Erneut erglänzt mein Goldlack nun in Blüte,
hellgrüne Blättchen treibt Klematis aus.
Der Viola Nachwuchs wächst und blüht in Güte,
als komme jetzt der junge Lenz ins Haus.
So der Petunien schönes Blühgesicht
zeigt duftend sich, als sei ein Frühlingsmorgen
erwacht und hätt‘ in mildem, warmem Licht
hier Flora sanft auf dem Balkon geborgen.
Jedoch des Apfelbäumchens Äpfel künden
rotbackig Reife, Ernte, Herbstzeit an,
und der Tomaten sonst so pralle Pfründen
nun bieten letzte, kleine Früchtchen an.
Auch mag kein Amsel-Lied den Herbst verhehlen,
nur Krähenvögel üben krächzend ihre Kehlen.
© Ingrid Herta Drewing,2015
September 25th, 2015 | 0 Comments
Category: Flora, Frühherbst, Frühling, Herbst, Jahreszeiten, Licht, Natur, Sonette | Tags: Apfelbäumchen, Ernte, Früchte, Frühling, Goldlack, Herbstzeit, Krähen, Petunienduft, Reife, Viola
Im Widerschein der Abendsonne,
die rot am Horizont verglüht,
erstrahlt der Blätter bunte Wonne.
In Busch und Baum ein Leuchten blüht,
als wolle hier in sanftem Schwingen
Spätsommer noch zum Abschied singen
ein Lied den Herbst bereiten Bäumen.
Auch du sinkst da in tiefes Träumen
und sinnst, was dir der Herbst wohl bringt,
der morgens schon in freien Räumen
den Tag in graue Nebel zwingt.
Und dennoch zeigen dir jetzt Farben
des Abendrots, du musst nicht darben,
die Augenweide nicht versäumen.
© Ingrid Herta Drewing,2015
September 25th, 2015 | 0 Comments
Category: Farben, Frühherbst, Lebensfreude, Licht, Natur, Nebel | Tags: Abendrot, Bäume, Blätter, Büsche, Farbenpracht, Herbst, Hoffnung, Licht, Nebel, Sonne, Träume
Der Frühherbst mag uns gülden jetzt beschenken,
und Bäume lohen auf in Feuer-Pracht,
wenn auch viel Vögel nun nach Süden lenken,
vor Nebel fliehen, meiden Frost und Nacht.
Getreu die Amseln, Finken, Krähen, Meisen;
sie bleiben, halten Herbst und Winter aus.
Nicht wollen sie wie Schwalben weit verreisen,
sie finden Futter nah des Menschen Haus.
Am blauen Himmel tanzen bunte Drachen
an langen Schnüren hoch im Wind, gewandt;
und auf dem Feld erschallt der Kinder Lachen.
Sie führen sie geschickt mit leichter Hand.
Die Vogelscheuche döst am Rain daneben,
hat lange Zeit der Halme Frucht bewacht.
Wer jetzt noch Körner findet, darf sie heben,
denn längst schon ward die Ernte eingebracht.
Am Berg dort wartet wohl das Traubenlesen;
noch fängt der Riesling Sonnen-Süße ein,
dann keltern Winzer sein vollmundig Wesen,
den edlen, weltbekannten weißen Wein.
© Ingrid Herta Drewing,2015
September 24th, 2015 | 0 Comments
Category: Deutschland, Fauna, Flora, Frühherbst, Jahreszeiten, Landschaft, Lebensfreude, Natur, Reife, Stadt, Vögel, Wein, Wiesbaden | Tags: Amsel, Blattfärbung, Drachen, Ernte, Fink, Frühherbst, Kinderlachen, Körner, Krähe, Meise, Riesling, Schwalben, Spätlese, Standvögel, Stoppelfeld, Vogelscheuche, Weinlberg, Weißwein, Zugvögel
Wir, die im Überfluss hier leben,
wo Waren die Regale füllen,
um dem Bedarf stets stattzugeben.
Wir konsumieren und erstreben
stets mehr, das unsre Wünsche stille.
Und wir vergessen meist dabei
die Mühen, die zur Ernte führen,
als seien jene Güter frei.
Das wüste Wegwerf-Allerlei
scheint täglich das zu demonstrieren.
Die Wirtschaft nur nach Wachstum giert,
beziffert Wohlstand zäh in Zahlen,
obgleich der Mensch sich wohl verliert,
wenn er nur auf Vermehrung stiert,
die sich im Kontenstand mag malen.
Doch wäre Demut angebracht
für jede Ernte Dank zu sagen,
dem Schöpfer, der das Leben macht
und über All und Welten wacht,
die Erd‘ zu hegen, zu bewahren!
© Ingrid Herta Drewing,2015
September 23rd, 2015 | 0 Comments
Category: Erntedank, Freude, Gesellschaftskritisches, Glauben, Klimawandel, Leben, Licht, Liebe, Nachhaltigkeit, Natur | Tags: Demut, Erde, Erntedank, Glaube, Nachhaltigkeit, Resourcen, Schöpfer, Verantwortung, Wachstumswahn
Nun schließt der Sommer seine hellen Augen
und bettet sich für lange Zeit zur Ruh’.
Der junge Herbst will als Ersatz uns taugen,
beeilt sich und läuft lachend auf uns zu.
Er ist bekannt als lustiger Geselle.
Den Kindern trägt er Drachen in den Wind.
Auch in den Gärten ist er gern zur Stelle,
küsst Astern wach, macht Früchte reif geschwind.
Lässt Sonnenlicht noch pralle Trauben herzen,
damit sie Süße bringen in den Wein;
ist heiter, aufgelegt zu flotten Scherzen,
ruft schalkhaft: “Fangt die Hüte wieder ein!“
In frischer Luft und hehr im Golde strahlend
zeigt er uns üppig seiner Blätter Pracht,
bevor er sie, mit roten Tönen malend,
zum Flammenkleid der Wirbelwinde macht.
Lasst gönnen uns dem Sommer diese Pause,
begrüßen wir die nächste Jahreszeit!
Wer froh nach vorn schaut, fühlt sich wohl zu Hause,
wenn auch einmal ein wildes Wetter graut.
© Ingrid Herta Drewing
September 23rd, 2015 | 0 Comments
Category: Frühherbst, Herbst, Jahreszeiten, Lebensfreude | Tags: Astern, Blattfärbung, Drachen, Herbstbeginn, Regen, Sonne, Weinlese, Wind
Ein himmlisch klarer Tag!
So sonnentrunken,
wie er sich auf dem See
nun spiegeln mag;
und Strahlenfunken
tanzen in die Höh‘,
wo gestern Trübe lag.
Die Birke trägt ein Kleid
aus goldner Seide,
spielt hier die Königin,
ist Herbst bereit;
und ihr Geschmeide
glänzt im Wasser hin
für eine kurze Zeit.
Des späten Sommers Bild
dringt in die Seele,
gleicht einem lieben Blick,
so sonnig mild;
und nichts verhehle
dir jetzt dies kleine Glück,
das wohlig dich erfüllt!
© Ingrid Herta Drewing,2015
September 21st, 2015 | 0 Comments
Category: Flora, Frühherbst, Glücksgefühl, Heimat, Landschaft, Leben, Licht, Natur, Sonne, Spätsommer | Tags: Augenweide, BIrkengold, Herbst, Liebe, Naturschönheit, Sonne, Spätsommer
Auf dem Asphalt ein Aquarell
aus goldnen Lindenherzen.
Der Regen, der als Herbsts Gesell
die Blätter raubte, war zur Stell,
bereit zu rauen Scherzen.
Doch du setzt sorgsam deinen Schritt,
willst nicht das Bild zerstören.
Als teile dir der Baum hier mit,
dass man sein Herzblatt nicht zertritt,
magst du’s als Bitte hören.
Vielleicht erinnert die Natur
dich an dein endlich‘ Wesen,
und du erhoffst, dass deine Spur
erhalten bleib‘ auch, sei es nur
als Bild, das wer wird lesen.
© Ingrid Herta Drewing,2015
September 20th, 2015 | 0 Comments
Category: Herbst, Leben, Pflanzen, Tod, Vanitas, Vergänglichkeit | Tags: Achtsamkeit, Asphalt, Herbst, Herzen, Lindenblätter, Regen, Symbol, Vergänglichkeit, Vorsicht
Es kriecht das Elend aus der Fremde
und meldet sich vor deinem Haus.
Es greift nach dir und deinem Hemde,
du fürchtest schon, es zieh‘ dich aus.
Da kannst du stumm die Augen schließen,
doch so vermagst du nicht zu steh’n,
und will es dich auch fast verdrießen,
du musst ihm in die Augen seh’n!
Es gilt, zu helfen und zu handeln,
nicht Rat und Worte nur allein
hier fruchten; willst du menschlich wandeln,
musst du aktiv dich bringen ein.
Gemeinsam hier im Chor mit andern
vermeiden Leid durch Harmonie,
tatkräftig sein, statt zu salbandern,
fernab von Bla-Bla-Idiotie!
© Ingrid Herta Drewing,2015
September 19th, 2015 | 0 Comments
Category: Besinnliches, Deutschland, Friede, Krieg, Leben, Licht, Menschen, Menschlichkeit, Nachdenkliches, Nachhaltigkeit | Tags: Elend, Furcht, Hilfe, Hilfsbereitschaft, Leid, Menschlichkeit, Sonntagsreden, Überfremdung, Worthülsen
Und Früh-Herbst hat mit goldnen Spitzen
der Bäume Blätter schön verziert,
die aus dem Grün nun strahlend blitzen,
wenn Sonne sich den Tag erkürt.
Das Eichhörnchen beginnt jetzt leise
die Sammel-Tour beim Haselstrauch.
Noch singt der Wind Spätsommers Weise,
die milde Luft verwöhnt uns auch.
Zwar brachen Vögel auf zur Reise,
der Süden lockt wie jedes Jahr.
Doch Amseln, Finken und auch Meisen
hier bleiben, trotzen der Gefahr.
Die Elstern keckern, Krähen krächzen,
versuchen da ihr rostig‘ Lied,
dieweil wir bald nach Wärme lechzen,
wenn Spätherbst frostig ist bemüht.
Jedoch,wenn kühle Nebel künden
uns Herbstes dunkle Seiten an,
so werden Feuer wir entzünden:
Der Mensch schützt sich so gut er kann.
© Ingrid Herta Drewing,2015
September 18th, 2015 | 0 Comments
Category: Fauna, Flora, Frühherbst, Herbst, Leben, Licht, Menschen, Natur, Nebel | Tags: Blattverfärbung, Feuer, Frühherbst, Mensch, Nebel, Schutz, Standvögel, Süden, Vogelzug
Ein warmer Regen lässt noch Sommer grünen,
obwohl auch Gelb schon aus den Bäumen fällt.
Allmählich richtet her der Herbst die Bühnen
und übt sein Farbenlied in Park und Feld.
Schon längst entflog die Schwalben-Schar nach Süden,
und auch der Kranich-Zug beginnt nun bald.
Der Tag erwacht verspätet, nebel-müde;
die Krähen zieht’s zur Stadt am nahen Wald.
Hier locken Feste, Licht und pralles Leben.
Nicht nur der Dörfler kennt sein Ernte-Bild.
Musik,Theater, Dicht-und Malkunst geben
uns Städtern Muße, die Kultur erfüllt.
Mag auch Natur mit Nebel-Dichte dräuen,
wir finden stets den Anlass, uns zu freuen!
© Ingrid Herta Drewing,2015
September 17th, 2015 | 0 Comments
Category: Besinnliches, Geselligkeit, Herbst, Kultur, Kunst, Lebensfreude, Licht, Musik, Natur, Nebel, Sonette, Stadt | Tags: Geselligkeit, Herbst, Konzerte, Kultur, Lebensfreude, Malkunst, Muße, Nebel, Stadt, Theater