Inmitten einer Sommerwiese,
umwallt von Gräsern, rotem Mohn
spazieren klein Michel, Louise
gemächlich hier auf grünem Fliese.
Madame Monet folgt mit dem Sohn.
Im Hintergrund umrahmen Bäume
ihr helles, rot bedachtes Haus.
Auf sanfter Landschaft Mittags-Räume
und Lichtes Impressionen, Träume
des frühen Sommers schaut’s hinaus.
Hier lässt des Malers Blick dich schweben,
wo Wolkenweiß Blauhimmel kennt
und Wiesenwogen, Mensch und Leben
natürlich, anmutig verweben,
was sonst so oft durch Hast getrennt.
© Ingrid Herta Drewing,2016
März 10th, 2016 | 0 Comments
Category: Flora, Frauen, Friede, Frühsommer, Kinder, Kunst, Landschaft, Leben, Licht, Natur, Zu Gemälden und anderen Bildern | Tags: Argenteuil, Frühsommer, Impressionismus, Landschaft, Lebensfreude, Monet, Natur, Wiese
Jetzt werden länger, lichter unsre Tage.
bald hat sich Frühling gänzlich eingestellt,
zeigt froh des neuen Lebens Lustansage.
Es lüftet frischer Wind die müde Welt,
und Sonne lässt vergessen Winters Plage.
Die Straßen blank geputzt; es hat der Regen
seit Wochen, was so trocken war, bedacht.
In Park und Garten Pflanzen Knospen hegen.
Die Wiesen grünen, Blühen regt sich sacht,
und schon lugt Löwenzahn auf allen Wegen.
Des Morgens hier die frühen Vögel singen,
und auch am Abend klingt der Amsel Sang.
Als trüge sie mit diesem schönen Klingen
herbei des Frühlings zarten Harfen-Klang,
der freudig sich darf nun in Lüfte schwingen.
© Ingrid Herta Drewing,2016
März 9th, 2016 | 0 Comments
Category: Frühling, Lebensfreude, Licht | Tags: Amsel, Frühling, Garten, Harfe, Knospen, Längere tage, Licht, Löwenzahn, Park, Sonne, Wiese
Warum muss Frau sich überwinden,
sich körperlich so reduzieren?
Mir scheint’s, als wolle ihr Verschwinden
man langsam modisch induzieren.
Zunächst wohl waren’s weiche Männer,
dem Knabenhaften zugetan;
sie prägten Mode, fanden Kenner,
Klein-Mädchen-Flair und Jugendwahn.
Und Frauen internalisieren
nun durch die Werbung dieses Bild,
„schlank zum Vergehen“; sie hofieren
die Schönheitsnorm und sind gewillt,
das, was natürlich vorgegeben,
dass etwas wächst und voll erblüht,
durch ’zig Diäten aufzuheben,
um ’s Standard-Schönheitsbild bemüht.
Als wollten Rosen Knospen bleiben,
Kakteen nur in Dornen stehen,
versucht sich Frau fast zu entleiben
und lässt ihr Leben so vergehen.
© Ingrid Herta Drewing,
März 8th, 2016 | 1 Comment
Category: Frau, Gesellschaftskritisches | Tags: Frau, Magersucht, Mode, Schönheitsbild, Schönheitsideal, Selbstbewusstsein, Superschlank, Werbung
Los komm, hilf mir Haare spalten!
Ganz korrekt und nett
müssen wir uns nicht verhalten,
bohren dünnes Brett!
Lass mit Speck uns Mäuse fangen!
Sonst ist es zu spät,
mitgegangen, mit gehangen
sei da obsolet.
Wen wir auf die Palme bringen,
ist doch ganz egal!
Wes das Brot, des Lied wir singen,
sei’s auch noch so schal!
Weht das Fähnchen mit dem Winde,
macht es uns nichts aus.
Tarnen wir uns als Gesinde
sind wir fein heraus!
© Ingrid Herta Drewing,2016
März 7th, 2016 | 0 Comments
Category: Gesellschaftskritisches, Satire | Tags: karrieregeil, Mitläufer, Opportunist, Profit, Wendehals
Als ob sie wer im Schlafe wiege,
so traumverloren wirkt die Stadt.
Der Regenwolken graue Riege
noch feiert ihre feuchten Siege,
nasskalter Winter zeigt sich matt.
Es tragen diese trüben Tage
in ihrem regenmüden Kleid
den Gleichmut in sich, und nur vage
erwächst hier aus des Winters Lage
die Leichtigkeit der Frühlingszeit.
Jedoch schon sprießt’s in Park und Garten.
Schneeglöckchen, Krokus, helles Grün
der Wiesen zeigen Frühlings Starten.
Bald ist vorbei das sehnend‘ Warten,
und hell wird hier das Land erblüh’n!
© Ingrid Herta Drewing,2016
März 7th, 2016 | 0 Comments
Category: Flora, Frühling, Jahreszeiten, Landschaft, Leben, Licht, Natur, Sehnsucht, Vorfrühling, Wetter, Winter | Tags: Dornröschen, Frühling, Hoffnung, Krokus, Leichtigkeit, nasskalt, Regenwetter, Schlaf, Stadt, Vorfrühling, Winter
Am 6. März ham wir die Wahl
hier, wen zu wählen aus der Zahl
der Menschen, die uns woll’n vertreten.
Wir sollen unsre Stimm‘ abgeben.
Abgeben? Nein, nur leihen mal!
Wir sind die Sonne, sie der Strahl,
und für’s Gemeinwohl mag’s gelingen,
Projekte auf den Weg zu bringen.
Damit auch alles wächst und glänzt,
erwarten wir stets Transparenz.
Den Wähler gilt’s zu informieren
und nicht die Erdung zu verlieren.
© Ingrid Herta Drewing,2016
März 7th, 2016 | 0 Comments
Category: Stadt | Tags: Erdung der Politer, Gemeinwohl, Kommunalwahl, Stimmabgabe, Transparenz, Wiesbaden
Den leichten Vögeln unsre Worte gleichen.
Sie gleiten unbedacht flugs über Lippen.
Gedanken werden kaum zu Schranken, Klippen.
Fort ist das Wort; es wird sein Ziel erreichen.
Wie gerne fingst du’s ein, um es zu streichen,
das falsch Gesagte richtig umzutippen.
Der Worte Klang dringt tief in unsre Seele,
und sind sie sanft, ist’s wie ein zärtlich‘ Kosen,
schenkt Wärme, Licht, lässt hell erblühen Rosen.
Jedoch die harten, harschen, die Befehle,
sie schnüren zu, dem der sie hört, die Kehle,
und Traurigkeit lähmt nach dem Wüten,Tosen.
Wer dichtet, darf mit Wörtern, Klängen spielen,
zu Bildern sie verweben, Poesie
sie läutern und beleben, Phantasie
in weite Räume, Farben-Träume zielen,
in Rhythmen tanzen, jenen vielen,
die die Musik uns schenkt in Harmonie.
© Ingrid Herta Drewing,2016
März 5th, 2016 | 0 Comments
Category: Dichten, Kälte, Kraft., Leben, Lebensfreude, Licht, Liebe, Menschlichkeit, Musik, Nachdenkliches, Nörgelei, Poesie, Sprache, Wärme, Worte | Tags: Bedauern, Beleidigen, Bosheit, Empathie, Gedanken, Harmonie, Kommumizieren, Musik, Phantasie, Posei, Seele, Sprechen, Traurigkeit, Ungesagtes, Vögel, Worte, Wortklang, Zärtlichkeit
Es geht der Tag heut matt mit müden Füßen.
Ihm fehlt zur Zeit wohl jeglicher Elan.
Zwar ließ so hoffnungsvoll der Frühling grüßen,
Schneeglöckchen, Krokus-Grüppchen wir schon sah’n.
Jedoch der Winter, der so unentschlossen
als Jahreszeit sich launig aufgeführt,
er kam zurück, nasskalt und fahl verdrossen,
und Frost ergriff die Blüten ungerührt.
Verstummt die Amsel, die so schön gesungen,
und Krähen kauern einsam im Geäst,
als seien sie zu trauern nun gezwungen,
weil sich nur Wolkengrau trüb blicken lässt.
Auch ich ersehne Milde, warmes Licht
und hoffe, dass bald Lenz hier sonnig spricht.
© Ingrid Herta Drewing,2016
März 4th, 2016 | 0 Comments
Category: Frühling, Kälte, Leben, Licht, Natur, Sehnsucht, Sonette, Sonne, Winter | Tags: Frühling, Krokus, März, Schneeglöckchen, Sehnsucht, Sonnenlicht, Winter
Der erste März, so kühl und klar,
zeigt wenig Frühlingsmilde,
und dennoch nehme ich ihn wahr
im Sonnenlicht als wunderbar,
durchstreife die Gefilde.
Das Schneeglöckchen, die Krokus-Pracht
sie senden die Signale,
dass doch vorbei des Winters Macht
und Lenz sein Blüten-Licht entfacht
im Park bei uns im Tale.
Der Haselstrauch, schon lang bereit,
und auch der Weide Kätzchen,
sie blühen; es ist ihre Zeit,
was Hummeln und auch Bienen freut.
Sie sammeln Pollenschätzchen.
Und auf dem Baum der Amsel-Hahn
übt seine Melodien.
Sein Lied hat es mir angetan.
Es singt von lichtem Frühlings-Nah’n.
Die Welt wird hell erblühen.
© Ingrid Herta Drewing,2016
März 1st, 2016 | 0 Comments
Category: Farben, Fauna, Flora, Frühling, Landschaft, Lebensfreude, Licht | Tags: Amselgesang, Frische, Frühlingsanfang, Hoffnung, Klarheit, Krokus, Licht, Neubeginn, Schneeglöckchen, Sonnenschein
Wo Chaos herrscht und dunkle Macht,
da tanzt der Schlangenkönig.
Er schürt des Krieges Feuer, lacht,
ob der Zerstörung, die entfacht.
Den Kosmos schätzt er wenig.
Er fördert Terror, Niedertracht,
sein Mammon wächst mit Waffen,
die er verschiebt mit viel Bedacht.
Obwohl sie tödlich ist die Fracht,
zählt für ihn nur das Raffen.
Das Leben nimmt er nur in Acht,
gehört’s zu seinen Kreisen;
dann hält er sorgsam auch die Wacht.
Ansonsten liebt er Todes Tracht,
lässt’s Leben gern entgleisen.
© Ingrid Herta Drewing,2016
Februar 29th, 2016 | 0 Comments
Category: Aktuelles, Gesellschaftskritisches, Kosmos, Krieg, Leben, Menschen | Tags: Kosmos, Kriegsgewinnler, Kriegstreiber, Leben, Reiche, Rüstungsindustrie, Tod, Waffenschieber