Archive for the Category Vögel

 
 

Krähen, Am Warmen Damm

Zwei Krähen, hoch auf Baumes Stamm,
posieren auf dem Ast.
Einträchtig sind sie da zusamm‘
im hellen Licht, Am Warmen Damm,
wo sie sehr gern zu Gast.

Beschaulich sitzend, vieles sehen
sie dort aus ihrer Höh‘:
Touristen, die vor Schiller stehen,
Nilgänse, die nach Futter gehen
und Enten auf dem See.

Der Frühling lockt im Blütenkleid
ins Freie Mensch und Tier,
und auf der Bank zur Mittagszeit
pausieren viele, sind bereit
zum Innehalten hier.

Und dabei fällt manch‘ Krumen ab.
Sie haben’s im Visier,
Geht dann der Mensch, fliegt man herab
und erntet, meistens nicht zu knapp,
in seinem Park-Revier.

So findet jeder, was ihm frommt.
Der Lenz es schön beschert,
serviert wird’s Vogel-Mahl hier prompt,
wenn Mutter mit dem Kleinkind kommt,
das Enten füttert,nährt.

© Ingrid Herta Drewing,2016

Schöne Erde

Vielfältig, schön ist das Antlitz der Erde,
hell erscheinend im Glanze des Lichts.
Jeder Strahl, der in Farben sich bricht,
enthüllt es mit Zaubergebärde,
dies liebliche Leben und Werden,
das im Dunkel als Hoffnung noch spricht.

Vielfältig, schön sind die Klänge der Erde,
leise ertönend, tiefbrausend,laut.
Jedes Lied, das erklingt, zart vertraut,
entkleidet mit Geigergebärde
die Seele der stummen Beschwerde,
Harmonie wird in Liebe erschaut.

Vielfältig, schön sind die Düfte der Erde,
herb und würzig, süß, lieblich und mild.
Jede Blüte, sich öffnend, erfüllt,
weithin duftend, die Wiesenmeere,
und die Bäume, Kräuter und Ähren
verströmen sich zärtlich und wild
in der Erde betörendem Bild.

© Ingrid Herta Drewing

Nah am Wind

Glyzinienranken,
Nest in der Mauernische
für Türkentauben.

© Ingrid Herta Drewing,2016

Frühling in Wiesbaden

Ich mag die Tage, wenn in klarem Blau
am Himmel Wolken weiß wie Watte schweben,
der Frühling lässt ergrünen Tal und Au
und frische Lüfte, auch im Südwind lau,
die Blüten streifen, uns mit Duft beleben.

Ich freue mich, wenn früh schon Vögel singen,
ihr frohes Lied von allen Dächern schallt,
der Sonne Strahlen in die Gassen dringen,
die kleine Stadt erwacht, sich einzubringen
und sich geschäftig‘ Leben regt schon bald.

Ich lieb‘ das leichte Leben hier im Maien,
wenn unsre Stadt in Festspielstimmung glänzt,
sich aus dem Alltagskleid weiß zu befreien,
Musik aus aller Welt darf Ruhm verleihen,
im Opernhaus die Werke schön kredenzt.

Obwohl zu jeder Jahreszeit so traut,
trägt jetzt die Stadt dies Lächeln im Gesicht,
wenn sie im Lenz ergrünend, blühend schaut
auf das, was Historismus schön erbaut,
sich ins moderne Leben, Bild einflicht.

© Ingrid Herta Drewing,2016

Kleiner Fuchs

Ein Kleiner Fuchs, kurz dem Kokon entwunden,
der schwirrte leicht dahin im Sonnenlicht.
Er hatte seine Schön-Gestalt gefunden,
dies Farbenspiel, ein leuchtendes Gedicht!
Flott flog er nun davon voll Zuversicht.

Der Blüten Vielfalt schien ihn zu verwirren;
wollt‘ kaum bei einer Blume da verweilen.
Und flatterhaft begann er sich zu irren,
dass keine könnt‘ den Nektar mit ihm teilen,
begab sich auf die Suche im Enteilen.

Er setzte schließlich,Flug erschöpft, sich nieder,
ganz in der Nähe bei dem Vogelnest.
Nun singt man diesem „Füchslein“ Trauerlieder,
denn Mutter Amsel nahm fürs Mahl ihn fest,
verfütterte den Jungen seinen Rest.

So grausam, bitter kann Natur da sein;
noch kaum gelebt, schon Schmetterling in Not!
Ist auf dem Bild der „Kleine Fuchs“ auch fein,
konnt‘ er nicht ahnen, was ihm danach droht‘,
Es wehrte Unschuld, Schönheit nicht dem Tod.

© Ingrid Herta Drewing,2016

Frühling

Vorbei ist nun die trübe Zeit,
fern Winters Frost-Gespenster!
Zum Neubeginn bist du bereit
und öffnest weit die Fenster.

Früh morgens schon die Amsel singt
hoch auf des Daches Gaube,
und tief der Sehnsuchts-Ruf erklingt,
es gurrt die Ringeltaube.

So hell lädt uns der Frühling ein,
lässt alles schön erblühen.
Der Himmel blau, im Sonnenschein
vergessen Sorgen, Mühen!

© Ingrid Herta Drewing,2016

Frühlingsstimmung

Der Himmel blau,die Sonne strahlt
auf Park und Garten, die erfüllt
von Frühlings schönem Blütenbild,
das er in seiner Milde malt.

Zart streichelt Südwind Kinn und Wange
und leicht beschwingt ist mir zu Mut.
So vieles, was zuvor macht‘ bange,
mit Winter im Vergessen ruht.

Ich freue mich, die Vögel singen,
verzaubern morgens schon den Tag.
Des Frühlings Melodien klingen,
die ich nun lächelnd in mir trag‘.

© Ingrid Herta Drewing,2016

Frühlings Ankunft in Wiesbaden

Der Frühling hat uns wohl bedacht,
mag sonnig uns begrüßen.
Schneeglöckchen, Krokus sind erwacht.
In Park und Wald der Pflanzen Pracht
darf wonnig grünend sprießen.

Es strahlt das Tal im Blütenlicht.
Vorbei des Winters Darben!
Nun schreibt der Lenz hier sein Gedicht,
das schön von neuem Leben spricht
in leuchtend hellen Farben.

Der Schwarzbach, jetzt von Eis befreit,
springt rauschend in die Schnellen.
Der Hahnenfuß hält sich bereit,
lässt für die goldne Blüten-Zeit
dort seine Knospen schwellen.

Und Vögel bauen flugs ihr Nest;
die Hähnchen jubilieren.
Der Amsel Melodien-Test
wird ganz gewiss beim Hochzeitsfest
im Frühling triumphieren.

Die Nerobergbahn wieder fährt.
Wie schon zu alten Zeiten
wird umweltfreundlich das Gefährt
den Gast, dem dies‘ auch sehenswert,
zu schöner Aussicht leiten.

© Ingrid Herta Drewing,2016

Frühlings Erwachen

Der Krokus strahlt in satten Farben,
deckt blütenreich des Winters Narben,
weiß, lila, gelb beglückt.
Nun muss der Blick nicht länger darben.
Wo jüngst noch Winters Flocken warben,
zeigt Lenz sich gut bestückt.

Schneeglöckchen zart uns Freude bringen.
Der Blüten-Röckchen sanftes Schwingen
im Sonnenlicht erglänzt.
Hoch in den Wipfeln Amseln singen.
Weithin die Melodien klingen,
die hier so hell kredenzt.

Und Störche in den Lüften schweben.
Die Rückkehr konnte Kunde geben,
dass Frühling wird einziehen.
Auch du fühlst nun dies’ junge Leben,
das sich erneut darf hier verweben,
im Lichte schön erblühen.

© Ingrid Herta Drewing,2016

Frühlingsermunterung

Wer wird denn faul im Lenz noch lenzen?
Vergiss die Frühjahrsmüdigkeit!
Die Sonne strahlt, der Tag darf glänzen,
den Himmel lichthell uns kredenzen,
und hier im Tal grünt’s weit und breit.

Die Vögel singen, Blumen sprießen,
so sei auch du dazu bereit,
des Frühlings Leuchten zu begrüßen,
erneut dies‘ Leben zu erschließen!
Komm, schwing dich auf, jetzt ist die Zeit !

© Ingrid Herta Drewing,2016