebelgrau.
Doch Glatteis gibt es hie und da
und nötigt uns zur Straßenschau.
Am Vogelhäuschen grüßen Gäste,
sie zwitschern, fliegen ein und aus,
als feierten sie frohe Feste
gemeinsam in dem kleinen Haus.
Ich stehe, schaue ihnen zu
und lob den Tag, der mir gefällt,
genieße die Natur in Ruh‘
in meines Gartens Winterwelt.
© Ingrid Herta Drewing,2017
Januar 5th, 2017 | 0 Comments
Category: Natur, Winter | Tags: Friede, Frost, Himmelblau, Idylle, Innehalten, Lebensfreude, Natur, Sonne, Vogelhäuschen, Winter
( Russisch-Orthodoxe Kirche auf dem Neroberg )
Als habe eine Fee zur Nacht
hier ihre Schleier sanft verwoben,
erglänzt der Wald im Raureif sacht,
und auch der Kuppeln goldne Pracht
wird strahlend nun ins Licht gehoben.
Ein Wintermärchen will’s mir scheinen,
als sei die Welt mit sich im Reinen.
© Ingrid Herta Drewing,2017
Januar 4th, 2017 | 0 Comments
Category: Wiesbaden, Winter | Tags: Blick auf die "Griechische Kapelle", Neroberg, Raureif verzierte Bäume, Wintermärchen

Der Himmel grau, der Sturm braust durch die Straßen
und greift den kahlen Bäumen ins Geäst,
die fast in ihrer Raureifzier vergaßen,
dass Winter sich recht launisch blicken lässt.
Der Schnee, der in der Neujahrsnacht gefallen,
getaut in milder Regenfront aus West;
doch Frost und Nebel wirkten eisig allen
das weiße Glitzerkleid an ihren Zweigen fest.
Der Regen und des Windes stürmisch Treiben
sind auch wohl nur ein kleines Interim,
dann wird der Winter hier mit Schnee verbleiben
und zeigt uns,dass sein schönes Bild doch stimm‘.
Es schenkt Natur hier ihre stille Zeit,
und wir zum Innehalten sind bereit.
© Ingrid Herta Drewing,2017
Januar 3rd, 2017 | 0 Comments
Category: Winter | Tags: Interim, Raureif, Schnee, Sturm, Tauwind, Winter
Es hat nun Winter über Nacht
hier einen Hauch von Schnee gebracht,
der Baum und Strauch verhüllt.
Die Landschaft glänzt in weißer Pracht,
am blauen Himmel Sonne lacht,
die Kinder Glück erfüllt.
Sie können einen Schneemann bauen,
der wird,weil Frost ist,noch nicht tauen
obwohl er doch recht klein.
Vergnügt sie ihrem Werk vertrauen,
er steht im Garten, soll dort schauen,
wer rausgeh’n wird und rein.
© Ingrid Herta Drewing,2016
Januar 2nd, 2017 | 0 Comments
Category: Winter | Tags: Glück, Kinder, Lebensfreude, Schnee, Schneemann, Sonne, Winter
Und wieder ist ein Jahr nun fast zu Ende,
ein Jahr, von dem man sich so viel erträumt,
dass sich so manches hin zum Guten wende,
auch gab’s den Wunsch, dass Zeit das Leid versäumt.
Zu viele, die uns lieb, sind schon gegangen.
Im Himmel trifft sich nun das Künstlerkorps,
und auch durch Terror konnt‘ der Tod erlangen,
dass viel zu jung er Menschen sich erkor.
Da tröstet nicht das Wort “ Wen Götter lieben,…“;
das Herz, es weint um jeden, der da ging.
Doch manche sind verewigt uns geblieben
durch ihre Kunst, die sich so schön verfing.
Der Schritt ins neue Jahr birgt dieses Hoffen,
dass endlich werde friedlicher die Welt,
mehr Empathie und Güte zeige offen,
dass Menschlichkeit sich hier auf Dauer hält!
© Ingrid Herta Drewing,2016
Dezember 31st, 2016 | 0 Comments
Category: Hoffnung, Silvester | Tags: "0i6, 2017, Empathie, Friede, Hoffnung, Kunst, Menschlichkeit, Neujahr, Silvester, Terroropfer, Tod vieler Künstler, Vereigen, Welt, Wünsche
Der Rhein blickt heute recht benebelt drein,
nur die Platanen lassen’s Ufer finden,
dieweil die Platte hell im Sonnenschein
darf Lust hier auf Wiesbaden schön verkünden.
Dort haben Frost und Nebel über Nacht
aus Raureif zart der Bäume Zier geklöppelt,
doch Rheines Wasser, jetzt noch warm bedacht,
hat über sich nur Luft, die feucht bedröppelt.
Doch Vater Rhein kann solches nicht beirren,
er hat den Winter eisig schon gesehen,
da konnten nach des Zweiten Weltkriegs Wirren
viel Menschen über ihn ohn‘ Brücke gehen.
Und bald hat auch der Nebel sich verzogen,
dann glänzt er hier als klares Silberband,
der Strom Europas, der uns, da gewogen,
zum Rheingau führt in goldnen Weines Land.
© Ingrid Herta Drewing,2016
Dezember 30th, 2016 | 0 Comments
Category: Nebel, Rhein | Tags: Europastrom, Nachkriegszeit, Nebel, Platte, Rhein, Rhein zugefroren, Rheingau, Sonne