Der Himmel Wolken verhangen;
es fehlt dem Tagen an Licht.
Wo gestern noch Vögel sangen,
und Lieder lieblich erklangen,
übt heute das Lächeln Verzicht.
Die Wiesen zu Heu geschoren,
vorbei der blühende Traum,
was grünend ins Leben geboren,
wirkt nun so müde, verloren,
und Blätter welken am Baum.
Doch bist du zu Haus geborgen,
zum Glück ist fern dir der Krieg!
Und all deine kleinen Sorgen
trüben dir nicht den Morgen,
hörst du den Klang der Musik.
© Ingrid Herta Drewing,2014
September 19th, 2014 | Besinnliches, Herbst, Musik | Tags: Herbst, Musik, Sehnsucht, Sonne, Vergänglichkeit | 0 Comments
Mag Frühherbst nun vollenden
dies’ Werk der Reife, Licht
und Sonnengold uns spenden,
mit milden, sanften Händen
verzögern den Verzicht.
Auch wenn im Nebeldunst
er morgens spät erwacht,
schenkt er uns mittags Gunst
als Maler seiner Kunst,
und blau der Himmel lacht.
Das Blattgold in den Zweigen,
des wilden Weines Wand
darf rot gefärbt sich zeigen,
Musik und Erntereigen
verschenkt er unverwandt.
Bucheckern, Eicheln, Nüsse,
Eichhörnchen birgt sie, hebt
sie auf, die Leckerbissen.
Kastanien, Spielgenüsse,
das Kinderherz erbebt.
© Ingrid Herta Drewing,2014
September 11th, 2014 | Farben, Frühherbst, Kinder, Lebensfreude, Natur | Tags: Blätterfärbung, Eichhörnchen, Ernte, Frühherbst, Kastanien, Kind, Nebel, Nüsse, Rotes Weinlaub, Sonne | 0 Comments
Der Himmel zeigt ein Einheitsgrau,
lehrt mich, dem Sommer zu entsagen.
Obwohl der Gärten Pflanzenschau
noch Düfte schenkt, fehlt mir das Blau
und Sonnengold der lichten Tage.
Musik vermag mich froh zu stimmen,
harmonisch klingt das Lied im Chor.
Muss nun der Sommer auch verglimmen,
bald wird der Herbst sich feurig trimmen
und zaubert Farben, Glanz hervor!
© Ingrid Herta Drewing,2014
September 4th, 2014 | Farben, Frühherbst, Herbst, Lebensfreude | Tags: Chorgesang, Farben, Harmonie, Herbst, Himmelblau, Musik, Sommerende, Sonne, Wolkendichte | 0 Comments
Es kürzt der Tag die hellen Stunden,
empfängt uns schon mit kühler Nacht.
Der Frühherbst hat sich eingefunden,
beschert uns reicher Ernte Pracht.
Wir lieben sie, die goldnen Tage,
da Blätter glänzen gelb und rot,
bevor der Herbststurm ohne Frage
sie weht zum Welken in den Tod.
Wenn dann November Nebeldichte
vor Sonnenlicht und Auge hält,
erzählen Träume uns Geschichten ,
und Sehnsucht mit dem Regen fällt.
© Ingrid Herta Drewing (2014 überarb.)
September 3rd, 2014 | Frühherbst, Jahreszeiten, Lebensfreude | Tags: Blattfärbung, Farbenpracht, Geschichten, Herbstgold, Nebel, November, Sehnsucht, Sonne, Träume | 0 Comments
Schon greifen stürmisch herbstlich kühle Hände
den Bäumen in das grüne Blätterhaupt.
Und regennass verhüllt wirkt das Gelände
als tristes Bild,dem Sonne ward geraubt.
Da mag es tröstlich sein, dass nun der Wald
gewiss von Feuers Bränden bleibt verschont;
doch hofft man, dass der Dauerregen bald
pausiere, damit hier noch Helle wohnt.
Die Mauersegler, die nach Süden zogen,
sie fühlten, dass der Sommer Abschied nimmt.
Wir, sesshaft, sind dem Frühherbst wohl gewogen,
wenn er mit warmem Licht uns milde stimmt.
Wir schwingen mit im Lauf der Jahreszeiten,
mag’s auch das Wetter manchmal uns verleiden.
© Ingrid Herta Drewing,2014
August 11th, 2014 | Frühherbst, Jahreszeiten, Lebensfreude, Sonette, Wetter | Tags: Frühherbst, Herbstzeichen, Jahreszeiten, Lebensfreude, Mauersegler, Regen, Sonne, Sturm, Süden, Wetter | 0 Comments
Die graue Wolke
dringt vor, verschlingt den Himmel.
in Strömen regnet’s.
Die Sonne, versteckt,
lugt zart aus dem Dunst hervor,
nebelgesichtig.
Den nassen Mantel
legt sie auf den Wiesen ab
und begrüßt das Blau.
© Ingrid Herta Drewing,2014
Juli 27th, 2014 | Haiku & Co, Natur, Wetter | Tags: Aufklaren, Blauhimmel, Sommerregen, Sonne, Wolken | 0 Comments
Am liebsten möcht’ ich jetzt im Kühlschrank wohnen,
denn diese Hitze drückt mir auf ’s Gemüt
Ich hab’ gehofft, der Sommer würd’ uns schonen,
weil uns der Frühling unsanft nur geblüht.
Jedoch liebt dieser auch nur die Extreme,
als hätte er beim Winter vorgefühlt,
wie man der Menschen Tatkraft tüchtig lähme,
damit er schädlich nicht auf Erden wühlt.
Er hält uns nun zu heiß in Quarantäne.
Wer es sich leisten kann, hält aus zu Haus.
Im Freien bleckt die Sonne ihre Zähne;
ihr grelles Lachen wird zum Hitzegraus.
Gemäßigt sei doch unsre Klimazone!
Ich wünsch’ es, will gern weiterhin hier wohnen.
© Ingrid Herta Drewing
Juli 19th, 2014 | Sommer, Wetter | Tags: Hitze, Klimawandel, Sonne | 0 Comments
Der Rose Lied, das fein und leise klingt,
trägt ihre süßen Düfte in die Weite,
auf dass sich diese Lieblichkeit ausbreite,
die Freude in das Grau des Alltags bringt.
Es singt von Frühling, Sommer, Reife-Träumen.
Im Sonnenschein erglänzt ein Blütenbild,
das dieses Lebens Zeitlichkeit mag säumen,
die schöne Melodie im Licht enthüllt.
Noch scheint das Welken fern, und sanft entfaltet
die Rose ihre Blüten Blatt um Blatt.
Der Schöpfung Atem, der da zärtlich waltet,
sie zum Erblühen aufgerufen hat.
Ein Sinnbild, das auch unsrem Leben gilt,
das sich in seinem Dasein hier erfüllt.
© Ingrid Herta Drewing,2014
Juli 8th, 2014 | Besinnliches, Flora, Lebensfreude, Liebe, Natur, Schöpfung | Tags: Blüte, Leben, Lebensfreude, Licht, Liebe, Rose, Schönheit, Schöpfung, Sonne, Vergänglichkeit, Verheißung | 0 Comments
Wie sich im Sonnenschein die Rosen,
nun duftend, reich im Licht entfalten,
die Schmetterlinge, tändelnd zart,
auf lieblich‘ federleichte Art
des Lebens Anmut lind gestalten,
so mag uns hier der Sommer kosen!
Gewitter, wilder Stürme Toben,
das sei uns fern,soll uns verschonen.
Wer will schon grellen Blitzes Licht,
wenn er zerstörend Bäume bricht,
und Regen peitscht die Wipfel,Kronen?
Den sanften Sommer woll’n wir loben!
Warm soll er sein, die Schwüle meiden
und unter klarem Himmel wohnen;
auch Schäfchenwolken dürfen sein.
Und lädt sie uns zum Bade ein,
mag strahlend hell die Sonne thronen,
ohn‘ Hitzeorgien, mild, bescheiden!
© Ingrid Herta Drewing,2014
Juli 5th, 2014 | Jahreszeiten, Lebensfreude, Natur, Regen, Schöpfung, See, Sommer, Wetter, Wünsche | Tags: Anmut, Bäume, Blitze, Gewitter, Leben, Rosenduft, Schmetterlinge, Schönheit, Schwimmen, See, Sonne, Stürme, Zerstörung | 0 Comments
Ein Tag, von Licht durchdrungen,
singt hell sein Sommerlied.
Auch mir ist es erklungen;
ich fühle froh bezwungen,
was hier so reich erblüht.
Der süße Duft der Linden
erfüllt der Straße Raum,
darf hier betörend binden,
was sonst geschäftig‘ Finden
mag spüren, ahnen kaum.
Empfinde, froh erhoben,
mein Leben licht erhellt,
will nun, Natur verwoben,
den Schöpfer preisen,loben
in dieser schönen Welt.
© Ingrid Herta Drewing,2014
Juli 3rd, 2014 | Lebensfreude, Natur, Schöpfung, Sommer | Tags: Dankbarkeit, Duft, Licht, Lied, Lindenblüten, Schöpfer, Sommer, Sonne | 0 Comments