Archive for the Category Natur

 
 

Frühlingsstimmung

Der Himmel blau,die Sonne strahlt
auf Park und Garten, die erfüllt
von Frühlings schönem Blütenbild,
das er in seiner Milde malt.

Zart streichelt Südwind Kinn und Wange
und leicht beschwingt ist mir zu Mut.
So vieles, was zuvor macht‘ bange,
mit Winter im Vergessen ruht.

Ich freue mich, die Vögel singen,
verzaubern morgens schon den Tag.
Des Frühlings Melodien klingen,
die ich nun lächelnd in mir trag‘.

© Ingrid Herta Drewing,2016

Erster April

April, April! Der Winter will
den Frühling wohl noch necken
und holt aus den Verstecken,
was er gespart im Januar,
lässt Holle schütteln aus ihr Füll.
Und nun wirkt Lenz doch sehr bizarr.

Ihr Blütenköpfchen recken,
blauäugig aus dem Schnee,
die Veilchen in die Höh’,
und der Forsythien Blütenschar,
sonst leuchtend hier so goldenklar,
will weißer Pelz bedecken.

So soll’s nicht bleiben! Sonne heißt
den Winter, zu verschwinden,
will alles hier entbinden
von dieser kühlen Sternenschar.
Ihr Licht nun strahlend heiß hier gleißt,
macht Frühling wieder wahr.

© Ingrid Herta Drewing

Appell an den Frühling

Sag,willst du, Frühling,nun ein Spätling werden,
so regengrau und kühl, wie du dich gibst?
Zuweilen spielst du noch mit Flocken-Herden.
Mir scheint, dass du für den Aprilscherz übst.

Wann endlich zeigst du dich mit Wärme, Milde
und eilst auf Südwinds Schwingen hier ins Land?
Wir sehnen uns nach hellem Blütenbilde,
nach Sonnenschein und Hoffnungs-Unterpfand.

Vorbei sei bald dein launisch Tun! Zu sühnen,
zieh zügig ein mit Vogelsang und Pracht!
Lass Leben blühen hier auf allen Bühnen
im Lichte deiner sanften, milden Macht!

Beeil‘ dich,Frühling,lupfe deine Schwingen!
Wir werden gern Willkommens-Lieder singen.

© Ingrid Herta Drewing,2016

Karfreitagtrauer und Osterfreude

Der Regen netzt des Märzen kühle Erde,
und Krähen kauern, plustern ihr Gefieder
in kahlen Bäumen; des Karfreitags Lieder
getragen trauern, wo schon bald ein „Werde!“
im Licht des „Resurrexit“ will erklingen.
Die Osterfreude wird die Not bezwingen,
und Hoffnungs-Lämmer weilen in der Herde.

Hell lädt Natur dann ein; auf ihren Bühnen
muss Lenz nicht darben, darf sich neu verweben,
lockt aus den Knospen hier dies zarte Leben.
Es prangt in Farben, lässt die Leiden sühnen,
verdeckt die Narben, Winters Frost und Wirren.
Im Sonnenlicht die Schmetterlinge flirren,
und Gärten, Wiesen, Wälder blühen, grünen.

© Ingrid Herta Drewing,2016

Katastrophen

Das Fernsehn bringt fast täglich Katastrophen
zu dir ins Zimmer, aber sehend blind
stehst du, gebannt und hilflos, kennst die Strophen
der Kommentare, die dann üblich sind.

Die Zahlen, die du hörst, wohl kurz erschrecken,
verbergen das, was menschlich dich bewegt;
bis plötzlich dann ein Bild vermag zu wecken
dein Mitleid, sinnst, wie man nun Hilfe heg’.

Du spendest Geld, beruhigst so dein Gewissen,
dass du noch bist vom Missgeschick verschont,
das andre aus den Träumen hat gerissen.
Dann läuft dein Leben weiter, wie gewohnt.

© Ingrid Herta Drewing, 2016 (Üb.v. 2010)

Zögerlicher Frühlingsanfang

In grauem Mantel tritt der Frühling an,
als gelte es den Winter zu hofieren,
der regennass, mit wolkigem Gespann,
uns ohne weiße Weste wollt‘ brüskieren.

Zwar hatte Lenz schon lächelnd vorgefühlt,
Schneeglöckchen, Primeln, Krokus sprießen lassen.
Doch zeigte er sich heute unterkühlt;
Palmsonntag-Jubel fern in trüben Gassen.

Hier wirkt auch noch des Frühlings Lust gering,
obwohl das Leuchten der Forsythien-Hecken
am Morgen goldgelb blühend uns empfing,
vermag doch Nord-Wind, Milde zu verstecken.

Ein Weilchen werden wir wohl warten müssen,
bis uns der Lenz beglückt mit zarten Küssen.

© Ingrid Herta Drewing,2016

Frühlings Ankunft in Wiesbaden

Der Frühling hat uns wohl bedacht,
mag sonnig uns begrüßen.
Schneeglöckchen, Krokus sind erwacht.
In Park und Wald der Pflanzen Pracht
darf wonnig grünend sprießen.

Es strahlt das Tal im Blütenlicht.
Vorbei des Winters Darben!
Nun schreibt der Lenz hier sein Gedicht,
das schön von neuem Leben spricht
in leuchtend hellen Farben.

Der Schwarzbach, jetzt von Eis befreit,
springt rauschend in die Schnellen.
Der Hahnenfuß hält sich bereit,
lässt für die goldne Blüten-Zeit
dort seine Knospen schwellen.

Und Vögel bauen flugs ihr Nest;
die Hähnchen jubilieren.
Der Amsel Melodien-Test
wird ganz gewiss beim Hochzeitsfest
im Frühling triumphieren.

Die Nerobergbahn wieder fährt.
Wie schon zu alten Zeiten
wird umweltfreundlich das Gefährt
den Gast, dem dies‘ auch sehenswert,
zu schöner Aussicht leiten.

© Ingrid Herta Drewing,2016

Frühlings Erwachen

Der Krokus strahlt in satten Farben,
deckt blütenreich des Winters Narben,
weiß, lila, gelb beglückt.
Nun muss der Blick nicht länger darben.
Wo jüngst noch Winters Flocken warben,
zeigt Lenz sich gut bestückt.

Schneeglöckchen zart uns Freude bringen.
Der Blüten-Röckchen sanftes Schwingen
im Sonnenlicht erglänzt.
Hoch in den Wipfeln Amseln singen.
Weithin die Melodien klingen,
die hier so hell kredenzt.

Und Störche in den Lüften schweben.
Die Rückkehr konnte Kunde geben,
dass Frühling wird einziehen.
Auch du fühlst nun dies’ junge Leben,
das sich erneut darf hier verweben,
im Lichte schön erblühen.

© Ingrid Herta Drewing,2016

Vorfrühling

Noch trag ich warme Puschen,
denn Frühling lässt sich Zeit,
schien kurz herein zu huschen.
Doch Winter mag’s vertuschen,
hat über Nacht geschneit.

Da liegt im Weiß verborgen,
was gestern gern erglüht‘.
Vertröstet auf ein Morgen,
in Knospen warm geborgen
schläft zarter Blüten Lied.

Doch endet bald das Warten,
und Winter räumt das Feld.
Dann wird in Park und Garten
des Frühlings Flor neu starten,
erhellt die kleine Welt.

© Ingrid Herta Drewing,2016

Frühlingshoffnung

Es scheint, als wolle Frühling scherzen,
gibt sich heut kühl, etwas verschnupft,
obwohl er vor Beginn des Märzen
schon Krokus,Primeln, Veilchenherzen
so farbenfroh ins Gras getupft.

Ich hoff‘, des Winters launig‘ Wetter
setzt nun der Lenz nicht fort vor Ort
und wünsche mir, dass er viel netter,
gepaart mit Südwind, seinem Vetter,
uns hier beglückt in grünem Hort.

Vielleicht mag er bis Ostern säumen,
entfalten dann erst mildes Leben,
lässt Blüten noch in Knospen träumen,
bis sie erwachen und den Bäumen
den zarten Flor im Lichte geben?

© Ingrid Herta Drewing,2016